Die dunklen Seiten der Stadt 🏙️🍸
July 28 in the United States
🌧 26 °C
Neben all den wundervollen Dingen, die man in New York entdecken kann, gibt es hier auch das vermutlich grausamste Denkmal der westlichen Welt aus dem 21. Jahrhundert.
Das 9/11 Memorial und Museum. Es war sowohl mein als auch Michis erster Schultag, als die Twin Towers angegriffen wurden und einstürzten. Nichts, woran man sich gerne erinnert. Doch heute machen wir die Kiste mit diesen Erinnerungen auf und besuchen das Museum.
Fotografieren ist nur in bestimmten Bereichen erlaubt und so entstehen hier gar nicht viele Fotos. Dafür eine nicht enden wollende Gänsehaut. Das Grauen, das die Stadt New York und die Welt an diesem Tag erlebt hat, ist nicht in Worte zu fassen. Und im Museum wird wirklich alles von diesem Tag gezeigt. Ungeschönt und (fast) uneingeschränkt.
Fast vier Stunden sind wir in der Ausstellung. Während Michi starke Nerven zeigt und sich alle Exponate bis zum Schluss ansieht, wird es mir irgendwann zu viel und ich muss aus dem Museum raus. Es ist brutal ehrlich und gleichzeitig fantastisch gemacht. Ein Besuch ist definitiv empfehlenswert, wenn man starke Nerven hat.
Wir machen draußen Mittag und lassen das Gesehene Revue passieren. Eigentlich wollten wir noch auf das One World Trade Center und den Ausblick genießen. Nachdem wir aber zuerst in aller Ausführlichkeit den Einsturz zweier Hochhäuser studiert hatten, fühlten wir es beide nicht, jetzt noch auf ein Hochhaus zu fahren. Wir hätten es zuerst machen sollen. So lassen wir es aus und machen uns zu Fuß auf Richtung Uptown Manhattan.
Wir sind ganz in der Nähe von Tribeca. Das Stadtviertel der Stars. Vielleicht treffen wir ja jemanden?
Wir schlendern durch die Straßen und erleben eine ganz andere Seite von New York. Es ist hier eher wie in London oder sogar München. Ein Wohnviertel mit normalen Geschäften, Baustellen, Wohnhäusern, Cafés und Shops. Genau das Richtige, um ein bisschen die Seele baumeln zu lassen. Und ein wenig neugierig sind wir natürlich auch.
Wir finden das Townhouse, in dem angeblich Taylor Swift lebt, und ein Ghostbusters-Gebäude.
Unser Weg führt vorbei an vielen Statuen, dem Union Square und einer Uhr zum Klimawandel. Unser Ziel ist der Harry-Potter-Shop am Flat Iron. Hier holen wir uns ein gratis Butterbeer und schlendern durch die magische Welt des Zauberers.
Irgendwann haben wir alles gesehen und machen uns auf den Weg zum nächsten Food-Spot. Draußen regnet es in Strömen. Das erste Mal seit Tagen, dass es etwas kühler wird.
Es gibt Sandwiches. Verdammt gute Sandwiches. Sowas gibt es bei uns daheim nicht.
Was es bei uns auch nicht gibt, sind die Speakeasy-Bars. Sie stammen aus der Prohibitionszeit und sind auch heute noch sehr beliebt. Auch wenn sie heute nicht mehr ganz so geheim sind.
Wir schließen uns einer Tour an und entdecken an diesem Abend drei versteckte Bars, die fantastische Getränke servieren und tolle Themen haben.
In der ersten dreht sich alles um Sex. In der zweiten um den Broadway und die dritte ist klassisch im Stil der 1920er/30er-Jahre gehalten.
Für die erste Bar braucht es ein Passwort, um durch eine Stahltür in den geheimen Gang zu kommen, der uns in die Untergrundbar bringt. Diese Art von Versteck war einer der Klassiker in dieser Zeit.
Die zweite Bar ist ein Separee in einem Hotel. Da das Hotel selbst eine Hauptbar hat, ist der Speakeasy-Vibe nicht ganz so da, aber die Ausstellungsstücke vom Broadway sind fantastisch zu bewundern.
Die dritte Bar erreichen wir, indem wir durch ein Deli gehen. Auch ein absoluter Klassiker. Nur dass diese Bar hier im Deli beworben wird. Also auch nicht mehr ganz so geheim. Dafür sind der Cocktail und der Nacho-Snack einfach nur großartig.
Ein nettes Erlebnis, das einen tollen Abschluss in New York bietet.Read more






































