• Helgoland Tour zur Düne + Grünkohlessen

    March 15, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 3 °C

    An diesem Morgen hat mich der Sonnenaufgang um 06:30 Uhr aus dem Bett geholt, der Ehemann folgt mir und wir hängen beide an dem Panorama-Fenster. Duschen, Anziehen und den Frühstücksraum im Hotel aufsuchen. Wir sind überrascht die Leute frühstücken hier wie die Weltmeister und wir halten Ausschau nach einem freiem Platz. Irgendwo mussten ja die Besitzer der 40 Koffer sich aufhalten. Von einer Servicekraft werden wir an einen Tisch gebracht, der frisch für uns mit Geschirr eingedeckt wird.

    Das Frühstücksbuffet ist nicht zu toppen, es gibt sämtliche Fischvariationen wie z. B. Lachs, Matjes, Hering, Eier, Wurst, Käse, Meerrettich, weiße Bohnen und und und. Noch sind wir ein bisschen lätschert von der Nacht und unseren Gesprächen beim Italiener. Seid 12 Wochen sind wir Großeltern geworden und irgendwie fühlt sich das alles noch so unreal an. Wir werden älter und merken dass der neue Lebensabschnitt gewohnheitsbedürftig ist. In dem Moment kommt eine dunkelhaarige Servicekraft legt ihre Hand auf meine Schulter und fragt: Ist alles gut? Unglaublich wie Sie wie ein geschickter Engel aus dem Nichts kam und so emphatisch zu mir war.

    Der blaue Himmel und die leuchtende Sonne machte uns die Entscheidung leicht: heute gibt es ein Ausflug zur Düne. Die Düne ist eine Nebeninsel der Insel Helgoland und liegt etwa einen Kilometer von der Hauptinsel entfernt und ist wahrhaftig ein heimliches Juwel der Insel. Eine Sturmflut trennte die Düne im Jahre 1721 von der Hauptinsel ab.

    Über Koomot habe ich die Tour geplant und auf diesem Weg sind wir zu den schönsten Plätzen der Düne gelangt. Zum Glück mussten wir nicht zur Düne rüber schwimmen, sondern ein Fährschiff welches im 30 min Takt eingesetzt ist hat uns in ca. 10 min an Ort und Stelle gebracht. Wir starten am Strand und denken ups was sind das für riesen Steine am Sandstrand. Beim näher hinsehen werden aus Steinen Kegelrobben. Zu Hauf liegen sie in Reih und Glied und schlafen in der Sonne oder sie spielen im Meerwasser.

    Die höchste Erhebung ist mit 6 m Jonny Hill auf der Düne. Benannt wurde der Aussichtspunkt nach seinem Erbauer, John Krüß, der viele Jahre seines Lebens auf der Düne verbrachte und während seiner Amtszeit als Düneninspektor diesen Hügel aufschütten ließ, von dem aus man einen Rundblick über die gesamte Landschaft hat. An dieser Stelle treffen wir die zwei Bremer von der MS Helgoland. Sie hatten die gleiche Ausflugsidee und wir amüsierten uns über die Kegelrobben die wir für Steine hielten. Ein Süßwasserteich und der namenslose Friedhof empfahlen uns die beiden Reiselustige. Eins war klar heute Abend treffen wir uns wieder beim Grünkohlessen auf der MS Helgoland.

    Am Flughafen-Restaurant auf der Düne im Restaurant trinken wir noch einen Espresso und schippern dann wieder auf die Hauptinsel. Eine Runde saunieren im Hotel und dann schon schick machen für das Grünkohlessen. Wir laufen zum Hafen und treffen beim Aufstieg aufs Schiff unser zwei Hübschen wieder. Tatsächlich sitzen wir wieder am gleichen Tisch und bestellen uns alle ein Bier. Die Bedienung erkannte meinen Mann und mich sofort wieder und meinte spaßig: Na habt ihr den Platz gleich gefunden? Als Crewmitglied eröffnete sie das Grünkohlbuffet mit Kassler, Pinkelwurst und Mettwurst.

    Das Essen schmeckte hervorragend und an dem Abend stellte ich unseren Tischnachbarn die entscheidende Frage, welche mich die ganze Zeit schon brennend interessierte. In welcher Beziehung sie zueinander stehen. Ach herrjemine es waren Tante und Neffe. Wir sind die Verwaisten in der Familie erzählten sie uns und Tante und Neffe teilen die gleichen Interessen, dies hätte sie zu der Reise animiert. Wir erzählen uns einige Geschichten von früher und über unsere Erlebnisse auf der Düne. Sie gaben uns noch den Tipp ins Emma James Cafe auf der Insel zu gehen.

    Gemeinsam spazierten wir zurück ins Ort der Insel und verabschiedeten uns an unseren Hotel voneinander. Bald fielen wir in unsere Betten und träumten von den Kegelrobben.

    21.03.25 heute war ich beim HNO Arzt und er interessierte sich sehr für Helgoland und die Kegelrobben. Was ein Wunder, dass Sie Kegelrobben gesehen haben, das wäre ja ungewöhnlich. Im Übrigen wäre die Kegelrobbe das größte Raubtier in Deutschland.
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