• Braunschweig

    Feb 10–13 in Germany ⋅ ☁️ 5 °C

    (English Version Below)Manchmal gucke ich nur zwei Tage zurück und bin überrascht, was alles in dieser kurzen Zeitspanne passiert ist. Und überhaupt - wie alles geschieht.

    Montag morgen fahre ich zur nächsten Werkstatt, am Mittag ist der Keilriemen erneuert. Drei Stunden und zweihundertfünfzig Kilometer später hat Hilde einen unglaublichen Auftritt beim Tierarzt.

    Letztes Mal ein Häufchen Elend, und ich will hier raus, kommen wir an, um neue Medizin zu holen. Schon im Bus bellt sie wie verrückt, dass ich denke, sie hat sich vielleicht in der Adresse geirrt und glaubt, wir sind bei unseren Freunden im Harz.

    Nein, im Gegenteil, wir gehen bellend durch die Tür zum Empfang, sitzend bellend im offenen Wartebereich, wo sie jede Bewegung genau dokumentiert. Volle Power voraus und breit grinsend, als wäre das hier ein unglaubliches Happening, und sie der absolute Mittelpunkt. Womit sie definitiv recht hat, denn jeder hat jetzt mindestens ein Auge auf sie.

    Kaum sind wir zurück im Bus, höre ich sie geradezu sagen, dass war doch ein geiler Auftritt, nicht wahr, Papa!
    Als wir nach Wieda kommen, wundere ich mich über die hohen Schneeberge, denn selbst in den Harzhängen finden sich nur Überreste.

    Bei den Freunden im Garten kommt Hilde überhaupt nicht klar und versinkt erstmal bis zum Bauch im Weißen. Kein Grün weit und breit, muss sie die Hänge hoch, um endlich mal ein paar Gerüche in die Nase zu bekommen.

    Leckeres Essen, ein gutes Gespräch, wir haben uns seit Weihnachten nicht gesehen, viel ist passiert. Die Matratze im Bett des Gästezimmers ist so ungewohnt, dass Hilde und ich in einen tiefen Schlaf fallen. Nun ja, der Tag war auch ziemlich gut besetzt gewesen, da braucht der Körper Erholung.

    Fußpflege am Vormittag, Hilde ruht derweil im Büro eines Altersheims aus. An zwei Zehenspitzen haben sich Blasen gebildet, die nun offen sind. Oder sagen wir besser, unter einem Verband heilen sollen. Jod drauf und beide wie siamesische Zwillinge zusammen gebunden.

    Hat der Bus mal nichts, trage ich wenigstens ein Pflaster. Dumm gelaufen. Die Schmerzen im anderen Fuß sind erstmal behoben, trotzdem kann ich nicht gut und schon gar nicht lange laufen. Fahren geht, das ist ja schon mal was.

    Also besuchen wir erstmal meinen Sohn und seine Familie, zum Wochenende dann meine Tochter'Family. So hat Hilde jeden Tag wenigstens einmal Auslauf, danach hoffe ich auf besseres Gehen. Was für ein Winter.

    Aber natürlich auch schön. Wenngleich nicht allzu warm. Aber man kann eben nicht alles haben. Jetzt ist der Enkelzwerg im Bett, die Hilde auch. Wir stehen auf einem Parkplatz und warten auf die Nacht, die auch in Braunschweig keinen Frost bringen wird.

    Mit dem Süden habe ich in diesem Winter wohl meinen Frieden geschlossen, mal sehen, was der Frühling bringt.
    ---
    Sometimes I look back just two days and am surprised by everything that happened in that short period. And by how it all happens.

    Monday morning I drive to the nearest garage, and by noon the fan belt is replaced. Three hours and 250 kilometers later, Hilde puts on an incredible show at the vet.

    Last time, she's a miserable little thing, and I just want to get out of here, as we arrive to pick up some new medicine. Even in the van, she's barking like crazy, so much so that I think she might have gotten the address wrong and thinks we're at our friends' place in the Harz Mountains.

    No, quite the opposite. We bark our way through the door to reception, sitting and barking in the open waiting area, where she meticulously documents our every move. Full speed ahead and grinning from ear to ear, as if this were some incredible event and she were the absolute center of attention. Which she's definitely right about, because everyone now has at least one eye on her.

    As soon as we're back on the van, I can practically hear her saying, "That was a great show, wasn't it, Dad!"

    When we arrive in Wieda, I'm amazed by the high snowdrifts, because even on the Harz slopes, there are only remnants.

    Hilde is completely bewildered at our friends' house and immediately sinks up to her belly in the snow. Not a green in sight, she has to climb the slopes to finally get a whiff of some scents.

    Delicious food, a good chat—we haven't seen each other since Christmas, so much has happened. The mattress in the guest room is so unfamiliar that Hilde and I fall into a deep sleep. Well, it had been a pretty busy day, so the body needs rest.

    Foot care in the morning, while Hilde rests in the office of a retirement home. Blisters have formed on two toes, which are now open. Or rather, let's say they're supposed to heal under a bandage. Iodine applied, and both are bound together like Siamese twins.

    If the bus doesn't have a problem, at least I'll have a plaster. Bad luck. The pain in my other foot is gone for now, but I still can't walk well, and certainly not for long. Driving is fine, though, which is something.

    So, first we're visiting my son and his family, and then my daughter's family at the weekend. That way, Hilde gets at least one walk every day, and I'm hoping she'll be walking better afterward. What a winter!

    But it's also lovely, of course. Even if it's not exactly warm. But you can't have everything. Now my little grandson is in bed, and so is Hilde. We're parked in a parking lot, waiting for the night, which won't bring any frost, even in Braunschweig.

    I think I've made my peace with the south this winter; we'll see what spring brings.
    Read more