Suuri Bei

Joined April 2017Living in: Schweiz
  • Day113

    Farvel Norge, Grüezi Schwiiz!

    August 29, 2017 in Norway

    Unser Plan ist wunderbar aufgegangen. Sogar die Ikea in Tromsø haben wir gefunden und vier blaue Taschen abgesahnt. Zu unserer Freude waren diese im sonst eher teuren Norwegen gratis!

    Den Flughafen Tromsø als Nachtlager können wir empfehlen. Jedoch nicht den Platz direkt unter der Rolltreppe, welchen wir auswählten. Die Treppe stand solange still bis wir es uns auf unseren Matten und im Schlafsack bequem gemacht hatten. Danach ratterte sie bis morgens um 5 Uhr durch, ohne dass sie benutzt wurde. Trotz alledem fanden wir einige Stunden Schlaf und konnten den Rückflug um 6.35 Uhr einigermassen erholt antreten.

    In Kloten überraschte uns ein super Empfangskomitee. Wir haben uns sehr darüber gefreut - Danke euch!

    Danach sattelten wir noch zum letzten Mal auf dieser Reise unser Dreigespann (Esmi, Esel und Emil) und nahmen bei wunderbarstem Sommerwetter die letzte Etappe von Kloten nach Hittnau unter die Räder. Wir haben es sehr genossen und es war ein würdiger Abschluss unseres Abenteuers.

    Zuhause angekommen genossen wir den nächsten schönen Empfang, inklusive super feiner Lasagne. Nochmals herzlichen Dank dafür!

    Dies ist nun unser letzter Eintrag dieser Reise und wir möchten uns vielmals für euer Interesse, die Kommentare und Rückmeldungen bedanken. Wir hatten grossen Spass am Schreiben und ihr hoffentlich genauso beim Lesen. Wir freuen uns euch bald wieder live und in Farbe zu sehen!

    Zum Schluss noch ein paar unnütze Imformationen: Auf dieser Reise haben wir
    - 3'500 km im Sattel zurückgelegt,
    - 25'000 Höhenmeter erklommen und als Abfahrt genossen,
    - über 25 km in Tunneln verbracht,
    - zwei neue Ketten für Roman's Esel montiert,
    - drei Platten bei Linda's Esmi eingefangen,
    - keine Verletzungen bei Matteo's Emil zu verzeichnen,
    - einen Abwurf durch Esmi zu melden (Linda ist dabei glücklicherweise nichts passiert),
    - den Elchstatus etwas übermotiviert eingeführt (ein Rentierstatus wäre hingegen angebracht gewesen),
    - mit unserem Nordkapp-Besuch definitiv die Arktis erreicht,
    - Matteo dazu verholfen dass er aktuell 1/4 seines Lebens im Zelt übernachtet hat,
    - Möwenkacke nicht nur auf dem Zelt sondern auch auf Lindas Kopf kassiert ("pfuiiii so gruusig"), und
    - bei 6 Grad Celsius Tageshöchsttemperatur wieder einmal beschlossen dass unsere nächste Reise an die Wärme gehen sollte.

    Fazit: Fahrradreisen macht Spass und die nächste wird bestimmt einmal folgen ;) .
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day108

    Zurück in Tromsø

    August 24, 2017 in Norway

    Nun ist es soweit, wir erreichen zum zweiten Mal Tromsø, womit unser letzter richtiger Fahrradtag vorbei ist. Unser Nachtlager schlagen wir auf dem sympathischen Campingplatz der Stadt auf.

    Zeit die Stadt anzuschauen haben wir nun die nächsten drei Tage. So geniessen wir das Polaria Museum inkl. Aquarium, nette Restaurants und Kaffees, einen Ausflug in die Höhe und viele Meter zu Fuss durch die Gassen von Tromsø. Übrigens haben wir nun die Bestätigung: Fahrradfahren und Gehen brauchen unterschiedliche Muskeln - der Muskelkater lässt grüssen!

    Auch haben wir nun etwas Zeit um an unserer Resozialisierung zu arbeiten: Als erster Schritt gönnt Mann sich einen neuen Haarschnitt. Weiter versuchen wir wieder mit Gabel und Messer zu essen (und nicht mehr nur mit Löffel und Hand). Auch gibt es wieder einen Teller pro Person und nicht mehr die Familienpfanne. Mal sehen ob diese Massnahmen greifen werden... .

    Nun müssen wir aber leider auch so langsam an den Rückflug denken. Der Plan ist: Unser Plätzchen auf dem Campingplatz Tromsø räumen. Quer durch die Stadt Richtung Flughafen radeln. Verpackungsmaterial bei der IKEA (wir schwören auf diese blauen Taschen) sowie im Baumarkt organisieren. Schlafensplatz im Flughafen suchen. Und schlussendlich geht es am Dienstag in aller Früh ans Verpacken und Einchecken. Soweit der Plan, hoffentlich klappt alles!
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  • Day103

    Ab in den Süden

    August 19, 2017 in Norway

    Bis anhin führte uns unser Weg immer weiter in den Norden. Doch nun wird es definitiv Zeit umzudrehen. Dazu nehmen wir in aller Frühe (5.45 Uhr), und zum letzten Mal auf dieser Reise, die Hurtigrute bis nach Øksfjord. Und wenn wir schon so früh aufstehen, sind wir natürlich um Punkt 7.00 Uhr bereit als das Brunchbuffet auf dem Schiff eröffnet wird. So ein toller Brunch können wir uns einfach nicht entgehen lassen. Glücklicherweise verliessen wir das Schiff erst um 15.45 Uhr wieder, was unserer Verdauung ausreichend Zeit liess um uns wieder fahrradtauglich zu machen.

    Den verbleibenden 250 Kilometern bis nach Tromsø schauten wir entspannt entgegen. Auch wenn das wohl nur teilweise berechtigt war: Die Strecke war überraschend hügelig und die Wettergötter entschieden sich für eine Kombination aus feucht und kalt. Dennoch war die Strecke landschaftlich ein Genuss, auch wenn wir dies kaum auf Fotos festhielten.

    Entgegen anderen Streckenabschnitten planten wir unsere Tagesetappen nicht sehr detailliert. Schliesslich wussten wir das es ausreichend Supermärkte und Campingplätze haben würde. Im Endeffekt führte dies dazu, dass wir viermal hintereinander wild campten und uns für die nächste Nacht anstrengen mussten wieder auf einem Campingplatz zu landen. Dafür freuten wir uns dann umsomehr auf eine warme Dusche.
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  • Day100

    Zwischenhoch am Nordkapp

    August 16, 2017 in Norway

    Nach einem ausgiebigem Frühstück an Bord der MS Nordnorge gingen wir in Honningsvåg an Land. Der kleine Ort liegt 35 km südlich des Nordkapps, unserem nächsten Ziel. Wer hätte gedacht das wir so weit in den Norden vorstossen würden als wir in Amsterdam am Flughafen noch mit den Drehtüren kämpften. Wir jedenfalls nicht.

    Auf dem Weg nach Honningsvåg erfuhren wir von einem deutschen Radfahrer, dass die letzten Tage in der Region Nordkapp sehr starke Winde und Sturmböen herrschten. Mehrere Radfahrer stossten offenbar ihre Räder teilweise von und zum Nordkapp oder nahmen den Bus. Zelten trauten sich die meisten ebenfalls nicht.

    Doch wir hatten wieder einmal Wetterglück. Es war zwar noch sehr windig als wir ankamen, aber am Tag danach dominierte ein Zwischenhoch. So hatten wir wenig Wind und blauen Himmel auf dem Weg zum Nordkapp. Eigentlich wollten wir dort übernachten, doch der Wetterbericht machte klar, dass das gute Wetter keinen weiteren Tag anhalten würde. So machten wir uns am Nachmittag wieder auf den Rückweg.

    Wir steuerten einen Campingplatz südlich vom Nordkapp an, welcher etwas in einem Tal situiert ist. Dort waren wir geschützter von den starken Winden, während die karge Landschaft ansonsten kaum Schutz bietet. Am Tag danach (am 17. August) wollten wir dann eigentlich zurück nach Honningsvåg. Doch der Wind pfeifte selbst bei uns unten ordentlich und so pausierten wir noch einen Tag.

    Am Nordkapp selbst herrschte eine interessante Stimmung. Nicht nur die vielen Fahrrad- und Motorradfahrer welche tausende Kilometer bis hierhin zurückgelegt haben waren in überaus guter Stimmung, sondern generell alle Besucher. Viele Verkehrsteilnehmer winkten uns bereits auf dem Weg zu und alle waren gut gelaunt - sie hatten wohl ebenfalls ein Zwischenhoch.

    Für uns ist hier die Reise noch nicht ganz zu Ende. Vielmehr war es unser nördliches Zwischenhoch, bevor wir uns nun wieder in Richtung Tromsø auf den Weg machen. Diesmal allerdings nur teilweise mit dem Schiff, schliesslich wollen wir auch noch etwas radeln.
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  • Day98

    Blitzbesuch in Tromsø

    August 14, 2017 in Norway

    Auf dem Weg nach Tromsø hatten wir sehr abwechslungsreiches Wetter. Erst nieselte es, dann regnete es, zwischendurch tröpfelte oder strätze es, und dann nieselte es wieder. But why worry? ;)

    Auf dem ganzen Weg waren Schilder für das Arctic Race (ein Fahrradrennen) angebracht und als uns dann ein Auto mit eingeschaltetem Warnlicht anhielt hatten wir schon die Befürchtung wegen dem Rennen aufgehalten zu werden. Doch weit gefehlt. Wie sich herausstelte hatte das Rennen zum Glück bereits gestern stattgefunden. Die Mitarbeiter der Tromsø-Kommune, welche uns anhielten, waren unterwegs um bei Fahrradfahrern eine Umfrage bezüglich Zustand der Velorouten durchzuführen. So erarbeiteten wir uns im Nieselwetter etwas Schokolade und je zwei Velolampen durch das Ausfüllen des Fragebogens.

    Kurz vor Tromsø streickte dann Romans Esel wieder etwas. Die vor gut 1'000 km gewechselte Kette war so ausgeleiert dass sie ihm beim Fahren heraussprang. Kaum in Tromsø angekommen (mit zusätzlichen 10 km Umweg - welche wir erst für eine Abkürzung hielten) suchten wir einen Bike-Shop. Da die Mechaniker schon Feierabend hatten (um 16.00 Uhr!) musste Roman diesmal selber ans Werk. Nach gut 20 Minuten waren wir wieder startklar mit Kette Nr. 3 und steuerten unseren letzten Termin für diesen Tag an: das Hurtigruten Schiff MS Nordnorge.

    Von der Stadt haben wir übrigens kaum etwas gesehen, aber das hohlen wir noch nach.
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  • Day97

    Senja

    August 13, 2017 in Norway

    Die Insel Senja hat uns sehr gut gefallen: Natur pur! Und auch das Wetter hat mitgespielt. Dazu sehr wenig Verkehr auf den schmalen und kurvenreichen Strassen. Viel zu schnell sind wir nun am nördlichen Ende der Insel beim Fähranleger angelangt und morgen werden wir dann Tromsø erreichen.

    Was uns auf Senja (jedoch auch im Allgemeinen) weniger gefallen hat, ist das Fahren durch Tunnels. Zu oft sind diese nur sehr spärlich belichtet gewesen oder wie in einem Fall in den letzten 100 Metern gar nicht mehr (und das obwohl es noch um eine Kurve ging). Da waren wir froh um die Leuchtwesten welche an manchen Tunnel extra für uns Fahrradfahrer zu Verfügung gestellt wurden, oder die Warnlampe welche man per Knopfdruck aktivieren konnte.

    Auch sei gewarnt dass Tunnels nicht unbedingt geradeaus durch den Berg führen müssen. Kurven aller Art oder Steigungen bis zu 7% liegen da schon mal drin. In den ca. 25 Tunnelkilometern die wir mittlerweile gefahren sind war wirklich alles mögliche dabei.
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  • Day96

    Fahrradstrategien

    August 12, 2017 in Norway

    So langsam aber sicher neigt sich die uns verfügbare Zeit auf dieser Reise dem Ende zu. Und so stellt sich die Frage was wir noch sehen möchten und was wohl noch in der verbleibenden Zeit möglich ist.

    Natürlich hängt das alles davon ab wie lange und wie schnell man pro Tag so fährt. Und obwohl wir dies mittlerweile sehr gut einschätzen können, diskutieren wir auch alternative Strategien - während dem Fahrradfahren hat man schliesslich viel Zeit für solche Gedankenexperimente. Auf zwei die uns besonders gut gefallen, möchten wir etwas näher eingehen.

    Die Kalinka-Strategie: Mit dieser Strategie kommt man erstaunlich weit, ist aber sportlich anspruchsvoll. Sie funktioniert ganz einfach. Am Morgen wählt man seinen Lieblingsgang und 'trampt' dann einfach den ganzen Tag im Kalinka-Rythmus. Schon nach wenigen Minuten ist man unglaublich schnell unterwegs. Wir möchten jedoch nicht so durch die Landschaft rasen und sehen deshalb davon ab :-) .

    Die zweite Strategie ist sehr gut der noch zu bewältigenden Strecke angepasst. Man fährt einfach immer gerade so schnell wie man noch Distanz zurückzulegen hat (in seinen Lieblingseinheiten). Man könnte meinen, dass dies die perfekte Strategie ist. Je näher man am Ziel ist, desto gemütlicher kann man's nehmen. Aber Achtung, bei genauerem Hinschauen zeigt sich, dass man so unendlich lange bräuchte um ans Ziel zu gelangen!

    Also lassen wir's mit den ausgefallenen Strategien und fahren einfach weiterhin munter drauf zu. Was wir noch so vor haben? Das seht ihr dann vorzu :-) .
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  • Day94

    Vesterålen

    August 10, 2017 in Norway

    Die Vesterålen ist die Inselgruppe nördlich der Lofoten. Aufgrund der geographischen Nähe sieht es dort sehr ähnlich aus, ist aber etwas weniger von Touristen überrannt.

    Eine Nacht verbrachten wir dort direkt am Strand auf einem netten kleinen Campingplatz. Nicht schlecht staunten wir da, als plötzlich die Melodie eines Eiswagens erklang. Immerhin sassen wir gerade im Zelt weil es eben noch geregnet hatte und ziemlich kalt war (etwa 10 Grad). Und da verdient jemand sein Geld mit dem Eisverkauf. Verrückt diese Norweger!Read more

  • Day93

    Von Beeren und Fischen

    August 9, 2017 in Norway

    Wie auch schon in Canada und Alaska besteht auch auf dieser Reise unser Frühstück meist aus Porridge mit Zimt und Zucker. Ein energiespendendes Frühstück, mit der Zeit jedoch etwas langweilig. Da kommt die Beerensaison gerade rechzeitig um unser Frühstück super aufzuwerten! Was schmeckt besser als selbstgepflückte Blueberries zum Porridge? Genau, frische Makrelen zu Kartoffeln und Käse als Abendessen ;) .

    Bei unserer Mittagspause traffen wir auf einen Jungen (vier Jahre) und seinen Vater. Der Junge lief frisch-fröhlich zu Roman und begann auf Norwegisch mit ihm zu sprechen: " ...... Fisk ...... ...... Fisk?" War so etwa das was Roman verstand. Der Vater fragte uns dann in gebrochenem Englisch ob wir frischen Fisch möchten. Wir müssten uns nur zehn Minuten gedulden, für zwei Makrelen. Dies taten wir und die beiden marschierten mit Angel und Eimer davon. Und tatsächlich, keine zehn Minuten später präsentierte uns der kleine Junge stolz vier Makrelen.

    Wir meinten zuerst sie hätten auch für sich zwei gefangen, doch es stellte sich heraus dass alle vier für uns waren. Der Vater nahm sie gleich noch aus und wir radelten glücklich mit dem frischen Abendessen im Gepäck weiter.
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  • Day92

    Für heute Nacht hatten wir das perfekte Plätzchen an einem See gefunden. Von der Hauptstrasse bog eine kleine Schotterstrasse ab und nach gut einem Kilometer hiess es Gatter öffnen, Fahrräder durchschieben und Gatter wieder schliessen. Auf dem Weg zum See trafen wir einige Schafe und Kühe die friedlich grassten. Auf einer Schaffsweide hatten wir in Schottland schon übernachtet, dies stellte also kein Problem dar. Hmmm, was aber halten die Kühe von unserem Plan? Na wird schon passen dachten wir uns! Und so begannen wir das Nachtlager aufzuschlagen. Doch schon bald war es vorbei mit der Ruhe und wir waren von ca. zehn Kühen regelrecht umzingelt. Was nun? Würden sie uns im frieden schlafen lassen? Doch die neugierigen Viecher dachten nicht daran uns in Ruhe zulassen. Auch unser Rufen und Stampfen taten sie mit nur einem Schnauben ab. Als dann eine Kuh auch noch unser Equipment beschlabbern wollte hatten wir genug. Das Zelt wurde wieder abgebaut und wir verlegten unser Nachtlager vor das Gatter. Fazit: Mit neugierigen Kühen ist nicht zu spassen!

    P.s. Leider hat es auf unserer "Flucht" aus der Kuhweide nicht einmal mehr für ein Foto gereicht.
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