• Vrindavan

    March 7, 2023 in India ☀️ 32 °C

    Zunächst sind wir nach Agra gefahren, um uns dort mit unseren Couchsurfing-Host und seinem Freund zu treffen. Er sammelte uns am Bahnhof ein und wir fuhren zunächst zu ihm nach Hause, um unsere Sachen abzulegen. Mohit, unser Couchsurfing-Host und Himanschu wirkten beide sehr nett und etwas aufgeregt wegen unseres Besuches. Nachdem wir Mohits Haus erreicht haben, gab er uns etwas zu essen, dass seine Mutter für uns kochte. Es gab ein Curry mit Rotis. Das Essen war in Ordnung, aber nicht besonders gut. Nach dem Essen legten wir uns erstmal etwas hin und ruhten uns aus. Hier bemerkten wir schon, dass indische Menschen nicht viel Wert auf Privatsphäre legen, beziehungsweise auch wenig Gespür dafür haben, dass Europäer öfters Privatsphäre benötigen. Da wir aber total müde und erschöpft waren, schliefen wir im Wohnzimmer auf dem Bett ein, während Mohit und Himamschu im Raum saßen. Als wir aufwachten, hieß es aufbrechen nach Vrindavan. Schnell ein paar Sachen für die Nacht einpacken und ab ins Auto. Zunächst besorgten wir noch einige Dinge für Holi wie beispielsweise Klamotten zum Wegwerfen und natürlich die Farben. Nach ca. 3h Autofahrt erreichten wir Vrindavan. In Deutschland hätten man für diese Strecke wahrscheinlich maximal eine Stunde gebraucht. Hier in Indien sind die Straßen immer so überfüllt und das Verkehrssystem ist ein einziges Chaos, weshalb alles länger gedauert. Angekommen in Vrindavan waren wir beeindruckt von den vielen Menschen und realisierten wie krass es am nächsten Tag zum Pre-Holi Fest hier werden wird. Zum Abendbrot aßen wir einen extrem guten Thali in einem bekannten lokalen Restaurant, namens Hira Sweets. Ich wachte jedoch am nächsten Tag leider trotzdem mit Bauchschmerzen und Durchfall auf, weshalb wir eigentlich nicht zum vereinbarten Zeitpunkt (7:30 Uhr) raus kommen konnten. Leider akzeptierten unsere beiden Begleiter dies nicht wirklich und standen wenige Minuten später vor unserer Hoteltür. Wieder litten wir etwas unter nicht respektierter Privatsphäre, die wir eigentlich gewohnt waren. Naja jetzt hieß mit flauen, grummeligen Magen ins Holi-Festival zu starten. Auf den Straßen war wirklich ein extremer Ausnahmezustand. Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Menschen auf einmal gesehen. Alle beschmissen sich mit Farbe, schrien Happy Holi usw. Ein besonderes Highlight war der erste Tempel den wir besuchten. Um diesen zu erreichen mussten wir sehr enge Gassen passieren. Da wir nicht die einzigen wahren die zu diesem Tempel wollten und dies sogar der wichtigste Tempel in Vrindavan ist, da er die Geburtsstätte von Lord Krischna ist, war es dementsprechend extrem voll. Menschen quetschten sich von beiden Seiten Richtung Tempel oder vom Tempel weg. Mehrmals mussten ich wirklich stark dagegen ankämpfen nicht um zu fallen, da so stark geschupst und gedrückt wurde. Nach ca. 4h feiern auf der Straße und dem Besuch mehrerer Tempel waren wir fix und fertig und froh wieder im Auto auf den Weg nach Agra zu sein.Read more