• Ankunft in NL

    April 20 in the Netherlands ⋅ ⛅ 7 °C

    Der Morgen beginnt bereits wieder mit ersten Sonnenstrahlen und die Wolken verziehen sich im Laufe des Morgens. Wir fahren gegen zehn Uhr los und sind sofort wieder auf der Autobahn und insgesamt hat es nicht so viel Verkehr und vor allem heute Sonntag keine LKW‘s und das wollen wir nutzen. Wir fahren über Belgien und kommen so im südlichsten Teil der Niederlande, in der Provinz Limburg ins Land. Kurz nach der Grenze machen wir Gronsveld Mittagsrast. Bis hierher ist Rosy zum grössten Teil gefahren und ich konnte die Fahrt auf dem Beifahrersitz geniessen🤗. Dann geht es weiter Richtung Maastricht, von dem wir nur etwas von einem Vorort sehen, denn es geht in einem Tunnel unten durch. So flach Holland ist, so hat es trotzdem immer wieder Tunnels die z.B. Wasserkanäle unterqueren. Dem WoMo-Reiseführer folgend wollen wir den hübschen Ort Thorn besichtigen, das sei eine der schönsten Orte in den NL. Thorn wird aber zu einem Dorn im Fleisch, nämlich sehr kompliziert, haben wir doch drei Umfahrungen schon in den ersten knapp 50 km in den NL. Keine 20 km vor dem Ziel ist eine ganze Autobahn gesperrt😖! Man stelle sich vor, die N1 zwischen Winterthur und Zürich würde einfach gesperrt - unvorstellbar, hier aber üblich. Diese Umleitung zwingt uns zusätzliche gut 20 km auf, unter anderm durch die Stadt Roermond und dann über schmale Überlandsträsschen. Einmal sogar über ein Strässchen das nur noch zwei Velostreifen mit einem knappen Meter Abstand hat😬. Es hat zwar eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60, ansonsten schien es, als ob wir auf einem Veloweg gelandet wären. Sechs Kilometer vor dem Ziel, die nächste Umleitung, das ging noch so. Aber kaum hatten wir diese bewältigt, kam schon die nächste und die zwang uns weitere sieben km auf, teilweise über schmale Strassen. Ganz zum Schluss durften wir dann noch in Thorn über Kopfsteinpflasterstrassen fahren, zuerst rau, dann sehr rau. Aber der HERR hat vorgesorgt und von den drei WoMo-Plätzen war noch genau einer frei🙏🏻. Der Ort ist nah und wir können zu Fuss ins Zentrum. Hier sind alle Häuser weiss gekalkt und das Ortsbild macht wirklich einen guten Eindruck. Das Wetter weniger, denn kaum im Zentrum angekommen, beginnt es zu tröpfeln. So gehen wir in ein Restaurant und trinken Tee und Rosy isst einen gesunden Salat, ich eine ungesunde Brüsseler Waffel (war nichts Besonderes). Bald reisst der Himmel wieder auf und wir durchstreifen den Ort und machen Fotos. Wir überlegen, ob wir hier übernachten und morgen nach Flevoland fahren, oder ob wir heute noch ein Stück fahren sollen, da am Sonntag keine LKW‘s fahren. Wir fahren noch heute. Es hat erstaunlich viele Autos auf den Autobahnen. Es scheint, dass die Holländer am Sonntag Abend gerne noch rasch eine Autobahnrunde fahren… 🤔. Es läuft aber gut, keine Umleitungen und wir stehen auf einem Traumplatz, fünf Meter vor dem Wasser, in Nijkerk, vis a vis von Flevoland🤗. Flevoland ist die jüngste Provinz und wurde der Zuidersee abgerungen (s. Foto). Vergleichbar wäre in der Schweiz, wenn wir z.B. den Säntis einebnen und ein Hochplateau schaffen, damit man dort siedeln könnte😂.
    Alle bisherigen Stellplätze sind nur durch Schranken zugänglich, wenn man es denn schafft, diese zum Öffnen zu bewegen, was nicht immer einfach ist und oft Gebet erfordert🙏🏻. Ohne Kreditkarte geht hier gar nichts, da könnte man auf keinen Stellplatz fahren, denn es ist kein Personal vor Ort. Gestern Abend war ich zu müde um den Reisebericht zu schreiben, daher kommt dieser erst heute.
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