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  • Day6

    Von der Normandie in die Bretagne

    August 13, 2020 in France ⋅ 🌧 20 °C

    Das Wetter ist nicht so berauschend, grau und diesig. Zelt, Matratze und Schlafsack sind gut durchgeweicht vom Gewitter. Wir wollen aber noch gern an der Küste bleiben. Also beschließen wir doch bei unseren ursprünglichen Plänen zu bleiben und weiter in die Bretagne zu fahren. Bis jetzt bin ich immer nur an St. Malo vorbeigefahren. Vielleicht klappt es ja diesmal - trotz Bailey.
    Den Mont St. Michel lassen wir in der Ferne liegen. Der ist wirklich zu touristisch. Und dann wagt sich Timon mit dem Van in die kleinen Straßen von St. Malo. Und siehe da - wir finden sogar einen kostenlosen Parkplatz am Hafen und Timon schafft es auch noch rückwärts in einen PKW Platz einzuparken.
    Und dann das größte Wunder: wir können mit Bailey bei Fuß nicht nur auf Fotonähe an die komplett ummauerte Piratenstadt heran gehen. Nein, wir gehen sogar ein ganzes Stück an der Altstadt entlang bis zum Haupteingangstor. Die engen Gassen will ich Bailey aber nicht auch noch zumuten und warte mit ihm draußen vor dem Tor. Er liegt ganz ruhig zu meinen Füßen und wartet, bis die beiden nach 25 Minuten wiederkommen. Zwar sehr hübsch aber nur Hotels, Restaurants und Souvenirshops. Insgesamt sind wir bestimmt 2,5 Stunden mit ihm unterwegs.
    Wenn wir jetzt schon mal soweit in die Bretagne vorgedrungen sind, fahren wir auch noch weiter nach Perros-Guirec, mein absoluter Lieblingsort mit den rosa Granitfelsen. Die Fahrt zieht sich, das Wetter wird immer schlechter. Wir kommen erst an, als alle Campingplätze schon geschlossen bzw. auch voll sind. Kurz vor dem Verzweifeln fahren wir bis Tregastel weiter und ich rufe beim Camping du Port bei der Telefonnummer an der Rezeption an. Ja, sie haben noch Platz, sie bräuchte aber eine halbe Stunde, bis sie da wäre. Und tatsächlich bekommen wir um halb zehn einen sehr schönen Platz, den wir eigentlich gar nicht genießen können, weil es inzwischen schon dunkel ist.
    Timon und Lina schlafen heute wieder unten im Van. Die Matratze bekommt das Sonnensegel als Laken, so dass die Feuchte nicht durchdringt. Der Schlafsack ist inzwischen schon wieder getrocknet. Zumindest haben wir es warm.
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