Heimgarten 1791 m Grat zum Herzogstand
September 20, 2025 in Germany ⋅ ☀️ 15 °C
Es ist unser 34.Hochzeitstag heute mein Mann weckt mich mit unserem Lied von Gianna Nannini " Un'estate italiana" - jedes Mal wenn das Lied ertönt werde ich sentimental und prompt kommen mir Tränen in die Augen. Ich liebe diesen Mann mit allen Höhen und Tiefen und ich liebe seine Überraschungen. Wir haben uns schon lange die Bergtour die Gratwanderung vom Heimgarten 1790 zum Herzogstand 1731 vorgenommen.
Die Sonne scheint es, scheint ein idealer Wandertag zu werden . Auf dem Hinweg zum Wanderparkplatz Herzogstandbahn. brauchen wir durch den übermäßigen Autoverkehr fast eine Stunde.
Wir landen auf Wanderparkplatz Nr. 2 da der erste bereits überfüllt ist. Wanderschuhe an und flugs sehen wir das Wegweiser zum Heimgarten 4 h 1791 m. Vor uns liegen ca. 1000 Höhenmeter okay wir schaffen das. Wir schlendern gemütlich los Richtung Deiningbach-Schlucht, auf dem Weg kommen die ersten kleinen Wasserfälle. Der Aufstieg erfolgt Schritt für Schritt mit Treppen und steilaufwärts bei gefühlt 25 Grad gibt es nach 2 Stunden die erste Pause mit Vollkornbrot und mega Ausblick zum Walchensee. Ein paar Mädels schießen ein Paarbild von uns, wir erzählen ihnen von unserem Hochzeitstag.
Wanderschuhe wieder anziehen und die nächsten 2 h Stunden zum Gipfel hoch des Heimgarten. Es kommen uns einige Menschen am Berg entgegen, welche die Strecke umgekehrt laufen. Mit der Herzogstandbahn hoch und über den Grat den Heimgarten hinunter. Eine 3-er Gruppe von Mädels, die letzte mit Sneaker und Stöcken versehen die sich den Heimgarten heruntertastet. Okay wenn die den Grat geschafft hat, schaffe ich den auch. EIne Frau die Tetraband um ihre beiden Schuhe gewickelt hat. Ich frage sie was das Tretaband bedeutet. Sie erzählte mir, dass sich ihre Schuhe aufgelöst haben und die Bergwacht ihr die Wanderschuhe mit Tetraband gesichert hat. Ein andere Wanderer meinte es kann nur besser werden im kühlen Wald.
Wir sehen die Heimgartenhütte und dann ist der Gipfel nicht mehr weit, wir merken dass nach 4 h Stunden es anstrengender wird, doch das Gipfelkreuz lockt. Der Mann packt den Gipfelschnaps aus dem Rucksack, dies ist bei uns eine Tradition. Oben angekommen kommt uns eine Rentnertruppe aus der Richtung Herzogstand entgegen. Zwei Männer und eine Frau, die Frau will nicht auf das Gipfelkreuz. Die schwäbisch sprechenden Männer gelingt es nicht die Frau auf den Gipfel für das Foto zu bewegen. Ich feuer sie an und trotz Widerstand schafft sie es die letzten paar Meter hoch. Ich fotografiere die drei Gesellen. Ein wunderbares Gipfelfoto knipste vorher ein junger Mann von uns.
Wir gönnen uns in der Heimgarten Hütte eine Erfrischung mit einer Halben und ich Klamottenwechsel. Wir haben nicht mehr genügend Wasser für den Grat und in der Hütte gibt es nur Regenwasser. Für 3 Euro pro 500 ml Wasser decken wir uns ein und nach einer Stunde Rast geht es weiter.
Es ist im Leben manchmal gut wenn wir nicht wissen was auf uns zu kommt so auch bei dem Grat. Es geht am Grat hoch und runter mit steinigen Passagen und Seilen und Klettersteigen an brenzligen Stellen. Die Hitze ist um 15:30 Uhr noch massiv und wir schaffen es tatsächlich in 1h 3/4 , (bei Koomot angegeben 2 h Stunden) bis zum Herzogstand.
Zum Glück habe ich kurz vorher noch mein zweites Vollkornbrot gegessen um Kraft zu bekommen.
Wir sehen den Herzogstand vor uns und kommen um 17:15 Uhr dort an. Es war klar wir fahren mit der Herzogstandbahn wieder ins Tal doch bis dahin wären es noch 45 min. Die letzte Talfahrt wäre um 17:45 Uhr, ob wir das schaffen. Wir sammeln nochmal alle Kräfte und sind in 22 Minuten an der Herzogstandhütte, dort wären es noch 15 Minuten bis zur Bergbahn. Wir vertrauen einfach und laufen in einem Tempo weiter welches uns überraschte in 5 Minuten waren wir 17:42 Uhr in der Warteschlange.
Noch einzelne Mitwanderer trudelten ein und wir hoffen, dass und die Herren noch mit runterfahren lassen und nicht 17:45 Uhr ein Stopp machen. Es herrscht noch Gnade auf dem Berg und wir fahren mit der aller Letzen Fahrt an dem Tag mit Rentnerpreis für den Mann ab 60 Jahren in einer schnuckeligen Runde hinunter und erfreuen uns nochmal an dem Blick auf den Walchensee. Mit an Board der Kassierer mit der Geldkassette des Tages und der Bergbahnchauffeur.
Mit dem Auto fahren wir nach Kochel am See und kehren im Landgasthof Schmied zum Kochel mit dem Schlemmerblock ein. Auf meinem Teller ein Saibling vom Kochelsee mit Kartoffeln, welches ich fast wie im Dark Dinner mit den tausend Gräten verspeist bekam. Natürlich wieder der Klassiker, dass ich meine Brille suchte. Nach 3 Anläufen im Auto und Rucksack nachzusehen finde ich die Sonnenbrille am Armaturenbrett im Auto.Read more





















Traveler
Schönes Hochzeitstagsfoto!
Traveler...und ihr wohnt in einer wunderschönen Gegend!