• Tag Neun

    April 28 in Germany ⋅ ☁️ 7 °C

    (English Version Below)

    Tag 3.590
    27/04/2026
    Verviers (B) -
    Stolberg (D) -
    Bergheim (D)

    Um kurz vor acht sind wir abfahrbereit. Der Parkplatz bietet jetzt keine besondere Atmosphäre, und ich muss eh fahren, um mein Wasser fürs Frühstück zu kochen.

    Genau sechs Kilometer entfernt ist ein offener Platz zwischen Straße und Wald, in den Wege zum Fluss führen, und zu einer besonderen Brücke, die sich Passarelle Maria nennt.

    "Die Passerelle Maria ist eine malerische Fußgängerbrücke über die Lesse bei Redu (Gemeinde Libin/Daverdisse) in der belgischen Provinz Luxemburg. Sie liegt an einer ehemaligen Tramlinie und verbindet die Rue de Libin mit der Route Pierre-Napoléon Bonaparte."

    https://www.wellin.be

    Ein großer Mann kommt mit einem vollbeladenen Rucksack gerade vom gegenüberliegenden Hügel herunter. Er hat hier sein Auto geparkt, der Wochenendtrip ist zuende.

    Mit einer Nachricht auf dem Anrufbeantworter verabschiedet sich unsere Begleitung heute sehr überraschend. Auch wenn das Leben so ist, merke ich, dass es mich trotzdem traurig macht.

    Belgien ist eine Art Durchgangsverkehr, mit vielen Montagsfahrzeugen nach einem beschaulichen Wochenende. Der Himmel ist nicht mehr klar blau, der Tag wirkt verwaschen.

    In den kleinen Ortschaften ist 70 km/h erlaubt, hier möchte ich keine Kinder haben. Wir fahren durch Verviers, fast sechzigtausend Einwohner, von denen die Hälfte heute unterwegs ist. Im Vorbeifahren fallen mir die Bettler auf, und ein hoher Ausländeranteil.

    Deutschland ist dreißig Kilometer entfernt, fast direkt vor der Tür befindet sich der belgische Teil des Eifel - Nationalpark. Ich habe keine Bilder auf der ganzen Tour heute gemacht, außer der ESA-Anlage in Redu. Und selbst im Nationalpark finde ich keine entsprechende Stimmung.

    Das hat mich überrascht, vielleicht war ich einfach nicht aufnahmebereit. In Roetgen halten wir eine Stunde auf dem Stellplatz. Sehr staubig, sehr heiß, direkt am stark befahrenen Radweg. Das kann man nicht aushalten.

    Jetzt stehen wir bei Aachen auf einem emsigen Wanderparkplatz im Schatten der hohen Bäumen. Wir warten ab, bis wir später auf einen angenehmen Platz für die Nacht fahren können.

    Auf den letzten Kilometern koche ich Wasser für das Fußbad. Mit Hilde bin ich bei Erkelenz neben einem Obstfeld spazieren gegangen. Jetzt habe ich Zeit zur Entspannung.

    Hilde nagt an ihrem Knochen, der Ventilator kühlt den Raum, die Füße genießen die Wärme. Wir sind auf dem kostenlosen Stellplatz beim Schloss, der sehr beliebt ist.

    Fahrzeuge aus NL, A und CH, der Rest aus den deutschen Landen, ein zwei Einheimische. Vollbesetzt. Aber immer ruhig, sodass die Nachbarn in ihren Häusern nicht gestört werden.
    ---
    Day 3,589
    April 27, 2026
    Verviers (Belgium) -
    Stolberg (Germany) -
    Bergheim (Germany)

    We're ready to leave just before eight. The parking lot doesn't have much of an atmosphere, and I have to drive anyway to boil water for breakfast.

    Exactly six kilometers away is an open space between the road and the forest, where paths lead down to the river and to a special bridge called the Passerelle Maria.

    "The Passerelle Maria is a picturesque pedestrian bridge over the Lesse River near Redu (municipality of Libin/Daverdisse) in the Belgian province of Luxembourg. It is located on a former tram line and connects Rue de Libin with Route Pierre-Napoléon Bonaparte."

    https://www.wellin.be

    A tall man is just coming down the opposite hill with a fully loaded backpack. He parked his car here; the weekend trip is over.

    Our companion leaves a very surprising message on my answering machine to say goodbye today. Even though that's life, I realize it still makes me sad.

    Belgium is a kind of transit traffic, with many cars on Mondays after a peaceful weekend. The sky is no longer a clear blue; the day seems washed out.

    In the small towns, the speed limit is 70 km/h; I wouldn't want to have children here. We drive through Verviers, a city of almost 60,000 inhabitants, half of whom are out and about today. As we pass, I notice the beggars and a high percentage of foreigners.

    Germany is 30 kilometers away, and the Belgian part of the Eifel National Park is practically on our doorstep. I didn't take any pictures on the entire trip today, except for the ESA facility in Redu. And even in the national park, I can't find the right atmosphere.

    That surprised me; perhaps I just wasn't receptive. In Roetgen, we stop for an hour at the campervan site. Very dusty, very hot, right next to a busy bike path. It's unbearable.

    Now we're parked near Aachen in a busy hikers' parking lot, in the shade of tall trees. We're waiting until we can find a more comfortable spot for the night.

    During the last few kilometers, I boil water for a foot bath. Hilde and I went for a walk near Erkelenz next to an orchard. Now I have time to relax.

    Hilde is gnawing on her bone, the fan is cooling the room, and my feet are enjoying the warmth. We're at the free parking area by the castle, which is very popular.

    Vehicles from the Netherlands, Austria, and Switzerland, the rest from Germany, and a couple of locals. It's full. But always quiet, so the neighbors in their houses aren't disturbed.
    Read more