Sa Pa
July 25, 2023 in Vietnam
☁️ 25 °C
Nach einer weiteren anstrengenden Nachtbusfahrt ohne Schlaf kamen wir in Sa Pa an. Im Hotel begrüßte uns direkt eine richtig süße Katze. Durch den Rezeptionist erfuhren wir, dass sie Mau Mau heißt. Leider hatte sie eine Behinderung am Bein, da sie angefahren wurde. Deshalb humpelte sie die ganze Zeit. Jedoch war sie trotzdem richtig aktiv und lebensfroh, was mich total berührte und weshalb ich mich direkt in sie verliebt habe. Am Mittag wollten wir etwas in der Umgebung essen gehen. Wir sind dann in ein nahegelegenes Restaurant gegangen, was gut aussah. Wir bestellten beide Fried Rice mit Ei. Nach ein paar Löffeln bemerkten wir allerdings, dass irgendeine Art von kleinen Fleischstücken in dem Reis ist. Zunächst dachte ich mir dass es zwar irgendwie blöd ist, dass wir es mit Fleisch bekommen hatten ohne dass wir es wollten, aber es auch nicht so schlimm ist. Als Sarah dann jedoch meinte, dass sie gelesen hätte, dass in der Region von Vietnam öfters Hundefleisch verarbeitet wird, verging mir der Appetit und ich sah mich gezwungen den „Kellner“ (ein kleiner Junge) zu fragen, welches Fleisch da drin ist, da wir eigentlich ohne Fleisch bestellt hatten. Der Kellner konnte uns nicht sagen, welches Fleisch sich im Reis befindet. Das fuckte dann natürlich noch mehr ab und wir waren etwas geschockt. Zudem sah er nicht ein, dass er einen Fehler gemacht hatte und uns ganz klar das falsche Gericht gebracht hat. Nach ca. 1-2 Minuten Diskussion mit dem kleinen Jungen holte er eine Erwachsene Frau dazu, die leider jedoch auch fast kein Englisch verstand und ebenfalls nicht einsehen wollte, dass der Fehler auf deren Seite lag. Sarah wurde immer wütender und fragte die Frau mehrmals was wir jetzt machen sollen, da sie nicht einsah den vollen Preis für ein Essen zu bezahlen, was wir nicht bestellt hatten und selbstverständlich nun auch nicht weiter essen wollten. Die Frau holte wieder eine andere Person dazu. Vermutlich die Besitzerin. Diese konnte nun wirklich gar kein Englisch, weshalb die anderen Mitarbeiter ihr auf vietnamesisch erklärten, was das Problem sei. Wahrscheinlich mit derartigen subjektiven Verzerrungen, da die Frau unmittelbar ausrastete uns schubste, eine Wasserflasche nach uns warf und „Go“ schrie. Beim stürmischen Verlassen des Lokals drehte ich mich nochmal um, um ein schnelles Foto mit meinem Handy zu machen, da ich später eine Bewertung auf Google und Tripadvisor hinterlassen wollte. Anscheinend sah die Frau dies und rannte raus und versuchte mir mein Handy aus der Hand zu reißen. Während der Aktion kamen ein paar Frauen aus dem Frisörsalon nebenan heraus die uns entgeistert anschauten. Sie fragten uns was das Problem sei und boten an kurz zu vermitteln, da sie einigermaßen Englisch können. Wir erklärten unser Problem erneut und die Frauen versuchten es der aufgebrachten Besitzerin des Restaurants zu erklären, jedoch schrie diese immer noch und ließ die anderen Frauen gar nicht ausreden. Sarah ging dann einfach weg, weil es ihr Zuviel wurde. Zu mir kam dann noch eine weitere Kellnerin aus dem Restaurant, die überraschenderweise gut Englisch konnte. Sie entschuldigte sich bei mir für den gesamten Vorfall und meinte zu mir ich soll einfach gehen, da es keinen Sinn macht hier weiter zu diskutieren. Ich ging dann einfach und versuchte zu vergessen was da gerade alles passiert war. Am Abend gingen wir dann in das belebte Zentrum des Ortes und aßen etwas bei einem italienischen Restaurant. Danach kuschelte ich noch viel mit Mau Mau und ging irgendwann zu Bett. Am nächsten Tag wollten wir zu einem Dorf trekken gehen. Der Weg dorthin war leider gar nicht schön. Man musste eigentlich nur eine Straße bergab gehen, auf der die ganze Zeit Autos, Busse und Motorroller vorbeirauschten. Mit Trekken, wie wir es aus Nepal kannten, hatte das eher wenig zutun. Zudem war die Straße nass, da die ganze Zeit Wasser bergab floss. Wo das Wasser herkam und wieso das so war wussten wir nicht. Sarah ist nur leider hingefallen, da es so rutschig war. Nach ca. 20 Minuten gegen erreichten wir dann das Dorf. Es war ganz schön, aber auch nicht so besonders wie wir es uns vorgestellt hatten. Nachdem wir einmal durch das Dorf gegangen sind, etwas dort gegessen hatten und ein paar Fotos gemacht hatten, machten wir uns dann auch schon wieder auf den Rückweg. Abends haben wir wieder etwas in dem belebten Zentrum des Ortes gegessen und danach habe ich mir noch eine Massage gegönnt. Leider war weder Essen noch Massage wirklich gut, was meine Stimmung etwas negativ beeinflusste. Zum Glück konnte ich dann aber noch etwas Zeit mit meiner neuen Freundin Mau Mau verbringen. Am nächsten Tag musste ich mich dann leider auch schon von ihr verabschieden, da es für uns weiter nach Ha Giang gehen sollte. Ich war echt ziemlich traurig, da ich sie mega ins Herz geschlossen hatte. Diese Katze war mit Abstand die süßeste die ich seit der Reise getroffen habe und ich werde mich immer an sie erinnern.Read more











