Nach Colmar
April 17 in Switzerland ⋅ ☁️ 14 °C
Wer diesen Reisebericht über das Internet lesen will, muss daran denken, dass die Webseite jeden Tag neu geladen wird, sonst bekommt ihr die aktuellen Informationen nicht. Wer die Reise mit der App verfolgt bekommt immer eine Meldung, wann wieder eine neue Nachricht vorliegt.
Wie immer kommen wir erst spät von zuhause los. Dann noch kurz Pneudruck einstellen, Diesel und Adblue tanken und so fahren wir um 11 Uhr los. Wir fahren dem Rhein entlang Richtung Basel. Unterwegs steigt die Aussentemperatur immer weiter an. Nach Laufenburg sind es schon 23°. Wir wollen heute nur bis Colmar fahren und dort übernachten. In Colmar ist es 28° und wir sind viel zu warm angezogen. Mit solchen Temperaturen haben wir wirklich nicht gerechnet und der Wetterbericht lag viel tiefer. Der Verkehr war die ganze Zeit über recht angenehm. Der Stellplatz liegt ca. 1,6 km vom Stadtzentrum entfernt. Beim Self-Checking hilft uns ein netter Franzose. Einen Moment geniessen wir draussen die Wärme und fahren anschliessend mit den Velos ins Zentrum. Colmar hat viele sehr alte Häuser, die meistens gut renoviert sind und es ist definitiv lohnenswert sie zu besichtigen. Rosy will etwas essen und so setzen wir uns im Restaurant Schwendi zu Tisch. Rosy will eine Rösti mit Lachs und das bestellen wir dann eine gemeinsame Portion und es ist wirklich fein. Gut, dass wir nur eine Portion bestellt haben, die war nämlich so gross, dass wir je eine ganze Portion gar nicht hetted möge. Nicht Rösti wie bei uns, mehr eine Art Kartoffelauflauf. Zurück auf dem Stellplatz ist es um 19 Uhr immer noch fast 24° und im WoMo heiss wie im Hochsommer. So können wir den Abend draussen vor dem WoMo sitzend verbringen. Hoffentlich liegt der Wetterbericht auch für Holland um 6° zu tief, dann hätten wir ideale Reisetemperaturen.Read more
Colmar bis zur Mosel
April 18 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C
Der Tag beginnt auch heute wieder mit strahlendem Sonnenschein und es gibt wieder Tageshöchsttemperaturen bis 24°. Wir frühstücken gemütlich und fahren dann so gegen 10:00 Uhr los. Das Elsass ist hier in dieser Gegend topfeben. Man kommt sich schon fast in Holland vor, nur Wasserkanäle fehlten. Linker Hand sehen wir die Vogesen, die für unsere Begriffe eher Hügel als Berge sind. Hier ist der Raps in voller Blüte und so leuchten uns die gelben Felder zuhauf entgegen. Bis Hagenau geht es auf der Autobahn, wo es erstaunlich viel Verkehr hat. Ab Hagenau geht es auf Landstrassen weiter, die uns oft durch Wälder führen. Wir können auch noch Diesel tanken für hier günstige € 1.99/ltr. Ansonsten kostet es hier auch deutlich über € 2. Die Laubbäume gefallen uns mit ihren frischen hellgrünen Blättern. Der Verkehr hier ist sehr schwach, oft sind wir fast alleine unterwegs. Langsam wird es auch hügelig und gegen die deutsche Grenze schlängelt sich die Strasse zwischen bewaldeten Hügeln hindurch. Plötzlich sind wir in Deutschland und auch hier geht es im selben Stiel weiter. Ungefähr eine Stunde lang fahren wir alles über Land, ist zwar schön, aber man kommt halt weniger rasch vorwärts. Bei Zweibrücken kämen wir wieder auf die Autobahn, möchten aber zuerst etwas einkaufen und essen. Wir finden einen EDEKA und kurz nach der Ausfahrt aus dem Parkplatz sehen wir bei einer Pferderennbahn einen Parkplatz mit einer Allee von blühenden Japanischen Kirschbäumen und da parken wir und essen. Dann geht es wieder auf die Autobahn, die hier nur sehr wenig Verkehr aufweist und so ist das Fahren recht angenehm. Da uns Holland immer noch zu weit ist, haben wir einen Stellplatz bei Riol, direkt an der Mosel ausgesucht. Der ist auch schon fast voll besetzt, wir finden aber einen Platz vor zwei Fliedersträuchern, wo es betörend duftet. Hier ruhen wir und ich kann noch die Autofront von den unzähligen Insektenrückständen reinigen. Nach 18 Uhr fahren wir mit den Velos ein Stück der Mosel entlang bis nach Mehring und essen dort. Auf dem Rückweg dürfen wir noch einen schönen Sonnenuntergang erleben.Read more
Nächtliches Gewitter
April 19 in Germany ⋅ ☀️ 9 °C
Heute Nacht so zwischen drei und vier Uhr kündigt sich der Sonntag mit einem sehr heftigen Gewitter an und es giesst wie aus Eimern. So starken Regen haben wir im WoMo noch nie erlebt. Gott sei Dank ist unser WoMo dicht!Read more
Ankunft in NL
April 20 in the Netherlands ⋅ ⛅ 7 °C
Der Morgen beginnt bereits wieder mit ersten Sonnenstrahlen und die Wolken verziehen sich im Laufe des Morgens. Wir fahren gegen zehn Uhr los und sind sofort wieder auf der Autobahn und insgesamt hat es nicht so viel Verkehr und vor allem heute Sonntag keine LKW‘s und das wollen wir nutzen. Wir fahren über Belgien und kommen so im südlichsten Teil der Niederlande, in der Provinz Limburg ins Land. Kurz nach der Grenze machen wir Gronsveld Mittagsrast. Bis hierher ist Rosy zum grössten Teil gefahren und ich konnte die Fahrt auf dem Beifahrersitz geniessen🤗. Dann geht es weiter Richtung Maastricht, von dem wir nur etwas von einem Vorort sehen, denn es geht in einem Tunnel unten durch. So flach Holland ist, so hat es trotzdem immer wieder Tunnels die z.B. Wasserkanäle unterqueren. Dem WoMo-Reiseführer folgend wollen wir den hübschen Ort Thorn besichtigen, das sei eine der schönsten Orte in den NL. Thorn wird aber zu einem Dorn im Fleisch, nämlich sehr kompliziert, haben wir doch drei Umfahrungen schon in den ersten knapp 50 km in den NL. Keine 20 km vor dem Ziel ist eine ganze Autobahn gesperrt😖! Man stelle sich vor, die N1 zwischen Winterthur und Zürich würde einfach gesperrt - unvorstellbar, hier aber üblich. Diese Umleitung zwingt uns zusätzliche gut 20 km auf, unter anderm durch die Stadt Roermond und dann über schmale Überlandsträsschen. Einmal sogar über ein Strässchen das nur noch zwei Velostreifen mit einem knappen Meter Abstand hat😬. Es hat zwar eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60, ansonsten schien es, als ob wir auf einem Veloweg gelandet wären. Sechs Kilometer vor dem Ziel, die nächste Umleitung, das ging noch so. Aber kaum hatten wir diese bewältigt, kam schon die nächste und die zwang uns weitere sieben km auf, teilweise über schmale Strassen. Ganz zum Schluss durften wir dann noch in Thorn über Kopfsteinpflasterstrassen fahren, zuerst rau, dann sehr rau. Aber der HERR hat vorgesorgt und von den drei WoMo-Plätzen war noch genau einer frei🙏🏻. Der Ort ist nah und wir können zu Fuss ins Zentrum. Hier sind alle Häuser weiss gekalkt und das Ortsbild macht wirklich einen guten Eindruck. Das Wetter weniger, denn kaum im Zentrum angekommen, beginnt es zu tröpfeln. So gehen wir in ein Restaurant und trinken Tee und Rosy isst einen gesunden Salat, ich eine ungesunde Brüsseler Waffel (war nichts Besonderes). Bald reisst der Himmel wieder auf und wir durchstreifen den Ort und machen Fotos. Wir überlegen, ob wir hier übernachten und morgen nach Flevoland fahren, oder ob wir heute noch ein Stück fahren sollen, da am Sonntag keine LKW‘s fahren. Wir fahren noch heute. Es hat erstaunlich viele Autos auf den Autobahnen. Es scheint, dass die Holländer am Sonntag Abend gerne noch rasch eine Autobahnrunde fahren… 🤔. Es läuft aber gut, keine Umleitungen und wir stehen auf einem Traumplatz, fünf Meter vor dem Wasser, in Nijkerk, vis a vis von Flevoland🤗. Flevoland ist die jüngste Provinz und wurde der Zuidersee abgerungen (s. Foto). Vergleichbar wäre in der Schweiz, wenn wir z.B. den Säntis einebnen und ein Hochplateau schaffen, damit man dort siedeln könnte😂.
Alle bisherigen Stellplätze sind nur durch Schranken zugänglich, wenn man es denn schafft, diese zum Öffnen zu bewegen, was nicht immer einfach ist und oft Gebet erfordert🙏🏻. Ohne Kreditkarte geht hier gar nichts, da könnte man auf keinen Stellplatz fahren, denn es ist kein Personal vor Ort. Gestern Abend war ich zu müde um den Reisebericht zu schreiben, daher kommt dieser erst heute.Read more
Die ersten Tulpenfelder
April 20 in the Netherlands ⋅ ⛅ 9 °C
Wir schlafen gut an diesem schönen Ort und am Morgen begrüsst uns die Sonne, aber es ist nur 7°. Wir machen nach dem Frühstück einen kurzen Spaziergang. Im WoMo-Führer haben wir vom Dolfinarium in Harderwijk gelesen, das sei so lohnenswert. Also fahren wir da hin. Kurz vor dem Ziel zeigt das Navi geradeaus, der Wegweiser aber nach rechts, also biegen wir rechts ab, die wissen hier sicher besser wo es lang geht. Scheint aber nicht so, denn wir landen in einer Sackgasse😧. Also zurück und dem Navi folgen. Das führt dann über spannende Wege zum Ziel. Quartierstrassen haben hier oft einen Belag mit Klinkerplatten, schön rot, sieht heimelig aus. Die Parkplatzordnung für WoMo‘s ist unklar und irgendwann beschliessen wir, dass wir nur ein PW sind, das ist einfacher😊. Es ist schon Mittagszeit und es hat im Dolfinarium nur sehr wenige Leute. Das erste Restaurant ist geschlossen, dabei haben wir inzwischen Hunger. Auch weitere sind zu. Wir haben natürlich nichts zu essen dabei und Panik kommt langsam auf🫤. Wir kommen gerade zu den Seehunden als diese gefüttert werden. Neidisch müssen wir zuschauen, wie die Seehunde sich die Bäuche vollschlagen während unsere Mägen knurren😬. Dann plötzlich, ein Restaurant hat geöffnet und wir essen eine feine Hühnersuppe mit Gemüse und Kibbelinge (frittierte Fischstücke) mit Salat und Pommes. Vielleicht nicht das gesündeste, aber war lecker😋. Für die Delfinschau kommen wir etwas zu spät und die Türen sind geschlossen. Frust😖. Später bekommen wir in einem grossen Aussenbecken dafür eine kleine Privat-Vorstellung beim Delfin-Training🙃. Die Anlage ist nett und für Kinder sicher lohnenswert, aber da haben wir schon beeindruckendere Aquarien erlebt und dabei ist der Preis mit fast € 30/Pers. doch recht hoch. Jetzt geht es aber über die Brücke nach Flevoland und schon bald sehen wir von weitem die ersten farbigen Tulpenfelder🤗. Die Strassenränder sind hier oft mit wildem Raps bewachsen und so leuchten der gelbe Raps und die Tulpen um die Wette. Dieses Leuchten ist auch nötig, denn der Himmel ist inzwischen grau und ab und zu tröpfelt es. Wir fahren zuerst nach Creil zum Tulpeninformationszentrum und holen da eine Karte, auf welcher die Tulpenfelder ersichtlich sind. Dann fahren wir nach Urk und wollen auf dem Campingplatz übernachten. Da kommen wir aber genau drei Minuten zu spät und die Rezeption ist geschlossen🫤. So bleibt uns nichts anderes übrig als auf dem Stellplatz vor dem Eingang zu übernachten. Der ist allerdings sehr schön angelegt. Das Wetter ist jetzt aber wirklich ungemütlich kühl und feucht. So kocht Rosy etwas Feines und wir können uns aufwärmen und auch die Heizung wird eingeschaltet, schliesslich wollen wir hier keine Überlebensübung durchführen. Für die nächsten drei Tage ist aber schönes Wetter angesagt und dann wollen wir mit den Velos eine Tulpenfelder-Tour unternehmen. Hoffentlich hat der Wetterbericht recht (und liegt nur mit den Temperaturen zu tief)😉.Read more
Urk gefällt uns
April 21 in the Netherlands ⋅ 🌬 8 °C
Heute Morgen ist der Himmel wieder wolkenlos und die Sonne scheint den ganzen Tag. Aber kalt ist es 5° am Morgen früh und es windet immer noch ziemlich stark und auch das bleibt den ganzen Tag so. Heute bleiben wir stationär. Wir fahren mit den Velos nach Urk, alles auf schönen Velowegen. Das ist in den NL schon speziell diese vielen Velowege. Überall kann man mit den Velos auf eigenen Wegen unterwegs sein. Manchmal parallel zur Strasse, manchmal mit eigener Streckenführung. Bei jedem Kreisel hat es kurz hinter den Ausfahrten Velowege, die die Strasse kreuzen und die Velos haben Vortritt. Als Autofahrer muss man da immer gut aufpassen. Urk ist nach unserer Meinung eines der schönsten typischen Holländer Orte. Alles passt einfach im alten Ortskern. Das typische Haus in Holland ist ziemlich klein und oft sind es Reihenhäuser. Vor dem Haus oft kaum 2 m, meist nur zweigeschossig, aber immer mit einem sehr grossen Wohnzimmerfenster auf die Strassenseite heraus. Vis a vis einer Kirche, von denen es hier etwa zwanzig Stück gibt, kehren wir in einer Bäckerei ein und trinken ein warmes Getränk. Die machen das da ganz schlau. Gleich beim Eingang platzieren Sie die Vitrine mit einer verführerischen Patisserie. Kein Wunder also, landet ein solches Stück auf unserem Tisch. Chipolata heisst es, ist aber kein Würstchen, sondern eher eine Art Luxus-Cremeschnitte. Sie schmeckt, wie sie aussieht - lecker und ein wenig Gebranntes ist da auch noch drin😋.
Bei den vielen Velos sollte man eigentlich meinen, dass es Velohändler an jeder Ecke gibt. Erstaunlicherweise sehen wir aber nie einen, dabei möchte ich doch meine Velotasche ersetzen, die ich im Tessin verloren habe. Also nachfragen und in einer Einkaufs-Mall hat es einen Velo-Shop. Der müsste eigentlich bis 18:00 Uhr durchgängig geöffnet sein, es ist aber kein Mensch anwesend und es ist geschlossen. Lange warten mit unbestimmtem Ausgang wollen wir nicht, so fahren wir wieder zurück zum Restaurant vis a vis Bethel Kerk und essen dort ein typisch holländisches Mittagessen - Brot mit vielen fantasievollen Bedeckungen, warm oder kalt. Auch das hat wieder geschmeckt. Anschliessend fahren wir zum Stellplatz, wo wir auf den Campingplatz wechseln und geniessen im Windschatten vor dem WoMo den Sonnenschein. Die Tulpenrundfahrt musste auf morgen verschoben werden, weil der Campingplatz in Emmeloord heute noch keinen Platz für uns hat.
Die müssen hier in Urk sehr religiös oder gläubig sein, denn es hat mehr als zehn Kirchen und die heissen z.B. Jerusalem, Immanuel, Bethel, Moria, Rehoboth, Eben Haäzer usw. und auch die Schulen heissen z.B. Johannes Calvin oder Dr. Martin Luther Schule. So ist es denn auch nicht erstaunlich, dass unser Restaurant, das wir zweimal besuchten, von gläubigen Christen geführt wird.Read more
Tulpen, Tulpen und nochmals Tulpen
April 22 in the Netherlands ⋅ 🌙 9 °C
Der Tag beginnt mit blauem Himmel und das ändert sich den ganzen Tag nicht🤗. Um 7 Uhr ist es allerdings 0°, am Nachmittag messen wir aber 20° mit etwas Wind - perfektes Wetter um mit dem WoMo zu reisen. Im WoMo wird es zwar recht warm, aber da es bis zum Abend wieder kühler wird, ist das gar kein Problem. Wir haben beim Campingplatz in Emmeloord für zwei Nächte reserviert, müssen uns also nicht beeilen dort hinzukommen. So fahren wir etwa die halbe Strecke der Tulpen-Route und das lohnt sich wirklich. Immer wieder tauchen die farbig leuchtenden Tulpenfelder auf, mal links, mal rechts der Strasse und bei einigen der schönsten können wir sogar parkieren und diese Farbenpracht einfach geniessen. Heute muss auch die Drohne mal arbeiten und so können wir die Tulpenfelder auch mal aus der Luft betrachten. Wobei ehrlich gesagt, aus Augenhöhe sind die Farben intensiver, da man das Grün dazwischen dann nicht sieht. Es ist einfach immer wieder überwältigend und duften tut es auch, das können wir aber in den Fotos nicht festhalten. Einfach prachtvoll, was Gott da geschaffen hat🙏🏻. Wir machen es gemächlich und geniessen einfach. Bevor wir auf den Campingplatz fahren, steuern wir noch den Lidl an um unsere Vorräte zu ergänzen. Der Camping Het Bosbad ist von einem Wald umgeben, aber die Plätze sind offen und so werden wir den ganzen Tag Sonne haben und das ist in dieser Jahreszeit erwünscht. Vor der Einfahrt merken wir, dass wir hier schon vor drei Jahren waren, damals aber keinen Platz bekamen und daher zum Pantropia fuhren und das war damals ein gutes Schlechtwetter Programm (Orchideen in tropischer Umgebung, war sehr lohnenswert und erst noch kostenlos übernachten). Jetzt geniessen wir aber die Infrastruktur des Campingplatzes. Zum Nachtessen gibt es heute Racclette, natürlich mit Schweizerkäse, welches wir draussen (wegen dem Geruch) bei den letzten Sonnenstrahlen geniessen😋.Read more
Tulpen-Velo-Tour
April 23 in the Netherlands ⋅ ⛅ 11 °C
Heute beginnt der Tag bedeckt, klart aber im Laufe des Vormittag auf und dann scheint die ganze Zeit die Sonne🤗. Heute wollen wir endlich die Velo-Tulpen-Tour fahren. Da es aber erst etwa 12° ist, als wir losfahren, ziehen wir uns sehr warm an. Es windet auch, das gehört hier einfach dazu, mal stärker mal weniger aber immer. Hier ist zwar alles flach, aber mit Gegenwind kann es ganz schön anstrengend werden und dann schätzen wir es sehr, dass wir den Elektroantrieb dazu schalten können. Es ist wiederum eine Freude, die vielen Tulpenfelder zu betrachten. Wir picknicken heute auf einem idyllischen Bänkli am Dorfrand von Rutten. Mit den vielen Halten sind wir schliesslich für die knapp 40 km gut fünf Stunden unterwegs und so ist es schon später Nachmittag, als wir wieder auf dem Campingplatz zurück sind. Anschliessend fahren wir die anderthalb Kilometer noch ins Ortszentrum und können dort in einem Velogeschäft endlich die im Tessin verlorengegangene Velotasche ersetzen, die haben wir nämlich sehr vermisst. Die müssen wir von jetzt an immer sichern, dass sie nicht herunterfallen kann. Zwei leckere Patisserie finden auch noch in unseren Velokorb. Nachtessen können wir noch vor dem WoMo bei knapp 15°, Tendenz rasch sinkend. Auch heute durften wir einen schönen und lohnenswerten Ferientag geniessen.Read more
Der Tulpengarten von Henk van Drie
April 24 in the Netherlands ⋅ ☀️ 13 °C
Der Tulpengarten von Henk van Drie. Hier interessante Informationen:
Er hat 1850 Sorten gesammelt. Keine Angst, ich zeige euch nicht alle😂🤣
Nochmals Tulpen und viel Wasser
April 24 in the Netherlands ⋅ ☀️ 11 °C
Bis gegen Mittag bleibt es bedeckt, dann scheint wieder die Sonne bis am Abend, aber es ist maximal 16°. Rosy will nochmal mit dem WoMo einen Teil der Tulpen-Route befahren und dann in Urk in einem Fischrestaurant essen. Also ziehen wir los. Der freundlichen Betreiberin des Campingplatzes schenken wir noch das Büchlein „Waarom het de moeite waard is Christen te zijn“, was sie sehr gerne nimmt. Wir geniessen die Tulpenfelder aber meistens nur im Vorbeifahren, nur beim Tulpensammler Henk halten wir und staunen über die 1850 verschiedenen Tulpensorten, die er gesammelt hat (s. Fotos von heute morgen). Unterwegs sehe ich einen Traktor, der, so scheint es, gerade im Begriff ist, Kartoffeln zu pflanzen und das möchte ich filmen. Der Landwirt sieht das und steigt aus und lädt mich ein, mitzufahren. Das wäre aber eher etwas für Valentin und würde mir zu viel Zeit in Anspruch nehmen, denn die Felder sind riesengross🫣. In Urk parkten wir am Hafen und bestellen im Fischrestaurant eine Fischplatte für 2 Personen und freuen uns schon darauf. Nach einiger Zeit kommt die Serviertochter und informiert uns, dass es in der Region einen Stromausfall gebe und sie nicht kochen können - grosse Enttäuschung und Hunger haben wir auch denn es ist schon fast 15 Uhr😩. Rosy will im WoMo essen, ich will es noch im Hafenrestaurant probieren und da haben sie Strom. Der Bestellvorgang ist dann allerdings etwas mühsam, da die Serviertochter einfach nicht begreifen will, was wir bestellen, obwohl wir es auf der Karte zeigen😑. Die Tapas schmecken dann aber gut😋. Vom Fenster aus sehen wir ein Schiff mit Namen Maranatha (bedeutet: unser Herr komm). Gestärkt fahren wir jetzt Richtung Hasselt, das soll gemäss WoMo-Führer eine sehr herzige Ortschaft sein und er hat recht. Der Stellplatz befindet sich an der Zwarte Water und man kann direkt am Wasser stehen und die Schiffe beobachten. Ein Schiff, das hier an der Mole liegt, heisst Adonia (bedeutet: Gott isr mein Herr). Man merkt immer noch, dass wir im Bibelgürtel sind. Wir durchstreifen zur goldenen Stunde den Ortskern und das ist wirklich eine schöne Ortschaft. Wir haben nun Flevoland verlassen und befinden uns jetzt in der Provinz Overijssel. Mir persönlich gefällt Flevoland sehr gut, vor allem weil es nicht dicht besiedelt ist und daher auch wenig Verkehr unterwegs ist. Wieder ein schöner Ferientag 🙏🏻.Read more
Von Hasselt nach Giethoorn
April 25 in the Netherlands ⋅ ☀️ 9 °C
Morgen wieder grau, ab Mitte Vormittag Sonne. Wir durchstreifen am Vormittag mit den Velos die Gegend um die Mühle und den Ort. Die Mühle ist ausserordentlich schön renoviert. Ist schon ein imposantes Stück Technik, das unsere Vorfahren gebaut haben. In der Bäckerei kaufen wir noch Brötchen und wollen eine warme Schokolade trinken, der Apparat funktioniert aber nicht, also weiter ohne. Die Holländer backen fast nur Kastenbrote, gross, und verpacken diese, bereits in Scheiben geschnitten, in Plastiksäcke. Das ist auch nötig, denn dieses Brot vertrocknet sehr rasch. Die Holländer kaufen diese Brote säckeweise, Brot ist vor allem auch zum Mittagessen Hauptbestandteil. Es ist noch gerade Markt und wir kaufen Käse. Die kaufen hier riesige Käsestücke, viel zu gross für uns und so bestellen wir nur 250g🫣 was den Verkäufer fast zum Lachen bringt, er schneidet aber ein kleines Stücklein vom grossen Laib für uns ab. Hier in dieser Gegend gibt es viele mit Reet (Schilf) gedeckte, schöne Häuser und viele davon säumen unsern Weg. Wir fahren nach Wanneperveen zum Bauernhof-Camping, wo wir schon mal waren. Da ist aber eine sehr grosse Gruppe und nach Landwirtschaft riecht es auch, so fahren wir nach dem Mittagslunch nach Giethoorn weiter. Der Stellplatz am Jachthafen ist aber besetzt, so fahren wir auf den neuen Platz ganz hinten und finden ein Plätzchen wieder direkt am Wasser. Der Platz würde etwa 100 WoMo‘s aufnehmen, es sind aber gerade ca. 15 da, wir sind also fast alleine. Da wir ja jetzt in zehn Minuten in Giethoorn sind, können wir zuerst mal etwas ausruhen und die Landschaft vor dem WoMo geniessen. All zu lange halten wir das Ausruhen nicht aus und schon bald fahren wir nach Giethoorn und da wollen wir endlich mal Fisch essen. Kaum in Giethoorn merke ich, dass sich mein Magen etwas komisch anfühlt und es nicht ratsam wäre, jetzt eine grössere Mahlzeit einzunehmen. Vielleicht beschäftigt mich die Nachricht, dass Zahnd’s ihre Reise abbrechen mussten? Das Nachtessen wird dann ganz international. Wir finden in NL ein italienisches Restaurant, in welchem ein Syrer uns Schweizer bedient. Ich esse eine Minestrone und Rosy eine Gemüselasagne. Eine ganz kurze Ortsbesichtigung (wir waren schon mehrmals da) runden den kurzen Ausflug ab und wir fahren zurück zum WoMo. Vor dem Stellplatzeingang treffen wir mehrere Gänse mit ihren Jungen an, die da unbekümmert über die Strasse watscheln. Vor dem WoMo können wir dann noch bis 20 Uhr sitzen und lesen und die Abendsonne geniessen. Ausser einem gelegentlichen Gänseschrei, herrscht hier wunderbare Ruhe. Ein schöner Tag neigt sich dem Ende zu.Read more
Velotour
April 26 in the Netherlands ⋅ ⛅ 7 °C
Heute mal wieder von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang Sonne pur, einfach wunderbar🙏🏻🤗. Wir frühstücken vor dem WoMo und geniessen die Natur und die Ruhe. Gegen Mittag fahren wir mit den Velos los und machen eine Rundfahrt, die uns zuerst durch ein Naturschutzgebiet führt. Viel Wasser, einige Störche, Schafe und viele grosse, wunderbare reetgedeckte Häuser säumen unsere Radwege. Wir fahren durch Blokzijl und Sint Jansklooster, zwei herzige Holländerorte. Nach 35 km sind wir wieder zurück in Giethoorn und essen in einem Restaurant, Rosy einen Salat mit Rindfleischstreifen, ich einen Hamburger (muss auch mal sein) der so gross ist, dass ich gar nicht weiss, wie ich den in den Mund kriegen kann🤔. Zurück auf dem Stellplatz geniessen wir dann einfach mal die Sonne und lesen. Ab und zu fliegen Gänse vorbei und verführen jedesmal einen riesigen Krach - wää wää wää tönt es dann jedesmal. Was haben sich die beim Fliegen auch immer zu erzählen? 🤔Einmal fliegt auch ein grosser Schwarm Gänse vorbei, begleitet von einem entsprechenden Geschrei🫨. Jetzt gerade geht die Sonne wie ein oranger Feuerball am Horizont hinter dem Wasser unter und es kühlt wieder massiv ab und so geniessen wir das von der Sonne aufgeheizte WoMo.Read more
Von Giethoorn nach Wimmenum
April 27 in the Netherlands ⋅ ☁️ 9 °C
Die Sonne braucht heute anscheinend mal etwas Pause und guckt nur ab und zu kurz zwischen den Wolken durch, es bleibt aber den ganzen Tag trocken. Wir verlassen heute Giethoorn, durchstreifen nochmals einen Teil von Flevoland und fahren dann in Lemmer in die Provinz Friesland. Wir fahren bis Workum, können dort aber nicht ans Wasser um zu essen und so fahren wir weiter. Workum scheint uns aber eine lohnenswerte Ortschaft für einen Besuch - vielleicht nächstes mal… Wir überqueren auf dem Afsluitdijk das IJsselmeer, das eigentlich gar kein Meer ist sondern seit dem Bau des Afsluitdijk ein Binnensee. Wir machen ungefähr auf halber Strecke auf einem Parkplatz Halt und essen dort etwas und sehen jetzt zum ersten Mal die Nordsee. Der Afsluitdijk ist schon ein gewaltiges Bauwerk. Wo haben die nur all das Material hergenommen um einen 32 km langen so gewaltigen Damm zu bauen? 🤔 Im Süden mündet der Afsluitdijk in die Provinz Nordholland und so sind wir eigentlich streng genommen erst seit heute in Holland😉. Wir haben für heute einen Campingplatz in Wimmenum ausgesucht. Es hat hier sehr viele Dauercamper von denen aber nicht viele anwesend sind und so ist hier wenig los, was uns gerade recht ist. Kaum in Nordholland angekommen, fahren wir schon wieder an vielen blühenden Tulpenfeldern vorbei. Kennen wir ja inzwischen. Nicht mehr so aufregend wie vor einer Woche und doch immer noch schön. Der Platz hat ein sehr neues und blitzsauberes Sanitär und bei den Duschen lässt sich die Wassertemperatur prima einstellen - wenn man weiss wie. Mein lieber Rosy-Schatz wusste nicht wie und so bekam sie buchstäblich eine kalte Dusche😨, während ich mich unter dem warmen Wasserstrahl räkelte🙃. Um 18.30 Uhr fahren wir mit den Velos noch an den 4,5 km entfernten Strand in Egmond an Zee und stehen jetzt zum ersten Mal zu einem Strand an der Nordsee. Ein endloser Strand erstreckt sich gegen Norden und Süden. Eigentlich erstreckt sich dieser Strand von Den Helder ganz im Norden der Provinz bis ganz im Süden nach Hoek van Holland.Read more
Vom Winde verweht…
April 28 in the Netherlands ⋅ ☁️ 14 °C
Di 28.04.
Die Sonne ist heute, nach ihrer gestrigen Ruhepause, neu gestärkt den ganzen Tag präsent und lässt Wolken ab Mittag nicht mehr zu🤗. Dafür Wind. Und wie! Es windet sehr stark den ganzen Tag. Mit bis zu 50 km/h und das bei maximal 15°, das ist fühlbar vielleicht 7°😨. Dick eingepackt fahren wir mit den Velos nach Alkmaar, ist nur gute 5 km weit. Aber eben, teilweise voll gegen den Wind. Da sind wir um etwas Elektrounterstützung sehr dankbar. Es ist einfach schön hier, diese Velowege. In ganz NL kann man von jedem Ort zu einem anderen Ort auf Velowegen fahren. Alkmaar ist ganz nett mit den Grachten. Aber es ist halt eine Stadt und da hat es viele Leute - zu viele für meinen Geschmack. Man muss dauernd ausweichen und aufpassen, nicht von Velofahrern über den Haufen gefahren zu werden. Kaum angekommen, trinken wir in einem Café einen Smoothie und durchstreifen dann die Altstadt. Der Entscheid in welchem Restaurant wir essen sollen, ist nicht ganz leicht, aber wir schaffen auch das🙃. Es ist hier schon etwas eintönig, weil holländische Restaurants zum Lunch vor allem „Menüs“ mit Brot und etwas darauf führen. Sie machen das zwar sehr schön, aber für uns einfach etwas ungewohnt. Wir hätten lieber mal was mit Pasta, Reis, Fisch usw. Das kriegt man aber fast nur in z.B. italienischen Restaurants. In einem anderen Café trinkt Rosy dann noch ihren Espresso und ich einen Grüntee und ein Stück Passionsfrucht-Quarktorte findet auch noch den Weg auf unseren Tisch. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Rückweg, der diesmal unter anderem durch einen wunderschönen Wald führt. Natürlich auf bestem, betoniertem Radweg. Auf freiem Feld kämpfen wir dann teilweise wieder mit dem Wind. Ein paar Worte zu den Velofahrern hier. Holländer erkennt man sofort an vier Merkmalen: 1. Sie tragen praktisch nie Velohelme 2. Sie sitzen kerzengerade auf ihren Velos (Fiets) 3. Sie fahren sehr schnell und 4. Sie kennen keine Rücksicht. Bremsen - undenkbar. Man schlängelt sich einfach in vollem Tempo zwischen den Leuten hindurch. Oft sehr gefährlich. Man muss wirklich gut aufpassen!😬 Zum Glück sind sie beim Autofahren angenehmer😊. Zurück auf dem Campingplatz gönnen wir uns wieder eine Dusche und dieses Mal kann auch Rosy warm duschen, denn sie weiss jetzt, wie man die Temperatur einstellt😉.Read more
Dem Winde getrotzt…
April 29 in the Netherlands ⋅ ☀️ 18 °C
Auch heute scheint die Sonne den ganzen Tag und auch heute windet es immer noch sehr stark. Wir wollen heute aber ein Stück weit Richtung Süden fahren und haben als Ziel den Campingplatz in Schoonhoven, direkt an der Lek. Die Region von Alkmaar bis hinunter nach Rotterdam ist sehr dicht besiedelt und entsprechend viel Verkehr ist auf den Strassen. Um rascher vorwärts zu kommen fahren wir heute zu Beginn vorwiegend auf Autobahnen. Allerdings maximal 85 km/h, denn es ist ein Kampf gegen den Wind der immer wieder mit seinen Böen am WoMo rüttelt. Es ist ein Kampf, Wind gegen WoMo-Fahrer, den wir dank Gottes Bewahrung gewinnen. Die letzten ca. 20 km geht es dann wieder auf teilweise schmalen Strassen durch eine liebliche Landschaft. Unzählige Kanäle durchtrennen die grünen Wiesen und Felder in rechteckige Parzellen. Auch zwei schöne Windmühlen säumen unseren Weg. Bei der ersten machen wir MIttagsrast und geniessen beim Essen die romantische Sicht auf die Windmühle. Dann geht es weiter, alles auf schmaler Strasse. Bei jedem entgegenkommenden Auto muss man an den äussersten Strassenrand fahren, dann reicht es gerade so knapp. Kilometerweit geht es neben einem schönen Kanal entlang und immer wieder säumen schöne Holländer-Häuser die Strasse und die Kanäle. In Schoonhoven angekommen bekommen wir auf dem Campingplatz eine Parzelle mit bester Sicht auf die Lek. Unzählige grosse Frachtschiffe fahren hier in beide Richtungen vorbei. Übrigens, hier ist es 19° und an der Sonne im Windschatten richtig heiss. Ja, wir sind jetzt in der Provinz Sündholland und das spürt man an der Temperatur. Zuerst ist jetzt mal Ruhepause angesagt, später machen wir dann aber noch eine 17km Velo-Tour. Zuerst auf dem Damm mit schöner Aussicht auf beide Seiten aber starkem Gegenwind😬. Später dann auf einem schönen Veloweg immer zwischen zwei Kanälen. Die Häuser an den Kanälen erinnern an Giethoorn, nur ohne Touristen, aber die fehlen uns nicht. Am Abend kühlt es dann wieder rasch ab und wir verziehen uns ins von der Sonne warm aufgeheizte WoMo.Read more
Schoonhoven
April 30 in the Netherlands ⋅ ☀️ 15 °C
Wir werweisen am Morgen darüber wie weiter. Sollen wir noch bis ganz in die südlichste Provinz Zeeland fahren, oder die schöne Gegend hier noch etwas geniessen🤔? Wir entscheiden uns fürs geniessen. So machen wir eine Velotour nach Gouda. Wir verlängern also beim Campingplatz noch um einen Tag. Leider ist aber unser Platz bereits reserviert und wir müssen die Parzelle wechseln, sind jetzt aber noch näher am Wasser🤗. Auch heute geht es wieder auf idyllischen Radwegen den Wasserkanälen entlang, mal sind es Weiden und Felder, mal pitoreske Häuschen, die unseren Weg säumen. Es ist einfach entzückend🤩. Das Blau des Himmels, das sich im Wasser spiegelt und das satte Grün der Wiesen strahlt eine angenehme Ruhe aus. Nach einigen Kilometern entdecken wir eine herzige Insel mit vielen Bänkli drauf, da können wir nicht anders und schalten sofort eine „Sitzung“ ein. Später können wir in einem Naturschutzgebiet einen Goldfasan und einen anderen Vogel, den wir nicht kennen, beobachten, das haben wir in freier Natur noch nie gesehen. Wir fahren nicht direkt nach Gouda sondern umrunden die Stadt ein Stück und kommen durch ein wunderschönes Naherholungsgebiet, natürlich mit viel Wasser. Da können wir auch in einem Restaurant etwas essen. Ich finde Gouda nichts besonderes, aber Rosy findet es interessant und würde gerne länger verweilen. Mitten in der Stadt singen junge Christen das Lied amazing grace und Rosy stimmt auch mit ein🙏🏻. Auf dem Rückweg verfahren wir uns auf den letzten Kilometern noch🫣, was uns ein paar Zusatzkilometer einbringt und so haben wir schliesslich rund 40 km in den Beinen. Es ist hier einfach wunderschön, mit dem Velos unterwegs zu sein, es wäre schade gewesen, hätten wir das nicht ausgenutzt. Es ist heute um 19 Uhr noch so warm, dass wir sogar noch draussen essen können und auch das geniessen wir.Read more
Im niederländischen Hochgebirge…
May 1 in the Netherlands ⋅ ⛅ 22 °C
Wir sind wie in einer anderen Welt gelandet und ich habe heute zwei Fehler gemacht, einen davon zum Glück. Aber der Reihe nach. Ich will heute ein etwas grösseres Stück Richtung Heimat fahren. Im WoMo Führer lese ich, dass Valkenburg eine Art holländisches Rothenburg sei. Ich interpretiere das so, dass es eine schöne mittelalterliche Ortschaft sei und daher suche ich einen Campingplatz dort. Um herauszufinden wie lange die Fahrzeit ist, gebe ich den Ort ins Navi ein. Zwei Stunden ist genau ok. Heute Morgen ist es wärmer als sonst und wir geniessen den Platz direkt am Wasser noch mal richtig. Wir fahren dann gegen halb zehn Uhr los und können direkt auf die Fähre um über die Lek zu kommen. Die freundlichen Fährleute raten mir, schräg auf und auch wieder von der Fähre hinab zu fahren, damit ich nicht mit dem Heck aufschlage und das geht prima. Dann geht es bald auf die Autobahn und da hat es in dieser Gegend richtig viel Verkehr. Auf der Gegenspur mehrmals Stau, auf unserer Spur nur einmal stockender Verkehr. Sonst läuft es gut und wir kommen kurz nach Mittag in Valkenburg an. Mein Navi führt uns mitten in die Stadt und behauptet dann, wir hätten das Ziel erreicht 🤨. Ich habe anscheinend vergessen den Campingplatz zu programmieren. Zum Glück ist der aber ausgeschildert und die Richtung stimmt. Dann übersehe ich aber die Abzweigung und muss dann immer weiter aus der Ortschaft hinaus fahren und es geht ziemlich steil bergauf. Ja wirklich, wir sind hier quasi im niederländischen „Hochgebirge“ gelandet. Richtig hügelig. Dann entdecken wir einen Wegweiser zu einem Campingplatz in Sibbe und den fahren wir an und das ist ein richtiger Glücksfall🙏🏻. Idyllisch gelegen und schön ruhig. Und so ist mein erster Fehler zum Segen geworden 🙏🏻. Es ist für unsere Begriffe hier richtig heiss, 25° und die Sonne brennt vom Himmel herab 😅 und so sind wir zum ersten Mal um einen Schattenplatz dankbar. Rosy macht einen feinen Salat und den geniessen wir am Schatten. Dann fahren wir mit den Velos nach Valkenburg und das betrachte ich eher als Fehler. Der Ort lohnt sich meiner Meinung nach absolut nicht. Proppenvoll mit Touristen und Kitschläden und gefühlt ist jedes zweite Haus ein Restaurant. Keine Spur von einer schönen mittelalterlichen Stadt. Ein paar Mauerresten mit Stadttoren und viele profane, teilweise schmuddelige Häuser ist alles was es zu sehen gibt. Die Hitze macht mir zu schaffen, wir sind das einfach nicht mehr gewohnt und so haben wir gar keinen rechten Appetit um etwas zu essen, aber Durst. Also trinken wir etwas und knabbern dazu eine Bruschetta. Allzu lange halten wir es aber nicht aus und wir treten den Rückweg zu unserem schönen Campingplatz an. Dieses Mal geht es aber ziemlich steil bergauf, zum Glück mit Elektrounterstützung🤗. Ja, das flache Holland mit den vielen Wasserkanälen ist schon wieder Vergangenheit. Da kommt bei mir schon etwas Wehmut auf 🥺. Genau zwei Wochen ist es her seit wir gestartet sind, mir kommt es wie eine Ewigkeit vor. Wir geniessen den ruhigen Abend vor dem WoMo.Read more
Dahn
May 2 in Germany ⋅ ☁️ 25 °C
Der Tag beginnt leicht bewölkt, wird dann aber rasch zu einem sonnigen, heissen Tag. Wir fahren vor zehn Uhr los. Das Navi führt uns zuerst über Land, Hügel hoch und Hügel runter und viele Kurven - eben, im niederländischen Hochgebirge 😉. Schon um 10.16 Uhr verlassen wir die NL und fahren in Belgien ein. Erstaunlich viele schöne Villen sind zu sehen. In der Nähe von Vervières geht’s dann auf die Autobahn, die uns schon von der Herreise bekannt ist. Es hat auf dieser Strecke nur wenig Verkehr und ist daher angenehm zum Fahren. Unterwegs wird es immer heisser, 29° zeigt das Thermometer🥵. Ich denke wehmütig an die schönen kühlen Tage 🫣 zurück. Um direkt nach Hause zu fahren ist es uns zu weit und so beschliessen wir unterwegs, wieder einmal nach Dahn auf den Campingplatz Büttelwoog zu fahren. Da waren wir schon zweimal. Von da sind es dann noch knapp vier Stunden reine Fahrzeit bis nach Hause. Der Platz ist aber proppenvoll. Aber Rosy‘s unwiderstehliches Lächeln macht es möglich, dass doch noch ein Plätzchen gefunden wird 😂🙏🏻. Es ist heiss, man hält es an der Sonne kaum aus. So ruhen wir uns im Schatten hinter unserem WoMo aus bis zum Nachtessen. Unglücklicherweise ist unser Platz gleich neben dem Kinderspielplatz und es hat viele kleine Kinder und ist daher entsprechend lärmig😖. Aber irgendwann wird es ja dunkel 🙃. Nach dem Essen machen wir noch einen Verdauungsspaziergang. Allmählich sinkt die Temperatur im WoMo auf ein angenehmes Niveau 🙏🏻.Read more
Immer noch Dahn
May 3 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C
Der Sonntag beginnt bewölkt, dann kommt die Sonne und wieder Wolken usw. aber es bleibt trocken. Eigentlich wollten wir heute an den Rhein fahren. Es gehen hier aber sehr viele Leute und so entschliessen wir uns auf einen schöneren und vor allem ruhigeren Plätzchen zu bleiben. Eine Gemeinde haben wir heute zwar nicht, können aber trotzdem ein wenig dienen indem wir Schriften verteilen. Zuerst kann Rosy acht Kinderhefte von Heukelbach verteilen. Später kann ich den netten neuen Nachbarn ein Traktat abgeben. Wir wollen heute eine kleine Velotour machen, verpassen aber leider den Einstieg in die Route und sind irgendwann im tiefen Wald. Weiterfahren macht keinen Sinn, also zurück auf Feld eins. Der zweite Anlauf würde zwar gelingen, aber inzwischen ist es stark bewölkt und halb eins und wir haben Hunger. Wir suchen in Dahn ein Restaurant und entscheiden uns für das italienische Divino. Wir bestellen zwei Pastagerichte, müssen aber sehr lange warten bis es endlich kommt, da der Koch alleine ist und zuerst viele Pizzen backen muss. Das lange Warten auf unser Essen hat sich aber gelohnt, es schmeckt sehr gut 😋. Bei der jungen Serviertochter fällt mir der Davidstern auf, den sie am Kettchen um den Hals trägt. Rosy spricht sie am Schluss darauf an und wir erfahren, dass sie eine Jüdin aus Israel ist. Sie glaube auch an Gott, aber nicht an Jesus. Wir bieten ihr ein Johannes-Evangelium an, das sie etwas zögernd annimmt. Inzwischen scheint die Sonne wieder und wir machen einen zweiten Versuch auf die Veloroute zu kommen und dieses Mal gelingt es. Wir fahren alles über Land und durch Wälder und ab und zu an Weihern vorbei. So kommen schliesslich rund 30 km zusammen. Am späten Nachmittag beginnt es stärker zu winden, teilweise mit stärkeren Böen und das wirbelt auf dem Platz Staubwolken auf. Hier ist der Boden knochentrocken, Regen wäre dringend nötig, aber bitte erst, wenn wir weg sind 😉.Read more
Heimfahrt
May 4 in France ⋅ ☁️ 18 °C
Der Tag beginnt mit strahlendem Sonnenschein. Wir fahren heute nach Hause. Während wir unterwegs sind, bedeckt sich der Himmel immer mehr und im Schwarzwald gibt es sogar noch ein paar Tropfen, es bleibt aber insgesamt trocken. Von Dahn aus geht es zuerst ca. eine Stunde lang alles über Land bis ins Elsass. Die Strasse ist, vor allem auf deutscher Seite, auf der Skala im untersten Qualitäts-Bereich und wir verleihen ihr spontan den Preis „Schlechteste Strasse der ganzen Reise“. Wir fahren zuerst nach Seltz, ich will den neuen Camping-Car Stellplatz besichtigen und dann sehen, ob wir dort eventuell mit der Fähre über den Rhein setzen können. Können wir aber nicht zufolge Höhenbeschränkung auf 2.20m🤨. Also zurück und auf die Autobahn bis Ausfahrt Rastatt und dort wieder auf die Autobahn bis Offenburg. Von dort dann alles durch den Schwarzwald bis Schaffhausen. In Gengenbach tanken wir noch für „billige“ € 2.16 und freuen uns, dass wir eine so günstige Gelegenheit entdeckt haben. Später hätten wir dann aber sogar für € 2.09 tanken können😂🫣. In Gengenbach essen wir Zmittag. Als wir auf den Parkplatz zurück kommen, ertappe ich gerade wie die Frau eines Holländerpaares unsere Bibelsprüche am WoMo Heck fotografiert. Ich gehe auf sie zu und frage sie, ob sie auch an Jesus Christus glauben. Sie bejaht das und so kommen wir noch etwas ins Gespräch mit den beiden. Sie kommen aus der Region Dordrecht, nur 25 km von Schoonhofen entfernt, wo wir zwei Tage übernachtet und die schöne Velotour an den Kanälen entlang gemacht haben. Immer wieder schön, wenn man Glaubensgeschwister antrifft🤗. Der Rest der Reise verläuft unspektakulär und wir kommen gegen 18 Uhr zu Hause an. Wir sind sehr dankbar, dass wir auch diese Reise Gottes Bewahrung erfahren durften und auch zuhause alles gut angetroffen haben🙏🏻.Read more
Resümee
May 4 in Switzerland ⋅ ☁️ 21 °C
Resümee:
Insgesamt war das eine wunderbare Reise mit einer hundertprozentigen Zielerreichung - wir wollten blühende Tulpenfelder sehen und wir haben sehr viele davon gesehen. Auch das Reisewetter war super. Neuzehn Tage und keinen einzigen Regentag und ausser einem Tag schien jeden Tag die Sonne, meist vom Morgen bis zum Abend. Die Temperaturen waren ausser am ersten und an den beiden letzten Tagen eher kühl aber ideal zum Reisen. Beim Velofahren musste man sich einfach warm anziehen, dann war das gar kein Problem. Eigentlich angenehmer als bei grosser Hitze.
Das Holländische Strassennetz ist dicht und meistens in sehr gutem Zustand. Wir haben in Holland keine einzige verwahrloste Strasse erlebt. Ich fahre auf den holländischen Autobahnen lieber als sonst wo in Europa, weil der Verkehrsfluss ruhiger ist. Tagsüber darf man maximal 100 km/h fahren. Etwa 2/3 der Autofahrer fährt dann aber nur 90 km/h, der Rest 100 km/h. So gibt es keine Raser und das macht den Verkehr ruhiger. Etwas speziell ist, dass es viel weniger Raststätten gibt und Rastplätze existieren fast gar keine, vor allem in den nördlichen Provinzen.
Mir gefallen die Provinzen Flevoland, Friesland, Groningen und Drenthe besser, weil es da weniger dicht besiedelt ist und daher viel weniger Verkehr hat. So kann man beim Fahren auch mal langsam fahren oder sogar kurz anhalten ohne den Verkehr zu behindern. In Südholland war die Radtour von Schoonhoven nach Gouda sehr schön, alles den Kanälen nach über Land.
Von Alkmaar und Gouda war ich eher enttäuscht was schöne Häuser anbelangt. Mir gefallen die kleinen Ortschaften meistens besser. Sie sind überschaubarer und es gibt sehr schöne Ortschaften mit gut erhaltenen Ortsbildern mit typischen Holländerhäusern. Speziell Urk, aber auch Hasselt, Zwartluis usw.
Was uns etwas Mühe macht in Holland ist die Essenskultur. Zum Mittagessen gibt es meistens Brotgerichte, zwar fantasievolle Gerichte mit Brot aber das finden wir mit der Zeit eintönig. Man muss dann praktisch in ein z.B. italienisches Restaurant um mal ein richtiges Menü essen zu können.
Holland ist auf jeden Fall eine Reise wert und wer Wasser mag, kommt da auf jeden Fall auf seine Rechnung.Read more













































































































































































































































TravelerGute Reise & bhüet eu Gott! LG in IHM mit Ps.91 👋🙏 Simone
TravelerDanke Simone. Freut uns, dass du dabei bist🤗. Und ja, danke für den Psalm🙏🏻