Eidsvatnet
August 4 in Norway ⋅ ☁️ 14 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 38
04/08/2026
Eidsvatnet, Norwegen
Ein Regentag. Nach viel E6 Verkehr verlassen wir die Durchgangsstrasse für Norwegen, und biegen auf die 17 ein, die küstenwärts wieder nach Norden führt, aber auch einen weiten südlichen Schlenker nach Steinkjer macht.
Das sind bekannte Wege für mich, durchaus mit unterschiedlichen Erinnerungen besetzt. Bei Åvassmårka waren wir 2017 im Oktober das erste Mal mit Mogli, als sich Hilde weigerte, eine Elchspur quer über den Weg in den Ort zu überschreiten. Und das nicht nur einmal.
Wir haben am Wasser gestanden in einer eiskalten Nacht, in der es das erste Mal Frost gab und später heftigen Schneefall.
Letztes Jahr haben wir dort nette Menschen getroffen, aber jetzt will ich da nicht mehr anhalten. Es ist, wie wenn man Sorge hat, einen bestimmten Zauber zu zerstören. Ich hinterfrage nicht.
Ein Stück weiter haben wir 2018 auf der Reise mit meinem Sohn übernachtet. Heute regnet es und der Platz hat große Pfützen.
Irgendwann stellt sich ein weiterer Bus direkt hinter uns, obwohl genügend Platz frei ist. Ein junges deutsches Paar, das anscheinend Nähe sucht, aber keineswegs an einer Begegnung interessiert ist, auch auf meinen Gruß hin ablehnend reagiert.
Das ist neu für mich, passt aber in die Stimmung des Tages hinein. Wie Tränen an den Wangen laufen die Tropfen am Fenster runter. Wir finden Freiräume für kleine Spaziergänge, nervige Mücken schwirren durch die Luft, an einer Felswand hängt ein kleiner, grüner Baum.
Am Morgen ein Regenbogen überm See, die Farben hauchdünn. Im Wasser leuchten grüne Gräser, die sich mit den Wellen sanft wie im Wind bewegen.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 38
August 4, 2026
Eidsvatnet, Norway
A rainy day. After dealing with heavy traffic on the E6—Norway’s main artery—we turn onto Route 17. It heads north along the coast but also takes a wide detour south toward Steinkjer.
These are familiar roads for me, though they hold a mix of memories. We were at Åvassmårka for the first time with Mogli in October 2017, when Hilde refused to cross a moose track cutting across the path into town—and not just once.
We once camped by the water on an ice-cold night that brought the first frost, followed by heavy snowfall.
We met some lovely people there last year, but now I don’t want to stop. It’s like fearing you might break a certain spell. I don’t question it.
A little further along is a spot where I spent the night with my son during a 2018 trip. Today it’s raining, and the area is full of large puddles.
At one point, another camper van pulls up right behind us, even though there is plenty of open space. It’s a young German couple; they seem to be seeking proximity but have absolutely no interest in actually interacting—they even react dismissively to my greeting.
That’s a new experience for me, though it fits the mood of the day. Raindrops run down the window like tears on a cheek. We find moments for short walks; annoying mosquitoes buzz in the air, and a small green tree clings to a rock face.
In the morning, a rainbow arches over the lake, its colors faint and delicate. Green grasses glow beneath the water, swaying gently with the waves as if in the wind.Read more















TravelerLieber Peter, ich beneide Dich ob der Regentage und den kühleren Tagestemperaturen. Hier bei uns im Vogelsberg ist es brütend heiß und extrem trocken. Und das schon seit Wochen. Ich finde, das Wetter in Nordskandinavien passt irgendwie zur kargen Landschaft und hatte immer auch seinen Reiz führ mich. Weiterhin gute Fahrt, nettere Nachbarn wie in der Geschichte und viele Grüße an Hilde. Dirk Merlin
TravelerVielen lieben Dank