• Gurgy

    31 dicembre 2025, Francia ⋅ 🌙 -4 °C

    (English Version Below)

    Morgens wachen wir auf einem verlassenen Bauernhof auf, und abends werden wir am Ufer der Yonne einschlafen. Dazwischen gibt es Geschichten, die die Bilder schreiben. Und solche, die sich in unseren Gedanken abspielen, im Herzen, in der Seele.

    Hilde ist glücklich auf dem einsamen Feld, um nach Mäusen zu schnüffeln, und genervt von den Radfahrern, die unsere Wege kreuzen.

    Wir sind heute nochmals Père Noel begegnen, haben eine verblüte Rose gefunden, die den Mond eingefangen hat, und einen kahlen Baum, in dessen Geäst sich die Sonne verfangen hat.

    Mitten am Waldrand steht ein kleines Haus, und in Hanglage liegt ein zauberhaftes Gehöft in Frühlingsfarben. Ein Kreuz mit Blumenblättern am Wegesrand, an so vielen Häusern sind die Fensterläden so verschlossen, als würde niemand mehr zurückkommen.

    Auf Holzstapeln liegt der Schnee der letzten Nacht, und vom Dach laufen Tränen an der Hauswand hinunter. Der Fluss, breit wie ein See zeigt uns sein blaues Gesicht und seine goldene Haut, mittig hinter Bäumen geht die Sonne unter.

    Hilde liegt neben mir im Bus, sie hat eine Maus aus ihrem Loch vertrieben, und noch Stunden später finden sich Lehmbällchen zwischen ihren Ballen. Die Nachbarn stellen Kerzen auf den Weg und fotografieren ihren Schein, bevor sie alles wegräumen.

    Ich habe die kleine Lichterkette vom Enkelzwerg mit seinem blauen Licht ins Fenster gestellt, von den hohen Straßenlaternen tropfen die Lichtstrahlen auf den Boden, der Fluss bleibt schwarz.

    Wir gehen ein letztes Mal heute kurz raus, dass Hilde sich erleichtern kann, die Luft ist kalt und wird im Laufe der Nacht auf minus sechs Grad Celsius fallen. Im blauen Bus ist es deutlich wärmer, unter der Bettdecke geradezu kuschelig, sofern ich nicht mitten in der Nacht raus muss. Dann macht sich Hilde auf dem Bett besonders breit und grinst mich an. Kannst doch auf dem Beifahrersitz schlafen!
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    In the mornings we wake up on an abandoned farm, and in the evenings we fall asleep on the banks of the Yonne. In between, there are stories that the pictures write. And others that unfold in our thoughts, in our hearts, in our souls.

    Hilde is happy in the lonely field, sniffing for mice, and annoyed by the cyclists who cross our paths.

    Today we encountered Father Christmas again, found a faded rose that seemed to capture the moon, and a bare tree whose branches held the sun.

    A small house stands at the edge of the woods, and a charming farmstead, awash in spring colors, nestles on the hillside. A cross adorned with flower petals marks the roadside, and so many houses have their shutters closed, as if no one will ever return.

    Snow from last night lies on stacks of wood, and tears trickle down the sides of the house from the roof. The river, as wide as a lake, reveals its blue face and golden skin, and the sun sets behind the trees.

    Hilde is lying next to me in the bus; she's chased a mouse out of its hole, and even hours later, little balls of mud are still scattered between her paws. The neighbors place candles on the path and photograph their glow before clearing everything away.

    I've put my grandson's little string of lights with its blue glow in the window. The light from the tall streetlights drips onto the ground, the river remains black.

    We go out briefly one last time today so Hilde can relieve herself. The air is cold and will drop to minus six degrees Celsius during the night. It's considerably warmer in the blue bus, downright cozy under the covers, as long as I don't have to get up in the middle of the night. Then Hilde sprawls out on the bed and grins at me. "You can sleep in the passenger seat!"
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