• Tagesbericht No. 16

    June 17, 2024 in Ecuador ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir schauen bis morgens um halb 2 Bridgerton auf Netflix, da die Nachbarschaft eh eine laute Party feiert, die sogar noch länger geht.

    Das Gute: wir schlafen länger. Der Tag beginnt gegen halb 10 mit einem selbstgemachten Frühstück. Den Saft mixen können wir noch nicht so gut, wie die Einheimischen; das Spiegelei besser.
    Draussen ist es immer noch bedeckt. Und es regnet.

    Ehrlicherweise sind wir gerade sehr ernüchtert und haben uns die letzten Tage am Meer schöner vorgestellt.
    Also geht es zurück in das 1,20m breite Bett und die letzen beiden Folgen der Serie werden geschaut. Und dann, geschätzte 20 Sekunden vor dem Ende der letzten Episode gibt‘s nen kurzen Stromausfall.
    Und danach kein Internet mehr. Mist.

    Aber gut, so müssen wir nun wohl mal vor die Türe luken und die Strandpromenade unter Augenschein nehmen.

    Puerto López ist ein kleiner Ort, der von Fischerei und Tourismus lebt.
    Letzteres gibt es gerade quasi nicht. Daher lungern viele Leute vor ihren Häusern und/oder Läden auf der Strasse rum. Alles sieht etwas trostlos aus und das Wetter macht es nicht besser.
    Wir - aus Prinzip in luftiger Sommerkleidung, denn 23 Grad hat es dennoch - spazieren wenig überzeugt und unter den wachsamen Augen der Menschen hier zwischen Strandbars und Souvenirläden entlang.
    Immerhin kann ich ein bisschen Palo Santos kaufen.

    Eigentlich ist auch Zeit fürs Mittagessen. Und wo, wenn nicht hier, sollten wir Ceviche probieren?
    Eine kalte Salat-Suppenmischung aus rohem Fisch, Tomate, Zwiebeln, Lauch und Limettensaft. Dazu Pommes und frittierte Plátano (Kochbanane). War tatsächlich ganz lecker. Und auch fast das Setting, das wir uns gewünscht hatten.

    Der Regen hört auf und wir haben noch viel Tag vor uns. Also laufen wir den Strandweg entlang Richtung Süden. Der Geruch nach Fisch steigt in unsere Nasen und wir können mit ein bisschen Abstand begutachten, wie kleine Boote vom Strand, wo sie riesen Fische verkauft haben, wieder zu ihren Anlegestellen etwas weiter raus fahren. Uns zieht es zu dem Steg, der in das leicht türkisfarbene Meer ragt. Wir schauen Pelikanen und schwarzen Vögeln beim Treiben auf dem Wasser oder dem Flug über den Fischständen zu. Ihre Gesichter sind geierartig aber ihre Schwänze von gespaltener Schwalbenform. Eine ziemlich wilde Mischung, die sich uns da präsentiert.

    Nun noch ein wirklich teures Eis und einen Brownie in einem Café mit Wlan, bevor wir uns gegen 16:00 bei erneut einsetzendem Nieselregen wieder in Richtung Ferienwohnung begeben. Genug erlebt für heute.

    Das Wlan geht immer noch nicht, aber man wartet auf den Techniker.
    Für und gibt‘s ausgeprägte Duschen, trance-artige Sudoku-Sessions und vor Allem Zeit, um die letzten Tage sacken zu lassen.
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