Berenbrock
January 29 in Germany ⋅ ☁️ -2 °C
(English Version Below)
Als wir im letzten Sommer hoch oben in Norwegen an einem Schneefeld gestanden haben, auf dem sich Hilde mehr als glücklich herumwälzt, habe ich gewünscht, dass sie im Schnee des nächsten Winters herumtoben kann.
Da gab es den Krebs schon fast ein halbes Jahr in ihrem Körper, und Zukunft ist zu einer unbekannten Größe in unserem Leben geworden.
Mit den Herbststürmen und der Winterkälte ist die Sehnsucht nach Sonne, Wärme und Süden gewachsen, aber merkwürdigerweise sind wir stattdessen im Schnee und in der eisigen Kälte der Winde hängen geblieben.
Haben immer noch einen Kreis mehr durch den Winter gezogen, weil der Bus seine eigene Schmerzenswelt uns offenbart hat. Und so sind wir wieder bei meiner Tochter' Family angekommen, wo der Winter seine weiße Pracht über die Felder verteilt hat, zu Hilde's besonderen Vergnügen.
Der Krebs ist noch da, vielleicht ist die Geschwulst sogar ein wenig gewachsen. Manchmal kommt es mir so vor, wenn sie plötzlich intensiv hechelt, nicht glücklich aussieht. Dann mach ich mir Sorgen, und erzähle ihr vom Süden, dem Strand und dem Meer.
Doch stattdessen sind wir in Winter unterwegs, und ich sehe, dass Hilde glücklich ist. Als Christ denkt man manchmal, dass man Gott vorher fragen sollte, wohin die Reise geht. Ich habe da so meine Schwierigkeiten, denn immer habe ich entschieden, welchen Weg wir einschlagen.
Jetzt habe ich in einem christlichen Podcast gehört, dass das in Ordnung ist. Gott legt seinen Segen drauf, wenn er meinen Wegen zustimmt, und er wird korrigieren, falls dies notwendig ist.
So erlebe ich das diesen Winter. Auf Findpenguins habe ich gestern das dritte Kapitel meiner Küstenreise beendet, weil ich eine neue Landkarte aufschlagen wollte. Zuviel Durcheinander hat in den letzen Monaten zu einem Chaos auf der Karte geführt.
Für dieses Jahr wünsche ich mir klare Strukturen. Die Familie nimmt Hilde heute morgen mit. In Sichtweite des Hauses läuft sie los, um so schnell wie möglich zum blauen Bus, zu ihrem Papa zu kommen. Völlig außer Atem springt sie auf den Sitz, mit einem so glücklichen Gesichtsausdruck, dass mir das Herz aufgeht.
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Last summer, when we were standing high up in Norway by a snowfield where Hilde was rolling around happily, I wished that she could romp around in the snow next winter.
The cancer had been in her body for almost half a year, and the future had become an unknown quantity in our lives.
With the autumn storms and the winter cold, the longing for sun, warmth, and the south grew, but strangely enough, we were stuck in the snow and the icy cold of the winds instead.
We circled the winter again because the bus revealed its own world of pain to us. And so we arrived back at my daughter's family's place, where winter had spread its white splendor across the fields, much to Hilde's delight.
The cancer is still there; perhaps the tumor has even grown a little. Sometimes it seems that way to me when she suddenly pants heavily, doesn't look happy. Then I worry, and I tell her about the south, the beach, and the sea.
But instead, we're traveling through winter, and I can see that Hilde is happy. As a Christian, you sometimes think you should ask God beforehand where the journey will lead. I have my difficulties with that, because I've always been the one to decide which path we take.
Now I've heard in a Christian podcast that that's okay. God bestows his blessing on my ways if he approves of them, and he will correct them if necessary.
That's how I'm experiencing it this winter. Yesterday, I finished the third chapter of my coastal journey on Findpenguins because I wanted to open a new map. Too much confusion over the past few months has led to chaos on the map.
This year, I want clear structures. The family is taking Hilde with them this morning. Within sight of the house, she starts running to get to the blue bus, to her dad, as quickly as possible. Completely out of breath, she jumps onto the seat, her face so happy it warms my heart.Read more





