• Grit und Michael Pestel
  • Grit und Michael Pestel

Livigno und Aletschgletscher

A 26-day adventure by Grit und Michael Read more
  • Trip start
    August 25, 2024

    Fürstentum Liechtenstein

    September 1, 2024 in Italy ⋅ ☁️ 16 °C

    Bald nun starten wir unseren Wanderurlaub in diesem Jahr. Diesmal haben wir uns Livigno in der Lombardei in Italien und das Gebiet um den Aletschgletscher im Kanton Wallis in der Schweiz ausgesucht. Nach 2019 werden wir ein zweites Mal in der Schweiz sein, es hat uns schon damals gut gefallen. Und außerdem konnten wir Beide unseren ersten 4.000 besteigen. Das wollen wir nun wiederholen – natürlich mit Bergführer.

    Wir freuen uns darauf und hoffen auf gutes Wetter!

    Unsere Reise begann bei guten Wetter. Nachdem das Auto bepackt war, sind wir kurz nach 12 Uhr gestartet. Geplant war, dass wir eine Zwischenübernachtung, wie im letzten Jahr, im Hotel Amper in München einlegen. 6 Stunden Fahrzeit sagte das Navi an, aber erst hatten wir auf dem Berliner Ring und dann auf der A9 einen Stau. Somit waren wir erst gegen 20 Uhr in München. Nach einem Glas Rotwein im Italiener gegenüber sind wir dann ins Bett gefallen.

    Am nächsten Morgen ging es dann weiter über Memmingen, Lindau und Bregenz in Richtung Liechtenstein. Davor ging es ein Stück über die Schweiz. Es war in der Ecke gar nicht so einfach festzustellen in welchem Land man gerade war: Deutschland, Österreich, Schweiz oder Liechtenstein. Europa ist toll! Da wir Beide noch nie in Liechtenstein waren, haben wir eben einen kleinen Abzweig nach Balzers gemacht und den Rhein überquert. Der Rhein ist Grenzfluss zwischen der Schweiz und Liechtenstein.
    Eigentlich wollten wir ja in Vaduz, der Hauptstadt von Liechtenstein die Burg besuchen, wussten aber noch nicht, dass diese nicht öffentlich und noch von der Fürstenfamilie bewohnt ist. Na gut, dann nehmen wir die kleine Burg Gutenberg. Die haben wir von der Rheinbrücke entdeckt und sie sah so malerisch aus, dass wir uns kurzerhand entschlossen haben, ihr einen Besuch abzustatten. Bergauf ging es bei knapp 30°C durch einen Weinberg zum Eingang der Burg. Bis in den Burghof sind wir gekommen, in die Burg selber konnte man ohne Anmeldung nicht. Aber die Aussicht von der Burg auf Liechtenstein war schon schön. Auf dem Rückweg zum Auto sind wir an einer imposanten Kirche vorbeigekommen, der Friedhof daneben war so akkurat gepflegt, dass man staunte.Nach der Besichtigung sind wir wieder ins Auto gestiegen und haben unsere Reise fortgesetzt.

    Durch die Schweiz ging es in Richtung Livigno weiter. Unterwegs haben wir einen kurzen Stopp beim Heididorf in Maienfeld eingelegt. Dort haben wir nur eine kurze Pause für ein Foto eingelegt, es war einfach zu heiß und für uns zu viele Kinder unterwegs. Das Heididorf ist ja was für Familien, obwohl die Geschichte schon schön ist und wahrscheinlich jeder kennt. Weiter ging es dann durch etliche Tunnel nach Klosters, von wo wir mit dem Autozug durch den Berg gefahren sind. 20 Minuten wurden wir etwas durchgeschüttelt, während wir im Auto sitzen geblieben sind. Die Zeit haben wir für ein Picknick genutzt.

    Auf der anderen Seite des Tunnels, in Lavin (Engadin, Schweiz) angekommen, waren es statt 30°C nur noch 20°C. Auch war der Himmel bedeckt und nicht mehr so freundlich. Über kleine Dörfer und Passstraßen ging es für uns weiter in Richtung Ofenpass, kurz vorher sind wir aber abgebogen und haben den Munt-la-Schera-Tunnel genutzt, um nach Livigno (Italien) zu kommen. Der Tunnel war schon etwas speziell, da nur einspurig, aber Maut-pflichtig. 17 € waren zu löhnen, die man bei der Ausfahrt zahlen musste.Aus dem Tunnel herausgekommen, hat man den Livigno-Stausee schon gesehen, über die Staumauer ging es dann weiter zum Ort. Auf der Fahrt dorthin fing es kräftig an zu regnen, kein guter Einstand für unseren Urlaubsort. Dank Auto-Navi haben wir uns durch den Ort gekämpft und unser Hotel Alpen Resort Bivio nach fast 1.000 km schnell gefunden.

    Nach dem Einchecken (die Dame an der Rezeption sprach kein Deutsch, aber Englisch, welches wir gut verstanden haben) haben wir unser Zimmer bezogen. Hat uns sofort gefallen! Nach dem Auspacken haben wir dann gleich den SPA-Bereich erkundet und uns im Pool einen Aperol-Spritz gegönnt. Nun kann der Urlaub anfangen! Und auch die Sonne hat wieder vom Himmel gelacht.
    Read more

  • Carosello 3000

    September 2, 2024 in Italy ⋅ ⛅ 18 °C

    Das Wetter versprach heute – zumindest bis zum Nachmittag – gut zu werden. Aus dem Bett konnte man durch die riesigen Panorama-Fenster die gegenüberliegenden Berge bestaunen, die von der aufgehenden Sonne beschienen wurden. Also raus aus den Federn, geduscht, gefrühstückt und abmarschbereit gemacht. Der erste Tag ist immer zum Eingewöhnen, außerdem sind wir auf 1.850 m Höhe. Die Nacht war auch kalt, knapp 9°C. Als erste Tour fuhren wir mit der Seilbahn Carosello 3000 auf den knapp 2.700 m hohen Bergrücken oberhalb des Ortes.
    Von hier hatte man schon eine gute Aussicht auf die Gegend. Der erste Eindruck der Landschaft war etwas unspektakulär, nicht so wild, wie wir sonst die Berge kennen. Eher etwas langweilig. Es gab keine Bäume oder Bergrücken, hinter denen man auch mal verschwinden konnte. Aber das war der erste Eindruck! Nach dem obligatorischem Foto auf dem Gipfel ging es dann entlang eines breiten Weges in Richtung Norden weiter, zur Bergstation der Costaccia-Seilbahn, mit der wir dann wieder bergab fahren wollten.
    Die ersten Meter bergan waren anstrengend, wir waren wohl etwas untrainiert. Aber nach dem ersten Kilometer wurde es schon besser, so dass wir die Landschaft auch genießen konnten. Trotz leichter Diesigkeit konnte man die Gipfel gut erkennen, vom Ortler, den wir im letzten Jahr fast bestiegen hätten, bis hin zu den 4.000 m hohen Gipfeln der Bernina-Gruppe.

    Auf dem Bergrücken ging es leicht bergab in Richtung Seilbahnstation. Dabei haben wir uns die erkennbaren Wanderwege an den benachbarten Berghängen angeschaut und mit der Karte verglichen, um für die folgenden Tage die nächsten Touren zu planen.

    Von hier oben konnte man gut erkennen, dass Livigno voll auf den Wintersport ausgerichtet ist. Überall waren Sessel- und Skilifte, sowie Schneekanonen zu sehen. Die meisten Lifte waren zwar gerade nicht im Betrieb, aber im Winter ist hier bestimmt richtig Halligalli.

    Je näher wir der Seilbahnstation kamen, umso besser war der Blick auf den Livigno-Stausee und auch auf den Ort. Von oben sah er auch ganz nett aus. Am Gasthaus Costaccia, welches auch die Bergstation der Seilbahn ist, angekommen, haben wir ein Picknick mit Gipfelschnaps aus dem Flachmann eingelegt. Währenddessen konnten wir in Richtung Tal-Ende sehen, dass sich dunkle Wolken bildeten und auch nach Regen aussahen. Also hieß es mit der Seilbahn in Richtung Tal fahren, wenn wir nicht nass werden wollten. Gesagt, getan. Aus der Seilbahn konnte man jede Menge Mountain-Biker sehen, die mit ihren E-Bikes die Berge entweder hinauf- oder hinabgefahren sind. Dafür waren auch jede Menge Wege angelegt, die von Wanderern nicht benutzt werden durften.
    Im Tal angekommen sind wir durch das autofreie Zentrum des Ortes (welch eine Wohltat) geschlendert, die Regenwolken waren wohl doch nicht so schlimm – dachten wir. Das Zentrum des Ortes war voll mit Hotels und Geschäften, die leider oder Gott-sei-Dank gerade geschlossen waren (Mittagspause!). Denn der Ort ist zollfreies Gebiet innerhalb der EU und somit ein Shoppingparadies. Selbst Diesel an der Tankstelle kostete nur 1,20 €/Liter. Leider bin ich hier nicht mit leerem Tank angekommen…

    Irgendwann fing es dann doch an zu pieseln, so dass wir uns entschlossen haben so langsam in Richtung Hotel zu laufen. Knappe 30 min waren noch zu laufen und der Regen wurde dann immer stärker. Bevor es aber richtig nass wurde, sind wir im Hotel angekommen und haben den restlichen Nachmittag mit süßem Nichtstun im Schwimmbad und der Sauna verbracht.
    Read more

  • Grenzgang zwischen der Schweiz + Italien

    September 3, 2024 in Italy ⋅ ⛅ 13 °C

    Nach der leichten Runde von gestern stand heute nun eine etwas größere Runde auf dem Programm. Das Wetter passte, ein Sonne-Wolken-Mix bei knapp 19°C. Wir hatten mitbekommen, dass man mit dem Bus innerhalb Livigno kostenlos fahren konnte, das Auto konnte somit stehenbleiben und die Parkplatzsuche entfiel. Da die Runde größer werden sollte, sind wir früh aufgestanden. Geplant war zum Grenzpass zwischen der Schweiz und Italien via Refugio Cassana (einer Hütte auf 2.600 m) zu wandern, um dann von dort auf dem Grenzstreifen der beiden Länder zum Gipfel ALMATOC (2.826 m) zu wandern, dann weiter ins Tal zum Gasthof Alpe Federia hinabzusteigen, um dann wieder von 2.200 m auf 2.750 m hinaufzusteigen, damit wir als Abschluss mit der Seilbahn wieder ins Tal fahren konnten. Das war der Plan! Knapp 6 Stunden waren dafür angesetzt…
    Mit dem Bus sind wir also bis zum Nordende von Livigno gefahren, kurz orientiert wo die Wanderwege starten und los ging es erstmal steil bergauf. Uff, was machen wir hier eigentlich. Der Gipfel baute sich vor uns auf, da hieß es motiviert an die Sache rangehen. Vorbeikommend am Gasthaus La Calcheira, welches noch keine Gäste hatte, ging es durch einen Wald immer weiter bergauf.

    Unterwegs gab es einige kleine Hütten, die von ihren Besitzern teilweise hübsch renoviert worden sind. Hier ein Ferienhaus wäre super! Nur die Milch sollte man nicht vergessen, dann wird der Weg ins Tal zum Konsum schon etwas weiter. Gestern noch fanden wir die Landschaft etwas „langweilig“, heute war sie schon besser. Wahrscheinlich sind wir nur verwöhnt… Immer auf dem Weg Nr. 173 bleibend, sind wir bergan gewandert. Außer uns war niemand unterwegs. Von hier aus hatte man schöne Blicke ins Tal mit den einzeln stehenden Hütten. Irgendwann kam der Abzweig auf Weg Nr. 172, von hier ging es dann steil bergauf. Zu unserer Verwunderung sind tatsächlich ein paar Mountainbiker (keine E-Bikes) den Berg hochgeradelt. Zumindest haben sie es versucht. Die Damen der Truppe waren am flinkesten, wenn man das Tempo so bezeichnen konnte. Nach kurzem Gespräch haben wir erfahren, dass sie ein paar Tage mit dem Rad unterwegs sind und immer über die Pässe fahren. Für uns wäre das nix, dann lieber wieder eine Alpenüberquerung zu Fuß.

    Der Weg wurde immer mühevoller, etwas demotivierend für Gritti war, dass sie das Ziel (die Hütte) nicht vor Augen hatte. Ich musste sie damit motivieren, indem ich immer wieder sagte: an der nächsten Kurve sieht man sie bestimmt. Ab und zu hat sich ein Murmeltier gezeigt, die putzigen Kerlchen zaubern einem immer ein Lächeln ins Gesicht. Nach knapp 4 Stunden sind wir beim Refugio (Hütte) angekommen, leider war sie zu. Sie sah sehr verlassen aus und schon wegen der Bauweise eher wie ein Bunker. Gerne hätten wir hier Rast gemacht, mit etwas leckerem zu essen. Nun gut, gemeinsam mit den eingeholten Radfahrern haben wir in einem windgeschütztem Eckchen mit eigenem Proviant ein Picknick gemacht. Der Wind war hier oben auf knapp 2.600 m Höhe doch schneidend und kühl, geschätzt waren es um die 7°C.
    Nachdem wir uns gestärkt hatten, hieß es noch knapp 70 Höhenmeter zu überwinden, um auf den Pass Chaschauna (2.694 m) zu gelangen. Und schwups war man in der Schweiz. Einen Grenzstein konnten wir allerdings nicht entdecken.

    Weiter ging es dann entlang eines Weidezauns, der genau auf der Grenze aufgestellt war, zum Gipfel ALMATOC (2.826 m) weiter. Die Landschaft war hier oben beeindruckend, irgendwie wie auf einem fernen Planeten. Das hier oben Leben war, konnte man nur durch das Gebimmel der Kuhglocken und das Pfeifen der Murmeltiere erahnen. Wir waren auf dem Weg völlig allein, die Radfahrer fuhren bereits talwärts auf Schweizer Gebiet.

    Nachdem wir den Gipfel (es war ein abgerundeter Hügel mit Steinmännchen als Gipfelkreuz) erreicht hatten, konnte ich Gritti gerade noch überreden ein Foto zu schießen. Sie war schon etwas schlapp und abgekämpft. Deshalb habe ich mich innerlich schon vom Aufstieg zur Seilbahnstation Carosello verabschiedet, das wollte ich ihr nicht zumuten. Wir mussten nun den Gipfel, der genau auf der Grenzlinie lag, auf der anderen Seite wieder absteigen und an einer Biegung nach links auf dem Weg Nr. 169 kommen. Bis dorthin war der Weg bergab aber nicht mehr zu erkennen, so dass ich vornweg die besten Stellen gesucht habe, um den Hang hinunter zu gelangen. Man musste nur aufpassen wohin man tritt, um nicht ins Rutschen zu kommen. Mit Handy und gesundem Menschenverstand haben wir dann den etwas unterhalb verlaufenden Weg erreicht. Um Gritti wieder etwas aufzubauen, bin ich beim Abstieg extra an einer Wiese mit Edelweiß vorbeigelaufen. Und es stand soviel davon rum, es sah toll aus! Nur in der Höhe kann man es entdecken. Und tatsächlich hatte Gritti wieder ein Lächeln im Gesicht.

    Weiter ging es also vorbei an einer Kuhherde bergab auf dem Weg Nr. 169. Das nächste Etappenziel, die Alpe Federia, war noch nicht zu sehen, lag aber im Talboden. Entlang auf einem schmalen Weg am Hang, ging es immer weiter bergab. Murmeltiere und ihr Pfeifen haben uns begleitet. Nun wurde das Wetter auch besser, die Sonne kam wieder raus, denn unterwegs sahen die Wolken schon etwas bedrohlich aus.

    Mit der Sonne wurde auch die Stimmung besser und wir freuten uns auf eine Rast an der Alpe. An der Alpe wurden wir von Hühnern und Truthähnen begrüßt, letztere waren auf dem Dach der Alpe und unternahmen dort Flugversuche. Sehr lustig anzuschauen. Bei einem Kakao und einem Kaffee haben wir die Rast genossen.

    Wäre es nicht so spät gewesen, dann hätten sich die Wege von Gritti und mir getrennt. Gritti wäre ins Tal gelaufen und ich nochmal den gegenüberliegenden Berg hinauf zur Bergstation der Seilbahn. Es waren knapp 550 Höhenmeter zu überwinden. Oben angekommen wäre die Seilbahn aber bereits geschlossen gewesen, so dass ich dann noch hätte bergab laufen müsste. Das war aber auch für mich zu viel.

    Also sind wir gemeinsam den knapp 6,5 km langen Weg bis zur Bushaltestelle gelaufen. Auch jetzt waren nur noch wenige Menschen unterwegs. Der Weg zog sich dann ganz schön hin, schließlich hatten wir die Bergwanderung noch in den Knochen. Jetzt mussten wir uns Beide gegenseitig motivieren. Aber was war die Alternative, man musste laufen wie weit einem die Füße tragen. Nach fast 9 Stunden (davon 5:36 h reine Gehzeit), mit 1.109 m Aufstieg und nochmal soviel Abstieg und insgesamt 20,5 km haben wir die Bushaltestelle erreicht. Zu unserem Glück kam der Bus gleich um die Ecke und wir sind ins Hotel zurückgefahren. Der Gang, den wir Beide vom Bus zum Hotel hatten, sah nicht schön aus. Wir waren wohl Beide etwas fertig.
    Read more

  • Livigno-Stausee

    September 4, 2024 in Italy ⋅ ☁️ 13 °C

    Da uns die gestrige Tour doch etwas mitgenommen hat und eigentlich für Vormittag Regen angesagt war, sind wir diesmal nicht ganz so früh zum Frühstück aufgestanden. Die Knochen machten sich mit Steifheit bemerkbar. Da das Wetter bei einem Blick aus dem Fenster doch deutlich besser aussah, als gestern vorhergesagt, juckte es dann doch wieder im Hintern. Dafür gab es dann doch zu viel zu entdecken, um bei gutem Wetter nicht loszuziehen.

    Wegen der steifen Knochen wollten wir allerdings nur eine leichte Tour machen. Der Livigno-Stausee, den wir am Tag unserer Ankunft mit dem Auto abgefahren waren, bot sich als Ziel an. Also sind wir mit dem Bus wieder zum Nordende des Ortes gefahren und auf einem breiten Weg entlang des Stausees zum Ausflugspunkt Alpisella gelaufen. Mit uns waren jede Menge Familien mit Kindern und Hunden unterwegs.
    Radfahrer gab es auch, die uns mehr oder weniger geschickt umrundeten. Nach knapp 2 km hatten wir dann die Alpisella erreicht, ein Ausflugslokal mit Spielplatz und Streichelzoo. Auf dem Weg dorthin boten sich schöne Blicke auf den Stausee.Da das Wetter nun doch besser war als angesagt und wegen des Weges uns doch unterfordert vorkamen, hatten wir überlegt zum oberhalb des Stausees gelegenen Gipfels La Pare (2.390 m) aufzusteigen. Ich hatte ein Gipfelkreuz entdeckt und wir vermuteten eine gute Aussicht auf den Stausee. Und einen Wanderurlaub ohne Gipfelkreuz geht gar nicht. Leider waren die Wege dorthin gesperrt, wahrscheinlich wegen Felssturz o.ä. Schade, aber nicht zu ändern.

    Um der Unterforderung Abbitte zu erteilen, haben wir uns entschlossen oberhalb des Ortes auf dem Weg Nr. 100 in Richtung Hotel zu laufen. Das hat sich dann auch gelohnt, da wir von hier wunderschöne Blicke auf die Berge gegenüber und Livigno erhaschen konnten. Auch konnten wir stolz sagen, dass wir den einen Berg gegenüber bereits erklommen hatten.

    Durch einen schönen Lärchenwald ging es anfangs steil bergan, wurde dann aber ebener und somit einfacher. Unterwegs haben wir jede Menge Pilze gesehen, hätten wir eine Ferienwohnung gehabt, dann hätten wir sie mitgenommen und zum Abend verspeist. So mussten wir sie alle stehenlassen. Nach einiger Zeit sind wir an einem Rastplatz vorbeigekommen, hier wollten wir Picknick machen. Nun hatte ich auch die Gelegenheit meine Drohne fliegen zu lassen.

    Nach der Rast haben wir dann die restlichen Kilometer bis zum Hotel absolviert. Unterwegs konnten wir sehen, dass im Ort noch einige neue Hotels gebaut werden und die Skipisten vorbereitet wurden. Schließlich werden im Jahre 2026 ein Teil der Olympischen Winterspiele hier ausgetragen.

    Vorbei an an paar hübschen Hotels haben wir dann auch unseres erreicht. Ab in die Tiefgarage zum Auto und Schuhwechsel vorgenommen. Der Rest des Nachmittags wurde dann gelesen, schließlich wollten wir den Knochen die Chance geben uns morgen wieder auf die Berge zu tragen… Trotzdem hatte Gritti auf ihrer Uhr über 17.000 Schritte zu stehen.
    Read more

  • Chur (Schweiz)

    September 5, 2024 in Switzerland ⋅ ☁️ 9 °C

    Es war ja angesagt, aber trotzdem hatten wir die Hoffnung, dass die Wettervorhersage wie üblich nicht stimmt. Denn es war Regen angesagt und das nicht zu knapp. Den ganzen Tag sollte es schütten. Also fiel ein Wandertag aus und wir überlegten, was wir mit dem Tag anfangen. Fahren wir nach Meran oder doch lieber nach Chur. Wir haben uns wegen der Wetterprognosen für Chur entschieden. Ich hatte von der Stadt schon mal was gelesen, da sie eine schöne Altstadt haben sollte. Immerhin war in Chur das Wetter mit 23°C ohne Regen angesagt. Also die Landkarte studiert und geschaut wie wir dort hinfahren konnten. Etwas mehr als 2 Stunden Fahrzeit waren angesetzt, die Tour sollte über den Bernina- und den Julier-Pass führen.

    Bei strömenden Regen ging die Fahrt los, die Berggipfel waren alle schon in den tiefhängenden Wolken verschwunden. Von Livigno sind wir in Richtung Süden bis ans Talende und dann die schmale Pass-Straße hinauf zum Bernina-Pass gefahren. Mein alter Diesel hat sich wacker geschlagen, mit seinen fast 350.000 km auf dem Tacho. Auf dem Pass war das Wetter nicht viel besser, es war nur deutlich kühler, knapp 6°C. Nach einem Foto sind wir schnell wieder ins Auto gesprungen. Das Bernina-Massiv mit seinen Gletschern war hinter den Wolken fast nur zu erahnen. Auf der anderen Seite des Passes ging es dann abwärts in Richtung St. Moritz, um dann dahinter über den nächsten Pass hinaufzukraxeln. Die Straßen zum Julierpass waren auch nicht ohne, enge Straßen mit jeder Menge Haarnadelkurven. Bloß gut, dass Gritti magenfest ist. Ich hätte als Beifahrer schon längst aufgegeben und mir das Frühstück nochmal „durch den Kopf gehen“ lassen.

    Hinter dem Julierpass wurde das Wetter auch deutlich besser, der Regen hörte auf und die Temperatur stieg an. Kurz nicht aufgepasst und dem Navi nicht vertraut, sind wir in Tiefencastel falsch abgebogen. Somit sind wir dann wenig später auf der Autobahn in Richtung Chur gelandet. Da wir für die Schweiz eine elektronische Maut-Vignette erworben hatten, war das aber kein Problem. In Chur, der ältesten Stadt der Schweiz, angekommen, haben wir auch gleich ein Parkhaus am Rande der Altstadt gefunden. Die Altstadt selbst ist komplett autofrei und konnte somit zu Fuß erkundet werden.

    Durch das Obertor (Teil einer mittelalterlichen Stadtbefestigung) sind wir in die Altstadt gelangt. Der erste Eindruck war schon schön, nur waren nicht viele Menschen auf den Straßen. Es war erstaunlich ruhig und vielleicht ein wenig leblos. Nur am Rathaus fand gerade eine Demo statt, knapp 200 Menschen demonstrierten gegen oder für was. Wir haben es nicht erfahren. Ein, zwei Ecken weiter haben wir uns die Kirche St. Martin angeschaut, eine kleine aber etwas schmucklose Kirche. Dort um die Ecke haben wir nach der kurzen Besichtigung der Kirche auf einer Bank Platz genommen und uns unser Picknick schmecken lassen, was aus einem Apfel und Studentenfutter bestand. Ins Restaurant wollten wir nicht gehen, wegen der Schweizer Preise. Beispiel: ein Cordon blue gab es für 38 CHF (knapp 36 €). Mit Getränken wären für uns Beide 100 € weg gewesen.
    Nach diesem kurzen Stopp ging es weiter durch die Altstadt, um dann in die Kathedrale Santa Mariä Himmelfahrt zu gehen. Diese sah innen schon deutlich schmuckvoller aus. Nun, sie war schließlich in früheren Jahren auch Bischofs-Sitz.

    Danach sind wir von der Hofstraße in die Süsswinkelgasse abgebogen. Da möchte ich gerne wohnen, bei dem niedlichen Namen. Nur die Miete möchte man nicht zahlen…1.850 CHF = 1.800 €.
    Weiter ging es in die nächste Gasse, um wiederrum in die nächste abzubiegen. An einem der Häuser war erklärt, wie hier früher die Nachtwächter gearbeitet haben. Mit etwas Alkohol könnte ich die Sprüche wahrscheinlich auch aufsagen (siehe Foto).

    Nachdem wir die Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten abgelaufen sind, wollten wir zum Abschluss noch mit der Seilbahn auf den Berg hochfahren, um einen guten Blick auf die Stadt zu haben. Also sind wir die knapp 500 m bis zur Seilbahnstation hingelaufen. Knapp 22 CHF pro Nase mussten bezahlt werden, puh! Und dabei sind wir nur bis zur Mittelstation gefahren, bis nach ganz oben wären es 32 CHF gewesen. Was soll’s, schließlich ist Urlaub. Also hinauf und die Aussicht genießen. Von oben sah Chur gar nicht so hübsch aus, gut sichtbar waren große Industriegebiete und Bauten der 70er Jahre. Die Altstadt selbst unterschied sich da schon. Von oben konnten wir auch den Rhein sehen, an dem Chur liegt. Wieder was gelernt.
    Read more

  • La Paré

    September 6, 2024 in Italy ⋅ ☁️ 13 °C

    Als wir heute aus dem Fenster schauten, kündigte sich deutlich besseres Wetter an. Die Wolken hingen zwar dekorativ an den Bergen fest, sollten sich aber bald verziehen.

    Also hieß es heute, dass die Wanderstiefel angezogen werden. Ich hatte vor einigen Tagen gesehen, dass auf einem Berg neben dem Stausee ein Gipfelkreuz steht. Es gehört zum 2.390 m hohen Gipfel namens La Paré. Den wollten wir heute erklimmen. Also sind wir mit dem Bus zum Stausee gefahren, um dann die knapp 530 Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz zu überwinden. Die ersten Schritte sind immer schlimm, aber man kommt schnell in den Laufmodus. Die ersten 400 Höhenmeter gingen durch einen Lärchenwald, trotzdem hatten wir ab und zu die Gelegenheit erste gute Aussichten auf den Stausee zu erhaschen. Gritti hat heute ein gutes Tempo vorgelegt, so dass wir recht bald (nach knapp 1:40 Std.) nah ans Gipfelkreuz kamen. Das Kreuz hatte eine ordentliche Größe, deutlich größer, als wir es vermutet hatten.

    Am Kreuz angekommen, welches von einigen anderen Wanderern belagert war, haben wir erst mal die 360°-Aussicht genossen. Man konnte sowohl sehr gut auf den Stausee, als auch auf Livigno schauen. Die Sonne hat die Farbe des Stausees in ein schönes Grün verwandelt.
    Bei der Ankunft hatte ich gesehen, dass eine italienische Familie ihre Drohne hat fliegen lassen, da dachte ich, dass kann ich auch. Wegen des schwachen Windes war heute gutes Flugwetter. Nach ein paar Aufnahmen und den ersten bösen Blicken, habe ich sie wieder eingepackt…

    Nachdem wir die Aussicht für uns genossen hatten, suchten wir uns etwas abseits von den anderen Wanderern ein Plätzchen für ein Picknick mit Blick auf den Stausee. War das ein schöner Ausblick, sieht in Echt noch viel besser aus. Dafür lohnt sich die Anstrengung, um den Berg hinaufzukommen.

    Nun mussten noch die obligatorischen Beweisfotos vorm Gipfelkreuz gemacht werden. Dabei hieß es anstehen, da die Italiener in großen Gruppen auf dem Gipfel waren und Fotos aus jeder Perspektiven schießen mussten. Irgendwann waren sie dann weitergezogen und wir hatten unsere Gelegenheit.

    Dabei haben wir festgestellt, dass die meisten Wanderer über den leichten Anstieg von Eira aus (ein kleiner Ort mit Parkplatz) die Tour gemacht haben. Wir sind wenigstens ein paar hundert Meter steil bergan gestiegen! Nachdem wir uns satt gesehen hatten, sind wir wie alle anderen in Richtung Eira gewandert.

    Gleich hinter dem eben bestiegenen Gipfel La Paré war noch ein zweiter Gipfel, der knapp 40 m höhere Monte Crapene. Wer mich kennt, weiß, dass ich da nicht einfach vorbeilaufen kann, sondern ihn besteigen muss. Also kurz Gritti gefragt und ab ging es wieder bergauf. Leider war dort kein Gipfelkreuz.

    Hinter dem Gipfel ging es auf nur noch schwer erkennbaren Pfaden bergab. Wahrscheinlich waren das die Trampelpfade der Kühe oder Schafe und keine Wanderwege. Wir sind dann querfeldein gelaufen, um den richtigen Wanderweg wieder zu erwischen. Vorbei kamen wir an einigen Kreuzen, an denen die Geschichte von Jesu und dessen Kreuzigung und Auferstehung beschrieben war. Da wir an (Gipfel-)kreuzen immer einen Gipfelschnaps trinken, hätten wir an jedem Kreuz einen trinken müssen. Bloß gut, dass er gerade auf dem La Paré alle gemacht wurde, sonst wären wir betrunken im Tal angekommen.

    In Eira angekommen, haben wir uns erstmal einen Kaffee und ein Stück Kuchen schmecken lassen. In einem Dutyfree-Shop (wir waren ja im Zollaußengebiet) haben wir uns einen Grappa gekauft, den wir dann irgendwann probieren werden. Danach haben wir den Rückweg ins Hotel angetreten. Leider war einer der Wanderwege, den wir laut Karte gefolgt sind, irgendwann eine Großbaustelle für einen neuen Sessellift. Also ging es da nicht weiter. Somit mussten wir ein Stück an einer stark befahrenen Straße entlang laufen. Nach knapp 6,5 Stunden (mit Pausen) haben wir dann unser Hotel erreicht und die müden Knochen in der Sauna durchgewärmt.
    Read more

  • Monte delle Rezze

    September 7, 2024 in Italy ⋅ ☀️ 10 °C

    Heute nun sollte wettertechnisch der beste Tag der Woche werden. Sonne satt! Da ist natürlich eine ausgedehnte Wanderrunde als Tagesziel gesetzt. Dafür hatten wir uns den 2.858 m hohen Monte delle Rezze ausgesucht. Danach wollten wir in Richtung Carosello 3000 (Bergstation einer Seilbahn) laufen und mit der Seilbahn in Richtung Livigno abfahren. Angesetzt war als reine Gehzeit 4:30 Stunden.

    Wegen des mit reichlich Sonne angesetzten Wetters haben wir die kurzen Wanderhosen aus dem Schrank geholt. Ein bißchen Sonne an die Kalkleisten kann nicht schaden. Mit dem Bus sind wir in Richtung Talende gefahren und kurz vor der Endhaltestelle ausgestiegen. Unmittelbar neben der Bushaltestelle gab es einen Whiskyladen – welch ein Zufall!? Aber eine Flasche Whisky wollte ich auch nicht den Berg hochtragen. Also nur kurz ein Foto gemacht.

    Nachdem wir unsere Wanderstöcke ausgefahren hatten, sind wir losmarschiert, kurz hinter einer Gebirgsbachbrücke ging es gleich steil bergan. Es ging dabei wieder durch einen schönen Lärchenwald. Zuerst waren wir allein unterwegs, etwas später sollten uns 2 Schweden ein- und überholen. Egal, wir hatten ja Zeit.

    Nach knapp 500 Höhenmetern kamen wir aus dem Wald heraus und an einem Gedenkstein für die heilige Madonna vorbei. Die Italiener haben es halt mit der Madonna. Nach meinem Stoßgebet vor der Madonna ging es weiter, nun unter voller Sonne, die aber sehr angenehm war. Die Aussichten ins Tal waren faszinierend. Und natürlich wurden zu viele Fotos gemacht.

    Bis zum Gipfel waren es nochmal knapp 500 Höhenmeter, also hieß es weitergehen. Auf sehr schmalen Pfaden, die später nur noch über Geröll führten, ging es dem Gipfel entgegen. Die Wege waren schon als hochalpin zu bezeichnen, man musste aufpassen, wohin man trat. Knapp unterhalb des Gipfels haben wir ihn dann endlich gesehen, aber falsch gedacht, es war erst eine etwas moderne Madonna-Statue, die ins Tal blickte. Daneben befand sich ein gemütlich hergerichtetes Biwak. Darin befanden sich Sitzgelegenheiten und auch ein Ofen und Waschmöglichkeit. Übernachten hätte man auch können, wenn man einen Schlafsack dabei hat. Normalerweise sind Biwaks nicht so komfortabel ausgestattet.

    Nun wäre es Zeit für ein Picknick gewesen, immerhin waren wir schon fast 3 Stunden unterwegs. Aber zuerst wollten wir noch die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel schaffen, was sich auch gelohnt hat. Man hatte nun einen herrlichen 360°-Blick auf die Gebirgswelt. Das Bernina-Massiv mit seinen Gletschern konnten wir sehr gut sehen. Vorgestern noch war es hinter Regenwolken versteckt. Auf dem Gipfel befand sich kein Gipfelkreuz, sondern ein kleines Fernrohr, durch dass man die Berge anvisieren und dann auf einer Scheibe die Namen der Berge ablesen konnte.

    Nach ein paar Fotos sind wir wieder zur Madonna abgestiegen. Außerdem wurde der Wind stärker und kühler. An der Madonna angekommen, haben wir uns eine Sitzbank gesucht , mit bestem Blick ins Tal nach Livigno. Dort haben wir unser Picknick gemacht.

    Nach nicht langer Zeit wurde es uns aber kalt, der Wind pfiff hier oben doch ganz schön kräftig. Also alles eingepackt und uns auf den Weg zur Bergstation der Seilbahn Carosello 3000 gemacht. Dabei kamen wir unterhalb des 2.904 m hohen Pizza Cantone vorbei, den man leider nicht besteigen konnte. Ab und zu kamen uns auf dem Weg ein paar Mountain-Biker entgegen. Vor Erreichen der Seilbahnstation erreichten wir noch den Lac Salin, einen künstlich angelegten See für die Versorgung der Schneekanonen. Daneben war unter einer riesigen weißen Plane ein großer Haufen Schnee aus dem letzten Winter gelagert. Die nächste Ski-Saison steht bevor und man braucht dann wohl den Schnee aus dem letzten Jahr. Wahnsinn, welcher Aufwand fürs Skifahren betrieben wird. Aber wenn es das nicht gebe, dann würden die ganzen Hotels das wahrscheinlich nicht überleben.

    Nach einer Umrundung des Sees ging es weiter zur Seilbahnstation. Eigentlich hatten wir noch Zeit und überlegten kurz, ob wir die Tour verlängern und zur nächsten Seilbahnstation laufen sollten. Aber wir waren nicht sicher, ob wir das schaffen und sie dann nicht mehr fährt. Dann wäre der Weg wieder sehr sehr lang geworden. Also sind wir abgefahren und noch ein wenig durch den Ort mit seinen Geschäften geschlendert. Ich habe nach neuen Wanderschuhen Ausschau gehalten, da diese sich nun langsam auflösten. Eine Neubesohlung hatten sie schon hinter sich, aber jetzt gingen sie richtig kaputt. Schade, denn meine Meindl-Schuhe habe ich geliebt. Es waren meine Sieben-Meilen-Stiefel und sie haben mich schon auf so viele Berge gebracht. Leider habe ich nicht das richtige Schuhwerk gefunden. Muss ich halt zu Hause schauen. Ein paar Ersatzschuhe habe ich ja noch dabei. Unterwegs kamen wir an der Kirche Chiesa di San Rocco vorbei, die wir uns angeschaut haben. Am Aushang hing ein Hinweis auf eine morgige Veranstaltung im Ort. Es soll morgen eine Prozession stattfinden – mal schauen, ob wir sie uns anschauen. Viele Häuser waren wegen der Prozession mit blauen Bändern geschmückt. Der Hinweis an der Kirche war in italienischer Sprache, aber Gritti konnte es fast komplett übersetzen, da sie ja spanisch lernt und dem italienischen wohl ähnlich ist. Ich habe es dann mit dem Google-Übersetzer überprüft.

    Nachdem wir nun langsam fußlahm waren, sind wir mit dem Bus wieder ins Hotel zurückgefahren und überlegt, was wir morgen machen. Denn es soll fast den ganzen Tag regnen. Aber wir haben da schon eine Idee…
    Read more

  • Passo dello Stelvio – Stilfserjoch 2.0

    September 8, 2024 in Italy ⋅ ☁️ 7 °C

    Wie vorhergesagt, war das Wetter heute sehr regnerisch, allerdings erst ab 12 Uhr. Also hieß es zeitig aufstehen, um den Tag noch zu nutzen. Wir hatten gestern schon die Idee zum Passo delle Stelvio (Passhöhe 2.760 m) zu fahren. Dort waren wir bereits im letzten Jahr, nur damals sind wir von der anderen Seite den Pass hochgefahren, mit dem Bus. Diesmal sollte es von der anderen Seite sein, von Bormio aus. Wir hatten die Idee, dort dann mit der Seilbahn auf den Gletscher zu fahren oder eine Wanderung zu unternehmen, bis der vorhergesagte Regen einsetzen würde.

    Also ins Auto gestiegen und die knapp 54 km bis zum Stilfser Joch gefahren. Da Gritti zum Glück sehr magenfest ist, hat ihr das nichts ausgemacht. Sie hatte nur etwas Sorge, bei Regen den Pass wieder zurückzufahren. Ich hab allerdings vollstes Vertrauen in meinen alten Diesel und seine Bremsen. Die Auffahrt war wieder sehr spannend, da sich die Landschaft um fast jede Kurve neu auftat. Um auf den Pass zu kommen, mussten 36 Haarnadelkurven durchfahren werden, immer auf die vielen Motorradfahrer achtend, verrückte Fahrradfahrer nicht zu vergessen. Für die ist das eine ideale Strecke, jede Kurve ein Spaß. Ich musste an manchen Engstellen und Gegenverkehr teilweise bis in den ersten Gang runter schalten.

    Oben angekommen haben wir vieles vom letzten Jahr wiedererkannt, es hat sich kaum etwas verändert. Nachdem wir ein paar schöne Fotos gemacht hatten, wollten wir mit der Seilbahn auf den 3.147 m hohen Monte Livrio hochfahren, um uns den Gletscher anzuschauen. Leider wurde der Seilbahnbetrieb wegen zu starken Windes eingestellt. Schade!

    Das Wetter hatte sich nun auch deutlich verschlechtert, es fing schon an zu regnen. Ich wollte das nicht ganz wahrhaben und bin dann allein die Dreisprachenspitze (2.843 m) hochgelaufen – im nun mittlerweile strömenden Regen. Gritti ist unten am Auto geblieben, aber sie kennt mich – ohne Gipfel fahre ich nicht zurück. Unten angekommen war ich zwar naß, aber zufrieden.

    Nun hieß es zurückzufahren, also die 20 km lange Passstraße mit seinen 36 Haarnadelkurven. Ab und zu haben wir einen Fotostopp eingelegt. Auch haben wir an einer kleinen Kirche mit Soldatenfriedhof für die Gefallenen des 1. Weltkrieges Halt gemacht. Die Wolken kletterten nun die Berge hinauf und hinab und schlagartig waren wir im Nebel. Gritti schaute mit sorgenvollem Blick auf die nicht mehr sichtbare Straße. Aber irgendwann kamen wir dann im Tal an und machten noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Bormio. Da es Sonntag war und aus Eimern regnete, sind wir dann doch nicht ausgestiegen. Also ging es zurück ins Hotel.

    Zum Abend wollten wir dann noch an der gestern erwähnten Prozession in Livigno teilnehmen bzw. uns das anschauen. Wir waren auch guten Mutes, aber nachdem der Bus nicht kam und es draußen immer noch stark regnete, sind wir zwar ins Auto gestiegen und in den Ort gefahren, wurden aber nicht fündig. Wahrscheinlich wegen des Regens abgesagt. Also ging es zurück ins Hotel…
    Read more

  • Staumauern und alte Türme

    September 9, 2024 in Italy ⋅ ☁️ 6 °C

    Die ganze Nacht hat es geregnet und auch heute morgen schüttete es immer noch. Und das seit nun 15 Stunden ununterbrochen. Und tatsächlich, die Berge um uns waren überzuckert. Es hatte also da oben geschneit, so ab 2.000 m war alles weiß. Sah schön aus. Das Stilfser Joch, welches wir gestern hochgefahren sind, war nun komplett verschneit. Haben wir Glück gehabt, denn Schneeketten habe ich nicht dabei.

    Der Regen sollte laut Vorhersage gegen 10 Uhr aufhören und somit bot der Tag die Möglichkeit eine Wanderung zu machen. Wir hatten uns gestern die Tour um den Lago di Cancano ausgesucht, der sich auf knapp 1.900 m befinden sollte. Angesetzt waren 5:30 Stunden. Um dorthin zu kommen, musste wir erst 2 Pässe passieren und dann noch im Ort Isolaccia die Serpentinen zum Ausgangspunkt der Wanderung erklimmen. Vorsichtshalber hatten wir unsere Regenhosen mitgenommen, falls der Regen doch länger anhalten sollte. Am Pass Foscagno mussten wir wie gestern die Zollstelle passieren – wie gesagt liegt Livigno im Zollaußengebiet. Nachdem ich dem Beamten gesagt hatte, dass wir nichts zu verzollen haben, durften wir weiterfahren. Kurz vor Isolaccia konnten wir die Folgen des langen Regens sehen, aus einer Gebirgswand oberhalb des Ortes stürzte ein riesiger braungefärbter Wasserfall ins Tal.

    Nun hieß es die Auffahrt zum Parkplatz bei den beiden alten Türmen Torre di Fraele zu finden. Durch kleine Bergsiedlungen ging es über sehr schmale Straßen bergauf. Irgendwo stand dann auf italienisch, dass die Straße gesperrt sein würde. Nachdem ich einen Lkw-Fahrer gefragt hatte und er mir sagen konnte, dass die Straße frei wäre, war ich beruhigt. Kurz nach den letzten Häusern begannen die Haarnadelkurven zum Fraele-Pass. Gritti hatte sich zwischenzeitlich am Türgriff verbissen, sie hatte wohl Angst. Die Kurven waren wirklich nicht ohne und mussten langsam durchfahren werden. Außerdem war die Straße nass, es war nur um die 2°C „warm“ und somit bestand die Gefahr von Glätte. Um die Pass-Straße nutzen zu dürfen musste man eine Maut an einem Automaten bezahlen, 5 € waren völlig ok. Leider ist mein italienisch nicht so gut und ich musste den Google-Übersetzer bemühen. Es hat trotzdem einige Minuten gedauert bis ich kapiert habe, wie der Automat funktioniert. Nachdem wir unser Ticket endlich hatten, konnten die 17 Kurven genommen werden. Oben angekommen standen 2 alte Wehrtürme aus dem 14. Jahrhundert, mittlerweile allerdings Ruinen. Kurz dahinter war unser Parkplatz. Wir waren hier völlig allein, kein Auto und Mensch weit und breit. Über den Pass pfiff der Wind und es regnete noch ein wenig. Aber egal, die Tour wird jetzt gemacht! Nach ein paar hundert Metern hörte der Regen dann auch auf und wir erreichten den Lago di Cancano, einen von 2 Stauseen hier im Tal. Am südlichen Rand es Sees ging es auf einem breitem Fahrweg in Richtung Staumauer des oberen Stausees Lago di San Giacomo.

    Wir waren immer noch allein unterwegs und das machte uns etwas stutzig. Hm, ist der Weg vielleicht irgendwann gesperrt und wir wissen nix davon? Aber nach einiger Zeit kamen uns dann Autos entgegen und einzelne Mountain-Biker überholten uns. Nach knapp 1,5 Stunden kamen wir dann an der Staumauer an, die es zu überqueren galt. Das Bauwerk war schon riesig und beeindruckend, für Gritti ist das Laufen auf der Staumauerkrone eine Überwindung. Aber allen Mut zusammengenommen, haben wir dann am Nordufer des Stausees das Refugio Val Fraele erreicht, einem kleinen Restaurant. Dort haben wir einen Cappuccino getrunken und den Wirt gefragt, ob der restliche Weg am Nordrand des Sees begehbar wäre. Er sollte nämlich durch 2 Tunnel führen. Vom Wirt haben wir auch erfahren, dass im oberen Stausee eine Ortschaft in den Fluten versunken ist und eine Zeitlang nur noch der Kirchturm aus dem Wasser geschaut hatte (ähnlich wie am Reschensee). Leider hat man damals noch nicht an Tourismus gedacht und den Kirchturm gesprengt. Es wäre heute ansonsten ein gutes Fotomotiv.

    Der nördliche Weg am Stausee war laut des Wirts begehbar, den ersten Tunnel durfte man durchlaufen, der zweite und längere Tunnel musste umgangen werden. Nach einigen Minuten haben wir den ersten Tunnel auch erreicht. Die Durchquerung war schon etwas gruselig, Wasser tropfte von der Tunneldecke und Licht war nur vom Ende des Tunnels. Auf diesem Weg waren wir wieder ganz allein unterwegs, anfangs hatten wir ein wahrscheinlich franz. Pärchen, das gerade Picknick machte, überholt. Am zweiten Tunnel angekommen, sind wir einem parallel verlaufenden Weg außerhalb des Tunnels gefolgt. Dabei mussten 2 Stellen mit Gebirgsbächen gequert werden. Nicht über eine Brücke, sondern durch das Bachbett hindurch. Der erste Bach war relativ harmlos, ich bin vornweg, um die Steine zu finden, auf die man möglichst trockenen Fußes durch den Bach kam. Der zweite Bach war dann schon etwas schwieriger. Vor allem, weil es wegen des Regens mehr Wasser gab als üblich. Gritti wollte erst nicht da durch, aber ich konnte sie überzeugen mir zu folgen. Wir hatten danach nasse Schuhe und Gritti zusätzlich weiche Knie. Nach ein paar hundert Metern hat sie sich aber von dem Abendteuer erholt. Nun kamen wir an einer kleinen Kirche vorbei, der Chiesa di San Erasmo, welche sehr hübsch anzusehen ist. Drinnen hat sie sehr schöne Malereien. Nachdem ich ein Lebenslicht für Gritti angezündet hatte, sind wir weitergezogen. Das nächste Highlight war die große Staumauer, insgesamt 136 m hoch. Wow, was für ein Bauwerk. Gritti musste wieder mit Puddingbeinen ganz schnell die Staumauerkrone überqueren. Ich konnte mir Zeit lassen und alles in Ruhe anschauen.

    Nach unendlich vielen Bildern sind wir dann weitergezogen, vorbeikommend an einem kleinen Lokal. Hier haben sich wahrscheinlich Oldtimerfreunde aus aller Herren Länder getroffen. Die älteren Herrschaften waren stolz mit ihren Schätzchen über den Pass fahren zu können. Als wir unser Auto nach 15 km Wanderung erreicht hatten, waren wir doch ganz schön fußlahm. Unser Auto war nicht weit von den anfangs erwähnten Türmen geparkt, so dass wir diesen noch einen Besuch abstatten konnten. Die beiden Türme waren so prädestiniert auf dem Felsen gebaut worden, dass man von beiden eine schöne Aussicht ins Tal und auf die nun schneebedeckten Berge werfen konnte.

    Nun ging es über die Serpentinen wieder ins Tal, um uns die hübsche Kirche im Ortszentrum anschauen zu können. Und ein Eis ging auch noch! Insgesamt trotz des anfänglichen Regens ein toller Wandertag!
    Read more

  • Von Livigno nach Ernen

    September 10, 2024 in Switzerland ⋅ ☁️ 17 °C

    So, heute nun war Abreisetag in Livigno und wir mussten weiterziehen nach Ernen im Kanton Wallis (Schweiz). Nach einem letzten Blick durch die Panoramafenster unseres Zimmers auf die Berge hieß es Kofferpacken und Auto beladen. Nachdem wir unsere Rechnung bezahlt hatten, sind wir noch in den Ort gefahren, um zu tanken (Diesel 1,18 €/Liter) und um Lebensmittel einzukaufen. Denn in Ernen hatten wir diesmal eine Ferienwohnung, statt eines Hotels. Voll bepackt mit den Sachen, die wir brauchen werden, ging die Reise wieder in Richtung Süden ins Talende, um den Bernina-Pass zu überschreiten. Das Wetter war heute schon deutlich besser, somit waren auch wieder viele Wanderer unterwegs. Hier am Talende gibt es noch einige Touren, die man hätte machen können.

    Als Fahrzeit waren knapp 4:45 Stunden angesetzt, die uns quer durch die Schweiz führen sollte. An St. Moritz vorbei ging es dann in Richtung Julierpass und weiter durch unendlich viele Tunnel wieder nach Süden in Richtung Locarno. Tunnel und Brücken können sie bauen die Schweizer. Und man konnte es nicht glauben, aber uns kam ein himmelblauer Trabi-Kombi mit Dachzelt entgegen. Bei den Steigungen (bis zu 12 %) muss der Kleine aber ganz schön schnaufen.

    Am Solis-Viadukt haben wir eine kurze Rast eingelegt und dabei das imposante Bauwerk bestaunt. Fürs Foto fuhr auch noch eine Bahn drüber.

    Von hier aus ging es weiter nach Thysis und wollten dann eigentlich zum San Bernardino-Pass fahren, haben aber dann die Autobahn in Richtung Gothardttunnel genutzt. Sonst hätten wir deutlich länger gebraucht. Kurz vor dem Gothardttunnel sind wir von der Autobahn in Richtung Nufenen-Pass abgebogen. In der Nähe des Passes befindet sich die höchstgelegene Windparkanlage Europas. Direkt neben der Staumauer des Griessees befinden sich 4 riesige Windräder, es sah beeindruckend aus vor den Bergen.

    Nach vielen Bildern, die gemacht wurden, haben wir wenig später direkt an der Straße eine Steinbock-Mama mit ihrem Jungen gesehen. Da Gritti vom Sternbild Steinbock ist, war das natürlich ein Highlight. Das Auto stehengelassen, sind wir den beiden etwas gefolgt und konnten sie gut beobachten. Danach ging es weiter den vielen Haarnadelkurven folgend vom Pass wieder ins Tal.

    Bei der Ortschaft Ulrichen sind wir ins Rhone-Tal eingebogen, nun war es nicht mehr weit bis Ernen. Unerwartet warm war es, im Gegensatz zum Pass, wo wir knapp 3°C hatten, hier unten im Tal. Die Anzeige im Auto zeigte um die 23°C an.

    Unsere Ferienwohnung P36 befindet sich in der Ferienanlage Aragon, eine Ansammlung von mehreren Häusern. An der Rezeption haben wir die Schlüssel erhalten. Mit einem Kofferwagen haben ich unser Gepäck (bloß gut, dass wir einen Kombi haben) zu unserer Ferienwohnung verbracht. Die Anlage selbst darf mit Auto nicht befahren werden. Unter der Anlage gibt es aber eine Tiefgarage – perfekt gelöst. Nachdem wir angekommen sind, haben wir die Räumlichkeiten inspiziert, wir waren angenehm überrascht. Nach der langen Fahrt haben wir uns erstmal auf den Balkon gesetzt und die Aussicht ins Tal mit Abendsonnen genossen. Insgesamt war es aber eine spannende Fahrt durch die italienische und Schweizer Bergwelt.
    Read more

  • Von Ernen nach Fiesch

    September 11, 2024 in Switzerland ⋅ ☁️ 15 °C

    In diesem Jahr haben wir wenig Glück mit dem Wetter und die Wettervorhersagen ändern sich ständig. So unser Eindruck. Denn auch heute war wieder ein Wetterbericht mit dem man nicht so richtig was anfangen konnte. Es war halt alles dabei, Sonne, Regen und ein Gemisch davon.

    Also haben wir uns eine kleine Tour um die Orte Ernen und Fiesch ausgesucht, damit wir uns bei Bedarf schnell unterstellen können, falls es regnet. Zuerst wollten wir der kleinen Touri-Info im Ortskern einen Besuch abstatten, um zu hören, was man hier unbedingt unternehmen sollte. Nachdem wir mit einigen Prospekten und Informationen ausgerüstet waren, haben wir dem Orts-Bergführer, gleich nebenan, auch noch einen Besuch abgestattet. Da ich nochmal einen 4.000er besteigen möchte, brauche ich einen Bergführer. Wenn alles klappt, dann soll es am Sonntag stattfinden. Hängt alles am Wetter. Gritti wird diesmal nicht mitkommen, für sie war es in 2019 bei der Besteigung des Allalin eine tolle Erfahrung, aber dann reicht es auch, sagt sie. Naja, für mich nicht, deshalb soll es diesmal auf das 4.160 m hohe Breithorn gehen. Technisch soll es ein einfacher Gipfel sein, wir werden sehen, ob es klappt.

    Nachdem wir mit dem Bergführer alles besprochen hatten, sind wir zum Dorfkonsum weitergezogen. Ein kleiner, aber feiner Laden mit den entsprechenden schweizerischen Preisen. Dort haben wir dann auch 2 Müllbeutel erstanden, da nur diese verwendet werden dürfen. 5,20 CHF für 2 Müllbeutel – oha! Ist eben etwas anders als bei uns zu Hause. Da wir die Sachen nicht lange mit uns rumtragen wollten, sind wir die 5 min bis zu unserer FeWo wieder zurückgelaufen und haben uns für die richtige Wandertour fertiggemacht. Ich wollte auch meine neuen Wanderstiefel ausprobieren, welche für das geplante Gelände eigentlich zu schwer sind, aber dann sind sie für die schweren Touren gleich eingelaufen.

    Es ging also los wieder in Richtung Dorfkern Ernen. Es ist wirklich ein beschauliches Dorf mit vielen gut erhaltenen und auch bewohnten Holzhäusern. Einige hat man auch zu FeWo umfunktioniert. Insgesamt ein hübsches Dörfchen mit Blick ins Tal und auf die Berge gegenüber. Natürlich haben wir uns auch die Dorfkirche angeschaut, welche uns durch ihre sehr schöne Einrichtung überrascht hat.

    Weiter ging es über den Friedhof durch schmale Wege und Gassen durch den Ort. Hinter dem Ort ging es einige hundert Meter durch den Wald, um dann in Mühlebach, einem Ortsteil von Ernen, anzukommen. Dieser Teil ist genauso beschaulich anzuschauen, wie Ernen selbst. Ein richtig schön gepflegtes schweizerisches Bergdorf.
    Nachdem wir uns satt gesehen hatten, ging es weiter zur Hängebrücke Goms Bridge, die die Orte Mühlebach und Fürgangen verbindet. Sie ist 280 m lang und überspannt die Rhone-Schlucht. Das Passieren der Brücke war für Gritti eine Herausforderung, aber sie hat es geschafft. Ich habe mir Zeit gelassen und den Ausblick von der Brücke genossen, auch wenn die Brücke schon ein wenig geschwankt hat. Da es hier in der Gegend noch einige Hängebrücken gibt, ist die Freude bei Gritti groß :-).

    Nach diesem kleinen Abendteuer ging es gleich wieder ein Stück steil bergauf, um nach ein paar hundert Metern auf einer Wiese ein Plätzchen fürs Picknick zu suchen und von dort die Aussicht ins Tal zu genießen. Weiter ging es danach in Richtung des Ortes Fiesch, auch hier haben wir uns ein wenig umgeschaut. Man merkt doch, dass wir gerade in der Nebensaison Urlaub machen, es ist wenig Betrieb und man sieht nur einzelne Wanderer.
    Am Ende der „Ortsbegehung“ ging es dann wieder zurück zu unserer FeWo in Ernen. Es ging dafür die meiste Zeit bergauf und war schweißtreibend. Unterwegs haben wir noch ein paar schöne Pilze gefunden, die wir am Folgetag gleich verspeisen wollen. Trotz der kleinen Runde haben wir doch wieder über 20.000 Schritte geschafft.
    Read more

  • Sion

    September 12, 2024 in Switzerland ⋅ ☁️ 13 °C

    Auch heute war das Wetter der Ausschlag für die Entscheidung keine Wandertour zu machen, sondern mal einen Stadttag einzulegen. Da uns beim letzten Schweiz-Urlaub damals schon Sion ans Herz gelegt wurde, wir es aber nicht geschafft hatten, wollten wir ihr diesmal einen Besuch abstatten. Sion, oder auch Sitten genannt, liegt im französischsprachigem Teil der Schweiz. Dort sollte heute auch das Wetter besser sein, als in Ernen. Unsere Fahrt dorthin dauerte knapp 70 min. und führte über Brig und Visp. Je weiter wir in Richtung Westen fuhren, umso besser wurde das Wetter.

    Bei der Zufahrt nach Sion hat man die beiden markanten Hügel mit der Schlossruine Tourbillon und Basilika Valeria gesehen. In der Stadt angekommen, haben wir uns durch Google ein Parkhaus suchen lassen. Direkt an der Altstadt wurden wir fündig. Zuerst haben wir die Touristeninformation, die gleich um die Ecke war, aufgesucht, um uns einen Stadtplan zu besorgen. Zu unserem Glück sprach die Dame dort deutsch, wenn auch mit französischen Akzent. Mit dem Plan konnten wir alle Stationen der Stadt ablaufen und hatten auch noch Erklärungen dabei. Die Altstadt hat uns sehr gut gefallen, viele gepflegte Häuser, enge Gassen und versteckte Innenhöfe. Wegen der niedrigen Temperaturen (8°C) waren die Außenterrassen der Cafés nicht gut gefüllt und somit wirkte die Stadt ein wenig verschlafen.

    Nachdem wir uns die Sankt Theodoluskirche, die Liebfrauenkathedrale und den Hexenturm angeschaut hatten, ging es weiter durch die Stadt in Richtung des Château de Tourbillon und der Basilique de Valère. Gritti wollte sich nicht beide anschauen, denn dazu müsste man 2 mal einen Berg erklimmen. Na gut, bin ich also allein zum Château hochgestiefelt.

    Der Wind frischte zwischenzeitlich ganz schön auf, so dass ich mich gut dagegen stemmen musste. Oben angekommen habe ich mir die Anlage angeschaut und auch die Aussicht auf die Stadt und die gegenüberliegende Basilika genossen. Gritti hat mich von der Basilika immer wieder beobachtet, die sie schon erklommen hatte.

    Nachdem ich mich satt gesehen und wieder zu viele Bilder gemacht hatte, bin ich dann rüber auf den Nachbarhügel zur Basilika gelaufen. Dort haben wir sie uns gemeinsam angeschaut. Leider war der Altarraum nicht zugänglich, so dass man ihn nur durch eine Glasscheibe betrachten konnte. Die Kirche wirkte trotz wenigem Schmuck als prächtiges Gebäude, die hohen Säulen machten Eindruck.

    Nun ging es wieder runter zur Stadt, um uns die anderen hübschen Häuser anzuschauen. Eigentlich wollte ich mich in einem Café niederlassen, um etwas Zucker zu bekommen. Aber wir hatten schon Schwierigkeiten die Speisekarten zu lesen, unser französisch reicht nicht weit. Ein Stück Kuchen und einen Kaffee, und ich wäre glücklich gewesen. Letztendlich haben wir uns dagegen entschieden und sind in Richtung Parkhaus gelaufen. Die Fahrt aus der Stadt war dank Navi kein Problem. Je näher wir unserer Ferienwohnung kamen, umso schlechter wurde das Wetter. Die Berge hingen in den Wolken, aus denen es dort oben schneite. In der kommenden Nacht sollten es auf den Gipfeln schon um die -8°C sein.

    Als gemütlichen Ausgleich gab es Nudeln mit Speck und Pilzen, was Gritti für uns in der Küche gezaubert hat. Lecker!
    Read more

  • Belalp und Schnee

    September 13, 2024 in Switzerland ⋅ ☁️ 1 °C

    Puh, es war in der Nacht kalt geworden. 2°C standen bei uns auf dem Thermometer. Die Berge waren deutlich weiß geworden und immer noch hingen Schneewolken über den Gipfeln. Aus den Nachrichten haben wir gehört, dass einige Alpenpässe wegen des Schneefalls bereits gesperrt wurden und Autofahrer mit Sommerreifen festsaßen. Und da war auch der Nufenen-Pass dabei, den wir vor knapp 3 Tagen noch hochgefahren sind.

    Eigentlich hatten wir für heute eine lange Tour zum Aletschgletscher geplant, mit einer Gehzeit von 7 Stunden, aber mal wieder mussten wir unseren Pläne wegen des Wetters umwerfen. Die schönen Wanderwege sind weiter oben, machten aber keinen Sinn, da oben alles in den Wolken war und die Wanderwege verschneit waren. Der Winter kam hier zu früh. Um den Tag nicht ganz zu vertrödeln, sind wir dann doch nach Brig gefahren und von dort über ein paar Serpentinen zur Ortschaft Geimen. Dort haben wir unser Auto abgestellt, außer uns waren noch nicht viele Wanderer unterwegs. Geimen lag auf knapp 1.000 m, somit war hier noch kein Schnee. Unser Blick zum Himmel war trotzdem sorgenvoll, denn wir wollten noch höher hinaus, auf knapp 2.100 m.

    Also los, was soll’s – dachten wir. Wir wollten das beste daraus machen. Nicht weit vom Parkplatz haben wir einen hübschen Wasserfall entdeckt. Von dort ging es dann weiter bergauf zur Ortschaft Blatten. Der alte Ortskern war so schön angelegt, dass wir uns dort ein Weile aufgehalten haben. Lauter alte Holzhäuser, die auch alle noch bewohnt waren. Nicht weit davon war die Seilbahnstation zur Belalp. Bevor wir das Ticket gezogen hatten (22 CHF pro Person) haben wir die Dame an der Kasse erstmal gefragt, ob sich die Auffahrt lohnt. Denn wir wollte nicht nur im Nebel stehen und nix sehen für so viel Geld. Sie hat uns Hoffnung gemacht und sind somit in 4 min nach oben gefahren. Die Aussicht aus der Gondel war schon toll. Oben angekommen, habe ich meine zweite Jacke wieder angezogen, auch Mütze und Handschuhe wurde rausgekramt. Nun standen wir an einem Freitag, den 13. im Schnee. Und entsprechend kalt war es! Die Wolken hingen tief, geradeso über unseren Köpfen. Dadurch konnte man noch gut ins Tal schauen. Das war dann auch die Hoffnung, dass wir den Aletschgletscher sehen können. Also sind wir durch den Schnee losgezogen, zum Hotel Belalp. Der Weg dorthin hat knapp 30 min. gedauert. Eigentlich wollten wir dort einkehren, da man von dort auch direkten Blick zum Aletschgletscher hat. Allerdings fand dort heute eine Hochzeit statt, somit geschlossene Gesellschaft. Wir haben uns aber schon gefragt, wer denn am Freitag, den 13. heiratet.

    Am Hotel angekommen, sind wir sofort zum Aussichtspunkt gestürmt, da die Wolken auch immer tiefer kamen und es wieder anfing zu schneien. Ja, wir haben ihn gesehen, aber die getrübte Sicht hat den Blick doch etwas verdorben. Trotzdem haben wir ein paar Fotos gemacht und sind danach in die kleine Kapelle gegangen, die gleich neben dem Aussichtspunkt auf einer Anhöhe stand.

    Eigentlich hatten wir vor, eine große Runde zur Gletscherzunge zu machen, aber wegen der verschneiten Wanderwege haben wir das Vorhaben verworfen. Von der Kapelle konnten wir aber sehen, dass 2 ältere Damen mit Hund die Tour begonnen haben. Sie verschwanden dann irgendwann im Nebel. Nach einiger Zeit konnte ich sie weiter unten am Hang auf dem Wanderweg entdecken. Am liebsten wäre ich auch losgelaufen, denn was die können, kann ich auch. Aber Gritti hat mich überzeugt, es doch sein zu lassen. Also sind wir dann ganz gemütlich zurückgelaufen und haben in dem kleinen Lokal neben der Seilbahn unseren ersten Glühwein der Saison getrunken. War lecker und wärmte gut auf.

    Danach ging es mit der Seilbahn wieder bergab, hier im Örtchen Blatten auf 1.300 m war es deutlich angenehmer und das Wetter besser. Langsam haben wir uns dann auf den Rückweg zum Auto gemacht. Unterwegs kamen wir an einer Schafherde vorbei, die wir mit Määäh-Rufen anlocken wollten. Und tatsächlich kamen die Viecher angerannt. Wer weiß, was die mit unseren Rufen verstanden haben…

    Über Brig ging es dann wieder zurück zu unserer FeWo, wo wir dann erstmal die Sauna genutzt haben, die bei uns eingebaut war. Das tat gut, so was hätten wir auch gern zu Hause. Wichtiger: hoffentlich wird das Wetter auf den Bergen bald besser.
    Read more

  • Binn-Tal

    September 14, 2024 in Switzerland ⋅ ☁️ 3 °C

    Wow, wir konnten heute endlich mal wieder die Bergspitzen erkennen, nachdem wir aus dem Fenster geschaut haben. Das Wetter hatte sich über Nacht endlich zum besseren entwickelt. Es war zwar bitter kalt, aber es gab wenigstens keinen Regen.

    Auf dem kleinen Dorfplatz von Ernen hatten wir vor einigen Tagen einen Aushang entdeckt, dass am 14.09. ein Almabtrieb im Binn-Tal stattfinden sollten. Um 10 Uhr sollte es losgehen, danach noch was essen und trinken zusammen mit der Dorfjugend und für die, die sich dafür hielten. Das Binn-Tal war das Nachbartal und endete am Talende an einer über 3.000 m hohen Wand von schroffen Gipfeln. Wir sind also mit dem Auto über eine sehr schmale Straße entlang der Felswand nach Giesse gefahren, dem vorletzten kleinem Weiler (ca. 10 Häuser) vor dem Talende. An der Dorfkirche haben wir einen Parkplatz gefunden und sind dann noch die Straße entlang nach Fäld gelaufen. Dort sollten die Kühe von den höher gelegenen Weiden durchgeführt werden. Am beschaulichen Örtchen wurden wir mit dem Schild begrüßt am schönsten kleinen Dorfplatz der Schweiz zu sein. Er war wirklich sehr hübsch, mit kleiner Kirche, Lokal und einem Krämerladen. Es war fast schon kitschig.

    So gegen halb elf kamen dann die ersten bunt geschmückten Kühe entlang der Wege von den Almen zur Straße nach Fäld. Wir hatten uns jeder einen guten Platz zum Zuschauen und Fotos machen gesucht. Mit lauten Gebimmel kamen die Rindviecher durchs Dorf gelaufen, vornweg und hinterher die Besitzer. Es hatten sich viele Dorfbewohner eingefunden und auch einige Touristen. Nach der ersten Runde dachten wir das war es, aber es kam dann noch eine größere, diesmal nicht so festlich geschmückte Herde hinterher. Nur einige Kühe waren geschmückt, nach unserem Geschmack die schönsten. Das eine oder andere Mal musste ich einen Satz zurück machen, um nicht umgerannt zu werden.

    Danach sind wir einen kleinen Höhenweg, oberhalb der Ortschaften zurück nach Giesse gefahren, wo auch unser Auto stand. Dort war die Wiese, wo die Kühe gesammelt und mit Auto ins Tal in den Stall abtransportiert wurden. Jeder Milchbauer hat seine Kühe, manchmal unter Protest, von der Weide zum Transporter geführt. Gritti ist eine sehr widerspenstige Kuh mit einem großem „G“ auf dem Hinterteil aufgefallen. Wir haben sie beide Grit genannt…

    Wir sind dann noch zum Dorfplatz gegangen, um zu schauen, was da los war. Hier wurde Käse verkauft und man konnte was zu essen erwerben. Auch wurde Käsefondue gemacht. Ich habe versucht die Gespräche zu belauschen, aber ich habe so gut wie nichts verstanden. Der Dialekt im Wallis ist sehr schwer zu verstehen. Nachdem wir vom Gebimmel der Kühe genug hatten, wollten wir noch eine geplante Wanderung tief ins Binn-Tal machen. Es sollte uns zum Mässer-See führen. Von dort führte auch über den Gebirgskamm ein Passweg nach Italien. Wir wollten diesmal nur bis zum Mässer-See. Der Weg führte anfangs durch dichten Wald, entlang eines laut rauschenden Gebirgsbachs steil hinauf, so dass wir gleich am Anfang ganz schön geschnauft haben. Unterwegs haben wir jede Menge Pilze gesehen, auch die von Gritti geliebten Blutreizker. Aber wir konnten sie nicht mitnehmen, es war ja noch der Tour-Anfang.

    Irgendwann hatten wir die Baumgrenze erreicht, so dass wir einen besseren Blick auf der Berge hatten. Die Sonne schien und die an der Vortagen beschneiten Berge leuchteten. Ein malerisches Bild. Nach einer Picknickpause sind wir den Weg weiter bergauf gefolgt, nach knapp 2 Stunden hatten wir den Männer-See erreicht, einem kleinem See, indem man nur im nördlichen Teil baden durfte – stand so auf einem Schild. Bei dem Gedanken wurde mir kalt. Im anderen Teil wuchsen seltene Pflanzen, deshalb war der Bereich geschützt. Unser Weg sollte weiterführen bis ans Ende des Tal, um abwärts an einem Gletscherbach wieder zum Ausgangsort zu führen. Kurz vorher habe ich 2 Wanderer befragt, die uns entgegen kamen, ob der Weg gut sei, schließlich hatte es ja geschneit. Er war ok, sie selbst waren seit 8 Uhr unterwegs, von Italien kommend, mussten also über die Scharte am Pass. Respekt – dachte ich. War so ähnlich wie meine Alpenüberquerung. Nachdem wir am Ende des Tals angekommen waren, haben wir beide gedacht, dass es ein Lost Valley (zu deutsch: verlorenes Tal) sei. Umgeben von schroffen Gipfeln, die beschneit waren, einem tosenden Gletscherbach und sonst nichts. Es war, abgesehen vom Rauschen des Bachs, nichts zu hören. Man fühlte sich in dem Moment richtig verloren. Beeindruckend und beängstigend, aber trotzdem schön. Hier sollte man wirklich nicht verloren gehen.

    Weiter ging es also zurück nach Fäld. Bergab ging es wieder durch dichten Wald. Auf dem Weg waren wir völlig allein. An einer Berghütte vorbeikommend, die tatsächlich bewohnt war, ging es weiter ins Tal. Zur Hütte führte keine Straße, nur ein schmaler Waldweg. Das muss man mögen, hier zu wohnen. Ich selbst würde das gerne mal für 2 bis 3 Nächte ausprobieren. Totale Einsamkeit – aber der Mobilfunkempfang hatte hier im Nirgendwo vollen Ausschlag. Auch das können die Schweizer besser als wir!

    Nach knapp 5 Stunden sind wir wieder im bewohnten Tal am Weiler Figgerscha (ja, der heißt wirklich so) angekommen. Am Dorfplatz in Giesse waren nur noch vereinzelte Menschen zu sehen, die sich die letzten Biere aufgeteilt haben. Da die Abendsonne schien, waren die letzten Meter bis zum Auto richtig angenehm, die kleinen Weiler an den Hängen wurden in einem idyllischem Licht getaucht. Es war einfach nur schön die Gegend auf sich wirken zu lassen.
    Read more

  • Der große Aletschgletscher

    September 15, 2024 in Switzerland ⋅ ☀️ 8 °C

    Es war Sonntag und es sollte Kaiserwetter werden. Früh aus dem Fenster geschaut und keine Wolke am Himmel. Perfekt, um eine Tour zum Aletschgletscher zu machen, den den wollte ich schon immer mal selbst sehen. Ist immerhin der größte Gletscher der Alpen – noch. Eigentlich wollte ich bei dem Wetter meinen Ausflug zu einem 4.000er Gipfel machen, aber nach Rücksprache mit dem Bergführer haben wir das verschoben, weil wegen des Neuschnees der vergangen Tage die Lawinengefahr zu groß war.

    Also haben wir umgeplant und eine schöne Tour rausgesucht. Es sollte zuerst mit der Seilbahn auf die Bergstation Bettmerhorn auf 2.647 m gehen, um von dort das 2.858 m hohe Bettmerhorn zu besteigen. Danach sollte es über den UNESCO-Höhenweg auf dem Bergrücken zur Seilbahnstation Eggishorn (2.869 m) gehen. Und zum Schluss wollten wir noch das Eggishorn (2.926 m) selbst hinaufsteigen, da man dort den besten Blick auf den Aletschgletscher haben sollte.

    Wir sind also mit dem Auto nach Fiesch zur Bahnstation gefahren und haben uns für je 130 CHF ein Vier-Tagesticket geholt, um damit mit fast allen Seilbahnen, Bussen und Zügen im Tal fahren zu können. War somit deutlich günstiger, als alles einzeln zu zahlen. Um 10:29 Uhr sollte der Zug fahren und man sagt der Schweizer Bahn Pünktlichkeit voraus. Hmm, Pustekuchen! Erst kam sie knapp 10 Minuten zu spät im Bahnhof an, um dann weitere 10 min. damit zu verbringen ein technisches Problem zu beheben. Der Glanz war also erstmal weg. Na gut, irgendwann ging es dann weiter, um an der Station Betten Talstation gleich in die Seilbahn umzusteigen.

    Die Fahrt hinauf war schon beeindruckend, da wir heute wegen des guten Wetters die Berge um uns herum mal in voller Schönheit sehen konnten. Oben angekommen haben wir vom Aussichtspunkt einen Blick auf den Aletschgletscher geworfen. Wow, was für ein Anblick! Neben dem Aussichtspunkt sind einige Touristen trotz Verbotsschilder über die Absperrung geklettert, um „noch“ bessere Fotos machen zu können. Junge Mädels mit wehendem Haar und „Duck-Face„, um für Instagram oder TikTok sich selbst zu inszenieren. Nun gut…

    Vor uns stand nun der Aufstieg zum Bettmerhorn, das Gipfelkreuz war schon zu sehen. Der Aufstieg war steil und kräftezerrend. Nach kurzer Kontrolle in meiner Wander-App auf dem Handy mussten wir feststellen, dass es ein T4-Weg war, also ein sehr hochalpiner Weg mit ausgesetzten Stellen. Es ging über „Hühnerleitern“ und Seilsicherungen nach oben, die Stufen waren teilweise nicht vorhanden. Nachdem wir das Gipfelkreuz erreicht hatten, musste überlegt werden wie es weitergeht. Denn der UNESCO-Höhenweg sollte sich als sehr schwieriger Weg erweisen. Ich bin knapp 300 m vorgegangen, um die Lage zu sondieren. Für Gritti war das nichts, der Weg war zu schwierig. Wir haben uns deshalb entschlossen wieder abzusteigen, damit ich Gritti nach unten bringen konnte. Und wir haben uns geeinigt, dass ich wieder aufsteige und den Weg allein mache. Gritti ist ins Tal gefahren und mit der Bahn zur nächsten Seilbahn gefahren, damit wir uns dort auf der Bergstation Eggishorn wieder treffen.

    Es war auch gut, dass wir so entschieden haben, denn der Weg war wirklich sehr schwierig. Man musste über viel Geröll gehen, Trittleitern hinabklettern und an Seilsicherungen sich gut festhalten. Trotz der Sicherungen benötigte man alpine Erfahrung, sowie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Für mich war der Weg eine Herausforderung, aber die brauche ich ja. Ich war während der knapp 2,5 Stunden völlig allein, hatte dafür aber einen grandiosen Blick auf den Aletschgletscher. Da hat sich die Mühe gelohnt. Nachdem ich die Elsenlücke (2.722 m), einem schmalen Grat, gequert hatte, war der Weg fast schon einfach. Allerdings ging es wieder bergauf. Ich musste Tempo machen, da die letzte Seilbahn gegen 16:55 Uhr ins Tal fährt. Nachdem ich mir fast die Lunge aus der Brust gekeucht habe, habe ich knapp 1 Stunde vor der letzten Seilbahn die Station erreicht. Aber ich wollte ja noch das Eggishorn mitnehmen, ich kann doch nicht am Gipfel vorbeigehen. Aber eine Stunde war dann doch zu knapp. Gritti hatte mir zwischenzeitlich eine Nachricht geschickt, dass sie gleich oben ankommen würde und wir gemeinsam den Blick auf den Aletschgletscher genießen könnten. Als sie angekommen war, wurde kurz beraten wie weiter. Wir haben uns für den gemeinsamen Aufstieg zum Gipfel entschieden. Den Weg ins Tal wollten wir dann noch zu Fuß machen, zumindest bis zur Zwischenstation, denn von dort fuhr die Seilbahn bis 21:30 Uhr.

    Nach knapp 30 min. waren wir auf dem Gipfel und hatten das komplette 360°-Panorama der Gipfel um uns herum und den Aletschgletscher. Das Matterhorn konnten wir sehen und auch das Allalinhorn, den 4.000er Gipfel, welchen wir beide in 2019 bestiegen hatten. Da die letzte Seilbahn also weg war, konnten wir uns Zeit lassen beim Abstieg. Die Sonne wärmte auch noch gut. Wir waren nicht die letzten am Gipfel, nach uns kam noch eine französische Familie mit kleinem Kind (5). Als wir unten an der Seilbahnstation angekommen waren, haben wir erstmal ein Picknick auf einer Aussichtsterrasse eines Restaurants gemacht. Nun waren wir hier oben allein, alles war zu. Die vielen Chinesen, die vorher hier zu sehen waren, sind wahrscheinlich alle wieder im Tal gewesen. Viele sind mit Masken rumgelaufen, an der frischen Luft…!? Hoffentlich kommt nicht die nächste Pandemie.

    Nun hieß es zur Mittelstation abzusteigen. Laut Plan war dafür eine Stunde vorgesehen. Der erste Teil des Weges war etwas schwieriger, dann wurden die Wege breiter. Die französische Familie war etwas überrascht, dass die Seilbahn nicht mehr fuhr und nun alles zu war. Mit kleinem Kind nicht ganz einfach. Wir konnten Ihnen auf englisch den Weg weisen, damit sie wieder ins Tal kommen.

    An der Mittelstation der Seilbahn angekommen, in Fiescheralp (2.212 m), mussten wir knapp 20 min. warten, bis die nächste Seilbahn ins Tal fuhr. Denn ab 17 Uhr fuhr sie nur noch alle halbe Stunde. Gegen 19:45 Uhr sind wir wieder im Tal angekommen. Nachdem uns Gritti noch was leckeres gezaubert hat und ich den Abwasch gemacht habe, konnten wir unsere Beine hochlegen und sagen: was für ein schöner Tag.
    Read more

  • Oberer Aletschweg

    September 16, 2024 in Switzerland ⋅ ☁️ 8 °C

    Eigentlich war der Plan heute ganz anders, denn ich wollte mit meinem gebuchtem Bergführer das Breithorn bei Zermatt besteigen. Um 6 Uhr haben wir uns auch am Dorfplatz getroffen. Da war er schon nicht sicher, ob es klappen könnte, da sich Bewölkung am Gipfel angesagt hatte. Wir sind dann trotzdem nach Zermatt gefahren, um zu schauen, ob dort das Wetter doch anders wäre. Nach langem Überlegen haben wir es abgeblasen, so dass ich kurz vor 9 Uhr wieder bei Gritti war, die mich mit großen Augen angeschaut hat. Überraschung! Gritti wollte heute mal etwas ruhiger machen, aber nun war ich wieder da und die Sonne lachte am Himmel. Wäre doch schade nur in der Bude zu hocken.

    Also überlegt, was wir machen. Der Obere Aletschweg sollte ganz gut sein und es sollte auch mehr eine Genusswanderung sein. Mir war das auch recht, da mir die Kletterei von gestern noch in den Knochen hing. Zuerst ging es mit dem Auto nach Fiesch zur Bahnstation.

    In Mörel sind wir vom Zug in die Seilbahn umgestiegen, um dann in Moosfluh auf 2.333 m anzukommen. Auch hier hatte man einen guten Blick auf den Aletschgletscher, nur etwas weiter am Ende. Die Wolken waren heute auch etwas dekorativer. Nach ein paar Minuten ging es knapp 10 min nach Biel, was eigentlich nur eine Weggabelung war. Von dort sind wir auf den Oberen Aletschweg abgebogen und hatten die meiste Zeit den Gletscher im Blick. Später konnten wir dann auch das Gletschertor sehen. Sah von hier oben nicht so groß aus, soll aber schon mächtig sein. Die gegenüberliegenden Berge mit ihren schroffen Gipfeln, dem Schnee und den Gletscherbächen sahen beeindruckend aus.

    Auf unserem Weg begleiteten uns immer wieder Tannenhäher. Fast wurde ich auch von einem Tannenzapfen getroffen, den einer dieser Vögel aus dem Schnabel fallen ließ. Der Weg ging weiter an der Gletscherwand entlang und führte in den sogenannten Aletschwald, welcher aus Arven bestand. Ich gebe zu, von diesen Bäumen noch nie was gehört zu haben. Reisen bildet eben! Kurze Zeit später haben wir 3 Gämsen gesehen, die sehr elegant den Hang hinabgesprungen sind. Auf dem Weg begegnete uns nur ein weiterer Wanderer, ansonsten waren wir wieder allein unterwegs.

    Irgendwann sind wir an der Riederfurka angekommen, einem kleinem Ort mit ein paar Restaurants. Um diese Jahreszeit war aber nicht viel los, die Skisaison steht aber bereits in den Startlöchern. Nachdem wir einige Bilder von der hübschen Villa Cassel gemacht haben, sind wir weitergezogen, da es nun bereits etwas ungemütlich wurde. Die Wolken krochen über die Hänge und verdeckten nun die Sonne. Damit wurde es gleich deutlich kühler. Knapp 30 min. später sind wir im kleinen Örtchen Riederalp angekommen. Von hier ging es mit der Seilbahn wieder hinab nach Mörel, um dann mit der Bahn weiter nach Fiesch zu fahren, wo unser Auto stand.

    Auch heute konnten wir sagen, dass es eine schöne Wanderung war. Und diesmal auch nicht so anstrengend.
    Read more

  • Von der Riederalp zur Fiescheralp

    September 17, 2024 in Switzerland ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute wollten wir eine sanfte Wanderrunde machen, schließlich neigt sich der Urlaub dem Ende und dann müssen die Knochen für den Arbeitsalltag wieder gepflegt werden. Das Wetter passte auch ganz gut, ein Sonne-Wolken-Mix.

    Mit der Bahn sind wir von Fiesch nach Bitsch gefahren – über den Ortsnamen muss ich mich immer wieder amüsieren. Dort gibt es noch eine Hängebrücke, deutlich kleiner, als die bei unserem Ferienort, aber trotzdem. Vom Bahnhof snd wir also durch eine Wohnsiedlung gelaufen, kure Zeit später sind wir an der Hängebrücke angekommen. Gritti hat wieder allen Mut zusammengenommen und ist rübergelaufen. Na, geht doch! Die Hängebrücke war über eine kleine Staumauer eines noch kleineren Kraftwerks gespannt.

    Von dort konnte man auch noch eine Hängebrücke, etwas oberhalb der Schlucht, entdecken. Na da wollen wir doch auch rüberlaufen. In den Wanderkarten war diese Brücke allerdings noch nicht eingezeichnet. Nachdem wir uns den Hang hinaufgearbeitet hatten und dann an der „neuen“ Brücke angekommen waren, mussten wir feststellen, dass die Brücke noch im Bau war und somit noch gesperrt. Schade aber auch, denn die Aussicht in die Schlucht wäre bestimmt spannend gewesen. Also sind wir wieder abgestiegen, Gritti musste über die erste Brücke nochmal rüberlaufen. Zurück ging es zum Bahnhof von Bitsch und sind eine Station, nach Mörel, zurückgefahren. Dort sind wir in die Seilbahn nach Riederalp eingestiegen und hochgefahren. Oben angekommen, konnten wir uns den Ort in Ruhe anschauen. Die Sonne schien und da machte das Schlendern Spaß. Aber eigentlich wollten wir wandern… Deshalb sind wir dann irgendwann auf einen Wanderweg abgebogen, die ersten 30 min. waren wieder mal kräftezehrend, da es steil bergauf ging. Dafür hatte man dann aber auch gute Aussichten, als wir oben angekommen waren. Über uns flogen ständig Düsenjäger der Schweizer Luftwaffe hin und her. War richtig ungewohnt, so was mal wieder zu sehen, das kannte man ja noch aus DDR-Zeiten. Uns haben sie nicht gestört, man schaute ihnen eher hinterher.

    Nach knapp 1 Stunde sind wir in Bettmeralp angekommen und haben beschlossen in ein Restaurant einzukehren und von der Sonnenterrasse ins Tal zu schauen. Haben wir dann auch gemacht. Für mich gab es endlich Apfelstrudel mit Vanilleeis! Nach dieser Pause ging es weiter zur Sesselliftstation „Wurzenboard“, die uns auf knapp 2.220 m bringen sollte. Von dort sind wir zur Fiescheralp hinabgewandert. Hier haben wir ein letzten Mal die Aussicht ins Tal genossen und uns auch nochmal die Gipfel angeschaut, die wir schon bestiegen haben. Dann ging es mit der Seilbahn von der Fiescheralp nach Fiesch hinab, wo wir unser Auto geparkt hatten.

    Da wir aber noch Zeit hatten, sind wir mit dem Zug eine Station weitergefahren, nach Fürgangen. Denn die Bahnstrecke von Fiesch nach Fürgangen schlängelt sich an der Felswand hinauf und das wollten wir im Zug erleben. Hat sich auch gelohnt. In Fürgangen hatten wir nun knapp 45 min. Zeit, bis der Zug zurück nach Fiesch kommen wird. Eine gute Gelegenheit mit Gritti nochmal die 280 m lange Hängebrücke zu queren.
    Es ging also zurück zum Bahnhof, um nach Fiesch zu fahren. In der FeWo angekommen konnten wir uns auf den Balkon setzen und mit einer Weinschorle die Abendsonne genießen, mit Blick zum Bergpanorama. Was will man mehr?
    Read more

  • Breithorn – mein zweiter 4.000er

    September 18, 2024 in Switzerland ⋅ ⛅ -2 °C

    Gestern Nachmittag kam der Anruf vom Bergführer, dass es morgen Vormittag ganz gut mit dem Wetter aussieht, um die Besteigung des Breithorn (4.164 m) durchführen zu können. Also haben wir uns um 6 Uhr auf dem Dorfplatz in Ernen verabredet, was bedeutet um 5:15 Uhr aufzustehen.
    Und tatsächlich war an diesem Morgen sternenklarer Himmel mit Vollmond. Bis Täsch, einem Vorort von Zermatt, sind wir mit dem Auto gefahren, danach hieß es in die Bahn umsteigen, da Zermatt autofrei ist. Vom Bahnhof sind wir dann durch Zermatt´s Ladenstraße bis zum Ende des Tals gelaufen. Nachdem ich die Tickets für die Seilbahn zum Matterhorn Glacier Paradise auf 3.883 m gekauft hatte, haben wir uns in die Schlange der Skifahrer eingereiht. Die Bergstation ist die höchstgelegene Bergstation einer Seilbahn in den Alpen. Die Sitze der Seilbahn waren auch geheizt.

    Oben angekommen, haben wir uns für den Aufstieg fertiggemacht. Klettergurt anlegen, Mütze, Handschuhe aufsetzen und Sicherungsseile fertigmachen. Neben uns Beiden waren noch 2 weitere Seilschaften, bestehend aus jeweils einem Bergführer und 4 Touristen, mit den Vorbereitungen beschäftigt. Los ging es im Gänsemarsch über den Gletscher in Richtung Gipfel. Es waren ja insgesamt nur 300 Höhenmeter zu schaffen, aber der schnelle Aufstieg mit der Seilbahn in die dünne Luft war nicht ohne. Langsam, Schritt für Schritt, sind wir also über die riesige Eis- und Schneefläche gelaufen, mein Bergführer vor mir, ich mit einem Seil mit ihm verbunden, hinter ihm. Ab und zu haben wir eine Pause eingelegt, um die Landschaft zu genießen und um uns an die Höhenluft zu gewöhnen. Nach knapp einer Stunde wurde dann die Steigung des Gletschers immer steiler (35°), so dass wir die Steigeisen anlegen mussten. Damit ging es dann auch leichter, man hatte mehr Grip. An den Vortagen hatte es ordentlich geschneit, so dass der Gletscher wie ein riesiger weißer Teppich aussah, den noch niemand betreten hat.
    Nach weiteren 90 min. haben wir den Gipfel gegen 12 Uhr erreicht, die letzten Meter gingen über einen schmalen Grat zum höchsten Punkt. Leider hat der Gipfel kein Gipfelkreuz, der Schnee würde es immer wieder verdecken. Glücklich und zufrieden, dass ich es geschafft habe, genoss ich die Aussicht auf die Berge. Das Matterhorn stand fast unmittelbar neben uns. Juchhu, dachte ich – es hat tatsächlich noch geklappt mit meinem zweiten 4.000er. Der erste (Allalin) wurde in 2019 mit Gritti zusammen bestiegen.

    Nach ein paar Minuten und einigen Fotos ging es den gleichen Weg wieder zurück. Der Wind hier oben war auch eisig, wir wollten nicht auskühlen. Nun bin ich vor dem Bergführer gelaufen und er hinter mir. Es zogen zwischenzeitlich mehr Wolken auf, die Nachbargipfel im Osten waren fast alle schon verdeckt. Als wir auf ca. 4.000 m waren, wurde der Weg vor uns zeitweise in Wolkennebel gehüllt. Wenn alles weiß ist, dann sieht man nichts mehr. Hier kann man ganz schnell die Orientierung verlieren. Aber mein Bergführer wusste wo es langgeht. Uns kamen tatsächlich auch noch Leute entgegen, die auf den Gipfel wollten. Sie waren aber deutlich zu spät und schlecht ausgerüstet, manche hatten nur Straßenturnschuhe an, ohne Steigeisen! Na ja, man muss das Schicksal nicht herausfordern.

    Wenig später hatten wir die steilen Passagen geschafft und konnten nun die Steigeisen wieder ablegen. Der Rest des Weges ging es am langen Seil zurück zur Seilbahnstation, die uns anschließend ins Tal brachte. Bei der Abfahrt hatte ich nochmal einen Blick auf das Breithorn, dessen Gipfel nun vollständig in Wolken gehüllt war. Wir hatten Glück mit dem Wetter.
    Zurück ging es auf gleichem Wege nach Ernen, wie wir gekommen sind. Gritti war froh, dass ich wieder heile da war und ich bin froh, dass sie versteht, dass mich der Berg ruft.

    Nun noch ein dritter 4.000er – mal schauen wann und welcher…Mein Ziel: der 4.546 m hohe Dom, auch im Wallis in der Schweiz.
    Read more

  • Tschüss Schweiz

    September 19, 2024 in Switzerland ⋅ ☀️ 14 °C

    Alles hat ein Ende, auch der Urlaub. Also hieß es nun Koffer packen, die FeWo besenrein machen und das Auto bestücken. Unsere letzten Schweizer Franken haben wir an der Tankstelle umgesetzt, der Liter Diesel 1,84 CHF = 1,93 €. Mit den 18 Litern, die ich getankt hatte, komme ich bis Deutschland, hatte ich ausgerechnet. Dort kann ich dann wieder volltanken.
    Nachdem alles verstaut war ein allerletzter Blick vom Balkon ins Tal und zu den Bergen. Trotz des Wetters: es war schön gewesen! Die Schweiz gefällt uns nun schon zum zweiten Mal sehr gut. Wir kommen bestimmt wieder.

    Nun ging es in Richtung Nordosten zum Ende des Rhone-Tals. Dort sind wir mit dem Autozug Furka durch den Berg nach Andermatt gefahren. Damit sind wir den Furkapass umfahren. Den Zug davor haben wir um 10 min. verpasst, so dass wir auf den nächsten 45 min. warten mussten.

    Weiter ging es über eine kurvenreiche Strecke vorbei am Vierwaldstätter See in Richtung St. Gallen, bis wir an Liechtenstein vorbeigefahren sind. Am Grenzübergang nach Österreich fiel uns ein, dass wir noch keine Mautplakette hatten. Bloß gut, dass Gritti daran gedacht hat. Bin dann auf einen Parkplatz gefahren und habe per Handy-App eine Tagesvignette gekauft.

    Unser Tagesziel ist heute Titting, ein kleiner Ort bei Nürnberg, wo wir noch 2 Zwischenübernachtungen haben. Samstag geht es dann zurück in den Alltag…
    Read more

    Trip end
    September 19, 2024