A short but fine adventure by Tanja
  • Day6

    Matareva Beach

    June 24, 2017 in Samoa ⋅ ⛅ 30 °C

    Ein so schöner Strand wie hier in Matareva lud einfach nur zum faul rumliegen ein - und genau das habe ich an meinem zweiten Tag gemacht. Das verregnete Wetter vom Vortag schien wie vergessen, das Wetter hätte nicht besser sein können: strahlend blauer Himmel, eine seichte Brise, die den Geruch von Salzwasser mit sich trug und eine Sonne, die sich von den wenigen Wolken nicht beirren ließ und mit ihren Strahlen die umgebende Luft, den Sand und das Wasser auf herrlich angenehm heiße Temperaturen erhitzte.
    Nachmittags fuhren wir zu sechst zu einem anderen Strand (Chantal aus Holland und ich saßen draußen auf dem Pick-Up), wo wir beim Schnorcheln riesige Muscheln entdeckten, die mitunter größer waren als mein Kopf. Die Schildkröten, die wir uns eigentlich erhofften zu sehen, tauchten nicht auf. Dafür aber hatte ich am Vormittag eine nette Begegnung mit einer Seeschlange, die ich gar nicht als solche erkannte, sondern nur ein langes, wurmiges, gestreiftes Etwas auf dem Meeresboden. Während dem Mittagessen erfuhr ich von der Angestellten Jess, dass es sich bei diesem schwarzweißen Wurm um eine Seeschlange handelte, deren Venom innerhalb von ein paar Stunden töten kann. Die hatte zum Glück keinen Appetit auf mich.
    Abends wurden wir während dem üppigen Abendessen von samoanischen Tänzern unterhalten und sogar zum Tanzen aufgefordert, wobei ich mit meinen vergleichsweise lahmen Tanzmoves nicht mithalten konnte und komplett unterging...
    Read more

  • Day3

    Namua Island

    June 21, 2017 in Samoa ⋅ ☀️ 0 °C

    Meine nächsten zwei Nächte sollte ich auf Namua Island verbringen, eine kleine private Insel nicht weit von der Hauptinsel Upolu. Um es kurz zu fassen: faul am Strand liegen und in der Sonne bruzeln, schnorcheln, lesen, Bilder machen, schlafen, essen, meine erste Kokosnuss (die im übrigen überhaupt nicht nach Kokosnuss schmeckten, wie ich sie von Raffaelo und Co. kannte). Das war im Grunde meine Zeit auf Namua beschrieben. Und es war: AWESOME! Einfach mal die Seele baumeln lassen und nichts tun, ohne warmes Wasser und Strom. Fernab von jeglicher Zivilisation (auch wenn man die Hauptinsel von hier aus genau sehen konnte). Das einzige was mich ein bisschen störte, waren die Strand "fales". Fales waren kleine Holzhütten auf Stelzen, hatten aber weder Fenster noch Türen. Das einzige was sie von einem Zelt unterschieden war ein Dach, meistens aus Wellblech, zugedeckt mit Stroh oder Palmenblättern. Der einzige Luxus war eine Matratze und Moskitonetz. Simpel, aber ein unsagbares Gefühl von Wellenrauschen in den Schlaf gewiegt zu werden und bei unglaublicher Aussicht auf den Ozean aufzuwachen. So kannte ich es zumindest aus Bildern. Auf Namua war die Hütte allerdings mit einer hässlichen blauen Folie umspannt, welche den Blick aufs Meer verweigerte. In der zweiten Nacht machte es mir diese Folie zudem unmöglich einzuschlafen. Draußen tobte nämlich ein Unwetter, es regnete und stürmte. Der Wind ließ die Folie jedes mal so laut aufschlagen, dass es sich die ganze Nacht über anhörte, als würde jemand mein Fale auspeitschen. Zeitweise hatte ich die Befürchtung, dass ich gerade Zeuge eines Zyklons wurde und meine Hütte im nächsten Moment im Meer landet und ich, ohne es zu merken, aufs offene Meer hinausgespült werde. Zum Glück ereilte mich nicht das selbe Schicksal wie Robinson Crusoe. Am nächsten Morgen schien das Wetter immer noch nicht besser zu werden, es schüttete wie aus Kübeln. Glücklicherweise ließ der Regen nach als wir mit dem Boot wieder zur Hauptinsel fuhren (und auf dem Weg dorthin Schildkröten im Wasser begegneten). Ein deutsches Pärchen, das auch auf der Insel schlief und welches ich dort kennenlernte, nahm mich mit ihrem Mietauto bis zum Te Sua Ocean Trench mit, womit mein fünfter Tag auf Samoa begann...Read more

  • Day1

    Talofa Samoa!

    June 19, 2017 in Samoa ⋅ 🌧 26 °C

    Eine Woche Strandurlaub ist schon vorbei, aber eine weitere bleibt mir noch: auf Samoa.
    Obwohl beide Inseln noch nicht einmal drei Flugstunden auseinander liegen, unterscheidet sich Samoa gänzlich von Fidschi. Das erste, was mir beim Verlassen des Flughafens auffiel, war die schwüle Hitze, die mich wirklich umhaute. Aber abgesehen von dem Dauerschweißfilm auf meiner Haut in der Zeit, die ich in der Hauptstadt Apia verbrachte, war Samoa für meinen Geschmack in allerlei Hinsicht Fidschi überlegen: das Land an sich war flächenmäßig grundsätzlich kleiner als Fidschi und damit auch die Bewohnerzahl. Alles schien viel überschaubarer, kleiner. Die Farben waren viel satter, überall saftig grüne Flächen aus Gras und Bäumen, welche mit den unterschiedlichsten Blumen in den unterschiedlichsten Farben verziert wurden: ein helles freundliches gelb, ein starkes rot, ein scheinendes pink. Und immer begleitet von dem türquis blauen Meer, welches die komplette Insel einschloss. Auch die Wohnhäuser, welche in ihrem Bau so einfach waren, aber mit ihrer bunten Fassade einfach nur ein weiteres Schmuckstück, ein weiteres Juwel bildeten, das die Insel schmückte. Und in jedem einzelnen dieser Häuser lebten genau so bunte und strahlende Menschen; Vater und Sohn, Mutter und Tochter, Großeltern, Tanten, Onkels, Brüder und Schwestern. Und keiner von ihnen weiß, was für ein wunderschönes, wenn auch simples und ärmliches Leben sie alle führen. Während wir Europäer zwischen grauen Hochhäusern in unserer Anonymität ertrinken, in einer Welt, in der es kein Wir, sondern nur ein Ich gibt, in der wir einfach nur existieren und einem Rhythmus folgen, mit dem nur die Stärksten mithalten können. Eine Welt, in der wir von Menschen umgeben sind und uns doch immer alleine fühlen. Eine Welt, die im völligen Kontrast zu der Welt steht, in der einziges Lachen mehr wert ist als alles Geld auf diesem Planeten; in der selbst an regnerischen Tagen, Blumen und Menschen nicht aufhören zu strahlen; in der Ängste und Sorgen nicht alleine getragen werden.
    Eine Welt in Farbe, eine Welt ohne Zeit. Eine Welt, von der ich wusste, ich würde sie nie mehr verlassen wollen.
    Read more