• Mario Dieringer
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TREESofMEMORY

Seit März 2018 laufe ich um die Welt und pflanze Bäume der Erinnerung für Suizid-Opfer. Auf dieser Route / Karte sind alles gepflanzten Bäume vermerkt. Leggi altro
  • 28. Tom Gemeinschaftsbaum

    15 aprile 2021, Germania ⋅ 🌧 6 °C

    Dieser Gemeinschaftsbaum, der von Sonja Richter in Auftrag gegeben wurde, steht für 5 Seelen. Kein weiteren Ausweg mehr sahen. Ich habe mich sehr gefreut, dass die Stadt München einen ganz besonderen Platz im hirschgarten gefunden hat. Zwischenzeitlich war ich mehrfach dort und konnte immer wieder beobachten wie Menschen stehen bleiben, Fotos machen und trees of memory googeln.Leggi altro

  • 31. ToM als Mutmacherbaum

    23 giugno 2021, Germania ⋅ ☁️ 24 °C

    Als wir diesen Baum gepflanzt haben, war es ein ganz besonderer Tag. Auf meine Wanderung wurde ich von Herrn Müller angesprochen, der auf einem privatgrundstück eine Kapelle gebaut hat und die Messe. Ein Anliegen war direkt neben der Kapelle diesen Mutmacherbaum zu pflanzen. Das hat mich super gefreut und wir sind uns auch in den folgenden Jahren noch ab und an über die Füße gelaufen. Mit von der Partie war übrigens auch Sonja Hofrichter, die damals mit mir mit gewandert ist und seit einigen Jahren die Baumpflanzungen für uns organisiert.Leggi altro

  • 32. ToM für Vincent Horn

    23 luglio 2021, Germania ⋅ ☀️ 25 °C

    Diese Baumpflanzung hat mich aus vielerlei Gründen heraus sehr berührt. Während der Pflanzung kam es zu einer einzigartigen Situation, die mir immer noch Gänsehaut macht, wenn ich daran denke. Vinzenz kleiner Sohn, der damals drei Jahre alt war, spielte am Rande der Wiese und als der Baum gepflanzt wurde, zeigte er plötzlich mit ausgestrecktem Arm auf den Baum und rief: Papa
    Und, ich mag den kleinen Mann sehr und hoffe es geht ihm gut. Der Mama natürlich auch 😀
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  • 33. ToM Fam. Harder

    25 agosto 2021, Germania ⋅ ⛅ 21 °C

    Auch wenn jeder einzelne Baum, der von mir gepflanzt wird, ein besonderer Baum ist, so ist diese Baum doch nochmals ein ganzes Stück anders, als alle anderen Bäume, die bisher gepflanzt wurden. Er steht nämlich nicht nur für die zwei Brüder, die sich im Abstand einige Jahre das Leben genommen haben, sondern für mich persönlich zwischenzeitlich auch für die auftraggeberin Carola harder, die damals schon an Lungenkrebs gelitten hat und zwei drei Jahre später verstarb. Sie hat sich gewünscht, dass ich als Trauerredner ihre Bestattung mache, was ich sehr gerne gemacht habe. Aber es fiel mir wirklich schwer, weil ich sie sehr mochte.Leggi altro

  • 34. ToM für Uwe Luibrandt

    27 agosto 2021, Germania ⋅ ⛅ 17 °C

    Dieser Baum war mir ein persönliches Anliegen und ist ausnahmsweise nicht für einen Menschen, der durch Suizid ums Leben kam. Uwe war mein bester Freund und kam bei einem schweren Motorradunfall ums Leben. Wir hatten uns irgendwann aus den Augen verloren und als ich eines Tages zu Gast war, in der tv-sendung nachtcafe, sah mich die Karin, seine Witwe, die sofort wusste wer ich war. Wenige Tage darauf nahm sie Kontakt mit mir auf, worüber ich sehr glücklich bin. Aber als ich erfahren hatte, das Uwe nicht mehr lebt, hat es mir auch ein Stück des Herzens zerbrochen. Diese Baum ist für dich. Uwe und ich denke noch sehr oft an unsere wirklich wahnsinnigen Wochenenden, die wir zusammen verbracht haben. Seit es dich nicht mehr gibt und Zeit für uns aus den Augen verloren haben, habe ich auch niemanden mehr, der mit mir Backgammon spielt.Leggi altro

  • 35. ToM für Angelika

    3 settembre 2021, Germania ⋅ ☀️ 24 °C

    Diese Baum ist für Simones Mutter Angelika gepflanzt worden. Simone ist ebenfalls ein Mitglied des Vereins trees of memory e.v. ich kann ihr gar nicht genug danken, für diese tollen Tage, die ich in Ötisheim verbringen durfte und für die regelmäßige Unterstützung, die sie meinem Lauf zugute kommen lässt, als auch so mancher persönlicher Überraschung.Leggi altro

  • 36. ToM Gemeinschaftsbaum

    10 settembre 2021, Germania ⋅ 🌧 22 °C

    Bei diesem Baum handelt es sich um eine Umwidmung einer alten Eiche im Stadtpark, die stellvertretend für alle Suizidopfer des Landkreises Gießens steht. Ich bin der Stadt sehr dankbar, dass Sie dies ermöglicht hat und dass sie deutlich sichtbar eine Plakette in die Erde hat, einbringen lassen, die Besucher auf ihrem Weg durch den Park auf diesen Baum und unser Anliegen aufmerksam macht.

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    ERLEBEN, HINSPÜREN, SACKEN LASSEN - ODER WAS EIN EINZELNER TAG NACHHALLEN LÄSST
    Der Freitag war ein besonderer Tag. Nicht nur, dass es der 10. September und somit der internationale Tag der Suizidprävention war. Zum ersten Mal wurde dieses Datum auch dafür ausgewählt, um einen TREE of MEMORY in den Kreis der Bäume der Erinnerung aufzunehmen. Ein bereits stattlicher, großer und längst gepflanzter Baum wurde dafür ausgesucht, um ein Zeichen zu setzen. Im Stadtpark Gießen unweit des Parkplatzes am Badezentrum Ringallee fand hierfür die Zeremonie statt. Ein TREE of MEMORY für alle im Raum Gießen, die einen geliebten Menschen durch Suizid verloren. Sie alle dürfen sich mit diesem Baum nun verbunden fühlen. Sich dort, an dieser Stelle, ihrer geliebten Menschen erinnern. Dem Blätterrauschen lauschen, das Wehen des Windes in den Ästen betrachten. Ein Stück Frieden finden. Der Baum ist ebenso ein TREE of MEMORY für alle Bürger Gießens, die seelische Krisen durchleben und ein Zeichen der Hoffnung benötigen.
    Zur feierlichen Zeremonie befanden sich über zwanzig Personen ein. Unser Gießener Mitglied Elke begrüßte die Anwesenden mit gefühlvollen Worten und gab dann das Wort an die Oberbürgermeisterin der Stadt Gießen weiter. Auch sie gab wieder, wie wichtig und wertvoll solch ein Baum sein kann und auch, wie wichtig sie es ansieht, das Thema Suizidprävention in die Öffentlichkeit zu rücken. Mario Dieringer fand in seiner anschließenden Rede bewegende Worte die nachdenklich machten, die Trost spendeten, die die Anwesenden mitnahmen. Worte, die auch Hoffnung schenkten. Im Anschluss an seine Rede wurden die Wünsche und Gedanken, die zuvor niedergeschrieben und gesammelt wurden, an die Wurzeln des Baumes gegeben. Begleitet von wohlwollenden Worten eines Mitglieds des Gießener Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, welches den TREE of MEMORY für Gießen ebenfalls sehr willkommen hieß. Dann wurde die eigens dafür gestaltete Gedenk-Plakette enthüllt, während ein Mitglied des Caritas Verbandes einen irischen Segenswunsch sprach. Es ergaben sich danach noch einzelne Gespräche mit den Anwesenden und es war spürbar, dass es für alle eine ergreifende Veranstaltung war. Wie wichtig es ist, wahrgenommen zu werden. Als trauernder Mensch, als Hinterbliebener. Und auch wie wertvoll es ist, darüber reden zu dürfen, einen Ansprechpartner zu finden der einen versteht.
    Für unseren Verein ging es nun noch weiter in die Innenstadt. Ein ganzes Team von TREES of MEMORY e.V. Mitgliedern und Mario Dieringer baute dort den Infostand auf, um die Öffentlichkeit auf den internationalen Tag der Suizidprävention aufmerksam zu machen. Trotz immer wiederkehrenden leichten Regens stieß der Trupp dort auf das Interesse der Passanten. Von manchen vorsichtig und mit Abstand beäugt, von vielen auch gezielt aufgesucht. Unsere Flyer und die der anderen verschiedenen Vereine und Organisationen, die auf dem Tisch ausgelegt waren, wurden dankbar mitgenommen. Was für alle jedoch das wichtigste war, sind eindeutig die Gespräche, die sich mit den Passanten ergaben. Menschen, die stehen blieben und uns mitteilten, dass es so wichtig und wertvoll sei, was TREES of MEMORY e.V. da tut. Manch einer von ihnen hatte größeren Gesprächsbedarf, so dass sich immer wieder eines der Mitglieder einzeln mit diesen Personen etwas abseits des Standes unterhielt. Wir erfuhren von ihren Nöten, ihren Sorgen und ihren seelischen Krisen. Und wir versuchten in den persönlichen Gesprächen Mut zu machen. Verständnisvoll zuhörend, manchmal etwas hinterfragend, um die Situation des Gegenübers noch besser verstehen zu können. Und man merkte, dass den Personen wie eine Art Last von den Schultern genommen wurde. Sie durften ihre Gedanken äußern, ohne verurteilt zu werden. Sie wurden wahrgenommen mit ihren Sorgen und Nöten. Sie trafen auf jemanden, bei dem sie sich öffnen durften. Sie konnten einmal auf- und durchatmen. Wir durften sie im Gespräch darin zu bestärken, ihre kleinen Schritte, die oftmals auch kräftezehrend sind, weiter zu verfolgen. Und auch dazu einladen, die bereits zurückgelegten einmal bewusst zu betrachten. Sehen, was von ihnen selbst schon erreicht werden konnte. Ja, auch darauf darf und sollte immer wieder der Fokus gerichtet sein. Häufig vergessen wir einfach, welche mutigen Wege wir schon betreten haben, wie viel sie für sich schon erarbeiten konnten, etwas, worauf man auch mal stolz sein darf. Über die Depression wurde gesprochen und auch über die suizidalen Gedanken, die die Betroffenen ab und an heimsuchen. Über Hilfe und Möglichkeiten zur Unterstützung. Es durfte alles seinen Raum und seinen Platz haben in den Gesprächen. Das uns entgegengebrachte Vertrauen wissen wir wertzuschätzen. Denn uns ist klar, dass es nicht selbstverständlich ist, fremden Personen gegenüber so offen zu reden. Und es bewegte uns, machte etwas mit uns. Zeigt auf, dass wir Menschen erreichen können und es wichtig ist, was wir tun. Dass es einen Sinn macht. Nicht umsonst ist, sondern die investierte Energie und Zeit anderen zugutekommt. Den Menschen, die es wert sind, gehört zu werden. Denen die kämpfen, zweifeln, Nöte haben.
    Wir haben auch Gegenwind verspürt. Wurden verurteilt, in Frage gestellt. Es ergab sich ein Gespräch in dem ein Austausch nur schwer bis gar nicht möglich war. Die Präsenz mit dem Infostand könne suizidale Menschen dazu bringen, die Gedanken überhaupt erst in die Tat umzusetzen, ebenso die Gedenktafel am Baum der Erinnerung. Beim Versuch des Austausches und dabei, unsere Argumente verständlich zu machen, wurde uns deutlich, dass wir nicht immer den Kontakt und den Zugang zu jedem finden können. Und wo unsere eigenen Grenzen liegen.
    Auch das gehört zu solch einem Tag. Was half, war das eigene und erlernte Wissen, die eigenen Erfahrungen. Und sicherlich auch die Ausbildung zum Ersthelfer der psychischen Gesundheit, des MHFA-Ersthelfers. Dadurch ließen sich Situationen besser einschätzen, die Wortwahl in allen Gesprächen besser treffen, besser hin spüren. Und sicherer agieren. Wir sind dankbar, unsere Mitglieder diesen Ersthelferkurs der psychischen Gesundheit ans Herz legen zu dürfen und viele davon das Angebot auch annehmen und sich dazu ausbilden lassen.
    Wir sind dankbar für so vieles. Der Stadt Gießen, dass dort ein TREE of MEMORY sein darf. Den Menschen, die sich eingeladen fühlten und kamen. Wir sind dankbar für den Austausch, jedes einzelne Gespräch. Wir sind dankbar für jeden Zuspruch und auch für jede Kritik. Wir sind dankbar dafür, dass sich Mitglieder treffen konnten, zum Teil das erste Mal begegnen durften, um gemeinsam etwas zu erreichen. Wir sind dankbar dafür, dass nach einem ganzen Jahr wieder gute, wertvolle und wichtige Öffentlichkeitsarbeit im „Draußen“, live und hautnah möglich war. Wir sind dankbar, dass uns Mario noch am Infostand unterstützte und er dadurch auch am zweiten Teil des Veranstaltungstages dabei war. Wir sind dankbar auch für den Austausch, der uns endlich wieder unkomplizierter und mit mehreren ToM-Mitgliedern vor Ort untereinander ermöglicht war. Es gab allen Beteiligten, die Wochen mit den Vorbereitungen verbrachten, die unzählige Mails schrieben und Telefonate führten, die planten und überlegten, die auf- und abbauten, so viel zurück. Ja, es hat Energie gefressen. Aber viel mehr zurückgegeben. Bei allen musste dieser Tag danach erst einmal sacken. Man musste es auf sich wirken lassen. Jeder Einzelne von uns konnte im Nachgang hin spüren, was dieser Tag bei einem selbst bewirkt hat. Denn Tage wie dieser bringen immer etwas in Bewegung. Bei anderen, bei einem selbst, für die Vereinsarbeit. So werden wir genau dieses Gefühl aufgreifen. Die Dankbarkeit. Dass all dies möglich und erlebbar war. Dass dieser Tag so überaus positiv verlief. Und genau mit diesem Gefühl in die letzten Vorbereitungen der nächsten Veranstaltung gehen. Es ist ein Energieschub, den wir mitnehmen. Wir freuen uns darauf, am 13. Oktober in Kassel zu sein. Um auch dort einen Baum der Erinnerung pflanzen zu dürfen, gemeinsam mit dem Museum für Sepulkralkultur. Dort als Ansprechpartner, als Gesprächspartner sein zu dürfen für jeden, der mit uns ins Gespräch kommen möchte. Ich glaube, ich kann für alle, die in Gießen dabei waren und die in Kassel dabei sein werden, sprechen. Und für alle, die zurückliegende Veranstaltungen geplant und durchgeführt hatten. Und für alle, die an den bisherigen Mitgliederversammlungen teilgenommen haben. Die Mitglieder unseres Vereins, die sich begegnen, die gemeinsam etwas auf die Beine stellen, sie möchten das Gefühl nicht missen. Denn auch ihnen gibt es viel mehr zurück, als man selbst gibt. Zeigt auf, dass der eingeschlagene Weg richtig ist. Das Tun einen Sinn ergibt. Danke, dass es TREES of MEMORY e.V. gibt. Danke, dass es Euch gibt, die unser Tun und Wirken verfolgen. Die uns den Rücken stärken, uns zum Weitermachen ermuntern.
    - Euer TREES of MEMORY e.V. Team -
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  • 37. ToM für Uwe Böhmer

    21 settembre 2021, Germania ⋅ ☁️ 16 °C

    Der Papa dieser wunderbaren Familie hat sich auch schon vor vielen Jahren das Leben genommen. Die Lücke, die er bei seinen Kindern hinterlassen hat, ist nach wie vor riesengroß. Diesen Baum zu pflanzen hat an diesem Tag tatsächlich auch etwas bewirkt und es ist wirklich gut, dass es diesen Ort jetzt gibt. Der Tag selbst war ganz wunderbar und ich habe mit jeder Minute gespürt, wie richtig ich hier bin und wie richtig das Projekt trees of memory ist.
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    Und nun steht auch der 37te Tree of Memory für Uwe, der nicht nur viele gute Erinnerungen hinterlassen hat, sondern auch eine wirklich tolle Großfamilie, die so viel Liebe, Mitgefühl und Respekt füreinander haben. Danke, dass ich diesen Baum die euch pflanzen durfte. Das war eine großartige Zeit mit euch allen. LG
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  • 38. ToM für alle Suizidopfer Landkreis K

    13 ottobre 2021, Germania ⋅ ☁️ 11 °C

    Dieser Baum der Erinnerung hat eine herausragende Stellung. Er steht nämlich im Museum für Sepulcralkultur, das dem Thema Suizid eine große Ausstellung gewidmet hat. In diesem Rahmen wurde nicht nur ein Baum der Erinnerung für alle suizidopfer des Landes gepflanzt, sondern auch ein wirklich großer Stein mit der Inschrift trees of memory verlegt. Ich hätte mir vieles träumen lassen in meinem Leben aber nicht, dass es mein Projekt trees of memory schafft zu meinen Lebzeiten einen dauerhaften Platz im Museum zu finden. Dafür gilt aus der Tiefe meines Herzens heraus ein dickes Dankeschön.

    Rede zur Baumpflanzung in Kassel im Museum für Sepulkralkultur
    Seit ich am 31.März 2018 mein früheres Leben endgültig hinter mir gelassen habe und mit TREES of MEMORY begonnen habe durch Deutschland, als erste Station um die Welt zu laufen, gab es sehr viele herausragende Momente.
    Jeder Tag, den ich neu erlebt habe wurde zu einem außergewöhnlichen Ereignis, dem ich wie ein kleiner Junge auf dem Jahrmarkt, mit großen Augen begegne.
    Heute, vier Jahre nach meinem ersten Schritt, raus in die Welt und 5 Jahre nach Auftauchen meiner Vision von TREES of MEMORY, hier im Museum für Sepulkralkultur zu stehen und im Rahmen der Sonderausstellung „ Suizid – Let´s talk about it“ zum festen Bestandteil des Museums zu werden, ist eine große Ehre.
    Eine Ehre die uns alle, die mit diesem einzigartigen Projekt, dem Lauf um die Erde, dem Pflanzen der Erinnerungsbäume und dem damit verbundenen gemeinnützigen Verein zu tun haben, zu großem Dank verpflichtet. Den ich ausnahmsweise zu diesem besonderen Anlass auch mal in Worte kleiden werde.
    Zunächst mal ein großes Danke an all die Initiatoren, Verantwortlichen, Organisatoren aus dem Museum und die Museumsleitung, die unsere Teilnahme befürwortet, ermöglicht und das alles so toll umgesetzt haben.
    Dann einen besonderen Gruß und Dank an Frau Prof. Schneider aus Köln, die auch Kuratorin dieser Ausstellung ist.
    Mit ihr habe ich 2018 ein cooles mehrteiliges Videoprojekt umsetzen dürfen, in dem ich über Suizidalität mit all seinen Querverbindungen in die unterschiedlichsten psychischen Bereiche erzählen durfte.
    Diese Videos werden seit dem in der wissenschaftliche Lehre verwendet und jungen Menschen, angehenden Psychologen und Medizinern neue Perspektiven und veränderte Blickwinkel, rund um das Thema Suizid aufzeigt, das sonst kaum öffentlich diskutiert wird.
    Damit kann TREES of MEMORY vielleicht auch auf den Seiten der Behandelnden und Pflegenden wichtige Akzente setzen, die für ein verständnisvolles und wertschätzendes Miteinander wichtig sind, um eine positive Behandlung zu ermöglichen.
    Vielen Dank dafür und ich hoffe sehr, das sage ich jetzt mit einem Augenzwinkern, dass ich im Unterricht nur als „ver-rückt“, also im Leben auf einen neuen Platz verschoben, bezeichnet werde und nicht der besonders kuriose pathologischen Einzelfall bin, den man mal gesehen haben muss.
    Mein größter und innigster Dank geht an Iris Pfister, die nicht nur dritter Vorstand im Verein ist, sondern auch irgendwie die Seele des Vereins ist.
    Iris teilt einen wesentlichen Charakterzug mit mir: Sie packt an, sie setzt um, sie agiert aus der Intuition heraus und weiß, was Hinterbliebene brauchen und was ihnen gut tut.
    Sie war der erste Mensch, der mich anschrieb und meinte: Dein Projekt ist so durchgeknallt, das muss man einfach unterstützen. Wie kann ich Dir helfen?“
    Heute hilft sie so vielen Menschen und trägt weiter, was auch in meinem Herzen Form angenommen hat, ich aber aus verschiedenen Gründen nicht leisten kann, weil ich eben am laufen und Baum pflanzen bin.
    Ohne Iris, würde ich heute ganz sicher nicht hier stehen.
    Kurz danach kam der erste Vorsitzende Gunter Huhn mit ins Boot, der vermutlich noch immer glaubt, dass ich ganz sicher durchgeknallt bin, aber bei unserem ersten Date in der Tiefe seiner Seele gespürt hat, wie ernst es mir mit TREES of MEMORY ist.
    Gunter hat niemandem im Leben durch einen Suizid verloren, umso berührter und stolzer bin ich, dass die Vision eines grünen Bandes der Hoffnung und Erinnerung um die Erde, ihn nicht losgelassen hat und dazu antrieb neue Schritte zu gehen, ein Zeichen zu setzen, Mut und Hoffnung zu machen und den Verein mit viel Engagement und noch mehr investierter Zeit durch die Untiefen der Juristerei führt. Auch Dir ein dickes Danke.
    Und ein letztes Danke, gilt all den Menschen, die sich mit all Ihrer Energie dafür einsetzen, dass TREES of MEMORY zu einer verlässlichen und hilfsbereiten Institution im Bereich der Suizid-Nachsorge und der Suizidprävention wird.
    Dazu gehört natürlich unser zweiter Vorstand Mario Kelter, der zusammen mit seiner Frau Sandra, als Paten der ersten Anlaufstelle im Saarland Hinterbliebene unterstützt.
    Danke auch Sonja Hofrichter und Ildi Wittner, die zwischenzeitlich die Organisation der Baumpflanzungen übernehmen, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.
    Und selbstverständlich ein großes Dankeschön an jeden einzelne Paten der ersten Anlaufstellen des Vereins TREES of MEMORY e.V., die helfen Brücken zurück ins Leben zu bauen, die aktiv in den ersten Wochen und Monaten helfen, wenn ein Suizid das Leben in eine Million Stücke gerissen hat und die meist selbst die Dramatik und Tragödie eines Suizides erleben mussten, der ihr Leben in ein normales davor und ein schreckliches danach geteilt hat.
    Ich danke Euch allen von ganzen Herzen, als auch den vielen Mitgliedern des Vereins, die den Bestand und die Arbeit ermöglichen und gewährleisten.
    Ohne Euch wäre meine Vision und der Lauf um die Welt nicht halb so viel wert. Ohne Euch lässt sich das große Netz, das eine Tages Menschen aus aller Welt auffangen soll, nicht spinnen.
    Teil dieser ganz besonderen Hilfestellung, die einen emotionalen Neuanfang für Hinterbliebene nach einem Suizid ermöglichen kann, sind die Bäume der Erinnerung.
    So auch dieser Mispelbaum, den ich heute als 37ten TREES of MEMORY hier in Kassel pflanzen darf.
    Dieser Baum steht symbolisch für alle Suizid-Opfer, denen wir hiermit ein Stück Erinnerung geben möchten und denen wir auch Danke dafür sagen möchten, dass Sie in unserem Leben waren, es bereichert haben und die auf unterschiedlichste Art und Weise dazu beigetragen haben jeden von uns zu formen – zu Lebzeiten, als auch danach.
    Alle 40 Sekunden tötet sich irgendwo auf diesem Planeten ein Mensch das Leben. Das sind über eine Million Menschen, die die Ungewissheit des Todes, dem Fortbestand der perspektivlosen Gegenwart vorziehen mussten.
    Die Allermeisten von Ihnen wurden zum Opfer des letzten Symptomes diverser psychischer Erkrankungen, Ängsten, Panikattacken und schwerer depressiven Krisen.
    Sie wurden nicht nur Opfer diverser Erkrankungen ohne Perspektive, sondern haben auch deshalb keine Zukunft mehr sehen können, weil es in den allermeisten Gesellschaften auf diesem Erdball, nach wie vor keinen Raum gibt, um über Suizid zu reden oder Hilfe zu bekommen, wenn die dunklen Gedanken aufkommen.
    Gedanken, die anfangs noch erschrecken. Gedanken, mit denen man sich eines Tages arrangiert. Gedanken, die im dritten Stadium zum Freund werden. Gedanken, die letztendlich als möglichen Ausweg akzeptiert werden.
    Doch wer Selbstötungsgedanken hat wird ausgegrenzt, verliert Reputation, Freunde, mitunter den Partner, die Familie und manchmal auch den Job.
    Religionen ächten diejenigen, die sich das Leben genommen haben, weil Sie das Geschenk Gottes weggeworfen haben und im Duktus der Lehre eine Todsünde begehen.
    Der Suizid ist eines der großen interkulturellen Tabuthemen.
    Die Selbsttötung ist vielleicht das am meisten missverstandendste Drama unserer Gegenwart.
    Der Suizident wird fälschlicherweise noch immer als Mörder bezeichnet – ein Selbstmörder.
    Dabei ist doch der Mord eine heimtückische Tat aus niederen Beweggründen, wie zum Beispiel der Habgier, der Eifersucht oder dem Verschleiern einer vorausgegangenen Tat.
    Was ist heimtückisch daran das eigene Ende herbei zu führen?
    Sind Perspektivlosigkeit, ein immer währender Schmerz, die endlose Traurigkeit oder das finale „Mach jetzt Schluss“ eines kranken befehlenden Geistes, gegen den man sich nicht zur Wehr setzen kann, niedere Beweggründe und das Zeichen von Heimtücke?
    Ein Suizid ist kein Mord. Auch dafür stehen die Bäume der Erinnerung, die aus den stigmatisierenden und kriminellen „Selbstmördern“ wieder einen Menschen, der geliebt wurde machen.
    Ein TREE of MEMORY ist auch ein Zeichen der Würde, der Stärke und des Mitgefühls.
    Ein Suizid ist eine Tragödie, der mitunter noch nicht mal ein Hilfeschrei voraus gegangen ist.
    Er ist das Ergebnis von Unwissenheit, von falschen Ratschlägen, dem Gedanken „es wird schon nichts passieren“, der zu spät kommenden Behandlung und der Verkettung von vielen unglücklichen Umständen, die den Suizidenten am Ende nicht mehr zum Handelnden seiner selbst machen, sondern zu einem getriebenen Opfer.
    Ich habe das am eigenen Leib erlebt. Ich habe einen Suizid hinter mir, den ich nur durch Widerbelebung überlebt habe und als ob das nicht gereicht hat, nahm sich zwei Jahre später mein Partner das Leben, dem man ab einem bestimmten Punkt, lange schon vor unserer gemeinsamen Zeit, nicht mehr helfen konnte – auch, weil er diese Hilfe verweigert hat.
    War er noch der Handelnde? Nein, am Ende führten auch ihn, die sich gegenseitig bedingenden Umstände in den Tod.
    Mit TREES of MEMORY habe ich mich aufgemacht, um auf den weltweit zunehmenden Suizid aufmerksam zu machen.
    Ich will nicht zusehen, sondern Hinterbliebenen Hilfe zukommen lassen und suizidalen Menschen ein Mut machendes Beispiel sein. Ich will geben, was mir so oft verweigert wurde.
    Ich war ganz unten, ich war Opfer, ich war tot, es gab keinerlei Zukunft mehr.
    Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb stehe ich heute wieder hier. Nicht gänzlich befreit von meinen Depressionen, die kaum mehr spürbar sind aber ohne jeglichen Suizidgedanken, der Gott sei Dank wieder so absurd wurde, wie damals, als mich die Krankheit Depression noch nicht heimgesucht hatte.
    Der Suizidgedanke ist keiner meiner Freunde, er ist kein Rettungsanker und für mich persönlich bedeutet er auch nicht den legitimen Ausweg aus einer Situation, weil nach jedem Regen auch wieder Sonne kommt, egal wie lange die Regenzeit dauert.
    Die letzten vier Jahre haben mich sehr viel über das Leben und unser Sein gelehrt.
    Der Tod lehrte mich die wichtigsten Lektionen über das Leben.
    Das Sterben zeigt mir jeden Tag auf`s Neue, wie wir mit Menschen nicht umgehen dürfen, die den Partner, das Kind, die Ehefrau, ein Elternteil oder einen Freund durch Suizid verloren haben.
    Es ist der Tod, der das Leben erst ermöglicht und uns allen dann und wann eine bunte Zukunft zeigt, wenn das Lebensgrau ins perspektivlose Nachtschwarz zu kippen droht.
    Jeder Baum, der gepflanzt wurde leuchtet durch die Kraft der Erinnerungen als Kerze in der Dunkelheit, gleich einem Mutmacherbaum für all diejenigen, die Zweifel und Angst haben und deren Leben mehr einer Hölle gleicht, als einem Leben, das durch Mitgefühl und Respekt von außen gewertschätzt wird.
    Jeder Baum sagt: Gebt nicht auf.
    Eure Stärke, Eure Hoffnung und Eure Zukunft ist nicht erloschen, auch wenn es sich so anfühlt. Ich bin ein lebendiger Beweis dafür.
    All die Hinterbliebenen denen ich begegnen durfte haben mir gezeigt, dass nur bedingungslose Akzeptanz des Geschehenen und der Gegenwart den Weg in eine Zukunft ebnet, die nie wieder so wird, wie es einst mal war.
    Aber sie wird – auch wenn immer jemand fehlen wird. Sie wird wieder erfüllt und glücklich werden. Nur eben anders glücklich. Wer nicht akzeptiert verharrt im immerwährenden Leid und dem lauten Schrei nach dem „Warum“.
    Die Akzeptanz dessen, was nicht zu ändern ist lehrte mich auch die Neubetrachtung der Hoffnung, die wir so gerne als Wunscherfüllungs-maschine sehen.
    Dabei ist die Hoffnung ausschließlich das Vertrauen darauf, dass wir stets all das bewältigen können, was uns das Universum oder unser Karma vor die Füße wirft.
    Hoffnung ist die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht – sagt dazu Vaclav Havel.
    Hoffnung bedeutet die Sinnlosigkeit einer Tragödie auszuhalten, sie zu akzeptieren, darin einen Sinn zu finden oder einen Lebenssinn daraus zu entwickeln.
    Wer hofft, vertraut ausschließlich auf die eigene innere Stärke und drauf, nicht an Schicksalsschlägen und Heimsuchungen jeglicher Art zu zerbrechen.
    Je mehr ich laufe umso deutlicher wird, dass nur ein Leben im Sein eine tragfähige Zukunft verspricht, während ein Leben im Haben sein Ende findet, wenn das Haben im Sturm des Lebens hinweggefegt wird.
    Das Sein kann niemandem genommen werden – niemals. Die Antwort auf die Frage „wer bin ich“, könnte vielleicht sogar zum wichtigsten Antidepressiva werden und darüber hinaus ein Schutzschild werden, das Glück bewahrt.
    Die Trennung des Ichs vom Haben, bringt oft psychische Krankheit und Tod. Während das Ich, zusammen mit dem Sein eine untrennbare Verbindung eingeht, die man nutzen kann, um seinem Leben, auch nach den schlimmsten Schicksalsschlägen einen neuen und erfüllenden Lebenssinn zu geben. TREES of MEMORY ist so ein Beispiel dafür.
    „Wer bin ich“ ist der rote Faden im Leben mit dem jeder einzelne Unglaubliches leisten kann und der einen Lebenssinn ermöglicht, der vielleicht sogar noch ein wenig größer ist, als das eigene Ego.
    Dieser Weg, den ich nun seit vier Jahren gehe, lehrte mich zudem das Urvertrauen in unser Leben.
    Ich lernte wieder auf die Verbindung zwischen Verstand, Herz und Bauchgefühl – sprich die Intuition zu hören.
    Eigentlich war sie immer da, doch im Lärm des Lebens und den vielen „Du musst dieses und jenes“ habe ich sie oft überhört.
    Das war ein Fehler, weil Intuition uns immer den richtigen Weg weist – ungeachtet der vielen Argumente für oder gegen etwas.
    Ich folge bedingungslos meinem Herzen und daraus zeichnet sich ein Dasein ab, das trotz des Verlustes, des Schmerzes, der unendlichen Trauer und den vielen Momenten in denen ich meinen Partner und mein altes Leben zurückwünsche, wieder zu einem unglaublichen Leben geführt hat, das jeden Tag mit neuen Überraschungen um´s Eck kommt. Einem Leben, das sich für alles öffnet, was da kommt.
    Ich habe Demut und vieles, für das ich keine Worte finde vor der großen Bewegung, in die unser Leben eingebunden ist gelernt.
    Ich habe für mich erfahren, dass die Seele weder das „Ich“ noch das „mein“ kennt, weil es etwas viel größeres Gemeinsames gibt – das die meisten von uns nicht sehen können. Jeder von uns ist vor allem eines: reine Seele.
    Deshalb ist TREES of MEMORY nicht meines, nicht deines, nicht eures, nicht unseres.
    TREES of MEMORY ist das Bestreben aller Beteiligten, irgendwie in der jeweiligen persönlichen Möglichkeit, dem Leben zu dienen und ein Zeichen der Liebe, der Hoffnung, des Mutes, der Stärke und der Erinnerung zu setzen.
    All diese Bäume stehen für individuelle Wege, die noch lange nicht zu Ende gegangen sind, im Leben, wie auch im Tod. Wege die vielleicht in diesem Moment ihren Neuanfang nehmen.
    Diese Mispel steht für Millionen von Menschen, die es nicht geschafft haben.
    Sie steht für Millionen von Hinterbliebenen, denen Sie einen Neuanfang ermöglichen soll.
    Sie steht für den Mut den ersten Schritt zur Seite, hin zu einem Neuanfang zu tun, für all diejenigen, die direkt vor sich nur Dunkelheit stehen.
    Und Sie steht für die 28 Menschen und Einzelschicksale, die sich in den vergangenen Minuten meiner Redezeit das Leben genommen haben und deren schuldloses Einzelschicksal zum ungewollten Auslöser unfassbaren Leides wird, das laut um Hilfe ruft, die oftmals nicht gehört und vielerorts versagt wird.
    Lassen Sie uns für all diese Menschen, für Ihre Angehörigen und jeden, der Ihnen persönlich am Herzen liegt nun diese Mispel pflanzen, zu deren Wurzeln wir die TREES of MEMORY-Schachtel hinzufügen, die Sie alle mit Ihren persönlichen Worten und Erinnerung gefüllt haben.
    Ich danke Ihnen dafür, dass Sie Teil dieses Momentes werden und Damit auch Anteil an TREES of MEMORY nehmen.
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  • 41. ToM Gemeinschaftsbaum

    9 aprile 2022, Germania ⋅ ☁️ 8 °C

    In Rangendingen bin ich aufgewachsen und dort habe ich auch zum ersten Mal Suizide erleben müssen. Der erste Suizid wurde von Bernhard meinem gruppenleiter der katholischen jungen Gemeinde begangen. Es war ein riesengroßer Schock für uns alle. Aber es wurde nicht darüber geredet. Er war von einem Tag auf den anderen tot und niemand konnte es erklären, weil keiner lustiger und besser drauf war als Bernhard. Viele Jahre später nahm sich Erna, eine Verwandte meine stiefvaters, die ich sehr mochte und mit deren töchtern ich sehr viel zu tun hatte, ebenfalls das Leben. Es war bekannt, dass sie schon lange unter Depression gelitten hat, aber auch in diesem Fall wurde nicht darüber gesprochen. Sie war plötzlich einfach nicht mehr da. Und, viele Jahre später, ich war schon lange nicht mehr in diesem Dorf, wohnhaft, nahm sich mein klassenkamerad Johannes das Leben. Er litt unter schwerster Schizophrenie. Über seinen Tod wurde ihm fast nicht gesprochen, im Gegenteil der Suizid wurde verleugnet. Dank dem Baum der Erinnerung wurde in den darauffolgenden Tagen über alle suizide gesprochen. Man hat sich bei mir gemeldet und mir die hintergründe erklärt. Es gab eine große presseberichterstattung und es waren sehr viele Menschen zur baumpflanzung da. Leider kam niemand von meiner Familie, für die mein Tun keinerlei Wertigkeit hat und die sich noch immer weigern anzuerkennen, dass meine eigenen Depressionen ihre Wurzeln in der Erziehung und meinem gewalttätigen alkoholkranken Stiefvater lagen.Leggi altro

  • 42. ToM für den Zwillingsbruder vSabrina Kristmann

    15 aprile 2022, Germania ⋅ ☁️ 20 °C

    Mario Dieringer hatte über Ostern andere Termine, so hatte am Karfreitag ich die Ehre und durfte nach Ravensburg fahren, um dort mit Sabrina und ihrer Familie für ihren Zwillingsbruder einen Baum der Erinnerung zu pflanzen. Das Wetter spielte prima mit, und so waren auch Sonnenstrahlen mit uns. Die Stimmung war friedlich dort oben auf dem Veitsburgplateau, hoch oben über Ravensburg. Unser Dank gilt den Mitarbeitern des Umweltamts und des Betriebshofs Abteilung Gärtnerei Ravensburg. Unsere Anfrage wurde von Beginn an offen aufgenommen und die Organisation verlief problemlos. Einen schöneren Platz hätte es für den TREE of MEMORY gar nicht geben können.
    Für mich war es wichtig, der Familie und den Freunden das geben zu können, was sie brauchten. Worte, die trösten, Worte die Hoffnung schenken. Und die dabei helfen können, sich auf den Weg der Versöhnung mit dem eigenen Schicksal und dem Verlust zu begeben. Hoch oben steht sie nun, die Buche für Dominic, der sein Leben nicht mehr tragen konnte und die Welt letztes Jahr verlassen hat. Ich glaube fest daran, dass dieser Baum, diese Buche, ihnen immer wieder ein Lächeln schenken kann. Und sie Freude spüren können, wenn sie Jahr um Jahr beobachten dürfen, wie die Buche wächst, größer und noch schöner wird.
    -Eure Iris-
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  • 43. ToM für Bastian Maskus

    16 aprile 2022, Germania ⋅ ⛅ 13 °C

    Von Ravensburg ging es weiter nach Friedrichshafen. Dort traf ich mich mit unserem Mitglied Christina, die am nächsten Tag ihren TREE of MEMORY für ihren vor zehn Jahren verstorbenen Bruder Bastian erhalten sollte. Wir genossen zuerst ein wenig Zeit am See, erzählten und konnten die Ruhe aufsaugen, die das Wasser ausstrahlte. Am Abend trafen wir uns mit einem weiteren unserer Mitglieder, um ein hervorragendes Essen zu genießen. Die Zeit mit den beiden tat auch mir gut und ich konnte meine Akkus wieder etwas aufladen. Dafür danke ich den beiden aus ganzem Herzen. Am Karsamstag war es dann so weit. Vier Jahre zuvor wurde an einem Karsamstag der erste TREE of MEMORY in Frankfurt gepflanzt. Und nun durfte sich an einem Karsamstag der Baum für Christinas Bruder eine wunderschöne Weide ein TREE of MEMORY nennen. Auch hier spielte das Wetter mit, der Wind rauschte leise um uns herum als wir am Baum direkt am Ufer des wunderschönen Bodensees standen. Auch in Friedrichshafen lag meine große Hoffnung darin, dass die Angehörigen in der Baumpflanzung und der dazugehörigen Rede Trost und Versöhnung finden könnten. Dass meine Worte die richtig gewählten waren.
    Nun steht sie da, die wunderschöne Weide. Der erste TREE of MEMORY in Friedrichshafen. Wir sind dem Umweltamt der Stadt dankbar für die gute Zusammenarbeit und den wunderbar gewählten Platz. Besser ausgesucht hätte dieser nicht sein können. Ich bin sicher, dass auch ich diesem Baum immer wieder einen Besuch abstatten werde, wenn mein Weg an den Bodensee führt. Besonders dankbar bin ich Christina, die mir ihr Vertrauen schenkte, ihre Gastfreundschaft, die gemeinsame Zeit und den Austausch. Ich bin dankbar dafür, dass ich genau zu diesem Zeitpunkt diese Baumpflanzungen, tags zuvor in Ravensburg und nun in Friedrichshafen, durchführen durfte. Beide für Brüder, die geliebt und im Herzen vermisst werden. Von denen Abschied genommen werden musste. Die viel zu früh die Welt verließen. Deren gelebten und mit den Angehörigen geteilten wertvollen, schönen Momente ihres Lebens das kostbarste Gut bleiben wird, welches sie in ihren Herzen tragen.
    -Eure Iris-
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  • 45. ToM Gemeinschaftsbaum

    7 maggio 2022, Germania ⋅ ☁️ 13 °C

    Ich kann wohl sagen, dass diese baumpflanzung mit zu den größten gehört, die ich bisher machen durfte. Es nahmen wirklich sehr viele Menschen, daran teil. Und der Baum steht wunderschön an einer Flussschleife, hat ein sehr großen Hinkelstein bekommen. Mit einer umfangreichen Plakette drin und einer Bank, auf der man sitzend über die Weite schauen kann. Das war ein sehr berührender und auch ein sehr intensiver Tag. Und ich freue mich sehr, dass ich in diesem Zusammenhang so viele tolle Menschen kennenlernen durfte.Leggi altro

  • 49. ToM für Susie Leydolt

    26 giugno 2022, Austria ⋅ ☀️ 28 °C

    Das war so ein toller pflanztag. Und die ganze Familie ist gekommen und wir saßen an einer langen Tafel in diesem unglaublich großen Garten und es gab tolle Sachen zu essen. Viel Eiscreme und auch ein bisschen Wiener Schmäh, den ich sehr liebte. Das war wirklich toll. Und Mariella habe ich im letzten Jahr, also 2025 wieder in Wien getroffen und in drei Wochen, also im Mai 2026 werde ich sie auch wieder in Wien treffen und ich freue mich schon sehr!.Leggi altro

  • 50. ToM für Schwiegertochter von Natasha

    16 agosto 2022, Slovenia ⋅ ☀️ 30 °C

    Natascha hatte mich schon Monate zuvor im Internet entdeckt und hat mich schon lange nach Slowenien eingeladen gehabt. Ihre schwiegertochter in spe hat sich das Leben genommen und die ganze Familie inklusiv. Ihr Sohn hatte eine sehr harte Zeit. Slowenien zählte bis vor wenigen Jahren noch zu dem Land mit den meisten suiziden. Stand weltweit auf Position 2. Inzwischen hat sich viel in diesem Land verändert und es wird sehr viel suizidprävention betrieben. Aber auf meinem Lauf durch Slowenien haben mir jeden Tag Menschen erzählt, dass sie wirklich viele Menschen kennen, die sich das Leben genommen haben. In keinem der zwölf Länder, durch die seitdem gelaufen bin, war es so krass wie in diesem wunderschönen Land. Die Medien in Slowenien haben auch in breiter Front über mich berichtet. Ich war vier Minuten in den samstagabend Hauptnachrichten, ich war in jeder Zeitung und es gab wirklich sehr viele persönliche Kontakte. Ein Land, das mich sehr berührt hat, mit tollen Menschen, mit schrecklichen Schicksalen und eine unfassbar tollen Natur. Leider ist es auch so, dass die Eltern das Mädchens, dass sich das Leben genommen hat, diesen Tod verschweigen und nicht darüber sprechen und deshalb darf auch ihr Name nicht genannt werden.Leggi altro

  • 51. ToM Gemeinschaftsbaum

    8 settembre 2022, Germania ⋅ ☁️ 20 °C

    Dieser Gemeinschaftsbaum wurde im Auftrag der Telefonseelsorge und der IG Kaktus in Gera für alle Suizidopfer der Stadt und des Landkreises gepflanzt.

    .... Am Folgetag ging es weiter nach Gera, zur Baumpflanzung eines TREE of MEMORY mit den Organisatoren bestehend aus Telefonseelsorge, IG Kaktus und den Verantwortlichen der Stadt. Noch am Vormittag hatten die Herren des Grünflächenamtes im strömenden Regen Großartiges geleistet und alles für die Zeremonie vorbereitet sowie eine wunderschöne Bank zum zukünftigen Verweilen dort gestellt. Der schöne Ginkgo Baum erhielt im Anschluss nach berührenden Worten auch den Segen der ev. Pfarrerin.
    Am Abend wurde von TREES of MEMORY e.V. ein Vortrag über erschwerte Trauer nach Suizid angeboten.
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