Slowenien wir kommen!
Yesterday in Switzerland ⋅ ☀️ 23 °C
Der Start in unseren Slowenien-Urlaub beginnt angenehm entspannt: Unser Flieger soll erst um 10:30 Uhr von Berlin nach Zürich abheben, also müssen wir zwar früh, aber keineswegs mitten in der Nacht aufstehen. Kurz nach sieben sammeln wir Papi in Hermsdorf ein und nehmen um 7:26 Uhr die S85. Die Direktverbindung zum Flughafen ist eine ausgesprochen bequeme Wahl – kein Umsteigen, kein Kofferschleppen über Bahnsteige. Mit dem Aufzug geht es direkt vom Gleis hinauf zur Gepäckabgabe von Swiss beziehungsweise Lufthansa.
Auch dort läuft zunächst alles wie am Schnürchen. Die Gepäckanhänger ringen wir dem Automaten ohne größere Diskussionen ab, der Bag-Drop funktioniert ebenfalls völlig entspannt. Als ich sehe, dass an einer Sicherheitskontrolle keine Schlange steht, freue ich mich schon über einen besonders stressfreien Flughafenstart. Die Freude hält allerdings nur kurz: Diese Kontrolle ist geschlossen.
Also wechseln wir zu einer der geöffneten Schleusen – und stehen plötzlich in einer erstaunlich langen Warteschlange. Schnell wird klar, warum: Ein großer Teil der Reisenden besteht offenbar aus Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Berlin-Marathons vom Vortag. Die meisten sind kaum zu übersehen, denn Marathonshirt, Startnummer, Laufjacke und natürlich die stolz präsentierte Medaille gehören offenbar zwingend zum Heimreise-Outfit. Ganze 40 zähe Minuten dauert es, bis wir durch die Sicherheitskontrolle sind. Wenigstens wird keines unserer Gepäckstücke beanstandet.
Der Kaffee muss dadurch leider ausfallen. Unser Abflug verzögert sich zusätzlich, das Flugzeug ist ausgebucht, und ein bedauernswerter Mitarbeiter geht Reihe für Reihe durch die Wartenden. Er versucht, Fluggäste mit Handgepäck-Trolleys zum freiwilligen Aufgeben ihrer Koffer zu überreden.
Papi wird unterdessen zunehmend nervös. Die Umsteigezeit in Zürich war ihm ohnehin etwas knapp bemessen, nun kommt die Verspätung dazu. Nicht gerade beruhigend ist außerdem, dass ich unsere Plätze ziemlich weit hinten im Flugzeug gebucht habe. Aus seiner anfänglichen Unruhe entwickelt sich langsam eine leichte Panik. Am Ende verlassen wir Berlin rund 40 Minuten später als geplant, holen während des Fluges aber immerhin einen Teil davon wieder auf und landen gegen Mittag in Zürich.
Bis wir tatsächlich aus dem Flugzeug herauskommen, vergeht noch einmal fast eine Viertelstunde. Der erste Blick auf die Abflugtafel sorgt dann jedoch sofort für Entspannung: Auch unser Anschlussflug nach Ljubljana hat Verspätung. Wir können also durchatmen.
Der Weg zum Abflugbereich führt durch einen eher verlassen wirkenden Teil des Flughafens. Dort bleibt genug Zeit für meine kleine WLAN-Expedition. Da die Schweiz nicht zur EU gehört, greift unser normales Roaming hier nicht. WLAN gibt es zwar, aber den Zugangscode muss man sich nach dem Scannen der Bordkarte an einem der eher spärlich verteilten Terminals ausdrucken lassen. Nach einem kleinen Spaziergang quer durch den Flughafen halte ich endlich den begehrten Zettel in der Hand.
Zurück bei Papi reicht die Zeit noch für zwei unverschämt teure Kaffees und ein kleines Croissant.
Gegen 12:45 Uhr steigen wir in die Maschine nach Ljubljana. Wieder sitzen wir weit hinten. Auf meinem Fensterplatz sitzt zunächst schon jemand, doch die Dame hat lediglich die linke und rechte Seite des Gangs verwechselt. Das Missverständnis ist schnell geklärt, alle finden ihre Plätze, und um 13:15 Uhr starten wir in Richtung Slowenien.
Bei strahlendem Sonnenschein genieße ich auf dem kurzen Flug ein wunderschönes Alpenpanorama. Nicht einmal eine Stunde später landen wir etwas ruppig, aber sicher in Ljubljana. Am Flughafen erleben wir gleich die nächste Überraschung: Auf dem Weg zur Gepäckausgabe bildet sich ein kleiner Rückstau, weil offenbar bei allen ankommenden Fluggästen das Handgepäck noch einmal durchleuchtet wird. So etwas haben wir bisher an keinem anderen Flughafen erlebt.
Unser Gepäck erscheint zum Glück recht zügig auf dem Band. Vom Flughafen werden wir abgeholt, nur hatte unser Shuttlefahrer zunächst einen falschen Flug genannt bekommen und deshalb sogar bei Mutti in Berlin angerufen, die natürlich erstmal einen Schreck bekommt. Ich hatte zwischenzeitlich allerdings bereits Kontakt mit dem hauptverantwortlichen Reiseleiter und mit unserer Reiseleiterin Urša per WhatsApp. Wenige Minuten später fährt sie mit dem Minibus vor und sammelt uns ein.
Mit im Wagen sitzt ihr fünfjähriger Sohn Jakob. Er und ich vertreiben uns die rund 35-minütige Fahrt zum Hotel mit Ballspielen – eine sehr unterhaltsame Beschäftigung für einen Transfer nach einem langen Reisetag.
Unser Hotel liegt in Škofja Loka, von wo aus wir in den nächsten zwei Tagen zu unseren Radtouren aufbrechen werden. Das Zimmer ist wirklich groß, neu und sehr schön. Das gesamte Haus ist in einem modern interpretierten österreichischen Stil eingerichtet: gemütlich aber hochwertig.
Unsere Reisegruppe besteht diesmal nur aus sechs Personen. Ein weiteres Paar aus Berlin ist bereits angekommen und begrüßt uns freundlich. Als ich mich kurz darauf mit dem Rechner auf die Terrasse setze, treffen auch Karsten und Christine ein. Die beiden kennen wir bereits von unserer Albanien-Reise im vergangenen Jahr. Ich wusste zwar, dass sie diesmal wieder dabei sein würden, für sie kommt unser Wiedersehen jedoch völlig überraschend. Entsprechend groß ist das Hallo – und damit ist unsere kleine Gruppe auch schon vollständig.
Um halb sechs holt uns Urša zu einem ersten Spaziergang durch Škofja Loka ab. Die kleine Stadt ist ausgesprochen hübsch, mit vielen gut erhaltenen mittelalterlichen Gebäuden, engen Gassen und einer sehr angenehmen Atmosphäre. Škofja Loka gilt als eine der ältesten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Sloweniens; besonders bekannt ist sie auch für die alle sechs Jahre aufgeführte Passionsprozession, die zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe gehört.
Nach knapp einer Stunde sind wir wieder am Hotel und fahren anschließend mit dem Shuttle weiter zum Abendessen.
Im Restaurant können wir zwischen fünf Gerichten wählen. Papi und ich entscheiden uns beide für die Forelle – eine sehr gute Entscheidung. Dazu gibt es slowenischen Wein, Reisegeschichten und erste Erinnerungen an vergangene gemeinsame Touren. Urša stimmt uns dabei auf die kommenden Tage ein.
Beim Bezahlen der Getränke stellen wir erfreut fest, wie niedrig das Preisniveau im Vergleich zur Schweiz ist: Für drei Gläser Wein und ein großes Bier zahlen wir weniger, als uns mittags in Zürich der Americano gekostet hat.
Nach einer kurzen Shuttlefahrt sind wir gegen 21 Uhr zurück im Hotel. Hinter uns liegt ein langer, stellenweise etwas hektischer, aber rundum gelungener Anreisetag. Jetzt freuen wir uns vor allem auf eine erholsame Nacht – und auf die ersten Kilometer mit dem Rad durch Slowenien.Read more























Traveler
Es geht doch nichts über die Qualität die Miss Macaron anbietet 🤗😍
Traveler
Das sieht aber gut aus