Um 6 Uhr morgens spuckt uns der Zug in Dong Hoi aus – nach einer Nacht, die man eher als „Powernap mit Hintergrundgerumpel“ bezeichnen könnte. Schlaf? Naja, sagen wir mal: die Liegefläche war so schmal, dass selbst ein Streichholz mehr Platz gehabt hätte. Aber egal, wir sind da!
Der Bus bringt uns in einer Stunde zu unserem Farmstay, das so abgeschieden liegt, dass selbst Google Maps kurz überlegt hat, ob es das wirklich gibt. Erstmal Frühstück – schließlich muss man die Lebensgeister ja irgendwie wiederbeleben – und dann geht’s ab zum Fluss. Der Fluss ist so entspannt, dass er wahrscheinlich selbst schon eine Massage hinter sich hat. Wir paddeln gemütlich dahin, bis wir zur „Höhle der Dunkelheit“ kommen. Rein kommt man nur über eine Zipline – sprich: man hängt an einem Gurt und fliegt wie Superman über den Fluss. 400 Meter lang! Ich habe selten so laut gegrinst. In der Höhle darf man nur die ersten 100 Meter sehen, danach wird’s matschig wie ein Festivalgelände nach Dauerregen. Also zurück ins Gummikanu, Mittagessen, und dann wieder ins Farmstay. Nachmittags: Massage. Und die war so gut, dass wir ernsthaft überlegen, ob wir morgen einfach wiederkommen – rein aus wissenschaftlichen Gründen natürlich. Den Tag beenden wir mit einem Absacker in der Bar. Fertig. Abenteuer erledigt. Gute Nacht.Læs mere