• Grit und Michael Pestel
  • Grit und Michael Pestel

USA

A 18-day adventure by Grit und Michael Read more
  • Trip start
    October 28, 2017

    Vorfreude

    October 28, 2017 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    Nun denn, am kommenden Samstag geht es los. Ich habe mir schon lange eine Reise in die USA gewünscht. Da ich Lust habe die „ursprüngliche“ USA kennenzulernen und auch einen Trip ins Trump-Land zu machen, haben wir uns die Südstaaten ausgesucht. Die Südstaaten sollen ja die Hochburg der Trump-Wähler sein. Zuerst geht es nach Atlanta, weiter nach Chattanooga, dann nach Memphis und entlang des Mississippi via Natchez in Richtung New Orleans. Anschließend fliegen wir mit American Airlines nach Miami und erkunden dann eine Woche lang den Sonnenstaat Florida. Jedenfalls hoffen wir auf Sonne, bei dem Wetter hier in Deutschland.

    Pünktlich und unkompliziert war das Boarding. Natürlich wurden wir ”intensiv“ von US-Beamten befragt, was wir in den USA wollen. 3 Stunden eher am Flughafen sein, war nicht notwendig. Aber gut, dafür haben wir gute Sitze in der Boeing 767 nach New-York Newark. Flugzeit 8:55 Stunden von Berlin-Tegel (TXL). Let’s go!
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  • Ich war noch niemals in New York

    October 28, 2017 in the United States ⋅ ☁️ 21 °C

    Na gut, wir sind ja nur auf dem Flughafen Newark von New York, aber die Skyline ist schon beeindruckend. Haben die Einreiseprozedure schneller durchlaufen als gedacht und warten nun im Terminal A auf den Weiterflug nach Atlanta. Die ersten 15 Dollar sind schon weg, für ein Sandwich, etwas Obst und eine Flasche Wasser. ?Read more

  • Atlanta

    October 28, 2017 in the United States ⋅ 🌧 16 °C

    Vor ca. 2 Stunden bei strömenden Regen in Atlanta gelandet, die letzte halbe Stunde war ordentlich turbulent. Ich konnte trotzdem gut schlafen. Nach der Übernahme des Mietwagens ( mein Gott ist die Karre riesig) ging in der Rushhour zum Hotel. Nach der Suche eines Parkplatzes und dem Kampf mit dem Ticketautomaten werden wir auf morgen mit gutem Wetter hoffen.Read more

  • Eiskalt in Atlanta

    October 29, 2017 in the United States ⋅ ☁️ 5 °C

    Heute waren wir wegen des Jetlags schon sehr zeitig wach, so dass wir nach einem amerikanischen Frühstück den Tag beginnen konnten. Kaum aus der Tür haben wir über die Kälte geflucht. 3 Grad Celsius Außentemperatur, nee, dass ist ganz schön kalt. Also haben wir uns das Georgia Aquarium angeschaut, das größte in Nordamerika, so wurde uns erzählt. Es lohnt sich, die Amis machen ja bekanntlich aus allem eine Show, hier natürlich auch. Ist schon beeindruckend, wenn Walhaie über einem vorbeischwimmen. Danach haben wir eine Stadtrundfahrt gemacht, in englischer Sprache. Leider hat die gute Frau so schnell gesprochen, dass wir nur einen Bruchteil verstanden haben. Egal, so haben wir die Stadt wenigstens gesehen. Auffällig war, dass in Downtown wenige Menschen unterwegs waren. Es war Sonntag und das Business – Viertel deswegen ausgestorben. Danach haben wir uns noch das Kapitol von Georgia angeschaut. Ganz zum Schluss der Tour war ein Besuch der CNN-Studios. Interessant wie Nachrichten gemacht werden. Weil wir noch einen schönen Abschluss gesucht haben sind wir zum Abendessen ins “Sun Dial” im 76. Stock des WestIn gegangen. Super Aussicht!!Read more

  • Chattanooga

    October 30, 2017 in the United States ⋅ ☀️ 16 °C

    Nach dem Abschied in Atlanta, aber mit Zwischenstopp in der 14th Street, wo wir ein sehr aufwändig geschmücktes Halloween-Haus besichtigt haben, sind wir auf der Interstate 75 in Richtung Norden gefahren. 7-spurige Autobahnen sind schon etwas anderes, trotzdem fährt es sich sehr entspannt. Die Amis fahren rücksichtsvoller als wir Deutsche. Das Tempolimit trägt wahrscheinlich zur Entspanntheit bei.

    Unser Hotel in Chattanooga ist in einem ehemaligen Bahnhof untergebracht, man kann sogar in ehemaligen Reisewagen übernachten. Nach der Ankunft haben wir uns auf eigene Faust Chattanooga angeschaut, eigentlich wollten wir mit einem alten Zug eine Rundtour machen, leider fuhr er heute nicht. Na gut, dann wieder zurück zum Hotel, allerdings über Nebenstraßen. Beeindruckend, die Amis leben tatsächlich in Holzhäusern. Auf dem Weg zum Hotel sind wir an einem Soldatenfriedhof vorbeigekommen, welchen wir uns angeschaut haben. Muss man mal gesehen haben, es ist emotional schon besonders. Hier zeigt sich Patriotismus auf besonderer Weise. In Deutschland ist das leider negativ behaftet.

    Wenig später sind wir mit einen kostenlosen!! Elektrobus nach Downtown gefahren, fast bis an den Tennessee-River. Dort haben wir uns ans Ufer gesetzt, die Nachmittagssonne genossen und dem vorbeifahrenden Schubverband hinterhergeschaut. Der hatte 12(!) Frachtkähne dran. Alles ist hier etwas größer oder länger. Das hat sich auch bei einem Zug gezeigt, an einer Schranke haben wir 95 Güterwaggons gezählt.
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  • Big is beautiful

    October 30, 2017 in the United States ⋅ ☀️ 16 °C

    Wenn ich in Amerika bin wollte ich unbedingt mal ein dickes Auto fahren. So ist das eben, Männer brauchen ihr Spielzeug. Grit hat nur die Augen verdreht, als wir den Ford Expedition von Alamo übernommen haben. War mir egal, der V8 fährt sich dafür sehr gut, das Blubbern des Motors ist ein schöner Sound. Bloß gut, dass der Sprit hier günstig ist, sonst hätte man nicht lange Freude daran.Read more

  • 24.000 Schritte durch Tennessee

    October 31, 2017 in the United States ⋅ ☁️ 16 °C

    Eigentlich war es gar nicht so geplant, dass wir heute so viel laufen, aber wir wollten es nicht mit den Amis gleichtun und alles mit dem Auto erfahren. Nach einen leckeren Frühstück in einer Bäckerei um die Ecke hatten wir heute 3 Besichtigungspunkte geplant. Fahrt mit der Incline-Bahn, der Bahn mit dem steilsten Anstieg zu den Lookout Mountains. Diese befinden sich gleich neben Chattanooga und sind eine angesagte Wohngegend. Oben angekommen wollten wir uns die RockCity anschauen und dachten, dass diese nach ein paar Metern auftaucht. Nee, nee, an der Info haben wir dann erfahren, dass es bis dorthin 3 Meilen sind. Zu Fuß zu weit, laut der Dame am Infotresen. Kurz überlegt und dann entschlossen die Strecke doch zu laufen. Durch die, wie gesagt schöne Wohngegend, haben wir unser Ziel nach 50 Minuten erreicht. Hat sich gelohnt, es handelt sich um einen wunderschön angelegten Steingarten mit fantastischen Ausblicken, einer Hängebrücke und ganz schmalen Felsgängen, bei der wir uns gewundert haben wie die Amis da durchkommen. Naja, aber wir mussten ja wieder zurück zur Bergstation der Bahn. Wurde natürlich geschafft. Runter mit der Bahn ins Auto und zum Rubyfall gefahren. Es handelt sich um einen Wasserfall in einer Höhle. Auch schön und durch die Lichteffekte gut in Szene gesetzt. Abends wollten wir dann schauen, ob wegen Halloween etwas los ist der Stadt. Leider Fehlanzeige, wahrscheinlich passiert das doch als Privatparty. Unterwegs haben wir dann doch noch einige richtig gut gemachte Verkleidungen entdeckt. Nun auf dem Schrittzähler des Handy gesehen: fast 24.000 Schritte…Read more

  • Tennessee – Whiskey

    November 1, 2017 in the United States ⋅ 🌧 17 °C

    Für einen Whisk(e)y-Freund wie mich lag es natürlich auf der Hand in der Destille von Jack Daniels Halt zu machen. Auf der Fahrt von Chattanooga nach Lynchburg (dort liegt die Destille) sind wir anfangs auf der Interstate-24 gefahren, haben uns dann aber für den Weg übers Land entschieden. Landschaftlich erinnert es an Brandenburg, nur das die Häuser und Farmen dann doch dem USA-Bild entsprechen, was man aus dem Fernsehen kennt.

    In Lynchburg angekommen haben wir eine 90-minütige Führung durch die Destille mit anschließender Verkostung gemacht. Lecker Stoff das Zeug!!

    Danach haben wir die 340 Meilen nach Memphis abgespult. So, ELVIS, wir kommen.
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  • Memphis

    November 2, 2017 in the United States ⋅ ☁️ 26 °C

    Direkt vor unserem Hotel, welches sich direkt an einer stark befahrenen Autobahn befindet, und zumindest von mir nur mit Ohrstöpsel in der Nacht zu ertragen war, befindet sich eine Pyramide, die den Pyramiden in Memphis, Ägypten nachempfunden war. Aber dazu später mehr.

    Nach dem Frühstück erst mal zum Visitor-Center, um zu erfragen was man in Memphis unternehmen kann. Ok, Graceland wollten wir außen vor lassen, also haben wir eine kleine Fahrt mit dem Trolleybus für 1 Dollar gemacht und dabei festgestellt, dass Memphis keine schöne Stadt ist. Lag vielleicht auch am Wetter, es war bewölkt und alles etwas grau. Danach zum Sklaven-Museum. Dort angekommen war der erste Eindruck „oh Gott, in welcher Gegend sind wir gelandet“. Das Museum hat noch ordentlich Potenzial, um als solches bezeichnet zu werden. Auch das einer der Punkte, wo man feststellt: das kann man besser machen! Danach sind wir über den Mississippi gefahren und gleich in Arkansas gelandet. Bundesstaat Nr. 3 also! Der Mississippi ist schon ordentlich breit, dagegen ist die Elbe und der Rhein ein Bach.

    Das Wetter wurde zunehmend besser, mit der Sonne wurde es aber auch schwül bei ca. 25 Grad Celsius. Da der Stadt richtige Highlights fehlen sind wir zum Botanischen Garten gefahren. Nett, aber auch das können wir in Berlin besser. Merkwürdigerweise sind im Park schon die Weihnachtsbäume geschmückt.

    Danach sind wir zum berühmten PEABODY-Hotel gefahren, welches für seinen täglichen Entenmarsch berühmt ist. Hier werden die Enten, die im Brunnen in der Hotellobby schwimmen gegen 17 Uhr durch die Lobby zum Fahrstuhl geführt, um am nächsten Morgen den gleichen Weg zurück zu kommen.
    https://www.visittheusa.de/experience/entenproz…

    In der Pyramide befindet sich ein Einkaufstempel zum Thema Outdoor, sowie ein Hotel. Boote, Angeln, Outdoor – Klamotten, Camping und Waffen – hier findet man alles. Wow! – das ist doch mal ein klasse Laden. Gritti hat sich dann auch gleich ne Hose und ein Top gekauft. Für mich war der Waffenladen wichtig. Obwohl ich dem Verkäufer erklärt habe, dass ich nichts kaufen werde, da ich aus Deutschland komme und dort sowas verboten ist hat er sich für mich Zeit genommen und mir einige Schießeisen erklärt. Ist schon spannend ein halbautomatisches Gewehr in der Hand zu halten. Trotzdem, für uns ist surreal.
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  • Tom Sawyer und Huckleberry Finn

    November 3, 2017 in the United States ⋅ ☁️ 27 °C

    Als kleiner Junge hatte ich die Geschichte von Tom Sawyer und Huckleberry Finn gelesen, natürlich aber auch schon einiges davon vergessen, aber die Beschreibungen vom Mississippi sind geblieben. Wer hätte mal gedacht, dass ich genau dort selbst sein werde. Manchmal muss ich mich kneifen, um zu wissen, dass es wahr ist.

    Jedenfalls sind wir gut gestartet von Memphis in Richtung Natchez, einer kleinen Stadt etwas nördlich von New Orleans. Vorher sind wir noch an Graceland vorbeigefahren. Wir hatten uns entschlossen keine 46 Dollar pro Person für den Eintritt zum Elvisanwesen zu zahlen. Wir kennen uns sowieso nicht mit Musik aus, deshalb war das Interesse nur begrenzt. Nach etwa 450 Meilen haben wir Natchez erreicht. Um etwas von der Landschaft mitzubekommen haben wir uns entschlossen statt der Interstate wieder eher auf dem Highway-61 zu fahren. Unterwegs haben wir dann große Baumwoll-Plantagen gesehen, die Ernte geschieht heute natürlich maschinell.

    Die Landschaft ist ansich nicht beeindruckend, es ist alles flach und weit, aber das gemütliche Fahren bei Tempo 60 Meilen pro Stunde hat einen gut runtergebracht. Außerdem haben wir ja Urlaub und man kann den Blick schweifen lassen. Bei Greenville sind wir dann über den Mississippi gefahren und auf dem Highway-1 im Bundesstaat Arkansas auf der anderen Seite des Mississippi die Landschaft erkundet. Hier war noch weniger los, das Leben scheint hier noch langsamer zu laufen. Dafür sind wir durch Orte mit Namen wie Transelvania gefahren. Na ja, 3 Holzhäuser und 5 Spitzbuben! Aber jedes Kaff hat mindestens 3 Kirchen. Die Amis scheinen hier jede Art des Glaubens voll auszuleben. Kurze Zeit später waren wir dann schon in Louisiana.

    Bei Vicksburg, einer Stadt die berühmt wurde durch die gewonnene Schlacht von General Grant im Amerikanischen Bürgerkrieg, haben wir den Mississippi erneut überquert. Die Brücke allein ist sehenswert. Danach sind wir wieder auf dem Highway-61 in Richtung Süden gefahren. 30 Meilen später haben wir einen Abzweig genommen zu den Ruinen von Windsor. Mitten im Tropenwald tun sich die Reste eines ehemaligen Plantagen – Hauses auf.

    Moskitos und eine Marienkäfer – Plage haben die Besichtigung etwas abgekürzt, so dass wir weiter nach Natchez gefahren sind. Dort logieren wir in einem Antebellum-Haus, alles schön alt, man ist in die Zeit um 1850 zurück versetzt. Aber WLAN geht trotzdem! Unser Zimmer ist schön, abends konnten wir auf der Terrasse das Zirpen den Grillen und der Geckos belauschen…
    https://www.monmouthhistoricinn.com
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  • Natchez

    November 4, 2017 in the United States ⋅ ☁️ 27 °C

    Nach der Nacht im Himmelbett der Südstaaten-Villa Momound in Natchez haben wir uns entschlossen eine Führung durch die anderen Räume mitzumachen. Vom Hotel wurde das kostenlos angeboten. Allein die komplette Kulisse um das Hotel mit den alten Bäumen, die mit Spanisch Moos behängt waren, war faszinierend. Unser Guide, Joshua, ein junger Texaner, hat das ganz gut gemacht. Uns hat danach zwar der Kopf geglüht, weil wir uns wegen des Englischen extrem konzentrieren mussten, aber langsam bleiben einige Vokabeln hängen. Es dauert halt etwas, ganz taufrisch sind wir nicht mehr.

    Kurz danach saßen wir in einem roten Doppeldecker-Bus mit dem wir eine Stadtrundfahrt gemacht haben, als Hop-on/Hop-off-Tour. Natchez ist ein kleines feines Städtchen am Mississippi, etwas verschlafen vielleicht, dafür ist Downtown gut zu erlaufen. Auf den Straßen waren auch nur Touristen unterwegs, Einheimische waren kaum zu sehen. Natürlich führte uns der Weg auch zum Fluß, ich wollte unbedingt die Hand ins Wasser halten. War für mich ein bewegender Moment, hatte fast schon Pippi in den Augen. Der Mississippi hat durch die Geschichten aus meiner Kindheit einen Platz eingenommen, der nicht zu nehmen ist. Erinnerungen an die DDR-Comics der Digedags, in denen es oft um Reisen in die Südstaaten ging, trugen dazu bei.

    Am späten Nachmittag haben wir dann alles etwas ruhiger angegangen, sprich vom Gartenstuhl auf dem kleinen Teich des Hotel-Anwesens geschaut. Natchez haben wir rein touristisch abgehandelt.

    Zum Abend der Höhepunkt: wir haben uns etwas fein gemacht und zum Dinner im Restaurant 1818 des Hotels Platz nehmen dürfen. Essen war lecker, ok, mein Schwager wäre nicht satt geworden, aber für uns war es ausreichend. Während des Essens gab es musikalische Begleitung eines Pianisten. Er kam an jeden Tisch und auch wir durften uns was wünschen. Pour Elise war unser Favorit, bloß gut, das Gritti in Musik besser aufgepasst hat als ich. Ich muss sowas googeln. Kurzum, ein schöner Abend in einer schönen Südstaatenkulisse.
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  • Plantations

    November 5, 2017 in the United States ⋅ ☁️ 28 °C

    Heute haben wir Natchez hinter uns gelassen und das letzte Ziel der Rundreise vor Augen: New Orleans. Vorher wollten wir natürlich noch einige Zwischenziele ansteuern. Als erstes war die Greenwood-Plantation auf dem Programm. Dort haben wir in einer privaten Führung durch eine alte Dame die Geschichte des Hauses und die der Familien erklärt bekommen. In diesem Haus wurde u.a. der Film „Fackeln im Sturm“ gedreht. Der Garten darum war schon ein Hingucker.

    Nach diesem Ausflug in die Geschichte ging es weiter in Richtung Süden nach Baton Rouge, einer kleinen Industriestadt mit großer Universität. Touristisch gibt es nicht viel zu sehen, ich wollte mir aber den Zerstörer USS Kidd anschauen, welcher im Trockendock des Hafens festgemacht war. Es handelt sich um ein Schiff aus dem 2. Weltkrieg, was aber gut erhalten ist und nun angeschaut werden kann, auch von innen. Wir hatten sogar Glück, wegen der Veteranen-Tage war der Eintritt frei.

    Bei soviel martialer Kriegstechnik wollten wir dann weiter und mehr der Romantik frönen. Also auf zur Oak Alley-Plantation, eine Plantage kurz oberhalb von New Orleans. Leider waren wir zu spät da, so dass wir das Herren – Haus nur von außen betrachtet haben. Ist ja eine sehr bekannte Südstaaten – Villa und ein beliebtes Fotomotiv.

    Danach weiter zum Hotel in New Orleans, welches direkt im French-Quarter liegt. Dazu mussten wir uns mit unserem Riesen-Jeep durch enge Straßen kämpfen, auf denen Leute, Musiker, Betrunkene und sonstige Leute kreuz und quer liefen. Bei der Ankunft am Hotel wurde für uns das Auto eingeparkt. Ist schon merkwürdig, wenn einem das Auto abgenommen wird und somit auch der Schlüssel weg ist. Habe mich aber überzeugt, dass unser Auto wirklich in der Tiefgarage steht und nicht auf dem Weg nach Polen ist… Nach kurzem Check-In wollten wir das Vergnügungsviertel French-Quarter erkunden, außerdem hatten wir Hunger. Man muss es gesehen haben, Menschen ohne Ende, aus jeder Bar andere Musik in einer Lautstärke, die einem das Gehirn wegbläst, sowie überall bunte Lichter. Auf der Straße wird getanzt und von den Balkonen zugeschaut. Aber heute reicht es vorerst, morgen wird New Orleans erkundet…
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  • New Orleans

    November 6, 2017 in the United States ⋅ ☀️ 27 °C

    Wegen der Zeitumstellung auf Winter (welcher Winter? – hier sind tagsüber 28 Grad) waren wir schon sehr zeitig wach und konnten den Tag somit beizeiten beginnen. Zuerst ging es zu einem Frühstücks-Cafe, die es hier in den USA an jeder Ecke gibt. Beim Frühstück wurden wir gleich noch durch einen schwarzen Straßen – Musiker unterhalten, der aus unserer Sicht ganz gut singen konnte.

    Danach haben wir den Weg in Richtung Kathedrale eingeschlagen. Unterwegs haben wir jede Menge kleine Läden gesehen in den Kunstgegenstände und Antiquitäten, sowie auch der übliche Touristen – Kram angeboten wurde. Die kleinen Galerien und Antiquitäten – Läden waren sehr sehenswert.

    Wegen eines Tipps haben wir zur Erkundung der Stadt nicht die Stadtrundfahrt gemacht, sondern haben für 3 Dollar die Street-Car genutzt, einer historischen Straßenbahn, die allerdings von vielen Touristen genutzt wird.

    Ausgestiegen sind wir im sogenannten Gartendistrikt, einer Gegend, in der es nur so von schönen Häusern wimmelt. Man kann sich nicht satt sehen, wahrscheinlich haben wir auch viel zu viele fotografiert. Zuerst haben wir uns aber den Lafayette Cementery angeschaut, einem historischen Friedhof, der aber auch heute noch genutzt wird. Das besondere daran ist, das die Toten oberirdisch in einem kleinen Mausoleum beerdigt werden. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde festgelegt, das wegen des hohen Grundwasser – Spiegels keine Erdbestattung stattfinden darf. Sonst würde durch die verwesenden Leichen das Grundwasser vergiftet. Deshalb die oberirdische Bestattung, bei der die Verstorbenen auf einen Gitterrost im Mausoleum gelegt wurden. Nach deren Verwesung sind die Reste durch den Rost gefallen und es war Platz für das nächste Familienmitglied.

    Aber zurück zu den Lebenden. Beim Spaziergang durch das Gartendistrikt hatten wir wieder das Glück bei einer Privatführung ein historisches Haus kennenzulernen. Hier wurde uns auch erklärt, dass der Wirbelsturm Katrina im Jahre 2005 das Haus um einige Grad gedreht hatte.

    Nun wieder zurück zum Stadtzentrum und seiner quirligen bunten Kulisse. Überall wieder Musik aus jeder Ecke, von Country, Jazz bis Hartrock war alles dabei. Menschen auf der Straße, manche haben sich gezeigt und produziert, bei einigen war Wegschauen allerdings die bessere Option. Manche Leute haben eben ein grenzenloses Selbstvertrauen. Auffällig waren aber auch jede Menge Homeless-People, also Wohnungslose. Arm und Reich liegen hier sehr dicht beisammen. Gut fanden wir, dass Gäste, die ihr Essen im Restaurant nicht geschafft haben, dieses nicht in die Tonne werfen lassen, sondern den Obdachlosen verpackt überlassen haben.
    Nach einen Foto zusammen mit einem Officer der State-Police Louisiana und einem Absacker haben wir uns ins Hotel begeben. Morgen ist dann die Reise Teil 1 vorbei.
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  • Steam-Boat on Mississippi

    November 7, 2017 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C

    Der Tag heute begann nicht so gut, obwohl der Blick aus dem Fenster wieder prächtiges Wetter versprach. Gritti hatte einen Anruf, dass ihre Waschmaschine im Studio den Geist aufgegeben hat und nun dringend Ersatz benötigt wurde. Das Geschäft muss ja weiter laufen. Also noch schnell eine Waschmaschine bestellt, die hoffentlich am Donnerstag pünktlich geliefert wird.

    Nach dem Schreck und Koffer packen, Auto vor die Tür stellen lassen und zum Parkplatz am Hafen, wo das Steam-Boot ablegen soll. In einer 2-stündigen Tour über den Mississippi konnten wir einen Blick von der anderen Seite auf New Orleans werfen. Vorbei an großen Industrieanlagen und einem Umschlaghafen für Rohöl sind wir flussabwärts gefahren. Der Fluss ist groß genug, dass Super-Tanker dort langfahren können.

    Nun hatten wir zum Abflug nach Miami noch etwas Zeit, so dass wir uns entschlossen haben einen Rundflug über New Orleans zu machen. Also ab zum Riverside-Flugplatz. Dort angekommen erstmal Staunen wie gut so ein Flugplatz in den USA, nicht Flughafen, ausgebaut ist. Solche Bedingungen wünsche ich mir für Deutschland. Naja, hier ist das Flugzeug ein Verkehrsmittel wie ein Auto. Unser Pilot, ein junger Mann mit 400 Stunden Flugerfahrung hat uns dann mit einer Cessna-172 über die Innenstadt von Downtown geflogen. Und das hat er gut gemacht – nur Erklärungen hätte er etwas machen können. Aber er hatte zu tun auf die anderen Flugzeuge, die um uns herum geflogen sind, zu achten. Jedenfalls war das noch ein Highlight für uns.

    Danach ab zum Flughafen, hier musste ich dann wehmütig unseren Mietwagen abgeben. Er hat uns über 1.200 Meilen gut gefahren und war aber auch ein geiles Spielzeug. Man hatte in dem Dickschiff schon das Gefühl man wäre der Chef auf dem Highway.

    Nun sitzen wir auf dem Flughafen von New Orleans und fliegen gleich mit American Airlines nach Miami.
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  • Delray Beach, Florida

    November 8, 2017 in the United States ⋅ ☁️ 27 °C

    Wegen Lustlosigkeit hatte ich den Blog nicht gleich weitergeführt, was ich nun nachholen werde. Sind gerade von einer Stadtbesichtigung von Miami zurückgekommen. Aber von Anfang an: vorgestern sind wir in Miami spät abends angekommen, der Flug mit einer Embraer-175 dauerte nur 90 Minuten, statt zwei geplanten. Dafür sind wir fast 30 Minuten auf dem Flughafen Miami rumgerollt. Vielleicht kannte sich der Pilot nicht aus oder ein Gate war nicht frei oder er musste noch die 2 Stunden voll machen. Keine Ahnung, jedenfalls nach dem Aussteigen war Koffer suchen angesagt. Wie wir es bereits bisher erlebt haben: ALLES ist etwas größer, somit auch der Flughafen. Nach gefühlten 3 km kamen wir am Kofferband an, um danach wieder 3 km zur Mietwagen-Abholstation zu gelangen. Diesmal hatten wir nur eine mittlere Größe gebucht, haben aber einen Familienvan bekommen. „In Reihe 2 stehen alle Autos der gebuchten Fahrzeugkategorien, sucht Euch einen aus“ wurde uns gesagt. Und da standen auch einige Vans rum. OK, dann nehmen wir wieder was Großes. Gritti hatte sich merkwürdigerweise auch an große Autos gewöhnt.

    Nach der Übernahme des Chrysler Town & Country haben wir uns auf den einstündigen Weg nach Delray Beach gemacht, welches etwas nördlich von Miami liegt. Hier sind im Gegensatz zu Miami die Preise – zumindest für uns – erschwinglich.
    Angekommen in unserer Ferienwohnung in 30 Andrew Boulevard, Delray Beach haben wir, äh, hat Gritti noch schnell die Koffer ausgepackt und dann ab ins – oh Schreck – nur 140 cm breite Bettchen. Nach über 25 Jahren braucht jeder seinen Platz. Hat uns fast an lange verflossene Jugendjahre erinnert…, trotzdem sind wir schnell eingeschlummert.
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  • Strand, Sonne und Meer

    November 8, 2017 in the United States ⋅ ☁️ 27 °C

    Nach dem Aufstehen wurde erstmal der Ort erkundet. Alles sehr gepflegt und wie viele amerikanische Städte am Reißbrett entworfen. Alles schachbrettartig, hat aber aus unserer Sicht viele Vorteile. Straßen haben oftmals auch nur Nummern, z.B. North 5 th Avenue. Wir finden uns mittlerweile ganz gut zurecht. Nach einem Shoppingstopp bei Walmart, haben wir unseren Kühlschrank aufgefüllt. Walmart ist sowas wie Kaufland in Deutschland, nur größer. Warum die dort die Klimaanlage immer auf Maximum stellen bleibt uns allerdings ein Rätsel. Man friert sich regelrecht den Hintern ab. Auch sind bei den Amis die Packungsgrößen etwas anders. Milch als kleinste Einheit: 0,5 Gallonen = 1,78 Liter. Dabei sind Lebensmittel in Amerika aus deutscher Sicht teuer.

    Am Nachmittag dann erstmal an den Strand. Man kann dort für 40 Dollar am Tag 2 Liegen und einen Sonnenschirm ausleihen. Das haben wir gespart und haben die 300 Schritte von der Ferienwohnung zum Strand unsere eigenen Campingstühle, samt Sonnenschirm getragen. Dort habe ich erstmal ein Nickerchen gemacht, während Gritti Muscheln gesammelt und Tierchen begutachtet hat. Wetter: 28 Grad bei strahlendem Sonnenschein! Was will man mehr?
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  • Miami und Miami-Beach

    November 9, 2017 in the United States ⋅ ☁️ 26 °C

    OK, jeder kennt wahrscheinlich die Fernsehserie Miami Vice aus den 80er Jahren. Deshalb war natürlich die Stadt auch auf dem Programm. Heute hat sie nichts mehr mit der damaligen Serie zu tun, da sie von einer kriminalitätsverseuchten Stadt zur mittlerweile teuersten Stadt der USA und fünfteuersten der Welt gewachsen ist. Es wird auch noch viel gebaut und es sieht auch ganz ordentlich und gepflegt aus. Für uns waren die Wolkenkratzer schon beeindruckend, auch wenn nach Aussage eines Einheimischen die 92 Stockwerke des höchsten Gebäudes klein ist gegen die in New York.

    Zuerst zur Touristeninfo, direkt in der City bzw. Downtown, wie man hier sagt. Die Info befand sich im 27. Stockwerk des Gebäudes von Bank of Amerika. Nach einem Sicherheitscheck und Anmeldung durften wir die mit Marmor verkleidete Lobby passieren. Tolle Aussicht von dort. Da Parken in Miami sehr teuer ist (6 Dollar für 30 Minuten) waren wir froh, dass wir das Ticket fürs Parkhaus von der Touristen-Info erstattet bekommen haben.

    Nach einigen Tipps von der netten Dame haben wir eine Stadtrundfahrt gemacht, es gab sogar einen deutschen Audio-Guide. Allerdings wurde da mehr Musik als Erklärungen gespielt. Also wieder auf englisch umgestellt und versucht daraus die Infos zu bekommen. Vorbei ging es an den Hochhäusern in Downtown und der Privatinsel Fisher-Island (Insel der Reichen und Schönen, kann auch nicht einfach so betreten werden) nach Miami-Beach, einer vorgelagerten Insel mit einer Ansammlung von bekannten Hotels und dem Art-Deco-Viertel. Dort sind wir ausgestiegen und sind entlang des Ocean-Drive gelaufen. Der Ocean-Drive ist neben den vielen Restaurants und Bars auch ein Treffpunkt der Fitness-Branche. Hier zeigen sich junge, schöne Menschen und man kann dann schon neidisch werden, dass es die Natur so gut mit denen meinte. Naja, kurzfristig hatte ich daran gedacht auch oben ohne hier langzulaufen, wurde aber von Gritti nachdrücklich daran gehindert. Man vergisst, dass man schon 50 ist. Ansonsten ist der Strand schön breit und sauber. Überall sind die sogenannten bunten Lifeguards-Häuschen zu sehen in den die Rettungsschwimmer auf Beute warteten. Rote Badebekleidung hatten sie nicht an, wie bei einer bekannten TV-Serie.

    Mittlerweile wurde es knackig warm (30 Grad), und wir entschlossen uns nach Downtown zurück zu fahren, um dann noch eine Runde auf anderer Strecke zu machen. Hier kamen wir dann durchs Künstlerviertel, vergleichbar mit Neukölln in Berlin. Graffiti-Kunst und alternativer Lebensstil ist hier angesagt. Danach weiter in Richtung „Little Havanna“.

    Wegen des Feierabend-Verkehrs hat die Fahrt auch etwas länger gedauert. Kurz vorm Dunkelwerden haben wir uns auf den Rückweg nach Delray Beach gemacht. Eigentlich nur 1 Stunde Fahrzeit, aber der Verkehr war doch sehr viel intensiver und stau-belastet. Das bemerkte sogar Google, welches uns mitteilte: „Sie befinden sich in einem Stau. Trotzdem ist dies die schnellste Strecke.“ Na toll! Nun gut, dann eben anstehen, um ein paar Meilen später von der Interstate-95 zu fahren, weil wir ein Shoppingcenter entdeckt hatten. Vielleicht ist der Verkehr, wenn wir dort rauskommen weniger. War dann auch so. Beim Shoppingcenter habe ich auch einen Baumarkt entdeckt. Wollte doch mal wissen wie er bei denen so ist. Eigentlich genau wie bei uns, nur preislich günstiger. Gritti musste sich ein paar neue Schuhe kaufen, da sich ihre Sandalen einfach mal auflösten…
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  • Einfach nur Chillen

    November 10, 2017 in the United States ⋅ 🌧 26 °C

    Heute hatten wir uns entschlossen mal nichts zu tun und nur am Strand zu liegen oder wie man heute sagt: chillen. Wetter war ja wieder prächtig. Nach dem Frühstück Badetasche, Schirm und Stühle geschnappt und die 100 m zum Strand gelaufen. Heute war aber doch etwas Wellengang, trotzdem ab ins Wasser. Das Wasser war wärmer als der Gartenpool unserer Nachbarn Frank und Tanja und somit fiel uns das eintauchen nicht schwer. Ist ja bekannt, dass wir Warmduscher sind.

    Kurz nach dem Mittagessen haben wir dann doch noch einen Ausflug mit einer Jacht gemacht, um die Gegend vom Wasser aus zu erkunden. Vorbei an schönen und teuren Villen, samt Fuhrpark (in Form von fetten Jachten) haben wir gedacht: „Ja, wenn wir mal Rentner sind, lassen wir uns hier nieder und die Rente aus Deutschland kommen.“ Ok, träumen darf man mal ja.

    Auf dem Heimweg wollte ich ein Eis auf die Hand essen, beim Preis von 4,99 Dollar für 2 Kugeln musste das Eis auch schmecken, was es auch tat. Eine Kugel war Pumpkin, also Kürbis-Eis!
    Abends hatten wir eigentlich vor das Nachtleben zu erleben, wegen eines Gewitters haben wir uns umentschlossen und schauen uns nun ein Video an…
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  • Key Largo

    November 11, 2017 in the United States ⋅ ☁️ 25 °C

    Von den Keys hat jeder schon gehört, und diese standen auch auf unserer Besichtigungsliste. Also los dorthin! Bis Key West, also dem südlichsten Punkt der USA wollten wir dann doch nicht fahren, da es einfach mal 5 Stunden Autofahrt gewesen wären. Deshalb nur bis kurz hinter Key Largo, wichtig war für mich eine der großen Brücken mitzunehmen. Wurde auch gemacht. Gefahren sind wir letztendlich bis Anne’s Beach, einem sonst kleinen Strand, der aber durch den letzten Hurrikan ziemlich mitgenommen aussah. Wie übrigens auch einige Häuser. Ein Großteil war schon repariert oder man war noch dabei, allerdings lagen überall große Haufen von Wohnungseinrichtungen, die durch den Tropensturm zerlegt wurden. Man hat einen kleinen Eindruck bekommen, wie stark die Kraft des Sturms gewesen sein muss. Teilweise lagen auch noch Boote und Wohnwagentrailer in der Landschaft rum.
    Anne's Beach ist kein Strand in Key West selbst, sondern eine beliebte kostenlose Beach-Park-Anlage in Islamorada in den Florida Keys (Mile Marker 73.5), bekannt für flaches, ruhiges Wasser, Mangroven, eine Holzplattform mit Picknicktischen und Stegen zum Wasser, ideal zum Waten, Kitesurfen lernen, Picknicken und Entspannen, oft mit Krokodilen und Vögeln in der Nähe. Er ist ein schöner Zwischenstopp auf dem Weg nach Key West, bietet aber nur wenig Sandstrand, mit mehr Fokus auf die Aussicht und das Erlebnis durch die Mangroven und das seichte Wasser.

    Nach kurzem Stopp für ein Picknick haben wir uns entschlossen eine Jetski-Tour durch die Mangroven-Wälder zu machen. Ich gebe zu, ein bißchen Muffensausen hatte ich schon, aber manchmal muss seinen Ängsten einfach gegenübertreten. Gritti und ich also drauf auf das Ding, kurz vorher in einem schnellen Englisch eine Einweisung bekommen und los ging es. Leider konnten wir zur Beweissicherung keine Bilder machen, die Kamera hätte es nicht überlebt.

    Zuerst ging es aufs offene Meer. Wegen des kräftigen Windes war der Wellengang schon ordentlich, was zur Folge hatte, dass wir komplett nass wurden. War ja – Gott sei Dank – warmes Wasser. Anfangs hat das Teil natürlich Sachen gemacht, die ich so nicht wollte, aber nach und nach wurden wir Freunde. Nach dem offenen Meer ging es in die Mangroven-Wälder, welche mit unzähligen Kanälen durchzogen sind. Hier wurde dann mehr Speed gemacht. Zuerst noch etwas verhalten, aber dann mit ordentlich Dampf. Leute, war das geil!! Das Teil geht ab wie eine Rakete, am schönsten waren natürlich die Kurven und man flog dann irgendwie nur noch über die Wellen. Laut Tacho hatten wir 40 Meilen pro Stunde drauf, also knappe 70 km/h. Nach der zweistündigen Tour waren wir voller Adrenalin und völlig nass und völlig k.o.

    Nach dem Wechsel der Schlüpper, einem Kaffee bzw. Kakao ging es wieder zurück nach Delray Beach. Hier hatte ich Bären-Hunger, so dass ein Steak her musste. War lecker!!
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  • Everglades

    November 12, 2017 in the United States ⋅ 🌧 25 °C

    In der vergangenen Nacht war das Wetter etwas rauh, Gritti meinte sogar es hätte gewittert. Habe nichts gehört, habe geschlafen. Am Morgen schien jedenfalls die Sonne, also schnell Kaffeemaschine an, kurz gekämmt und Badelatschen angezogen und an den Strand. Die See hatte heute eine „steife Brise“ , an baden war somit nicht zu denken. Mir egal, hab es mir im Liegestuhl bequem gemacht und mitleidig den Strand-Joggern hinterher geschaut. Nee, wäre mir zu anstrengend. Gritti hat derweil einen Strandspaziergang gemacht. Und dabei jede Menge „Schätze“ gesammelt, also Muscheln, bunte Steine und so’n Kram. Zwischenzeitlich haben wir uns dann noch das Treiben der Möven an-, sowie dem Schatzsucher (ausgestattet mit Metalldetektor, Kopfhörern und anderen komplizierten Geräten) hinterhergeschaut.

    Nach diesen 2 Stunden hatten wir dann wieder Lust auf Unternehmungen. Also diesmal in die Everglades, einem riesigen Sumpfgebiet mit Skelettwäldern und Seegraswiesen. Wenn man das Gebiet mal gesehen hat, dann möchte man dort nicht ausgesetzt werden. Zuerst also zum Shark Valley. Keine Ahnung was es mit Haien zu tun hat, aber egal. Dort angekommen stellten wir fest, dass es geschlossen war, weil der letzte Hurrikan die Einrichtungen doch etwas demoliert hatte und das Gebiet immer noch unter Wasser stand. Ein Stück weiter waren dann einige Stationen, wo man mit einem sogenannten Airboot durch die Mangroven-Wälder und Seegraswiesen brettern kann. Airboote sind ganz flache Boote mit einem riesigen Propeller hinten dran, welcher von einem Flugzeugmotor angetrieben wird. Da wir Alligatoren sehen wollten, haben wir dankend abgelehnt, da die Dinger einen Höllenlärm machen und eher dafür gedacht sind, die Leute zu bespaßen. Ok, was dann? So richtig Lust auf eine längere Autofahrt hatten wir nicht, aber wenn wir schon mal hier sind… Also weiter in Richtung Süden zum Everglades Nationalpark.

    Unterwegs sind wir an riesigen Feldern und Baumschulen vorbeigekommen. Dabei haben wir auch eine Plantage für Weihnachtssterne gesehen. Nun wissen wir endlich wo die Dinger herkommen. Bis zum Ende von Florida (Flamingo Visitor Center ist dort) sind wir gefahren und haben – tatsächlich – Alligatoren gesehen. Sowie 2,3 Manatees. Am Straßenrand saßen auch jede Menge Geier, die uns irgendwie komisch beäugt haben. In dem Moment fiel mir ein, dass der Sprit für den Rückweg knapp werden könnte. Nachdem uns dann ein Schwarm Moskitos in die Flucht geschlagen hatte haben wir den Rückweg angetreten. Die Strecke an Miami vorbei kennen wir ja mittlerweile ganz gut…
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  • Cape Canaveral

    November 13, 2017 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C

    Einer der Highlights stand für mich heute auf dem Programm: Cape Canaveral, dem Weltraumbahnhof der NASA. Auch wenn die weite Anreise von 2,5 Stunden uns etwas demotiviert hatten, hat uns schlussendlich das Wetter die Entscheidung abgenommen. Es sollte in Delray Beach ab Mittag regnen und in Cape Canaveral die Sonne scheinen. Also dann rauf auf den Highway.

    Vorher aber nochmal an den Strand einen Strandspaziergang machen, nachdem wir den Kaffee geschlürft hatten. Zwei Scheiben alten Toast haben dazu geführt, dass wir die Freunde der Möven- und Taubenschar wurden. Man hat uns regelrecht aus der Hand gefressen.

    Danach ging es dann auf der Interstate – 95 in Richtung Norden, vorbei an Palm Beach und abgebogen bei Orlando. Kräftiger Regen unterwegs ließ uns hoffen, dass das Wetter weiter nördlich besser ist. Es wurde mit jeder Meile sonniger.

    Der Eintritt ins Kennedy Space Center kostete 50 Dollar pro Person, puh, aber der Preis war letztendlich gerechtfertigt, geboten wurde eine Menge. Mit einem Bus ging es zur Startrampe der ehemaligen Space-Shuttles, jetzt für die neuen Trägerraketen SLS. Weiter zum Montage-Gebäude des Space-Shuttles und anderen großen Geräten. Danach ein Stopp im Apollo/Saturn V – Center. Dort wurde eine Rakete in Originalgröße ausgestellt. Beeindruckend, mehr kann man nicht sagen. Man muss es selbst gesehen haben. Danach haben wir eine gut gemachte Präsentation der Mondlandung von Apollo 7 angeschaut. Man muss es den Amis lassen, auch wenn immer gesagt wird, dass sie gar nicht auf dem Mond waren, sie können es richtig gut verkaufen.

    Danach weiter mit dem Bus zum Atlantis-Center. Bevor man dieses betreten konnte wurde einem noch ein wirklich klasse Film über die Geschichte der Entwicklung der Space-Shuttles gezeigt. Ab in den nächsten Raum, eine Art IMAX-Kino, mit dem in fantastischen Bildern und Sound auf das eigentliche Highlight eingestimmt wurde. Der Vorhang hob sich und da stand sie: Space-Shuttle „Atlantis“ . Einfach nur Klasse. Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, aber die Technik mal live gesehen zu haben ist einfach nur beeindruckend.

    Mehr als 5 Stunden haben wir dort zugebracht, gerne wäre zumindest ich noch länger dort geblieben. Wer sich ein klein wenig für Raumfahrt interessiert für den sollte das Kennedy Space Center auf der Besichtigungsliste stehen.
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  • Alles hat ein Ende…

    November 14, 2017 in the United States ⋅ 🌧 28 °C

    Ja, auch unser Urlaub in den USA hat ein Ende. Schade, schade. Auch, wenn der Erholungseffekt doch eher gering ist, so hat es uns sehr gefallen. Letztendlich war es auch gut, dass wir uns für die Südstaaten entschieden hatten, die touristische Erschließung ist eher gering, wenn man mal von New Orleans und Florida absieht. Nach der problemlosen Rückgabe unseres Mietwagens (auch in Florida wieder über 1.000 Meilen gefahren) und unserem ersten Flug mit einem Airbus A380, allerdings nur Holzklasse, nach Frankfurt sind wir dann etwas übermüdet in Tegel angekommen. Bäh, ist das Wetter sch… Morgens noch am Strand bei 27 Grad und dann sowas! Und: och, ist Tegel niedlich! Wenn man die anderen Flughäfen gesehen hat, dann hat Berlin wirklich nur einen Feld-Flugplatz. Übrigens ist es gut, wenn man im A380 die Sitze im Oberdeck ganz hinten bucht. Da gibt es hinter der First- und Business-Klasse nur einen kleinen Holzklasse-Bereich, was dazu führt, dass nicht ständig Leute an einem vorbeirennen. Somit war es dann familiärer.

    Aber nun zur vollumfänglichen Nachbetrachtung. Da es – wie oben etwas angedeutet – eher eine Bildungsreise war, wollen wir etwas von Gelernten wiedergeben.

    Lebenshaltungskosten: grundsätzlich etwas höher, wenn man Lebensmittel betrachtet. Natürlich kennen wir die Löhne nicht, aber nicht umsonst haben viele Amerikaner einen Zwei- und Drittjob. Gut, in Deutschland wird das ja leider auch so kommen bzw. ist es teilweise schon.

    Die Auswahl an Lebensmitteln ist genauso wie in Deutschland, für meine Verhältnisse waren die Packungsgrößen zu hoch. Man muss sich auch an die amerikanischen Maße und Gewichte gewöhnen.

    Klamotten sind etwas günstiger, nicht so viel mehr wie uns von Manchem vor der Reise erzählt wurde, aber vielleicht waren wir nur in den falschen Läden. Auch habe ich sowas wie den Mediamarkt vermisst, leider musste ich in New Orleans in einem kleinen jüdischen Geschäft eine überteuerte SD-Karte für meine Dashcam kaufen.

    Verkehr: zuerst gesagt, ich war kein Befürworter für ein Tempolimit auf Autobahnen, jetzt habe ich meine Meinung geändert.

    Der Straßenverkehr ist im Amiland einfach entspannter, ob er sicherer ist weiß ich nicht, denn Unfälle habe ich einige gesehen. 75 Meilen pro Stunde (ca. 115 Kilometer pro Stunde) machen das Autofahren selbst auf 7-spurigen Autobahnen nicht zum Schreckgespenst. Man rollt einfach lang hin. Ampeln stehen immer hinter der Kreuzung, aus meiner Sicht vorteilhaft, da man sich nicht den Kopf verrenken muss.

    Das heißt die Amis können mit dem „nicht vorhandenen“. Grünpfeil besser umgehen als bei uns die Wessis! Deswegen war es kein Problem für mich. Manche Kreuzungen an denen alle Straßen gleichberechtigt waren hatten solche Stopschilder:
    Der erste der an diese Kreuzung ankommt hat Vorfahrt. Anhalten war trotzdem notwendig. Kamen alle gleichzeitig an musste man sich einigen. Was gut gelang, die Amis sind hier freundlich und zurückhaltend. Auch hat man bei Fußgängern immer freundlich die Geschwindigkeit verringert, um den „Pedestrian“ über die Straße zu lassen. Gut fand ich auch, dass man auf Autobahnen rechts überholen durfte. Das sollte man hier in Deutschland einführen, dann könnte man schneller an den Traumtänzern, die sich in der Mittelspur aufhalten, vorbeikommen!

    Blinken wird, ähnlich wie in Deutschland, überbewertet, wegen des zurückhaltenden Fahrstils ist dies aber nicht so schlimm wie zu Hause.

    Polizei haben wir nicht so oft gesehen wie vermutet, wir hatten doch mit mehr Präsenz gerechnet. Auch die Straßen waren in einem besseren Zustand als mithin gedacht.

    Amis machen viel mit dem Auto, Essen kaufen, Geld abheben und Beerdigungen. Damit meine ich den DriveIn. Ok, letztes haben wir selbst nicht gesehen, sondern nur im Fernsehen, aber die DriveIn’s der Banken haben wir gesehen. Man fährt einfach an den Automaten und hebt Geld ab ohne auszusteigen.

    Das ein Unterschied zwischen den Rassen gemacht wird ist uns doch aufgefallen, Schwarze werden öfter zu niederen Arbeiten herangezogen als Weiße. Auch haben wir mehr arme Wohngebiete mit schwarzen Bewohnern gesehen als mit weißen. Genauso auch mehr schwarze Obdachlose, nur in New Orleans hat sich das relativiert. Grundsätzlich ist einem der noch stärkere Unterschied zwischen Arm und Reich aufgefallen. Im Amiland wird der vorhandene Reichtum auch gern gezeigt.

    Dass die Amis patriotisch sind ist bekannt, auf vielen Grundstücken wird die amerikanische Flagge gehisst, die auch immer im ordentlichen Zustand ist. Also keine zerfetzte Fahne wie bei uns mancherorts. Wie bereits vorher gesagt würde uns ein bißchen mehr Patriotismus gut tun.

    Sprache: mit deutsch kommt man – zumindest in den Südstaaten – nicht weit, eher wird dort spanisch gesprochen. Auch bei den Museen und anderen Besichtigungspunkten wird deutsch nicht angeboten, weder in Prospekten noch als Audioguide. Das können wir besser. Also unbedingt das Schulenglisch aufpolieren, auch wenn man mit dem Hinweis etwas langsamer zu sprechen, da man aus „good old Germany“ kommt, ganz gut zurecht kam. Man merkt aber doch, dass man durch diesen „Zwang“ englisch zu sprechen in der Anwendung des Englischen besser wurde und Vokabeln sich besser merken ließen. Wenn ich die Gelegenheit gehabt hätte, dann hätte ich ein Auslandsjahr gerne gemacht.

    Somit möchten wir unseren Blog schließen. Falls uns noch was einfällt, dann werden wir es hier nachtragen. Gezeigt hat uns die Reise wieder, dass es gut es, wenn man sich die Dinge selbst anschaut. Es öffnet den Blick, man akzeptiert besser andere Meinungen und wird offener gegenüber Fremden. Außerdem können wir davon unseren nichtvorhandenen Enkeln erzählen…
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    Trip end
    November 14, 2017