• Stadtbummel durch Riga

    May 6 in Latvia ⋅ ☁️ 11 °C

    Gestern war für uns ein reiner Fahrtag mit einem ersten Ankommen in Riga. Für zwei Nächte haben wir uns einen Stellplatz direkt am Wasser beim Riverside Camping gebucht.

    Die Fahrt verlief völlig unspektakulär – mit einer kleinen Ausnahme: Ohne in ein LKW-Fahrverbot zu fahren, hätten wir den Campingplatz gar nicht erreichen können. Jetzt bleibt abzuwarten, ob uns zu Hause Post erwartet. In der Schweiz gilt diese Regelung für unser Wohnmobil zum Beispiel nicht, in Deutschland hingegen schon. Wie das Ganze in Lettland gehandhabt wird, wirkt etwas widersprüchlich.

    Den Abend haben wir bereits in der Altstadt von Riga in einem authentischen Restaurant ausklingen lassen – ein gelungener erster Eindruck.

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    Für den heutigen Tag haben wir uns eine Route zu Fuß mit ChatGPT mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zusammengestellt. Besonders praktisch: Die Route lässt sich direkt in Google Maps übernehmen und so ganz entspannt im eigenen Tempo ablaufen.

    Den Weg vom Campingplatz in die Innenstadt haben wir jeweils mit der App Bolt zurückgelegt (ähnlich wie Uber). Einfach bestellen, wenige Minuten warten, einsteigen – und das Ganze auch noch sehr preiswert. Kein Warten auf Busse, kein Fahrplan, dafür direkte Fahrten ans gewünschte Ziel.

    Wir starten früh am Morgen, da sich das Wetter am Nachmittag verschlechtern soll. Unser Rundgang beginnt am Domplatz. Der Dom ist noch geschlossen, daher betrachten wir ihn zunächst nur von außen.

    Was uns sofort auffällt: Die gesamte Altstadt besteht aus Kopfsteinpflaster. Enge Gassen, wunderschön restaurierte Häuser, Kirchen und Plätze reihen sich aneinander. Dazu unzählige Restaurants und Bars mit einladenden Angeboten. Alles wirkt lebendig, aber angenehm unaufgeregt – nicht überlaufen.

    Mit rund 600.000 Einwohnern ist Riga die größte Stadt des Landes und zugleich Hauptstadt von Lettland. Historisch stand die Stadt unter anderem unter schwedischer Herrschaft, gehörte zum Russischen Reich und später zur Sowjetunion. Diese Einflüsse sind bis heute spürbar.

    Unser nächster Fotostopp sind die ältesten Häuser der Stadt – die Drei Brüder. Gut erhaltene mittelalterliche Gebäude mit viel Charme. Nur wenige Gehminuten entfernt liegen das Schwedentor und Teile der alten Stadtmauer.

    Wir schlendern weiter bis zum Pulverturm, der heute ein Teil des Kriegsmuseums beherbergt. Auf dem Weg zur Kirche passieren wir den Livu-Platz mit seinen schönen Gebäuden und Restaurants.

    Der Besuch der Petrikirche ist ein echtes Highlight – weniger wegen der schlichten Kirche selbst, sondern wegen der Aussicht. Mit dem Aufzug geht es bequem nach oben, wo sich ein fantastischer Blick über ganz Riga bietet.

    Weiter geht es zum Rathausplatz Riga mit dem markanten Schwarzhäupterhaus – einer der bekanntesten Orte der Stadt.

    Anschließend legen wir noch einen Abstecher zum Rigaer Zentralmarkt ein. Einer der größten Märkte Europas, untergebracht in ehemaligen Zeppelin-Hallen. Wir hatten gehofft, hier etwas Typisches zu Mittag zu essen, wurden aber nicht fündig – vielleicht sind wir einfach zu sehr von spanischen Markthallen verwöhnt.

    Also zurück in die Altstadt: Dort finden wir schließlich ein gemütliches Restaurant und genießen ein sehr leckeres Mittagessen mit lettischen Spezialitäten.

    Zum Abschluss führt uns der Weg noch am Freiheitsdenkmal vorbei sowie an der Laima-Uhr – einer historischen Straßenuhr und klassischem Treffpunkt der Stadt.

    Nach diesem gelungenen Stadtrundgang bestellen wir uns erneut ein Bolt. Kaum gebucht, steht das Auto schon bereit und bringt uns bequem zurück zum Campingplatz.

    Fazit 👉
    Riga überzeugt mit einer charmanten Altstadt, beeindruckender Architektur und einer entspannten Atmosphäre. Die Stadt ist kompakt, gut zu Fuß erkundbar und bietet eine gelungene Mischung aus Geschichte und lebendigem Alltag.

    Für uns ist Riga definitiv eine Reise wert – ideal für einen Kurztrip mit viel Flair.
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