• Alpinistenweg

    June 22 in Italy ⋅ ⛅ 29 °C

    Eigentlich hatten wir heute eine große Tour am Talende, ab Kasern, geplant. Allerdings war für heute wieder heißes Wetter angesagt, so dass wir nach Möglichkeit nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne laufen wollten. Bei der Tour am Talende wäre aber genau das eingetreten.

    Also haben wir Plan B, eine kleine Tour ab Ahornach mit vielen Waldwegen und gelegentlichen Blicken ins Tal geplant. Die Gehzeiten habe ich mit der Handy-App Bergfex vorher planen können. Nach dem Frühstück sind wir zur Bushaltestelle gelaufen und nach Ahornach hochgefahren. Dort angekommen, haben wir uns zuerst die Dorfkirche angeschaut. Wie alle Kirchen hier war auch diese sehr schön.
    Dann ging es bergauf in Richtung Dorfausgang. Auch hier war ein Haus schöner als das andere und immer sehr gut gepflegt. Hier würde ich gerne wohnen wollen, mit dem Ausblick von der Terrasse sowieso.

    Kurz hinter dem Dorfende kamen wir an eine Wiese, an welcher Gleitschirmflieger ihre Startfläche haben. Es war auch ordentlich Betrieb, immer wieder startete einer und rannte den Berg hinab. Vor einiger Zeit hatte ich solche Flüge mal mitgemacht, ist schon schön, wenn man es kann.

    Weiter ging es dann auf dem Wanderweg in Richtung Wald. Kurz bevor wir in den Wald eingetaucht sind, haben wir nochmal die herrliche Aussicht auf Sand in Taufers und das ganze Tal genossen. Is det schön, würde man in Berlin sagen.

    Im Wald ging es dann erstmal bergan. Bloß gut, dass wir beschattet waren, trotzdem kamen wir ins Schwitzen. Wir waren jetzt auf dem Alpinistenweg, an welchem in unregelmäßigen Abständen Schautafeln über die Geschichte der hiesigen Alpenvereine und die Geschichte das Alpinismus im Ahrntal aufgestellt waren.
    Wenig später hörten wir ein Geräusch aus dem Wald, welches wir nicht zuordnen konnten. Zuerst dachten wir, es wäre ein Vogel. Irgendwann konnte ich aber ein ganz junges Kätzchen sehen, welches herzzerreißend gemauzt hat. Wir haben die kleine Mieze erstmal gekrault, und sie fing gleich an zu spielen. Von unserem Picknick hat sie eine Scheibe Salami bekommen, welche sie schnell gefressen hat. Ja was machen wir mit ihr? Weit und breit kein Mensch und auch nicht die Katzen-Mama. Also haben wir sie mitgenommen, um im nächsten Ort zu fragen, ob jemand ein Katzenjunges vermisst. Eine ältere Dame, die wir angesprochen haben, konnte zwar nicht genau sagen, wem sie gehört, hat uns aber empfohlen, die Mieze am ersten Haus abzusetzen. Irgendwann findet die Katzen-Mama ihr Junges wieder. Haben wir dann auch so gemacht - was sollten wir auch tun. Aber niedlich war das Kätzchen schon.

    Weiter ging es zum kleinen Weiler Pojer, von welchem wir über einen Feldweg wieder ins Tal abgestiegen sind. Nach knapp einer Stunde kamen wir an der Burg Taufers raus und sind dort in die Burgschänke eingekehrt. Unter einer großen Linde im Burginnenhof haben wir unser Getränk genossen. Und Beide haben wir gedacht: es geht uns gut!

    Nun noch die paar Meter in den Ort gelaufen, um ein wenig fürs Frühstück zu kaufen und ein Eis auf die Hand…
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