Ein nasser Stadttag in Arezzo
February 16 in Italy ⋅ 🌧 10 °C
Wenn man uns fragen würde, wie die Toscana ist, würden wir spontan sagen: verregnet!
So startet auch dieser Tag. Also nichts wie weiter – in der Hoffnung auf besseres Wetter. Nach fast zwei Wochen Landleben zieht es uns wieder einmal in eine Stadt: nach Arezzo.
Die Fahrt dorthin führt durch unzählige Olivenhaine – so viele haben wir noch nie gesehen. Die Hänge und Felder sind vom vielen Regen aufgeweicht, die anstehenden Arbeiten in den Hainen müssen warten. Nebel, Grau und Tristesse begleiten uns. Die Lust auf eine Pause unterwegs fehlt völlig, also fahren wir direkt weiter nach Arezzo.
Es ist auch wieder Zeit, unseren Gastank zu füllen. In Italien ist LPG/GLP an Tankstellen subventioniert und offiziell nur als Treibstoff gedacht – nicht fürs Kochen oder Heizen. Die Zusammensetzung ist zwar dieselbe, doch bestimmt sei es nur fürs Fahren, erklärt uns der freundliche Mitarbeiter. Mit einem kleinen Flunkern bekommen wir dennoch Gas. Notfalls könnten wir ja unsere zusätzlichen Gasflaschen zeigen und betonen, dass diese fürs Kochen und Heizen sind – und der fest verbaute Tank selbstverständlich nur für den Antrieb.
Die Anfahrt zum Stellplatz erweist sich als kleine Herausforderung. Eine gesperrte Strecke ohne Umleitung bringt unser Navi völlig aus dem Konzept. Mit Hilfe von zwei weiteren Navis lotsen wir schließlich unseren „Johneli“ ans Ziel. Ende gut, alles gut.
Nach einem schnellen Mittagessen nutzen wir das angekündigte zweistündige Regenfenster und machen uns auf den Weg in die Stadt.
Arezzo ist die viertgrößte Stadt der Toskana – eine historische Stadt mit gut erhaltenen Stadtmauern, reich an Geschichte, Kunst und bekannt für ihre Antiquitätenmärkte. Jeden ersten Sonntag im Monat findet hier einer der größten Antiquitätenmärkte Italiens statt.
Wir schlendern durch enge Gassen, vorbei an der Basilica di San Francesco mit ihren berühmten Wandmalereien (heute verzichten wir auf einen Besuch), weiter zur Piazza Grande – Drehort des Films La vita è bella – und hinauf zur Cattedrale dei Santi Pietro e Donato. Von außen wirkt sie gar nicht so groß, doch innen beeindruckt sie uns sehr. Besonders die Seitenkapelle mit den vielen Kerzen und Blumen strahlt eine besondere Atmosphäre aus. Wir verweilen einen Moment.
Als wir wieder nach draußen treten, regnet es erneut.
Zum Abschluss laufen wir noch kurz hinauf zur Fortezza Medicea. Von hier oben hat man normalerweise einen wunderbaren Blick über die Stadt und die toskanischen Hügel – heute allerdings verschwinden diese im Grau des Regens. Trotzdem hat dieser Ort seinen ganz eigenen, melancholischen Charme.
Auf dem Rückweg zum Wohnmobil hoffen wir auf ein gemütliches Café mit etwas Süßem. Leider: nichts, nada, niente! Immerhin finden wir etwas Süßes zum Mitnehmen – also fällt die Entscheidung schnell: Kaffee gibt es zuhause.
Auf den letzten Metern werden wir trotz Schirm noch ordentlich nass.
Vielleicht zeigt sich die Toscana ja morgen von ihrer sonnigeren Seite. 🌧️Read more



























TravelerDie Kathedrale ist sehr schön und auch die Stadt. Die hügelige Landschaft hat viel Charm. Ja Regen, sieht es positiv so bleibt auch Johneli sauber🤣🥰
TravelerWünschen wir uns gegenseitig Sonnenschein! Vielleicht hilft es ja! 🙂 und wenn nicht, lassen wir uns die Laune nicht verderben. Ihr im Regen ☔️ wir im Schnee ❄️ Liebe Grüsse aus dem Berner Oberland 🙋🏼♀️
Yvi on tourDas machen wir! Obwohl der Schnee wäre schöner anzuschauen 😉.
TravelerIch glaube in Arezzo regnet es meistens, ich habe drei Schirme, die ich dort gekauft habe 😀😀😀! Beim vierten Besuch hatte ich einen dabei, aber da hat die Sonne gestrahlt 😀😀😀