TXL
December 26, 2018 in Germany ⋅ 🌫 5 °C
Ganz pünktlich haben wir uns am Morgen von einem Taxi nach Tegel fahren lassen. Das Einchecken ging recht flott, Gritti hat ja immer Angst den Flieger zu verpassen. Na ja in Frankfurt haben ja gestern einige tausend Paxe ihren Flieger verpasst, weil die Security zu langsam oder unterbesetzt war. Nach kurzem, teuren Frühstück durch den Sicherheitscheck und noch knapp 60 Minuten aufs Flugfeld gucken. Kein Flieger da, aber interessant waren die Bodenmarkierungen auf dem Rollfeld. TU154 und BAC 1-11? Fliegt sowas noch in Europa?
Der Flug von Berlin nach Frankfurt hatte etwas Verspätung, aber der Pilot hat Gas gegeben, so dass wir etwas Verspätung abgebaut hatten. Es war für uns aber nicht dramatisch, da wir genügend Zeitpuffer für den Anschlussflug nach Cancun hatten. Nach dem Check-in haben wir erst einmal eine gefühlte Stunde eine Flughafenrundfahrt über den Flughafen Frankfurt gemacht, ehe wir an einer Außenabstellposition mit dem Bus ankamen. Condor zählt halt auch zu den Billigfliegern, seitdem sie nichts mehr mit der Lufthansa zu tun hat. Und Passagieren von Billigfliegern lässt man es schon spüren. Na ja, der Flieger – ein Airbus A 330 – war schnell bestiegen und wir hatten sogar Plätze zusammen. Da hatten wir gepockert, weil wir uns 140 € für die Sitzplatzreservierung sparen wollten. Gritti hatte sogar einen Fensterplatz. Dafür war mein Entertainprogramm kaputt, so dass wir dann zusammen auf Grittis Bildschirm einen Horror- und einen Actionfilm geschaut haben. Ansonsten hat man doch gespürt, dass es eben ein Billigflieger war, da selbst beim Essen keine Auswahl mehr möglich war und Alkohol sowieso bezahlt werden musste.
Der 11-stündige Flug hat sich diesmal hingezogen, ich bin dafür das man an der Erfindung des Beamens weiterarbeitet. Auf dem Flug hat uns die Nacht eingeholt, so dass wir im Dunkeln gegen 20 Uhr Ortszeit gelandet sind. Zu Hause war es da schon 2 Uhr in der Nacht. Dementsprechend müde waren wir. Bloß gut, dass unser Hotel nur 15 Minuten vom Flughafen entfernt war. Kurz eingecheckt und ab ins Bett, bevor wir um 5:15 Uhr wieder aufstehen mussten, da dann die Rundreise begann.Read more
Cancun-Ek Balam-Rio Lagartos-Vallodolid
December 27, 2018 in Mexico ⋅ 🌧 27 °C
Der erste Tag der Rundreise startete von Cancun. Andreas, unser Reiseführer, ein Österreicher mit holländischem Akzent, begrüßte uns freundlich im Hotel. Unser Minibus wartete schon vor der Tür, in welchem schon 6 weitere Urlauber auf uns warteten. Somit war die Gruppe mit 8 Personen in einer angenehmen Größe. 2 Paare kamen aus Deutschland und eines aus Österreich. Wir waren uns gleich sympathisch, so dass die kommenden 4 Tage bestimmt gut laufen würden.
Zuerst ging es zur Maya-Stätte Ek Balam, wo wir schon einen ersten Eindruck über die versunkene Kultur erfahren konnten. Nach einer knapp 90 minütigen Fahrt durch dicht bewaldetes Flachland kamen wir fast als erste dort an, was von Vorteil ist, da man dann nicht in den ganzen Touristen stehen muss und ständig jemand durchs Bild läuft. Bei knapp 26 Grad hat uns Andreas dann die Anlage erläutert. Beeindruckend ist es schon was die Mayas damals gebaut hatten und von den Spaniern dann oft zustört wurde. Natürlich durften wir auch eine der Pyramiden besteigen, auch wenn es eigentlich keine Pyramiden sind, da die Spitze fehlt, so wurde uns erklärt. Es handelt sich um Tempel, in derem Innern auch die verstorbenen Herrscher begraben wurden. Nachdem wir sehr steilen Stufen hinaufgekraxelt sind und die obligatorischen Fotos gemacht haben ging es zurück zum Bus.
Danach ging es dann weiter in Richtung Nordküste nach Rio Lagartos, einem kleinen Fischerort, von wo aus wir einen Bootsausflug in die Magrovenwälder unternommen haben. Angeblich sollten wir viele Wasservögel sehen, nun ja uns war klar, dass um die Mittagszeit die „Ausbeute“ bescheiden ausfallen wird. Ein paar Reiher und Pelikane waren tatsächlich zu sehen und sogar einige Flamingos, aber richtig gelohnt hat sich die Tour nicht. Aber dafür haben wir sogar ein Krokodil, oder besser Alligator ? gesehen. Bei den Flamingos war einen flache Lagune und einige Leute haben sich den Schlamm auf die Haut geschmiert in der Hoffnung auf schöne Haut. Für uns sahen die Leute wie Gespenster aus. Ob das Hautbild verbessert wurde kann nicht bestätigt oder dementiert werden.
Nach einem rustikalen Mittagessen ging es dann auf direktem Weg (ca. 90 Autominuten) nach Vallodolid, wo wir auch übernachtet haben. Das Hotel lag mitten in der Stadt, nicht weit vom Marktplatz entfernt. Unsere Achterrunde hatte sich entschlossen im Hotel zu essen, allerdings hatte ein Stromausfall die ganze Sache etwas schwierig gemacht. Der Kurzschluss in einem Transformator hatte den ganzen Straßenzug ins dunkle gelegt. Bloß gut, dass wir vor dem Stromausfall noch geduscht hatten, sonst hätten wir die Seife ertasten müssen. Da mit Gas gekocht wurde haben wir tatsächlich ein leckeres Essen bekommen, und das bei Kerzenschein. Wegen des frühen Aufstehens und des Jetlegs sind wir bald schlafen gegangen.Read more
Chichén Itzá
December 28, 2018 in Mexico ⋅ ☁️ 32 °C
Nach einer unruhigen Nacht im Hotel in Valladolid (eine große Reisegruppe Mexikaner hat die Nacht zum Tag gemacht) ging es gleich zur Maya-Stätte von Chichén Itzá. Da dies eine der am meisten besuchten Highlights ist war es gut, dass wir gleich früh dort waren. Somit hatten wir die Anlage fast für uns allein. Chichén Itzá zählt ja zu den neuen 7 Weltwundern, und wir waren der Meinung zu Recht. Die „Pyramide“ ist knapp 30 m hoch und unwahrscheinlich beeindruckend. Man muss es selbst gesehen haben. Besteigen darf man die Pyramide nicht, vor einigen Jahren hat es wohl einen tödlichen Unfall gegeben. Kein Wunder, die Stufen zum Tempel auf der Spitze sind sehr sehr steil. Unser Reiseleiter erklärte uns die verschiedenen Tempel sehr anschaulich und zeigte uns auch den Effekt des Schalls, wenn man vor der Pyramide stehend in die Hände klatscht. Das Echo erzeugte einen Ton wie der heilige Vogel Quetzal der Maya. Den hatten wir schon in Costa Rica gehört, aber nie gesehen.
Zwischenzeitlich bauten sich die Touristenstände auf, die dann allerlei Andenken an den Mann bringen wollten. Gefühlt waren es mehrere Hundert dieser Stände, die sich natürlich entlang der Wege aufbauten. Unser Reiseführer meinte es wäre die Straße der Geier…
Nachdem sich die Anlage langsam mit Touristen füllte haben wir den Rückweg angetreten, durch die Straße der Geier. Wir sind aber standhaft geblieben und haben nichts gekauft. Die Amerikaner und Chinesen sind bei solchen Dingen die besseren Opfer, denn sie haben gut gekauft wie ich beobachten konnte.
Danach ging es zu einer Cynote in der Nähe von Chichen Itza. In dieser Cynote konnte man Baden was wir alle genutzt haben, da die Mittagshitze doch langsam drückend war. Immerhin waren es 30 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit. An der Cynote waren dann schon einige Menschen mehr dort, trotzdem hat es sich gut verteilt. Das Wasser war glasklar, bis zum Grund konnte man trotzdem nicht schauen, da die Wassertiefe 50 m betrug. Eine Cynote ist ein Loch im Boden wo sich unterirdisches Wasser sammelt, wie ein großer Brunnen. Spannend war es allemal in solch einer Cynote zu schwimmen. Nach dem Bad waren wir dann alle ganz schön hungrig und haben ein leckeres Mittagessen bekommen.
Danach haben wir unsere geplante Tour etwas geändert und sind dann noch nach Izamal gefahren, um uns dort ein Franziskaner-Kloster anzuschauen, welches auf den Tempeln der Mayas errichtet wurde. Leider wurden durch die Spanier viele Tempel „geschliffen“, um die Macht über die Mayas zu demonstrieren. Das Kloster war nicht so der Hingucker, aber dafür die Weihnachtsdekoration davor. Ein Weihnachtsmann unter Palmen sieht eben schon schräg aus. Außerdem ist die mexikanische Dekoration doch etwas kitschig und für uns gewöhnungsbedürftig. Nach der kurzen Besichtigung des Klosters haben wir dann noch einen Rundgang durch die Stadt gemacht und im Park das Leben beobachtet. Auffallend ist, dass die Mexikaner meist alle sehr gedrungen und ordentlich beleibt sind, was an der stark zuckerhaltigen Ernährung zu liegen scheint. Denn alles ist irgendwie gesüßt. Nicht unser Geschmack.
Nach einer knapp 75-minütigen Fährt haben wir unser Hotel „Uxmal Resort Maya“ kurz vor Uxmal erreicht. Vom Hotel hatte man schon einen Blick auf die Maya-Pyramiden von Uxmal, welche aus der Waldlandschaft herausragte. Aber zuerst in den Pool gehopst, um abzukühlen.Read more
Uxmal
December 29, 2018 in Mexico ⋅ ☁️ 32 °C
Gritti hat heute Geburtstag! Somit sind die ersten 50 geschafft. Blöderweise hatte ich vergessen unsere Handys lautlos zu stellen, was zur Folge hatte, dass mitten in der Nacht die WhatsApp – Nachrichten mit einem freundlichen aber bestimmenden Vibrieren eintrafen. Auf meinem Handy war sogar ein Anruf mit unterdrückter Nummer. Und das um 2 Uhr! In Deutschland war es ja um diese Zeit bereits 9 Uhr. Nun ja, nach dem zweiten Teil der Nacht und gutem Frühstück ging es dann nach Uxmal, zur Pyramide die wir bereits vom Hotel aus gesehen haben. Beim Frühstück hatte ich für Gritti noch einen kleinen Pudding mit Kerze organisiert, damit es ein wenig festlicher wird.
Angekommen in Uxmal hatten wir wieder Glück, dass wir fast die Ersten waren. Die Pyramide von Uxmal wird wohl auch nicht so überlaufen wie Chichén Itzá. In Uxmal wurde schon eine ganze Mege restauriert, aber trotzdem haben wir nur 10 % von dem gesehen was noch freigelegt und restauriert werden muss. Da hat man erst Mal mitbekommen wie groß die Maya-Stätte waren. Mir persönlich hat Uxmal besser gefallen als Chichén Itzá, die Pyramide war sogar 2 m höher, also 32 m. Andreas hat uns wieder eine Menge erklärt, auch mit kleinen Geschichten aus der Maya-Zeit. Die Mayas schienen früher auch merkwürdige Bräuche zu haben, z.B. haben sie sich die Zähne geschliffen, um Gottheiten zu ähneln. Oder Kindern wurden von früh an ein Brett am Vorder- und Hinterkopf angelegt, welche miteinander verbunden wurden, um den Kopf in eine Form wachsen zu lassen, die dem Maiskolben ähnlich sein soll. Da bekommt „ein Brett vor dem Kopf haben“ eine völlig neue Bedeutung. Ganz krass war wohl ein Brauch, den ich hier gar ich beschreiben kann, da er nicht jugendfrei war.
Nach einem ausgiebigen Gang durch die Anlage und der Besichtigung des Palastes hatten wir dann noch die Möglichkeit eine Pyramide zu besteigen, um von dort auch einen guten Blick über den Teil zu bekommen, der bereits freigelegt war. Oben auf der Spitze wollten wir dann mit dem Schnaps, welchen uns Grittis beste Freundin Tanja mitgegeben hatte trinken. Aber bei den steilen Stufen waren wir nicht sicher, ob wir von der Pyramide heil runter kommen würden. Trotzdem mussten noch jede Menge Fotos gemacht werden, der Chip in der Kamera hat geglüht. Unten angekommen wurde dann auf die 50 angestoßen, ein Leguan schaute uns dabei zu. Ich war jedenfalls erstaunt wie fit eine 50-jährige Frau noch ist.
Vorbei an Andenkengeschäften, wo es auch Bücher über das Hängematten-Kamasutra gab, ging es dann zum Schokoladenmuseum. Die Mexikaner schlafen oftmals noch in Hängematten, da stellte sich dann doch die Frage, wie das funktionieren soll, wenn man Kinder machen wollte. Nun weiß ich es, aber wahrscheinlich bin ich zu alt dafür.
Im Schokoladenmuseum konnte man neben der Kakaoproduktion auch Schokolade probieren. Früher wurde hier viel Kakao produziert, die Arbeiter waren dann die Mayas, die die Sklavenarbeit gemacht haben. Nach einer kleinen Vorführung zur Kakao-Herstellung durften wir dann die Schokolade auch probieren. Komisch, ohne Zucker schmeckte der Kakao recht bitter.
Nach dem vorgezogenen Dessert ging es zum Mittagessen. Diesmal würde uns Essen aus dem Erdloch angeboten. Eine Spezialität in Mexiko. In einem Erdloch werden Steine zum glühen gebracht, um dann später darüber das Fleisch und Gemüse über mehrere Stunden zu garen. Es war oberlecker, butterweich und zart. Zum Schloss kam dann der Wirt an den Tisch und schenkte uns mit lautem Getöse einen Schnaps mit Tequila, Kaffeelikör und Wasser ein. Vorher den Sombrero aufgesetzt bekommen, dass Schnapsglas 3 x auf den Tisch geknallt (uno, dos, tres) und den Schnaps im einen Zug hintergekippt. Da Gritti Geburtstag hatte bekam sie ein extra großes Glas. Unter Jubel hat sie es geschafft. Braves Mädchen!
Nach dem Essen ging es zu einer Hacienda, die gut erhalten war und wo früher Sisal produziert wurde. Mittlerweile wird das nicht mehr gemacht, aber man bekam eine Vorstellung wie das mal gemacht wurde. Neu war für mich, dass Sisal aus der Henequén-Agave gewonnen wurde und der Name nur vom Hafen abstammt wo der Rohstoff verschifft wurde. Soll mal einer sagen, dass Reisen nicht bilden würde.
Nach kurzer Besichtigung ging es weiter nach Meridá, einer größeren Stadt im Westen von Yucatán. Einige gut erhaltene Häuser waren zu sehen. Die Kathedrale selbst war von außen hübsch, aber innen recht spärlich. Meridá wurde übrigens auch auf einer ehemaligen Maya-Stadt errichtet. Nachdem wir uns den Gouverneurs-Palast angeschaut hatten (freier Eintritt) haben wir uns am Marktplatz aufgehalten. Die anderen 3 Paare hatten zwischendurch einen Tequila-Laden gesucht, wo es einen besonderen Tequila geben sollte, den sie aber dann doch nicht bekommen haben. Zusammen haben wir dann bei einem Bier dem Treiben auf dem zentralen Marktplatz, welcher auch noch die Weihnachtsdekoration hatte zugeschaut. Kurz danach ging es zum Hotel, abends haben wir dann zusammen in einem mexikanischen Restaurant den Abend ausklingen lassen. Gritti meinte es war ein schöner Geburtstagstag, und das lag nicht nur an den Geschenken von mir.Read more
Tulum
December 30, 2018 in Mexico ⋅ 🌧 25 °C
Heute war der Tag um Abschied zu nehmen, von der kleinen Rundreise durch Yucatán und von den 3 anderen Paaren mit denen wir die Rundreise gemacht haben. Wir haben sehr gut miteinander harmoniert. Andreas, unser Reiseleiter, hatte auch keine Probleme mit uns, keiner kam zu spät oder hatte was zu meckern. Es passte halt.
Nach dem Frühstück um 6:45 Uhr ging es von Mérida dann in einer 2,5 stündigen Fahrt nach Tulum, was an der Ostküste von Yucatán liegt. Die Straßen waren heute in nicht so einem guten Zustand wie an den anderen Tagen, vielleicht lag es auch an der Route, die durch einige Ortschaften führte, wo man wahrscheinlich wahnsinnig viel Zeit damit verbracht hat Schikanen in die Straße einzubauen. Diese Schikanen waren Bodenwellen vor denen natürlich abgebremst werden musste, wollte man nicht seine Ölwanne abreisen. Pünktlich haben wir Tulum erreicht, allerdings war es dann schon 11 Uhr und außerdem Sonntag, da haben die Mexikaner freien Eintritt in die Maya-Stätten. Somit waren jede Menge Menschenmassen unterwegs. Zusätzlich waren die Passagiere von den Kreuzfahrtschiffen unterwegs, die in Cancun anlegen und im Tagesausflug u.a. nach Tulum gebracht werden.
Die alte Maya-Stätte Tulum liegt direkt am Meer und ist landseitig von Mauern umgeben. Kurz vorm Zugang lief uns ein Nasenbär über den Weg. Lustige Tierchen!
Am Eingang konnten wir die lange Schlange umrunden, so dass wir nicht lange warten mussten. Innerhalb der Anlage schoben sich die Massen die Wege entlang. An schöne Fotomotive war nicht zu denken, haben es aber trotzdem versucht. Man musste nur aufpassen, dass man keinen Selfie-Stick ins Auge gerammt bekam.
Nachdem uns Andreas wieder einige Erklärungen gegeben hat, konnten wir uns dann für 60 Minuten allein in der Anlage bewegen. Vorbei an den alten Ruinen, sind wir dann Richtung Ausgang geschlendert. Irgendwann sind es eben auch nur Steine.
Unterwegs zum Bus noch schnell ein Kokos-Eis gegessen! Nun ging es nach 20 Minuten zu unserem Hotel in Akumal. Dort angekommen, konnten wir unsere Koffer auspacken und dann erst mal die Anlage erkunden. Ist eine schöne Anlage mit großem Strand. Allerdings waren heute nur wenige Leute im Meer, da der Wind ganz schön heftig auflandig wehte. Zum Schluss regnete es heftig, so dass wir beschlossen zeitig schlafen zu gehen.Read more
Akumal Bay Beach Resort
December 31, 2018 in Mexico ⋅ ☁️ 27 °C
Nachdem wir Silvester zweimal feiern konnten und nun am Neujahrsmorgen am Strand liegen, habe ich die Gelegenheit den Blog weiterzuführen. Es ist 9:45 Uhr (zu Hause 15:45 Uhr), gefrühstückt haben wir gerade und wollen den Tag heute mal ruhig angehen.
Gestern hatten wir ein bisschen die Hotel-Anlage erkundet, es ist eine kleine Anlage, aber wegen der Ferien komplett ausgebucht, so dass dann doch viele Menschen da waren. Das Hotel liegt an an einer schönen Bucht wo regelmäßig Schildkröten gesichtet werden, da sie hier die Seegraswiesen abweiden. Nachdem wir vormittags ein kurzes Treffen mit der örtlichen Reiseleitung hatten, die ein paar Ausflugstipps gegeben hat haben wir uns entschieden nicht viel zu tun und eher dem Müßiggang zu frönen. Wegen der ab und zu auftretenden kräftigen Regenschauer war allerdings an einen Strandtag nicht zu denken, somit haben wir es uns auf der Dachterrasse unseres Zimmers gemütlich gemacht. Dort ist sogar ein Jacuzzi aufgestellt, den Gritti gleich genutzt hat. Nach einem ausgiebigen Nickerchen war es dann Zeit sich für die Silvesterveranstaltung etwas aufzupimpen. Ab einem bestimmten Alter dauert so was eben… Um 18 Uhr ging es dann los. In der Lobby wurde gemeinsam auf den Jahreswechsel in Europa angestoßen. Nebenbei haben wir den „Wunschbaum“ mit unserem Wunschzettel behangen. Das Hotel hatte einen Wunschbaum aufgestellt und jeder konnte seine Wünsche fürs neue Jahr anhängen. Na ja, bei uns war es Gesundheit und weniger Arbeit.
Danach hatten wir dann unser Abendessen, ein 6-Gänge-Menü. Boah, waren wir satt danach. Eigentlich hätten wir uns dann gleich wieder hinlegen können. Nach dem Urlaub haben wir bestimmt einige Kilos mehr auf der Waage.? Ab 22 Uhr sollte dann die Strandparty steigen, begonnen wurde mit einer „Show der Elemente“, einer Feuershow mit viel Musik. War gut gemacht, für unseren Geschmack war es etwas zu lang.
Danach kam eine Band zum Einsatz, die Musik war allerdings eher sehr rockig und laut. Mit jedem Lied wurde weniger geklatscht. Eigentlich dachten wir eher an mexikanische und karibische Rhythmen, wonach man gut tanzen kann. Kurz vor Mitternacht hat dann ein DJ aufgelegt, dann haben die Leute auch getanzt, wobei es eher abhotten war. Trotzdem war es mal was anderes, wenn man den Jahreswechsel am Strand mit den Füßen im Sand erleben kann. Nach dem Prost, Küßchen und den guten Wünschen wurde dann wieder eine Band an den Start gelassen, die zwar andere, aber genauso rockige Musik spielte. Wen wollte man damit unterhalten? Vielleicht war es eher auf die Amerikaner abgestimmt, wir wissen es nicht. Jedenfalls lagen wir deshalb dann gegen 1 Uhr im Bett, damit wir heute nicht so spät am Strand liegen.Read more
Teletubbies
January 3, 2019 in Mexico ⋅ ☁️ 27 °C
Nun haben wir schon 2019 und ich beginne schon mal mit den Vorsätzen, nur noch das zu machen wozu ich Lust habe. Aber Vorsätze zum Jahresanfang werden statistisch sehr schnell gebrochen. Zumindest im Urlaub will ich die Vorsätze aber einhalten. Ich hatte gestern keine Lust zu schreiben, deshalb erst heute wieder was. Nachdem ich mir eine Pinacolada eingepfiffen habe und dabei aufs Meer geschaut habe will ich mal wieder was gegen das Vergessen machen. Dafür dient ja dieses Tagebuch. Gritti und ich haben das Gehirn schon mal auf Sparflamme gestellt…?? und müssen deshalb die späteren Erinnerungen hier niederschreiben.
Gestern (Neujahrstag) war einer der Tage die perfekt waren. Das Wetter, die Laune, das exzellente Frühstück und der gepflegte Müßiggang. Nun wollte Gritti auch gleich mal Schnorcheln, denn dafür hat sie sich diese Bucht ausgesucht. Akumal bedeutet auf Maya-Sprache Schildkröte. Und genau die wollte sie sehen. Gritti hat dann Ihre neue Schnorchelbrille aufgesetzt, bei der sie dann aussieht wie ein Teletubbie. Aber sie sollen gut sein und mehr Rundumsicht bieten. Was Gritti dann auch bestätigt hat.
Ich hatte noch etwas mit meinem eigenen Equipment zu kämpfen, bei Wellengang die Flossen anzuziehen sieht für Unbeteiligte bestimmt danach aus: „na der blasse Teutone hat wohl gestern zu viel Tequila getrunken.“ Nachdem ich die Dinger an den Füßen hatte und meine Maske dank meines netten Arbeitskollegen Martin mit einem Antibeschlag-Gel eingerieben hatte (Martin, der Tipp war klasse!), konnte ich der schon vorauspaddelnden Gritti hinterherschwimmen. Und es dauerte auch nicht lange, da hat sie tatsächlich einen großen Rochen entdeckt, der sich gerade im Sand eingraben wollte. Ich habe vor den Viechern wegen des Giftstachels Respekt, so dass ich dem Tierchen nicht zu nah kommen wollte. Unterwegs pfiff mir noch ein Thunfisch durch die Beine. Auch andere, schon bekannte Kollegen, wie Doktor-, Papagei- und Kofferfisch kamen vor die Maske. Und dann: tatsächlich eine Karett-Schildkröte wurde von uns zeitgleich entdeckt, die unter uns in ca. 2 m Tiefe das Seegras zupfte. Gritti grinste durch ihre Maske wie ein Honigkuchenpferd. Volltreffer! Blöd war nur, das wir beide keine Kamera dabei hatten. Wir hatten ja auch nicht damit gerechnet, dass gleich beim ersten Mal eine Schildkröte auftaucht.
Dann also am Folgetag war dann die Kamera dabei, aber dann war keine Schildkröte zu entdecken. Dafür zwei Sephias, die im Verband schwammen und wo es Spaß machte zuzuschauen wie sie ihre Farbe änderten, je nachdem welcher Hintergrund da war. Toll!
Und den Rest des Tages haben wir auf der Liege gelegen und Leute beobachtet. Na gut, gelesen haben wir auch. Leute beobachten macht im Urlaub trotzdem Spaß, man erkennt auch schon unterschiedliche Nationalitäten. Amerikaner sind an ihrer Leibesfülle gut zu erkennen.
Den Tag konnten wir mit einen guten Abendessen beschließen, das Buffet ist aber auch sehr sehr lecker. Wir werden es nicht schaffen alles zu probieren. Das Dessert-Buffet wird unser Verderben sein…Read more
Coba und Abenteuer im Dschungel
January 4, 2019 in Mexico ⋅ ☁️ 27 °C
Gestern war mal einer der Tage, wo wir uns gleich früh vorgenommen hatten gar nichts zu tun. Fällt uns ja nicht schwer. Naja, ganz so einfach ist es dann doch nicht, da man sich sonst den Rücken wund liegt. Also sind wir schnorcheln gegangen und tatsächlich haben wir auch diesmal eine Schildkröte entdeckt, wie sie das Seegras abweidet. Diesmal hatte ich sogar eine Kamera dabei und hatte somit das Vergnügen im Abstand von einem Meter mit ihr mit zu schwimmen. Die Viecher lassen sich auch gar nicht stören, obwohl ihr Gesichtsausdruck einem sagt, dass das Seegras nicht schmeckt. Danach haben wir noch eine Strandwanderung gemacht und die ideale Fotopalme gefunden. Als alter Mann wollte ich nochmal zeigen wo der Hammer hängt und bin die Palme hinaufgeklettert. Puh, ist man steif geworden. Auf der Wanderung hat Gritti dann auch einen ihrer Freunde entdeckt, einen ordentlich großen Einsiedlerkrebs. Der musste natürlich ausgiebig beobachtet werden. Der arme Kerl war bestimmt froh, als wir ihn in die Freiheit entlassen haben.
Da wir am nächsten Tag eine Tour geplant hatten und wir eine Action-Kamera einsetzen wollten, hatte ich die Idee uns eine Halterung für den Kopf auszuborgen. So ein Teil habe ich zu Hause, hab es aber nicht eingesteckt. Kein Tauchshop hatte solch eine Halterung. Hier besteht Verbesserungsbedarf, auch wenn mir bewusst ist, dass man nicht auf Herrn Pestel gewartet hat. ?
Heute nun wurden wir zu unserer Tour um 8:20 Uhr am Hotel abgeholt. Wir wollten noch ein „pyramidenähnliches“ Gebäude anschauen. Und zwar die Pyramide Nohoch Mul im Maya-Gebiet Coba. Liegt ungefähr 100 km westlich von unserem Hotel im Dschungel. Dort angekommen hat uns ein örtlicher Führer die Anlage erklärt, danach hatten wir noch ca. 1 Stunde Zeit, um uns die genannte Pyramide anzuschauen – und was hier besonders ist – auch zu besteigen. Es ist eine der großen Pyramiden, nämlich 42 m hoch. Allerdings ist sie bisher nur an einer Seite freigelegt, alle anderen Seiten hat der Dschungel noch im Besitz. Die Pyramide war ein Tempel des Maya-Bienen-Gottes. Da bekommt „Biene Maya“ eine ganz neue Bedeutung. Der Weg zur Pyramide führte allerdings 2 km durch den Dschungel, da haben wir uns kurzentschlossen für das typische Fortbewegungsmittel der Mayas entschlossen, einem Dreirad. Wir saßen vorn auf der Bank und ein Maya hat kräftig in die Pedale getreten. War angenehm, wir hatten Fahrtwind und freie Sicht nach vorn.
An der Pyramide angekommen haben wir sogleich die Pyramide erklommen. Mein Gott, war die steil. Kein Wunder, dass der Hohepriester damals nur alle paar Tage von seinem Tempel abgestiegen ist. Oben angekommen wurden wir Zeuge wie ein Engländer seiner Angebeteten einen Heiratsantrag gemacht hat. Großer Jubel, schließlich hat sie „Ja“ bzw. „Yes“ gesagt. Ansonsten hätte er sie gleich dort oben opfern lassen können. ? Nach ein paar Fotos und dem weitem Blick über den Dschungel ging es dann nach unten. Das war deutlich schwerer, da jede Stufe unterschiedlich war. In der Mitte hat man sogar ein Seil zum festhalten angebracht. Laut Aussage der Reiseführerin wird es nicht mehr lange dauern bis die Besteigung verboten wird. Es passieren halt immer mal Unfälle, wenn sich Leute überschätzen.
Zurück ging es wieder mit unserem Dreirad, vorbei an einer kleineren Pyramide, die als Militärposten gedient hat und am sogenannten Ballspielplatz der Mayas. Bei diesem Ballspiel mussten Spieler einen ca. 4 kg schweren Kautschuk-Ball durch einen Ring, der an der Wand angebracht war, durchschießen. Mach das mal mit solch einer Murmel. Allerdings durften Arme, Kopf und Füße nicht eingesetzt werden. Also nur mit der Hüfte. Komisches Spiel, vor allem weil der Sieger(!) geopfert wurde. Rübe ab! War halt ein rituelles Spiel.
Weiter ging es vorbei an einer sogenannten Sacbé, einer genannten „weißen Straße“, leicht erhöht, 10 m breit und schnurgerade bis Chichén Itzá. Das sind 100 km. Weiße Straße deshalb, weil die Straße mit Kalkstein belegt war und somit in Mondnächten das Licht reflektiert haben. Straßenbeleuchtung auf Maya-Art. Die Straße hat allerdings der Dschungel verschlungen, so dass nur noch zugewachsene Reste zu sehen waren.
Nach dem kulturellen Teil begann nun der Abenteuer-Teil der Tour. Nach 40 minütiger Fährt durch den Busch kamen wir bei einem Maya-Dorf an. Dort mussten wir uns umziehen, da es jetzt nass werden würde. Nach dem Wäschewechsel und kurzer Wanderung durch den Busch und einigen Moskitos wurden uns Gurte angelegt. Helm aufgesetzt und dann zur Slackline gegangen. An 2 Stahlseilen hängend wurde dann jeder einzelne über die Baumkronen und eine Lagune geschickt, in der angeblich Alligatoren leben sollen. Aber wahrscheinlich fressen die keine Touristen, zu fad. Es war jedenfalls ein Heidenspaß.
Danach ging es zu einer weiteren Fahrt über den Dschungel, diesmal musste dann der Rückweg über eine Hängebrücke genommen werden. Gritti musste hier alle ihre Ängste vor wackeligen Brücken über Wasser überwinden. Sie war ganz tapfer, mit leichtem Druck in den Rücken von mir ging das schon. ? Danach ging es zu einem Maya-Schamanen, der durch eine rituelle Handlung (Sprüche in Maya-Sprache mit viel Weihrauch) uns erlaubte in die Cenote Pac-Chen abzusteigen. Cenoten gehören zur Unterwelt und es darf nicht jeder rein. Wir hatten Glück, wir durften! Nach einem „jum-bo-dik“ (auf maya: Danke) ging es zur Cenote. Hier sollten wir dann abgeseilt werden. Oh je, Gritti war sich nicht mehr sicher, ob der Ausflug eine gute Idee war.
Durch ein etwa 3 m großes Loch wurde man in die 15 m tiefe Cenote abgeseilt bis man die Wasseroberfläche erreicht hat. Das Wasser selbst war 30 m tief. Nach kurzer Erklärung wie man mit den Seilen umgeht, durfte sich dann jeder selbst abseilen. War eine tolle Erfahrung. Unten angekommen konnte man sich in einen Gummireifen setzen und über das ca. 22 Grad warme Wasser in der Cenote treiben lassen.
Die Cenote war selbst recht groß und durch Spalten in der Gewölbedecke kam ein wenig Sonnenlicht rein, die das grüne Wasser der Cenote in schönes Licht setze. Ansonsten war dort unten künstliche Beleuchtung. An der Decke hat man die Fledermäuse hängen sehen. Nachdem man einige Zeit die Cenote hat auf sich wirken lassen ging es wieder nach oben. Entweder man lies sich am Seil nach oben ziehen oder man hangelte sich an einer Strickleiter, die frei hing empor. Während Gritti das hochziehen in Anspruch nahm wollte ich es wissen, da mein Ehrgeiz geweckt war. Also ran an die Strickleiter und nur nicht nach unten schauen. Oben angekommen taten mir ordentlich die Arme weh. Kostet doch ganz schöne Kraft sich frei hängend hochzuziehen. Nachdem alle oben waren ging es wieder durch den Busch zu einer Lagune, wo wir eine kleine Kanufahrt unternommen haben. Wichtig war wieder der Hinweis nicht umzukippen, da in der Lagune Alligatoren leben… Angekommen gab es ein leckeres Mittagessen, zubereitet von den Maya-Frauen.
Damit war das Abenteuer zu Ende und es ging zurück zum Hotel. Der Busfahrer schien vom Teufel verfolgt zu werden, er hatte einen sportlichen Fahrstil drauf. Aber wir sind heil angekommen.Read more
Sommer im Januar
January 6, 2019 in Mexico ⋅ ☁️ 26 °C
Gestern und heute haben wir dem gepflegten Nichtstun zugesprochen, nur unterbrochen von den Mahlzeiten. ? Aber auch diesmal war die Unterwasserwelt ausgiebig zu beobachten. Wie an den anderen Tagen hatten wir wieder Glück und konnten Schildkröten beobachten, auch waren Stachelrochen und jede Menge anderer Fische zu beobachten. Ein paar sind uns auch ganz schön nah bekommen, so dass wir uns schon bedrängt vorkamen. Nicht nur abgesehen davon, dass meine Kamera wohl sehr interessant war, nein, dann hat mir doch so ein Fisch tatsächlich in den Finger gebissen. Tat nicht sonderlich weh, war eher der Schreck über soviel Frechheit und Respektlosigkeit. Beim nächsten Mal habe ich ein Netz dabei und werde die frechen Biester auf den Grill legen lassen.
Nach so vielen Eindrücken unter Wasser wollten wir auch mal was über Wasser machen. Der Wind war im Gegensatz zu den anderen Tagen schwach, so das wir uns entschlossen Stand-Up-Paddeln mal zu probieren. Also Brett geschnappt und nach kurzer Erklärung erstmal auf den Knien nach draußen gepaddelt. Dann hat man das hinstellen auf dem Brett probiert. Hallejula, war das eine Wackelei. Da merkt man erst mal wie steif man im Rücken geworden ist. Unser Tanzlehrer Harald, zu Hause in Deutschland, würde sagen, dass wir noch nicht unsere Körpermitte gefunden haben. Jedenfalls sind wir einige Male vom Brett geflogen. Trotzdem hat man dann irgendwie den Dreh rausgefunden, aber man sagte uns, dass man es ein paar Mal üben muss, um sicher zu werden. Die zweite Stunde war dann heute. Die See war etwas rauher, nur leicht, aber es hat gereicht, um uns wieder vom Brett fliegen zu lassen. Egal, Spaß hat es trotzdem gemacht.
Gegen 4 Uhr am Nachmittag setzte dann ein heftiger Tropenregen ein, bei dem wir dachten, der geht schnell vorbei, wie es in den Tropen üblich ist. Aber nachdem unser Cocktail immer dünner wurde haben wir uns dann doch aufs Zimmer verkrochen und dem heftigen Regen zugeschaut. Um unsere Sachen vom Strand zu retten musste ich durch den Guss. Nur gut, dass selbst der Regen warm ist.
Na gut, dann machen wir uns trotzdem einen schönen Abend im Restaurant. Das Essen hier ist einfach spitze. Bis heute haben wir es nicht geschafft alles zu probieren. Fisch und die Krabbeltierchen sind aber ganz oft auf dem Teller. Unser lieber Schwager Carsten hätte seine helle Freude am Buffet.
Heute morgen war es erstaunlich frisch am Morgen, nur so 22 Grad. Sind wir gar nicht gewöhnt. Aber wir wollen uns nicht beschweren, zu Hause sollen es nur 0 Grad sein. Braucht kein Mensch! Eigentlich wollten wir gleich früh zum schnorcheln gehen, haben uns dann dafür entschieden erstmal in die Sonne zu schauen und gut zu frühstücken. Um uns davon zu erholen haben wir uns erstmal eine Liege gesucht. Naja, da noch nicht der 11 Uhr-Zug durch war durfte in den Cocktails noch kein Alkohol sein, trotzdem waren die lecker.
Selbstverständlich war auch wieder ein Schnorchelgang dran und nachdem ich am Morgen fast auf einen Strachelrochen getreten bin, in knapp 30 cm Wassertiefe, dachte ich mir, dass man sich die doch lieber von oben anschaut. Und auch heute hatten wir Glück und die Schildkröten waren da.
Danach ging es dann wieder auf das Stand-Up-Paddelboard. Wie wir uns angestellt haben steht ja weiter oben. Mit Ruhm haben wir uns nicht bekleckert.
Da heute der 6. Januar war war dies ein Feiertag, Drei heilige Könige. Wird hier in Mexiko traditionell gefeiert. Deshalb liefen durch die Anlage 3 gut verkleidete Herren und haben zum Foto machen animiert. Vorher hat Gritti mit ein paar „angebrüteten“ Kanadiern eine Tanzstunde am Strand genommen. Salsa stand auf dem Plan. Ich muss sagen Gritti hat sich am besten angestellt, ich habe es vorgezogen zuzuschauen. Salsa ist nicht so meine Stärke, liegt wohl an der steifen Hüfte.?
Obwohl heute wieder Regen angesagt war, hat sich das Wetter doch von seiner schönsten Seite gezeigt, so dass wir den Tag im Strandrestaurant beschließen konnten. Wir sind beide Typen, die mit den Temperaturen hier gut zurecht kommen, es ist alles offen und luftig, ein Klima zum Wohlfühlen.Read more
Playa del Carmen
January 9, 2019 in Mexico ⋅ 🌧 26 °C
Gestern hatten wir uns entschlossen einen Ausflug nach Playa del Carmen zu machen, einer Touristen-Hochburg ca. 50 km nördlich von unserem Hotel.
Der Ausflug wurde als kostenlos angeboten, hatte natürlich den Haken, dass man zu einem Juwelier und einer Tequila-Verkostung gekarrt wurde. Na gut, das halten wir aus. Wir gehören nicht zu denen, die bei solchen Veranstaltungen was kaufen. Wir wollten ja eigentlich nach Playa del Carmen und dort mal schauen und durch die Geschäfte schlendern. Wir wurden vom Hotel abgeholt und zum Juwelier gefahren, einem riesigen Geschäft mit Unmengen an jeglichem „Bling-Bling“. Die Preise überteuert, halt Touristenpreise. War nett zu sehen, aber wir waren nicht die Zielgruppe. Also nach nebenan zur Tequila-Verkostung, das ist schon eher was für uns. Der Verkäufer erklärte uns die Unterschiede bei Tequila, was ja genauso eine Wissenschaft wie bei Whisk(e)y ist. Hat gut geschmeckt, aber ne Pulle mit rumschleppen? Nee, hatten wir keine Lust.
Danach ging es dann noch weiter, nach Playa del Carmen. Hier ist alles etwas bunter, lauter und eben auf den Massentourismus ausgerichtet, ähnlich wie die Partyzone auf Mallorca. Ein Touri-Geschäft neben dem anderen war zu bestaunen. Von Kitsch und Krempel bis zu Luxus war alles vertreten. Wir staunen immer, dass das funktioniert. Eine Nachfrage muss also da sein. Playa del Carmen ist wie viele mexikanische Städte nach amerikanischem Vorbild im Schachbrettmuster aufgebaut. Jede Straße hat keinen Namen, sondern Nummern. Straßen in die eine Richtung haben gerade Ziffern, alle Querstraßen dann ungerade Ziffern. Macht es einfach sich Treffpunkte zu merken. Wir sind also an der 5., Ecke 2. Straße ausgestiegen. In dem Moment hat der Himmel seine Schleusen geöffnet und einen ordentlichen Tropenregen runtergelassen. Also erstmal ins nächstliegende Geschäft geflüchtet, um den Guss abzuwarten. Na ca. 10 min hörte der Regen auf und wir haben uns in die Shoppingmeile gestürzt. Gritti hätte sich fast ein Kleid gekauft, nur weil ich nicht sofort gejubelt habe, war sie der Meinung sie sehe wohl zu dick darin aus. Wir Männer haben es schon schwer unsere Frauen zu verstehen. Dann eben kein Kleid gekauft, Geld gespart!
Nach 2 Stunden wurden wir dann wieder abgeholt und zurück zum Hotel gefahren. Unser Fazit: war ok, aber nicht zu empfehlen, da wären wir lieber schnorcheln gegangen. Wer auf Party und Bum-Bum steht, der hat sicherlich seine Freude daran.
Am Abend haben wir das mexikanische Restaurant probiert. Unser Hotel hat insgesamt 5 verschiedene Restaurants und zusätzlich das Buffet-Restaurant. Da wir AI (all-inklusive) gebucht hatten konnten wir somit alles mal probieren. Jedenfalls war es sehr lecker. Danach zur Abendunterhaltung in der Lobby-Bar, welche an 3 Seiten offen ist und man somit das Meeresrauschen hört. Irgendwann hatte ich dann all meinen Mut zusammengenommen und Gritti zum Tänzchen aufgefordert, und das zu „Atemlos“ von Helene Fischer. Manchmal wundere ich mich über mich selbst. Immerhin waren wir ganz allein auf der Tanzfläche und gefühlte 200 Leuten schauten uns zu. Egal, wir hatten Spaß und für Gritti war ich der Beste!
Nächster Morgen: da um 7:25 Uhr hier die Sonne aufgeht, wir aber meist um diese Zeit noch im Bett liegen, haben wir heute mal dazu entschlossen etwas eher aufzustehen, um einen Sonnenaufgang zu fotografieren. Also raus aus dem Pyjama und rein in die Badelatschen, an den Strand. Wir waren tatsächlich nicht die Ersten, einige hatten schon ihre Liegen reserviert. Hier gibt es diese Unsitte also auch. Wäre mir viel zu anstrengend, aber für den perfekten Liegenplatz muss man eben zeitig aufstehen. Na jedenfalls lies sich Klärchen dann sehen. Nun noch ein paar romantische Fotos gemacht, um danach erstmal einen Kaffee zu trinken. Dabei schön weiter aufs Meer schauen. Herrlich!
Also stand für heute wieder ein Strandtag an, mit schnorcheln, lesen und Leute beobachten. Natürlich wollten wir wieder Schildkröten beobachten, was auch geklappt hat. Zusätzlich sind wir durch Zufall auch in einen großen Fischschwarm geraten. Ein großer Verband von blauen Fischen umkreiste uns förmlich. Gritti machte ganz große Augen, während ich die Kamera draufhalten konnte.
Manatees haben wir auch gesehen, allerdings in bunten Badehosen oder Bikinis. Muss wohl was dran sein, dass in den westlichen Ländern fast 3/4 der Bevölkerung übergewichtig ist. Wenn alle Manatees von unserem Strand gleichzeitig ins Wasser gehen, dann steigt der Meeresspiegel um einen halben Meter, da bin ich mir ganz sicher.?
Am Nachmittag ging es wieder zum Stand-Up paddeln. Heute haben wir uns schon ganz gut angestellt, ich bin erst zum Schluss vom Board gefallen. Macht aber nichts, dass Wasser ist ja warm.
Danach wieder zum schnorcheln, eine Stunde waren wir im Wasser. Hatte zur Folge, dass wir uns einen leichten Sonnenbrand eingefangen haben. Manno! Einmal nicht aufgepasst. Müssen wir die nächsten Tage etwas mehr im Schatten bleiben. Ist aber auch spannend was es unter Wasser zu entdecken gibt.
Die nächsten Tage werden wir uns auch am Strand aufhalten. Eigentlich wollten wir noch einen kleinen Ausflug machen, aber wir sind der Meinung, dass uns Nichtstun mal so richtig gut tut.Read more
Flohsocks
January 11, 2019 in Mexico ⋅ ☀️ 25 °C
Nun ist heute tatsächlich schon der letzte Tag am Strand, nur morgen Vormittag haben wir die Möglichkeit nochmals ins Meer einzutauchen. Gegen 7:30 Uhr haben wir auf dem Balkon gestanden und den Sonnenaufgang beobachtet und die Leute, die sich eine Liege reservieren wollten. Wie eine Ameisenschar kamen sie aus den Löchern. Ok, wir dann auch in die Badelatschen und zum Strand. Boah, heute war es doch ordentlich frisch am Morgen, nur 16 Grad. Wind aus dem kalten Norden hat für eine Abkühlung gesorgt. Aber es sollen heute wieder 26 Grad werden. Trotzdem, es war Sommerbefehl und somit wurde die kurze Hose angezogen, Gritti selbst hat doch die lange Hose bevorzugt. Na ja, zu Hause ist das Wetter dann deutlich schlechter.
Gestern und vorgestern haben wir wie geplant zwei schöne Strandtage gehabt, ist das schön nach einem Besuch im Strandrestaurant ein Nickerchen auf der Strandliege zu machen. Wegen der wenigen Kinder ist das Geschrei am Strand doch übersichtlich.
Natürlich war wieder schnorcheln angesagt, Gritti hat schon Schwimmhäute. Jeden Tag gibt es was neues zu entdecken. Aber die Schildkröten sind doch beeindruckend.
Auch war das Paddelboard wieder angesagt, hätte nicht gedacht, dass es solch einen Spaß macht. Gestern sind wir beide nicht ins Wasser gefallen, langsam wird man sicher auf dem Teil. Wir werden es in diesem Jahr bestimmt mal auf der Spree probieren, da sieht man sie ja allerorten. Nach soviel Aktivitäten (!) mussten wir uns erst mal abkühlen. Musik ertönte, ein „Flohsocks“, nach Grittis Meinung. Wer hätte gedacht, dass man im Urlaub das Gehirn so weit runter fahren kann. Na jedenfalls haben wir dann im Wasser einen Slowfox getanzt. Ging ganz gut, Vorteil war, dass man die falschen Schritte nicht sehen konnte. Hihi. Noch eine Strandwanderung in Richtung Norden, wo wir im nirgendwo landeten, in einer verlassenen Ferienhaussiedlung, sind wir wieder umgekehrt und haben den Rest der Zeit mit Nichtstun verbracht. Am Abend noch eine Tequila-Verkostung mitgemacht bevor es zum Abendessen ging.
Am Strand lauschten wir woher die Gäste hier so kommen: UK, Frankreich, USA, Kanada, Deutschland, Polen, Russland, Niederlande und Spanien. Sprachlich hat man hier nur mit englisch und spanisch eine Chance. Deutsch wird gar nicht gesprochen. Aber Gritti hat uns dank ihrer Spanischkenntnisse ganz gut durch den Urlaub gebracht, wobei wir spanisch und englisch ab und zu vermischt haben.
Ich glaube wir haben uns ganz gut erholt, in diesem Urlaub hatte ich auch zum ersten Mal nicht meinen Blackberry mitgenommen, somit war ich von der Arbeit abgekoppelt. Wie man sieht kommen meine Kollegen auch ohne mich klar. Kann mich eben darauf verlassen. Gritti hat auch keine schlechten Nachrichten von ihrer Arbeit bekommen, was auch schön ist.
Eben habe ich gelesen, dass zu Hause auf den Flughäfen gestreikt wird. Das Sicherheitspersonal möchte mehr Geld. Verständlich, sind aber gespannt wann und ob unser Flug stattfinden wird. Also von uns aus könne wir hier auch länger bleiben. Morgen um 11:50 Uhr werden wir vom Hotel abgeholt…..Read more
Vom Sommer in den Winter
January 16, 2019 in Mexico ⋅ ☁️ 25 °C
Nun fehlt bei diesem Blog noch ein Abschluss und nach dem ersten Arbeitstag von mir und dem zweiten von Gritti habe ich dann doch noch ein wenig Urlaubslaune, um die schönen Tage in Mexiko würdig abzuschließen. Erinnert wird man, wenn man morgens vorm Spiegel steht und die Bräune sieht. Keine Kellerbräune, sondern Sonne auf der Haut. Nun gut, genug Süßholz geraspelt.
Den letzten Abend haben wir ruhig verbracht, ich hatte mich auch an einem Buch festgelesen, welches ich dann vor dem Rückflug noch auslesen wollte. Habe es auch geschafft! Am nächsten Morgen war unsere Abholung am Hotel um 11:50 Uhr geplant, so dass wir noch Zeit hatten die letzten Stunden am Strand zu genießen. Immerhin war zu Hause „Bäh-Wetter“! Wir sind gleich früh aufgestanden und ans Meer gehuscht, wir wollten mit dem Sonnenaufgang noch mal schnorcheln. Da ist das Meer noch nicht so aufgewühlt, damit die Sichten besser und weniger Schnorchler unterwegs, die einem in den Weg schwimmen. Unterwegs haben wir gehört wie eine Frau ihren Mann befragt hat, der gerade den Fluten entstiegen war, ob er was gesehen hat. „Nö, nur einen Rochen“. Hmm, dachten wir, wollen wir dafür noch mal ins Wasser? Schließlich war es noch nicht allzu warm, nur so 20 Grad. Aber ich war der Meinung, das wir es wagen. Was angefangen wird, wird auch zu Ende gebracht. Und was sollen wir sagen: es war der beste Schnorchel-Tripp ever! Wir haben insgesamt 6 große Schildkröten gesehen, einen Rochen, einen Kraken, einen großen Fischschwarm und Kofferfische. Das war dann schon ein „Köfferchen“. Es war ungefähr so, als ob sich alles unter Wasser sich nochmal von uns verabschieden wollte. Einfach toll.
Kurz abgeduscht und frühstücken gegangen. Unsere letzten 500 Peso haben wir als Trinkgelder verteilt. Haben sich die Leute auch verdient, es waren alle ziemlich freundlich und aufmerksam.
Nach dem Frühstück noch eine Stunde an den Strand und letzte Pigmente haschen. Die Koffer hatte Gritti am Vorabend bereits vorgepackt, so dass wir heute nur noch die Reste reinwerfen mussten, bevor es los ging. Beim Aus-Checken haben wir vom Hotel noch eine kleine Schildkröte aus Holz geschenkt bekommen. Das fanden wir toll, denn solch eine wollten wir uns immer als Erinnerung kaufen, haben es aber immer wieder auf die lange Bank geschoben. Wir fanden es deshalb sehr aufmerksam! Eigentlich bringen wir keine Mitbringsel aus dem Urlaub mit, da sie es dann zu Hause nur zu „Stehrumchen“ werden, aber ab und zu kann man eine Ausnahme machen.
Der Bus war pünktlich und nach dem Einladen der Koffer hat Gritti noch eine kleine Pralinenschachtel mit 2 Pralinen bekommen. Super! Haben wir im Bus gleich vernascht.? Die Fahrt zum Flughafen dauerte dann doch mehr als 2 Stunden, bei direkten Weg wären es nur 45 min gewesen. Aber wir mussten mehrere Hotels anfahren, um andere Urlauber abzuholen. Man hätte Direkttransfer buchen können, aber 80 € waren uns dann doch zu teuer. Am Flughafen ging alles sehr zügig, so schnell ging es schon lange nicht mehr. Wir hatten sogar weniger Koffergewicht als zu Beginn der Reise. Insgesamt 35 kg! Ein Pärchen, welches wir im Hotel kennengelernt hatten, hatte leider 5 kg Übergewicht bei den Koffern, so dass sie tatsächlich noch 128 € nachzahlen mussten. Das ist dann kein schöner Abschluss. Nun ja, die Billig-Airlines müssen irgendwo Geld einnehmen, wenn die Tickets schon günstiger sind. Für den Rückflug hatten wir auch keine Sitzplatzreservierung vorgenommen, was gut war. Wir haben Geld gespart und trotzdem gute Plätze. Wir saßen in der Reihe 47 (von 50) und somit war die Bestuhlung dann 2-3-2 statt 3-3-3. Und die Toilette war auch weiter vorn, so dass auf dem Nachtflug nicht ständig die Toilettentür geklappert hat.Read more










































































































































































