Via Claudia Augusta - Füssen nach Reutte
April 12, 2025 in Austria ⋅ ☁️ 14 °C
Unsere erwachsene Tochter Ina hatte am Forggensee in der Nähe von Füssen ein FSJ-Nachtreffen. Es war klar wir fahren Ina mit dem Auto hin, da es mit dem Zug zu umständlich ist von Seeshaupt nach Roßhaupten zu gelangen. Mein Mann hatte gleich die Idee dort in der Region zu wandern, da in den Bergen noch viel Schnee liegt, entschieden wir uns für eine Tour von Füssen nach Reutte. Der erste Gedanke war ein Teil des Lechweges zu gehen - die Etappe Reutte - Füssen - doch sind es über den Alpsee ein paar Höhenmeter zu überwinden. Da streikte mein Mann und beim Suchen im Internet bin ich auf die Via Claudia Augusta gestoßen. Die Via Claudia Augusta war eine der wichtigsten Römerstraßen, die Norditalien mit dem süddeutschen Raum verbanden. Auf ihr konnten schon zur Zeit des römischen Kaisers Claudius die Alpen mit Fuhrwerken überquert werden.
Wir starteten in Füssen am Bahnhof, durch den Tourismus ist es kompliziert eine gescheiten Parkplatz zu finden. Deswegen hat für satte 16 Euro das Parkhaus direkt am Bahnhof hingehalten. Durch die überfüllte Fußgängerzone, war die erste Station das Kloster St. Mang, von dort spazierten wir die Lechhalde hinunter und schlenderten am Faulenbachgäßchen entlang. Bis nach Bad Faulenbach ging es am wunderschönen Lech entlang. Über den Maxsteg überquerten wir den imposanten Lechfall. Ich war begeistert von diesem Phänomen des bayrischen Flusses. Mein Mann hatte irgendwie Zielorientierung an dem Tag drauf und ich konnte mich fast nicht trennen von dem wunderschönen Anblick.
Die nächste Etappe war ein Walderlebniszentrum - zwei abenteuerlichen Erlebnispfaden sowie dem 480m langen Baumkronenweg zeichnen den Fleck aus. Das Highlight des Baumkronenwegs ist die Überquerung der deutsch-österreichischen Grenze in luftiger Höhe. Um 12:00 Uhr tummelten sich bereits jede Menge Familien mit Kindern dort rum und eins war mir sicher, sobald meine Enkeltochter größer ist, geht es nach Füssen zum Walderlebniszentrum. Schon bald entdeckten wir das Wegsymbol der Via Claudia Augusta und einen der zwei Meilenstein.
Der Weg verlief parallel zur Bundesstraße weiter und war bis zur Ländergrenze nicht so abwechslungsreich. Über den Kratzer erreichten wir den Ort Pilswang an der Kirche St. Ulrich fanden wir ein lauschiges Plätzchen für die erste Rast. Wir genossen den Ausblick, denn die Kirche befindet sich auf einer Anhöhe. Danach ging es wieder durch eine eher öde Landschaft bis zum Kniepass. Unterwegs sahen wir allerhand Tiere von Hühnern, Schweine die über die Wiesen rannten, Kühe sowieso. Von weitem sah ich an einem Zaun ein Tier und dachte es wäre ein Pony. Doch als ich näher ran kam, war ich mir nicht mehr sicher um welches Tier es sich handelte. Auf dem Gelände war eine Holzhütte, ein Mann und zwei dieser Tiere. Ich fragte den Besitzer um was für ein Tier es sich handelte. Es waren irische Wolfshunde, diese Rasse gehört zu den größten Hunden der Welt. Früher wurde er zur Wolfsjagd benutzt, heute gilt er als treuer Familienhund. Der Weg ging unscheinbar weiter , kurz vor einer Unterführung führte ein Weg Richtung Urissee in Reute . Diesen Weg haben wir erstmal gesucht und zum Glück kam uns eine Frau entgegen mit Walkingstöcke die sich auskannte. Ich weiß nicht wie oft ich auf dieser Strecke das Schild zum Urisee gesehen habe, allerdings ohne Kilometerangabe. Doch der Märchenwald durch den wir marschierten machte es uns leichter durchzuhalten. Mittendrin kam ein Bächlein an dem sich mein Mann erfrischte, denn es war ziemlich warm. Wir waren sehr dankbar, dass sich den ganzen Tag die Sonne am Himmel zeigte.
Vorbei an einem kuriosen Laufbordell namens 6extasia erblickten wir den Urisee. Den Urisee kann in 1,5 h umrunden werden, doch dazu hatten wir keine Zeit mehr, da wir kein Gefühl hatten wie lange wir zum Bahnhof Reutte bräuchten, denn es fuhr nur noch ein Bus um 18:05Uhr Richtung Füssen. Google Maps zeigte seltsamen Routen und Zeitangaben dazu an. An der Stelle ist bei mir wieder eine Entscheidung gefallen, eine Garminuhr muss her. Die gute alte Fitbit kann da überhaupt nicht mehr mithalten ohne GPS Funktion. Unterwegs kam von unsere Tochter eine SMS, wir könnten zum Nachtreffen der FSJler "Beim Olivenbauer" in Hopfen dazu kommen. Na wenn schon uns die jungen Erwachsenen dabei haben wollen, dann nix wie hin. Doch erstmal sind wir durch Mühl gewandert und kamen ca. nach 30 min in Reutte am Bahnhof an. Im M-Preis holten wir uns erstmal zwei Flaschen Zipfen Bier und beim Warten auf den Bus, genossen wir das kühle Blonde.
Da war es wieder diese "Wo-ist -meine -Sonnenbrille -Phänomen" Wir stiegen in den Bus und ich suchte verzweifelt nach diesem Nasenfahrrad. Bus wieder raus an der Bushaltestelle geguckt und wieder Bus rein gesucht und wieder Bus raus...okay beim Bücken im Bus lag die Stärkensonnenbrille unter einem Sitz.
Der Bus fuhr los und es ging die ganze Strecke über über die Via Claudia Augusta. So konnten wir bei der Busfahrt nochmal Teile unseres Wegs sehen und waren überrascht, dass es doch tatsächlich 17,6 km waren.
Beim Olivenbauer in Hopfen hatten wir die FSJler Gruppe getroffen von dem Restaurant hast du einen mega View zum Hopfensee. Pasta und Pizza waren lecker und wir fuhren müde Richtung Heimat.
Fazit: Mein Mann ist fast die ganze Strecke 1,5 m mir vorausgelaufen, da hat mir manchmal der Gleichschritt gefehlt. Bei Rückblick war es ein beeindruckender und wunderschöner Tag, welcher mich für das Fernwandern begeistert hat.Read more





















Traveler
Das grüne Wasser und dann nochin einer Schlucht ist immer wieder schön anzuschauen.
Traveler❤️
TravelerIhr könnt ja den gesamten Weg mal laufen.
TravelerDas wäre eine Vision