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  • Day1

    Talofa Samoa!

    June 19, 2017 in Samoa ⋅ 🌧 26 °C

    Eine Woche Strandurlaub ist schon vorbei, aber eine weitere bleibt mir noch: auf Samoa.
    Obwohl beide Inseln noch nicht einmal drei Flugstunden auseinander liegen, unterscheidet sich Samoa gänzlich von Fidschi. Das erste, was mir beim Verlassen des Flughafens auffiel, war die schwüle Hitze, die mich wirklich umhaute. Aber abgesehen von dem Dauerschweißfilm auf meiner Haut in der Zeit, die ich in der Hauptstadt Apia verbrachte, war Samoa für meinen Geschmack in allerlei Hinsicht Fidschi überlegen: das Land an sich war flächenmäßig grundsätzlich kleiner als Fidschi und damit auch die Bewohnerzahl. Alles schien viel überschaubarer, kleiner. Die Farben waren viel satter, überall saftig grüne Flächen aus Gras und Bäumen, welche mit den unterschiedlichsten Blumen in den unterschiedlichsten Farben verziert wurden: ein helles freundliches gelb, ein starkes rot, ein scheinendes pink. Und immer begleitet von dem türquis blauen Meer, welches die komplette Insel einschloss. Auch die Wohnhäuser, welche in ihrem Bau so einfach waren, aber mit ihrer bunten Fassade einfach nur ein weiteres Schmuckstück, ein weiteres Juwel bildeten, das die Insel schmückte. Und in jedem einzelnen dieser Häuser lebten genau so bunte und strahlende Menschen; Vater und Sohn, Mutter und Tochter, Großeltern, Tanten, Onkels, Brüder und Schwestern. Und keiner von ihnen weiß, was für ein wunderschönes, wenn auch simples und ärmliches Leben sie alle führen. Während wir Europäer zwischen grauen Hochhäusern in unserer Anonymität ertrinken, in einer Welt, in der es kein Wir, sondern nur ein Ich gibt, in der wir einfach nur existieren und einem Rhythmus folgen, mit dem nur die Stärksten mithalten können. Eine Welt, in der wir von Menschen umgeben sind und uns doch immer alleine fühlen. Eine Welt, die im völligen Kontrast zu der Welt steht, in der einziges Lachen mehr wert ist als alles Geld auf diesem Planeten; in der selbst an regnerischen Tagen, Blumen und Menschen nicht aufhören zu strahlen; in der Ängste und Sorgen nicht alleine getragen werden.
    Eine Welt in Farbe, eine Welt ohne Zeit. Eine Welt, von der ich wusste, ich würde sie nie mehr verlassen wollen.
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