Joined March 2019
  • Day9

    Tschüss Island

    January 21 in Germany ⋅ ☀️ 1 °C

    Der Wecker klingelt um 4:15Uhr in der Früh. Wir haben uns auch unter anderem für dieses Hotel entschieden, weil es ab 4Uhr Frühstück gibt.
    Wir quälen uns aus Bett, dunkel ist es eh und einen Unterschied in der Helligkeit zu 9Uhr können wir nicht festellen.
    Das Frühstück bietet alles was man so braucht, die Frage ist eher ob der Magen so früh bereit ist für Nahrungsaufnahme.
    Um 5:15Uhr bringt uns der Receptionist zum Flughafen. Der arme Kerl war ja gestern Abend schon da, hat nicht geschlafen in der Nacht, musst uns Frühstück machen und jetzt auch noch zum Flughafen fahren. Wir vermuten, dass wir vielleicht die einzigen Gäste waren.
    Pünktlich um 5:30Uhr sind wir am Flughafen, wo schon ordentliche Betriebsamkeit herrscht. Es gehen sehr viele Flieger zwischen 7:20Uhr und 8:00Uhr, unser ist? mit 7:25Uhr der zweite des Tages.
    Es gibt etwas Verwirrung wie der Check-In funktioniert. Die Damen an den Check-In Schaltern bearbeiten irgendwelche anderen Kunden, auf jeden Fall dürfen wir uns nicht bei ihnen anstellen. Eingescheckt haben wir ja auch gestern schon online, aber trotzdem müssen wir zum Self-Check-In-Automat, dort bekommen wir nämlich auch die Gepäckaufkleber. Nachdem wir die haben geht es weiter zur Self-Service Gepäckaufgabe, Code scannen fertig. Es gibt ausreichend Automaten zum einchecken und Gepäck aufgeben. Was die Damen an den Schaltern machen und wer die Leute sind die davor anstehen, erschließt sich uns nicht.
    Auch die Sicherheitskontrolle ist auf solche Massen um diese Uhrzeit ausgelegt und wir müssen nur wenig warten. In Summen brauchen wir nur 20 Minuten von Ankunft am Flughafen bis hinter die Sicherheitskontrolle. Tolle Organisation!
    Im Duty Free kaufen wir noch einen isländischen Gin, auf die vorherige Verkostung verzichten wir aber auf Grund der Uhrzeit. Andere Teisende scheinen sich da nicht so zu haben und bestellen gerne ein Bier zum Frühstück.
    Da wir ja noch ordentlich Zeit haben laufen wir noch alle Gates ab. Unser Flughafenspiel Rate-anhand-der-Passagiere-wohin-der-Flieger-geht können hier leider nicht spielen, weil es kaum Sitzplätze an den Gates gibt.
    Wir suchen uns zwei freie Plätze und schlagen etwas Zeit tot bis wir fast pünktlich boarden. Wir fliegen mit der Hekla Aurora von Icelandair. Das ist eine Boing 757, deren Außenlackierung eine isländische Winterlandschaft inklusive des Farbenspiels der Nordlichter wieder spiegelt. Und auch innen hält die Kabinenbeleuchtung eine kleine Lichtershow in den Farben der Aurora Borealis bereit. Auch wenn wir sie leider nicht mit der Natur vergleichen können, ist es doch sehr hübsch anzusehen.
    Eine Enteisungsmaschine gibt es auch für uns und so rollen wir pünktlich zur Startbahn. Der Start wird aber gar nicht so spektakulär, wie auf Grund des doch heftigen Windes erwartet. Wahrscheinlich kam er aus einer günstigen Richtung. Die knapp 3,5 Stunden Flugzeit vergehen wahrhaftig wie im Flug und so sind wir ruckzuck schon wieder in Frankfurt. Auf unser Gepäck müssen wir etwas warten bevor wir uns auf den Weg von Terminal 2 zum Fernbahnhof am Terminal 1 machen können. Wir haben auch Luft, denn der nächste ICE nach Stuttgart fährt erst in 45 Minuten.
    Den kürzesten Weg von hier mit dem Skytrain zum Fernbahnhof können wir mittlerweile auch schon im Schlaf. Und so brauchen wir auch nur 20 Minuten. Ein Blick auf die Anzeigentafel der Zügen hält aber noch eine kleine Überraschung für uns bereit: “Bombenentschärfung in Köln”.
    Alle Züge haben deswegen Verspätung, aber alle irgendwie unterschiedlich, es ist überhaupt nicht ersichtlich welcher Zug nach Stuttgart als nächstes kommt. Das wäre insofern hilfreich weil wir ja noch keine Tickets haben. Wir haben kurz vor der Abreise 4 Bahnfahrten zu je 25€ in einer Rabattaktion gekauft und haben so nur die Rabattcodes. Nachdem wir uns einen Zug ausgesucht haben und schon ein Ticket online gekauft haben, gibt es Probleme beim Einlösen de codes für das zweite Ticket. Offenbar kann man kein zweites Ticket für denselben Zug kaufen, obwohl das ausdrücklich in der Beschreibung erwähnt wurde oder die Homepage kommt mit den Verspätungen nicht zurecht. Uns bleibt nix anders übrig als am Schalter ein Ticket mit Katjas BahnCard zu kaufen. Leider ist das ein kleiner Denkfehler unsererseits und so haben wir auf einmal zwei Tickets auf Katjas Namen. Das erste Onlineticket hatten wir nämlich auch schon für sie gekauft. Naja, das riskieren wir jetzt einfach.
    Am Gleis selber gibt es dann noch Verwirrung, weil unser Zug jetzt doch nicht als erstes kommt sondern ein anderer nach Stuttgart. Er wird auf das Nachbargleis umgelegt und kommt dann wenige Minuten später. Durchsagen der Bahn gibt es natürlich nicht. Willkommen in Deutschland...
    Kurz nach Frankfurt kommt leider auch schon der Schaffner zur Ticketkontrolle, aber zum Glück interessiert er sich wenig für die Namen auf den Tickets. Glück gehabt.
    Unsere Fahrt findet aber kurz hinter Mannheim ein jähes Ende, weil der Brandalarm in einem der Wagen ausgelöst hat. Und wir unplanmäßig irgendwo in der Pampa stehen. Aber nach 10 Minuten ist zum Glück klar, dass es kein Brand, sondern nur eine im auf der Toilette benutzte Haarspraydose war.
    In Stuttgart angekommen ist und die Verspätung total egal, Hauptsache wir sind hier. Jetzt noch schnell ein Car2go geentert und keine 10 Minuten sind wir wieder zu Hause.
    Und damit geht eine sehr beeindruckende Reise zu Ende. Eins ist uns sofort klar, wir werden auf jeden Fall wieder nach Island Reisen.
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day8

    Einkaufsbummel und Sægreifinn

    January 20 in Iceland ⋅ 🌬 1 °C

    Von der Grótta fahren wir wieder in die Innenstadt. Zum Essen gehen ist es noch etwas früh, die Fahrt ins Hotel dauert aber 1 Stunde one-way, da wir ja in der Innenstadt essen gehen wollen, macht es also keinen Sinn schon mal ins Hotel zu fahren.
    Wir entscheiden uns direkt in die Innenstadt zurück zu fahren und etwas in den Geschäften bummeln zu gehen. Wir parken also da, wo wir Mittags auch schon geparkt haben und laufen zur Hafnarstræti und von dort zur Bankastræti, welche dann in die Laugavegur über geht. Dies sind DIE Einkaufsstraßen Reykjavíks und beinhalten hauptsächlich Outdoorläden in den sich der nicht vorbereitete Tourist mit warmen Klamotten eindecken kann. Wir stöbern etwas durch die Läden, finden aber nichts, was wir nicht schon in unserem reichhaltigen Fundus haben.
    Der Vorteil vom Shoppen ist, das wir uns recht viel drin aufhalten, wo es schön warm ist und wir bekommen tatsächlich Hunger und drehen irgendwann um und laufen zu unserem Fischrestaurant dem Sægreifinn oder Seebaron am alten Hafen. Fur das Restaurant haben wir uns entschieden, weil uns die Geschichte hinter dem Restaurant gefallen hat. Kjartan Halldórsson war Fischer in Reykjavik. Er verkaufte seinen fangfrischen Fisch direkt am Kai. Irgendwann wurde er von Touristen gefragt, ob er den Fisch nicht such zu bereiten könne. Kjartan improvisierte etwas und kochte eine Hummercremesuppe nach einem Familientezept sowie Fisch am Spieß gegrillt. Seine Kochkunst sprach sich rum und so wurde er vom Fischer zum Restaurantbesitzer. 2011 verkaufte er dann sein Restaurant an seine langjährige Mitarbeiterin Elizabeth Jean Skúladóttir, die es mit ihrem Mann weiterführt. Sie verwendet die original Rezepte und ehrt so Kjartan, der leider 2015 verstarb.
    Das Restaurant ist total schlicht gehalten und andere bieten sicher mehr Komfort, aber die Fischspieße liegen aus und man sieht was man bekommt bevor man bestellt. Wir entscheiden uns für eine Hummercremesuppe als Vorspeise und Lachs-, Scampi- und Rotbarschspieße als Hauptgang dazu gibt es als Beilege ein Gemüsespieß. Yummy.... in seiner Schlichtheit, Geschmack pur, einfach genial.
    Nach dem Essen fahren wir die 60 Minuten in unser Hotel, was direkt am Flughafen liegt. Wir haben uns gut ein Hotel am Flughafen entschieden, weil morgen unsere Fliege schon um 7:25Uhr fliegt. Mit 1,5 bis 2 Stunden vorher da sein, plus 60 Minuten Fahrtzeit, plus Puffer um den Mietwagen abzugeben, war uns das einfach zu früh aufstehen.
    Ein weiterer Vorteil, durch die Nähe zum Flughafen können wir den Mietwagen schon heute Abend abgeben und die Diskussion wegen dem gepflickten Reifen schon heute Abend führen. Wir checken ein, verstauen unsere Gepäck und fahren gleich die 2 km zur Mietwagenfirma. Die Diskussionen verlaufen aber schnell im Sand, da der Mitarbeiter mangels Befugnis nichts anderes anbieten kann außer den Fall über unsere Versicherung abzuwickeln. Unseren Einwand, dass sie uns mit dem gepflickten Reifen ein mangelhaftes Fahrzeug vermietet haben konnte er nicht ganz nachvollziehen und warnt sogar noch vor weiteren Kosten, weil sie den Winterreifen ja noch gegen einen mit Spikes austauschen müssen, weil es ja so gefährlich ist zu fahren. Naja, das wissen wir selber, denn schließlich sind wir so die letzten 5 Tage mit 1400km selber gefahren. Schließlich gibt er uns doch noch die Visitenkarten seines Managers, bei dem wir es noch mal per Mail versuchen werden.
    Wir hatten uns darauf eingestellt, die 2 km zurück zum Hotel zu laufen, da die Mietwagenfirma nur einen Shuttel zum Flughafen anbieten, aber sie bieten an, uns zum Hotel zu fahren. Soll uns recht sein so kommen wir früher ins Hotel und ins Bett.
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  • Day8

    Vesturgata, Hafen und Grótta

    January 20 in Iceland ⋅ 🌬 1 °C

    Von hier aus geht es auf die Vesturgata, eine normale Straße mit Wohnhäusern, deren Fassaden aber immer wieder künstlerisch mit Streetart verschönert worden sind.
    Die Vesturgata endet am Hafen. Hier machen wir noch einen Abstecher durch den neuen Teil des Hafens zur „Grandi“, hier wird der fangfrische Fisch gehandelt. Jetzt am Nachmittag ist natürlich schon alles verkauft und wir werfen nur noch einen Blick in die angeschlossene Food-Hall.
    Vom neuen Hafen schlendern wir zum alten Hafen. Hier sind die diversen kleinen Buden am Kai zu niedlichen kleinen Restaurants, Imbissen, Pubs und Cafés umgebaut worden. Hier lassen wir uns eine Zimt Cappuccino im Röst Reykjavik schmecken und wärmen und dabei wieder mal auf. Gleich nebenan ist auch das Sægreifinn, ein Fischrestairant, wo wir später essen gehen wollen. So können wir schon mal schauen, ob es wirklich offen hat und ob man reservieren muss.
    Bevor es dunkel wird, wollen wir noch einen Abstecher zum Leuchtturm Grótta machen. Dieser liegt etwas außerhalb und wir müssen mit dem Auto dorthin fahren. Also schnell zurück zum Auto, denn viel Zeit haben wir nicht mehr.
    Mit dem letzen Licht kommen an und machen noch ein paar Fotos, was bei dem Wind wirklich nicht einfach ist. Hier kommt wirklich etwas Weltuntergangsstimmung auf. Zwischen die Wolken drängt sich das Dunkel der Nacht und die Wellen sowie die Gischt peitschen gegen die Felsen. Hier fühlt man sich dann wirklich den Naturgewalten ausgeliefert.
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  • Day8

    Solfar, Harpa und Hot Dog

    January 20 in Iceland ⋅ 🌬 1 °C

    Nach der kleinen Stärkung geht es weiter die Frakkastígur zum Wasser. Dort steht die Solfar, eine Skulptur aus Edelstahl, die ein Wikingerschiff symbolisiert. Wir haben etwas Glück und ein paar Sonnenstrahlen kommen durch die Wolken und reflektieren sich in dem poliertem Metall.
    Von hier aus laufen wir am Wasser weiter zur Harpa, dem Konzert- und Opefnhaus von Reykjavik. Der Glas- und Basaltbau ist von Außen schon sehr imposant, aber das Innere top das gleich nochmal. Der Bau ist in einer Kooperation des isländischen Künstlers Ólafur Elíasson und dem Architekten Henning Larssen. Elíasson Werke sind bekannt für die tollen Reflexion aus Glas, Licht und Wasser. Und so ist es auch hier, überall bricht und spiegelt sich das Licht.Wirklich schön. Und einen angenehmen Nebeneffekt hat der Besuch auch, in der Harpa ist es schön warm und wir können uns aufwärmen. Der Wind dringt einem echt ins Mark.
    Nachdem wir uns wieder ordentlich aufgewärmt haben geht es weiter zu einer kulinarischen Spezialität Reykjavíks, dem Hot Dog. Nicht nur irgendein Hot Dog, sondern den besten Island an der Imbissbude Bæjarnis Betzu Pylsur. Die Imbissbude hat bei den Isländern Kultstatus, aber heute am frühen Montag Vormittag hält sich die Schlange in Grenzen. Hier muss man einen „Pylsa med öllu“ bestellen, also „Würstchen mit allem“, was dann mit Ketchup, Senf, Zwiebeln (roh und geröstet) und Remoulade ist. Sehr lecker und als kleiner Snack auf unserer Tour genau das Richtige.
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  • Day8

    Perlan und Hallgrímskirkja

    January 20 in Iceland ⋅ ❄️ 1 °C

    Die Straßen werden zunehmend voller. Immer ein sicheres Zeichen, das man der Zivilisation näher kommt. Und es ist immer dasselbe, dass man anfangs etwas überfordert ist mit den vielen Autos und Schildern. Aber erstaunlicherweise gewöhnt man sich auch immer wieder schnell dran.
    Als erstes steuern wir Perlan, die „Perle“, auf dem Berg Öskjuhlíd an. Die Perlan ist in erster Linie ein riesiges Reservoir geothermaler Energie, in Warmwasserspeichern wird das bis zu 130 Grad heiße Wasser gespeichert und dann je nach Bedarf in die Haushalte Reykjavíks gepumpt. Es beherbergt aber auch Konferenzräume, ein Mehrzweckrestaurant und diverse Ausstellungen. Der Glas- und Stahlbau an sich ist auch schon sehenswert, die refelektierenden Glaskuppel dient auch als Orientierungspunkt in Reykjavik. Wir sind aber eigentlich nur wegen der Sicht auf Reykjavíks Innenstadt hier. Gerade als wir aussteigen wollen, fliegt der Schnee erstmal wieder waagerecht den Leuten draußen um die Ohren. Wir warten diesen Schauer ab und wagen uns dann nach draußen. Der Wind weht richtig heftig und ist sehr böig, das eine oder andere Mal müssen wir stehen bleiben beim Umrunden des Gebäudes. Eine gute Sicht hat man leider von hier nur noch auf den Inlandsflughafen Midborg, fur die Innenstadt müsste man die Bäume etwas stutzen. Wir fahren in den viert Stock hoch, denn da gibt es noch eine Aussichtsplattform. Da draußen aber wieder ein Schneeschauer durchzieht verzichten wir auf die umgerechnet knappen 8€ pro Person. Später werden wir auch noch Gelegenheiten haben Reykjavik von oben zu sehen.
    Von der Perlan fahren wir direkt zum Stadtsee, dem Tjörnin. Westlich davon kann man zentrumsnah kostenfrei parken. Der Tjörnin ist erwartungsgemäß zugefroren, da aber Montag ist sind keine Schlittschuhläufer zu sehen, oder das Eis ist noch zu dünn.
    Von hier aus laufen wir zur Hallgrímskirkja. Ein wirklich beeindruckenden Bau, der ein wenig an an ein startendes Space-Shuttle erinnert. Der Glockenturm dominiert die Außenansicht und ist neben der Perlan der zweite wichtige Orientierungspunkt in Reykjavik. Die Fasade besteht aus geometrisch angeordneten Basalttürmen, wie man sie in Island immer wieder findet. Im Inneren ist die Kirche skandinavisch schlicht, keine aufwendigen Verzierungen, kein Gold, kein Schnickschnack. Nur die Orgel eines deutschen Orgelbauers bestimmt den Innenraum. Sie befindet sich gegenüber des Altars und man kann die Lehnen der Bänke umklappen, so dass man auch zur Orgel gewandt sitzen kann. Das ist natürlich sehr praktisch für Konzerte, die wohl regelmäßig stattfinden. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Organist nicht auf einer Empore oder irgendwo sonst versteckt sitze, sondern unten sichtbar bei den Zuhörern.
    Hier bezahlen wir die 8€ für die Turmbesichtigung gern. Oben angekommen hört man den Wind schon ganz schön Pfeifen, aber so schlimm wird es nicht, denn der Turm ist nicht komplett offen, sondern man schaut durch kleinere unverglaste Fenster. Von hier aus haben wir einen super Überblick über die Punkte, die wir uns noch ansehen wollen.
    Von der Hallgrímskirkja laufen wir die Frakkastígur in Richtung Meer und kommen dabei an der kleinen aber feinen Bäckerei Braud & Co. vorbei und kaufen eine der empfohlenen Zimtschneken. Da sie noch halb warm ist, machen wir uns gleich über die her. Ein Gedicht.
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  • Day8

    Fahrt nach Reykjavik

    January 20 in Iceland ⋅ ⛅ 0 °C

    Frühstück gibt es mal wieder im Stockdunklen, obwohl es schon 9:00Uhr ist. Das ist auf Dauer schon wirklich seltsam.
    Über Nacht ist es wieder etwas kälter geworden und der Niederschlag fiel als Schnee. Aber die Straßen sollen frei sein, nur für die Ringstraße 1 ist wieder wehender Schnee vorhergesagt. Die 35 ist aber leider auch nicht so frei wie erhofft. Da hilft nichts außer langsam fahren.
    Bei Selfoss biegen wir wieder auf die 1, bei Hveragerdi geht es etwas in die Berge und es wird immer rutschiger. So wirklich Traktion hat unser Dacia auf der Vorderachse nicht mehr und der spikelose rechte Vordereifen trägt auch nicht gerade zu einem sicheren Fahrgefühl bei. Der LKW hinter uns könnte auf jeden Fall schneller fahren und denkt sich bestimmt „schon wieder Touris“.
    Auf der Hochebene kommt dann der angesagte Schneefall mit starkem seitlichen Wind. Es zieht etwas kalt rein durch die Türverkleidung auf meiner Fahrerseite. Zum Glück funktioniert die Sitzheizung, wenn auch nicht mit konstanter Temperatur, sondern nur in Intervallen ... Dacia like.
    Das Schneetreiben wird immer dichter, Fahrbahnmarkierungen sieht man schon lange nicht mehr. Aber zum Glück hat die 1 hier eine Mittelleitplanke, an der man sich bei den 10m Sicht orientieren kann. Wir überlegen uns schon, wo wir hier halten können, um das Wetter auszusitzen, da taucht vor uns ein Warnblinker auf. Ich geh erstmal in die Eisen, das Auto rutscht etwas quer, da erkenne ich, dass unserer Vordermann nicht steht sondern langsam fährt. Wir reihen uns hinter ihm ein und so geht es in Kolonne weiter Richtung Reykjavik. Jeder Fahrer sieht ein bißchen was, das muss reichen.
    Nach ein paar Kilometern wird die Sicht etwas besser und wir sehen die uns bekannte Tankstelle, wo wir auf der Hinfahrt ebenfalls im Schneetreiben gewendet haben. Wir stellen fest, dass dies eine Entscheidung genau zum richtigen Zeitpunkt war, denn bis Selfoss kam keine Stelle mehr, wo man hätte Wenden können. Und das wir die 3m breite Lücke in der Leitplanke überhaupt gesehen hatten, erscheint uns jetzt auch eher glücklich.
    In unserem Konvoi zuckeln wir noch etwas vor uns hin. Die Sicht wird irgendwann auch wieder besser, aber schneller geht es trotzdem nicht voran, denn wir sind jetzt auf zwei Schneepflüge aufgefahren. Jetzt ist die Straße wenigstens Schneefrei und wir können auf dem blanken Eis nach Reykjavik fahren.
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  • Day7

    Foxífoss

    January 19 in Iceland ⋅ 🌧 3 °C

    Als letzten Stopp vor Zuhause halten wir kurz am Faxífoss an. Richtig, ein weiterer Wasserfall. Aber auch dieser hat wieder seinen ganz eigenen Reiz, hat er doch eine schöne Fischtreppe, die es vor allem den Lachsen ermöglichen soll, den Wasserfall zu überwinden und zu ihren Laichplätzen zu kommen. Leider ist gerade keine Lachssaison, daher können wir keine beobachten.
    Wieder zu Hause gehts erstmal ab in den Whirlpool und dann machen wir es uns für den Rest des Abends vor dem Kamin gemütlich.
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  • Day7

    Thingvellir Nationalpark

    January 19 in Iceland ⋅ 🌧 3 °C

    Weiter gehts nach Thingvellir. Ursprünglich handelt es sich um eine altisländische Thingstätte. Über 900 Jahre (930 bis 1789) war hier der Regierungssitz und die Volksversammlung. Die Gegend ist seit 1928 als Nationalpark deklariert und damit Islands ältester.
    Wir fahren bis es nicht mehr weitergeht, da die Straße am Thingvallavatn, dem großen See des Nationalparks, endet. Das Ufer ist leicht angefroren, die oberste Schicht besteht aus Millionen von kleinen Eisschollen, die bei jeder Welle klimpern und sogar bei größeren Wellen darauf surfen.
    Eigentlich wollen wir von hier zu den fünf weiß getünchten, spitzgiebeligen Häusern fahren, stellen dann aber fest, dass dort nur ein Fußweg hinführt. Auf der Suche nach einer Wendemöglichkeit landen wir an der Sifra-Spalte. Prima, da wollten wir eh auch hin. Die Spalte entstand durch das Auseinanderdriften der nordamerikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte, welche genau hier im Thingvellir Nationalpark aufeinandertreffen. Sie liegt 63m unter dem Meeresspiegel und verbreitert sich jährlich um 7 - 20mm. Gespeist wird sie vom 50km entfernten Langjökull. Für diese Strecke braucht das im Gestein versickerte Wasser 30-100 Jahre. Dabei wird es gereinigt und von allen Schwebstoffen befreit. Das Wasser in der Silfra-Spalte zählt deshalb zum klarsten weltweit und bietet bis zu 100 m Unterwassersicht. Hier kann man ganzjährig Schnorcheln und Tauchen. Doch das Wasser ist mit 2-4 °C eiskalt, daher verzichten wir auf diesen Spaß und sehen heute auch niemand anderes, der dies macht.
    Danach fahren wir zurück auf den Parkplatz, wo wir schon vorher waren und laufen zu besagten Häusern und der kleinen Kirche. Vier der fünf Häuser werden als Sommerresidenz vom isländischen Premierminister genutzt, das fünfte dient als Wohnsitz für den Manager des Parks und für den Pfarrer der Kirche.
    Wir stellen fest, dass man von hier auch alle wichtigen Punkte des Nationalparks erlaufen kann. Auf der Karte sahen die Entfernungen deutlich größer aus. So machen wir uns auf den - teilweise sehr vereisten Weg - zum Öxarárfoss, einen weiteren Wasserfall und dann weiter die Almannagjá hinauf, zu deutsch Allmännerschlucht. Wer sich hier breitbeinig über einen der Risse auf dem Weg stellt, kann behaupten, mit einem Bein auf dem amerikanischen und mit einem Bein auf dem europäischen Kontinent zu stehen. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Geologisch zwar nicht ganz richtig, denn tatsächlich gehört die Almannagjá zu Nordamerika und die 5 km entfernte Hrafnagjá (nagjá bedeutet Schlucht) zu Europa, aber so genau wollen wir es nicht nehmen.
    Auf dem Weg ereilt uns ein ordentlicher Schauer, aber zum Glück sind wir ganz gut angezogen, auch wenn es heute mit 7 Grad deutlich wärmer ist als gestern. Andere, die uns entgegenkommen, sind da mit Turnschuhen und Jogginghose deutlich schlechter dran.
    Am Ende der Schlucht kommen wir am Besucherzentrum an. Hier wimmelt es geradezu von Besuchern, während wir bis dahin nur wenige andere Menschen getroffen haben. Wahrscheinlich laufen die meisten nur die paar Schritte vom Parkplatz zur Aussichtsplattform und wieder zurück. Naja, wir haben auf jeden Fall einen schönen 1,5 stündigen Spaziergang gemacht und machen uns nun auf den kurzen aber durchaus abenteuerlichen weil glatten Abstieg zu unserem Auto.
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  • Day7

    Laugarvatn

    January 19 in Iceland ⋅ 🌧 4 °C

    Da die Wettervorhersage bis zum späten Vormittag Starkregen und Sturm vorhersagt, schlafen wir aus und frühstücken in aller Ruhe. Der Ausblick vom Frühstückstisch ist aber auch bei schlechtem Wetter nicht verkehrt. Irgendwann gegen 11h wird es dann auch langsam heller und der Regen hört auf. So machen wir uns auf den Weg nach Thingvellir, der dritten der drei wichtigen Sehenswürdigkeiten des Golden Circle. Der Schnee der gestern noch flächendeckend lag ist zum größten Teil geschmolzen und auch die Straßen sind wieder gut zu befahren, also „easily passable“ oder „spots of ice“ nach www.road.is Skala, also alles Kindergarten im Vergleich zu dem was wir schon hatten („slippery“ oder „extremely slippery“).
    Auf den Weg dorthin machen wir noch einen Stopp in Laugarvatn, einen gut 2 Quadratkilometer großen See, der von heißen Quellen erwärmt wird. Den Besuch des Thermalbads sparen wir uns, aber einen kurzen Abstecher ans Seeufer zum Begutachten der diversen sprudelnden und qualmenden Löcher in der Erde machen wir schon. Es ist schon faszinierend, wenn an einer Stelle urplötzlich das Wasser kocht wie im Kochtopf!
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  • Day6

    Gullfoss

    January 18 in Iceland ⋅ ⛅ -5 °C

    Die letzte Helligkeit des Tages nutzen wir zum Besuch des Gullfoss, zu deutsch Goldener Wasserfall. Er besteht genau genommen aus zwei Wasserfällen, der obere mit einer Höhe von 11m, der untere 21m. Gebildet wird er vom mächtigen Fluss Hvitá.
    Vom Parkplatz laufen wir einen kurzen Weg und ein paar Stufen hinunter bis zur ersten Aussichtsplattform. Auch wenn wir in den letzten Tagen nun schon eine Menge Wasserfälle gesehen haben, ist die Faszination nicht geringer. Die tosenden Wassermaßen, vor allem in der Breite wie am Gullfoss, sind einfach beeindruckend. Einige Teile sind eingefroren und man kann immer wieder Eisschollen beobachten, wie sie in den Wassermassen hinabstürzen.
    Wir merken eindeutig die mittlerweile -8 Grad, denn unsere Hände sind in kürzester Zeit zu Eiszapfen geworden. Die Vorfreude auf den Whirlpool, der auf uns wartet, steigt immens!
    Wir laufen die Treppen wieder hoch und noch ein bisschen weiter dem Wasserfall entgegen. Dabei bieten sich immer wieder grandiose Aussichten.
    Schließlich wird es doch schon recht duster und wir machen uns auf den Weg zurück zum Auto und nach Hause.
    Dort angekommen, klettern wir direkt in den wohlig-warmen Whirlpool und genießen den Ausblick auf die nächtliche Landschaft.
    Den Rest des Abends verbringen wir mit Kochen (es gibt sehr leckeren frischen Lachs), Handball EM schauen (den Ausgang des Spieles lasse ich an dieser Stelle unerwähnt) und schließlich vor dem Schlafen gehen noch einmal mit einer Runde im Whirlpool.
    Leider ist der Himmel sehr bewölkt, denn das großartigste wäre natürlich aus dem Whirlpool Nordlichter zu beobachten...
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