Annatina Hiltbrunner

Joined September 2018
  • Day48

    Eine Odyssee freie Reise

    5 hours ago in Indonesia

    Pünktlich um 8 verlassen wir unser Homestay und machen uns auf eine anstrengende Reise gefasst. An der Hauptstrasse warten wir nur kurz und winken dann den richtigen Minibus raus. Damit geht es 30 Minuten zum "Terminal". Das Terminal erweist sich als Kreuzung. 😂 kaum sind wir raus gehoppst. Steht auch schon der etwas grössere Kleinbus für die Weiterfahrt vor uns. Überglücklich verfrachten wir die Ruchsäcke in den Kofferraum. (Auf dem Dach besteht hier während der Regensaison immer die Gefahr von durchnässten Rucksäcken). In abenteuerlichem Tempo und waghalsigen Manövern geht die Reise weiter. Um die Fahrgäste von der zügigen und den Kurven abzulenken wir über die Boxen auf höchster Lautstärke IndoPop gespielt. Die eigenen Kopfhöhrer werden da schon nur aus Gründen des Gehörschutzes getragen. Nach 2.5h geht auch diese Fahrt zu Ende. Kaum steigen wir aus, will man uns wie immer gleich ins nächste Fahrzeug verfrachten. Meist in einen viel zu teuren Touribus, oder zu überteuerten Preisen in den normalen Bus. Zu unserer Überraschung handelt es sich um ein grösseres Taxi welches noch zwei Plätze frei hat und uns für einen minim höheren Preis als der Buspreis, mitnimmt.
    Eingepfercht wie Sardinen fahren wir noch eine Stunde bis zur Fähre in Parabat. Mit rund 4h sind wir schneller als der Touristenbus und haben zusammen weniger gezahlt als eine Fahrt pro Person kosten würde. 😁
    In Parabat gönnen wir uns erst mal ein kleines Mittagessen am Hafen. Danach gehts mit der Fähre auf die Insel mitten im Lake Toba.
    Beim Lake Toba handelt es sich um den Krater eines Supervulkans. (Mehr Infos gibt vielleicht morgen) Beim Blick auf die Insel fühlen wir uns etwas an den Ausblick über den Neuenburgersee auf den Jura erinnert. Mit der Fähre werden wir direkt zum Anlegesteg unseres Homestays gebracht. GESCHAFFT! Ohne Probleme, hartnäckiges Handeln oder schlechte Laune erreichen wir unser Ziel.
    Unser Homestay ist toll und von unserer Terrasse haben wir direkten Blick auf das Wasser. Das persönliches Highlight für Annatina ist die langersehnte Duschkabine. Leider verfügt die Unterkunft nur über kaltes Wasser. Was bei den gegenwärtigen Temperaturen von 22 Grad und 16 Grad in der Nacht doch nicht so angenehm ist.

    Den Rest des Tages verbringen wir mit lesen, rumhängen und entspannen. Das Abendessen gibt es gleich im Restaurant des Home Stays.

    Nun lauschen wir dem ruhigen Plätschern des Sees und freuen uns darauf morgen mehr zu entdecken.
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day47

    Wusel wusel

    October 19 in Indonesia

    Heute liesen wir es mal wieder gemütlich angehen. Nach einer Tasse Kaffee und den mickrigen Resten von gestern Abend, suchten wir uns im Ort ein Cafe und kompletierten die wichtigste Mahlzeit des Tages mit einem Pancake (umd noch einem Kaffee). So gestärkt schlenderten wir zum Traditional Market (wie er auf der Touri-Karte so schön heisst).

    Am Basar angekommen staunen wir nicht schlecht. Endlich haben wir es mal geschafft einen solchen Platz zu besuchen, wenn die lokale Bevölkerung tatsächlich einkauft. Das Gewusel ist grossartig 😁 Wir schlendern (mal wieder als kleine Attraktion für die Einheimischen) durch den Basar, sehen uns all das frische Gemüse, das Obst, das Fleisch / die Tiere (in allen Stadien der Verarbeitung), so wie die riesen Auswahl an Tofu, Gewürzen und Snacks an. Irgendwo finden wir noch den Kosmetik-Corner und die Kleiderstangen neben den tatkräftigen Näherinnen, an den uralten mechanischen Nähmaschinen (jede für Sammler wahrscheinlich einiges wert). Stephan war noch nie auf einem derartigen Basar umd kommt aus dem Staunen kaum noch raus und auch Annatina blickt sich immerwieder interessiert um. Zu unserer kleinen Schande müssen wir gestehen, dass wir von der Sauberkeit auf dem Markt, sehr positiv überrascht waren. 😅
    Wann übrigens Unterricht stattfindet und wann Pause ist, bleibt uns noch immer ein Rätsel: zu jeder Zeit sehen wir hier Horden von Schülern in ihren Uniformen rumlaufen.

    Auf dem Heimweg schauen wir nochmals auf dem zweiten Basar vorbei, der hauptsächlich Früchte anbietet und decken uns für die Reise morgen mit Orangen und Salakfrüchten ein (von Annatina liebevoll Affenhoden getauft 😂)

    Bevor wir den Haushügel von Berastagi erzwingen, laden wir kurz Balast im Homestay ab.
    Stephan braucht eine kleine Pause den seit dem Morgen spielt sein Magen etwas verrückt, das bessert sich aber über den Tag.

    Im Sonnenschein spazieren wir die 30 Minuten zum Bukit Gundaling hoch, von wo man über den Ort blicken kann und eine schöne Aussicht auf die beiden Vulkane hat. Hier stärken wir uns etwas mit frischen Passionsfrüchten und Affenhoden. Als dann die dunkleren Wolken aufziehen beschliessen wir den Rückzug, gestern war nass genug für zwei Tage.

    Am Abend, nach dem der Regen vorbeigezogen ist und wir nur noch das Wetterleuten sehen, gönnen wir uns ein Abendessen am Night Market. Zum Dessert gibts Putu Bambu (süsse, gedämpfte Reismehlröllchen, gefüllt mit Palmzucker und bedeckt mit Kokosraspeln) - echt Lecker 😋

    Das wars für Heute, jetz schlafen den morgen wartet eine spannende Odysee auf uns.
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  • Day46

    Guten Morgen, wir freuen uns über einen Regenfreien Morgen. Wie gestern versprochen bringen wir unserer Gastfamile das Roti Bakar von gestern und erhalten es erhitzt mit zwei Kaffee zusammen zurück. Dazu noch ein paar Kaki und Passionsfrüchte selber geschnitten und das Frühstück ist perfekt.
    Etwas später als geplant starten wir unsere Wanderung. Drehen nach 5 Meter nochmals um und bringen die Pullis zurück (zu heiss). Laufen los, oh Karte vergessen. Jetzt aber, wir laufen los zum Gunung Sibayak. Dieser aktive Vulkan ist einer von zwei Berastagi umgebenden Vulkanen. Zum anderen dürfen wir nicht, da der seit 2014 immer mal wieder kleine Eruptionen hat.
    Der erste Teil des Aufstiegs zieht sich über eine geteerte Strasse, erst durch Gemüsefelder, danach durch den Jungel immer steiler hoch. Falsch abbiegen ist kaum möglich, tut man es doch, wird man gleich von sämtlichen Locals wieder auf den richtigen Weg geschickt. 😅
    Nach dem wir den Eintritt in den Nationalpark gezahlt haben, wird die Strasse immer weniger ihrem Namen gerecht und zieht sich immer steiler hoch. Endlich haben wir den Parkplatz für die Roller erreicht, auch wenn wir keine Ahnung haben wie die die Strasse hoch kommen sollen (oder auch runter).
    Hier beginnt die Wanderung erst richtig. Nun ist es ein Wanderweg, welcher bei uns sicher als Alpinwanderweg gekennzeichnet wäre. Mal klettern wir einen engen Pfad zwischen Felswänden durch, ein ander Mal stehen wie in einer Art Höhle, gebildet durch lebende und vertrocknete Palmen (-blätter). So steigen wir immer höher, bis wir endlich den Kraterrand sehen. Hier steigt uns auch der bekannte Schwefelgeruch in die Nase. Natürlich fängt es jetzt an zu tröpfeln.
    Wärend des ganzen Aufstiegs sind uns immer wieder junge Locals mit Campingausrüstung begegnet. An einem freien Tag oder Wochenende auf den Berg zu steigen und zu Campen gehört hier zu den Lieblingsbeschäftigungen. Über verwirrende Pfade schaffen wir es zum Krater. Vor dem Krater auf der rechten Seite strömt, sehr laut, an drei Stellen Schwefeldampf mit gewaltiger Kraft hervor. Im Krater befindet sich ein See, (naja meistens wohl mehr als heute) in den schreiben die Jugendlichen (wenn der See kein Wasser führt, sonst ist er natürlich giftig) mit Steinen ihre Liebesbotschaften.

    Da wir allein sind, können wir endlich auch mal viele Fotos machen ohne uns dafür zu schämen. (Mit den Handys, die Kamera haben wir schonwieder vergessen). Dazu klettern wir noch etwas höher mit Aussicht auf den Krater und das Tal.
    Frierend (kein Pulli und so🙄) und nass wandern wir runter zum Parkplatz, verpflegen uns dort (während eines Wolkenbruchs) und machen uns dann auf den Weg zu den heissen Quellen.

    Da es auf dem Weg runter, durchgehend regnete, kommen wir nass und frierend in der ersten Quelle an. Bei der Quelle handelt es sich um verschieden tiefe Schwimmbecken mit heissem Wasser. Das Wasser wirkt etwas schmutzig, was aber hoffentlich daran liegt, dass es durch Schwefeldampf gewärmt wird. Auch hier sind wir wieder alleine. Wir lassen uns ins warme Wasser fallen und fühlen uns sofort besser. Nach einer Stunde machen wie uns auf den Heimweg und erwischen direkt einen der kleinen klapprigen Minibusse. Dieser bringt uns irgendwie zurück ins Dorf.
    Nach einer heissen Dusche fühlen wir uns wieder fit und aufgewärmt. Es regnet schon wieder und hört auch nicht auf. Heldenhaft holt Stephan unten im Dorf, Burger und Roti Bakar für ein Abendessen im Bett. 😁
    Die Burger sind auch hier sehr Indonesisch angehaucht, vorallem die scharfe Sauce statt Ketchup kommt überraschend.
    Den Abend lassen wir noch mit einem Film auf dem Laptop ausklingen und hoffen für morgen auf einen regenfreieren Tag.
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  • Day45

    Nachem Räge chunts cho Schiife

    October 17 in Indonesia

    Der Tag heute startet um 7.00 bereits mit zwei Überraschungen:
    Annatina und Stephan packen beide in Rekordzeit ihre Rucksäcke fertig zusammen und das obwohl ein Teil der Wäsche noch an der Leine hängt. Dadurch waren wir "leider" zufrüh fertig und warteten draussen mit unserem kargen Frühstück auf unseren Host. Als dieser kurz nach 8 Uhr kommt, folgt die andere Überraschung: Leider muss Ren heute doch nicht nach Medan und somit könnem wir nicht mitfahren. Schade, aber Ren bringt uns dafür schnell mit dem Roller zur Busstation und sorgt dafür, dass wir für einen fairen Preis nach Medan fahren.
    Dort angekommen steigen wir in dem Bus nach Berastagi um. Der Preis hier ist zwar an der oberen Grenze der uns genannten Skala, aber noch innerhalb der Normen.
    Die extrem engen Platzverhältnisse in den Sitzreihen schlagen Stephan heute etwas mehr aufs Gemüht, was sowohl Annatina, wie auch den Indonesier neben ihr etwas besorgt. Alles halb so wild, nach weiteren 3 Stunden Busfahrt kommen wir am Ziel an und die Laune von Stephan bessert sich mit jedem Schritt in Freiheit. Es hilft auch, dass es draus nur noch 20 Grad sind und auch nicht mehr so feucht. Die paar Minuten Fussmarsch zum Homestay bringen wir dem entsprechend leicht hinter uns (für einmal komplett ohne Verlaufen 🎉)

    Im Homestay angekommen sind wir aus dem Häuschen: das Zimmer ist gross und schön eingerichtet, das Bad hat ein westliche Toilette, ein Lavabo uuuund heisses Wasser 😱😁 - Grossartig!
    Von unserem Host bekommen wir eine tolle Tourikarte von Berastagi und gleich mehrere Vorschläge was wir heute und morgen noch alles tun können und wo wir dafür lang müssen. Für das Frühstück morgen gibts auch gleich noch nen Tipp (aber dazu später mehr). Wir ziehen uns noch kurz etwas wärmeres an (endlich mal wieder im Hoodie rumlaufen) und ziehen los.

    Nach einer kurzen Stärkung, besuchen wir den bekannten Fruit Market. Hierzu sollte man wissen, dass Berastagi das Seeland von Sumatra ist (ähnliches Klima inbegriffen). Sehr viele Früchte und ein Grossteil des Gemüseanbaus für die ganze Insel findet hier statt. Wir schlendern herum, probieren neue Früchte und verstecken uns vor dem Regen der während des Essens eingesetzt hat.

    Nach dem wir unseren Fruchtvorrat angelegt haben, kehren wir zügig in unser Zimmer zurück um möglichst wenig nass zu werden. Natürlich hört der Regen kurz nach unserer Ankunft dann auch auf. Wir entspannen uns bei einem Film unter der Kuscheldecke und beschliessen danach am Night Market auf die Jagd nach Abendessen zu gehen. Wie sollte es anders sein: gerade als wir aufbrechen wollen setzt der Regen wieder leicht ein. Egal, Annatina zieht sich das Regenmäntelchen über, beide wechseln auf lange, warme Hosen und los gehts.

    Die Stände hier sind etwas mehr verteilt als wir es uns gewohnt sind, aber nach kurzer Suche sitzen wir an einem Tisch und haben 5 Minuten später unser Essen (Fisch und Ente 😋) vor uns.
    Auf dem Heimweg holen wir uns noch je eine Portion Roti Baker (Brot gegrillt) mit Schocko- und Erdbeerfüllung für besagtes Frühstück.

    Stephan freut sich heute Nacht endlich mal wieder auf ein Klima, das zum Schlafen einlädt: 17 Grad und noch immer Regen draussen (wie Zuhause [Ja, wir wissen in der Schweiz spielt der Herbst verrückt und es ist wärmer, uns egal 😝])
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  • Day44

    Noch mehr Jungel

    October 16 in Indonesia

    Nach einer eher wenig erholsamen Nacht war Annatina bereits bei Tagesanbruch wach und vertrieb sich die Zeit mit Solitär. (Das echte mit echten Karten). Stephan etwas später. Wieso wenig erholsam? Die Matratzen sind sehr dünn, man spürt am morgen jeden Knochen, und kurz. Bei gestreckten Füssen setzte man das Mückennetzt ausser Kraft und opftert sich den Mücken.
    Nach einem leckeren Frühstück und Kaffee geht es durch den Fluss weiter in den Jungel. Zum Aufwärmen steigen wir die ersten 30 Minuten einen steilen und wegen des Regens rutschigen Hügel hoch. Dabei sehen wir wie Termiten einen grossen Baum einfach aushöhlen können. So geht die Wanderung weiter, Hügel steil hoch und auch wieder steil runter. (Achtung rutschig!) Auf diesem Weg treffen wir immer wieder andere Tourigruppen.
    Plötzlich werden die Guides nervös, ein komischer Geruch liegt in der Luft, angeblich der Geruch von Orang-Utans. Leider fanden wir keine, sahen uns aber einen Termiten-Highway genauer an. Anders als Ameisen laufen Termiten auf einer "Strasse" in die selbe Richtung. Es sieht aus wie eine kleine Armee.
    Wir laufen also weiter, die vorgeschlagene Pause unserer Guides schlagen wir aus, da wir nicht müde sind.
    Nach längerer Zeit hören wir Stimmen und alle scheinen aufgeregt zu sein. Als wir auf der Kuppel ankommen, sehen wir zwei Orang-Utans mit ihren Müttern. Eine davon ist Mina. Mina ist hier eine kleine Berühmtheit, sie wurde als sie Klein war von Wilderern entführt und wahrscheiblich auch misshandelt. Später konnte sie erfolgreich wieder ausgewildert werden. Sie ist jedoch sehr aggressiv und mag Menschen nicht. Hat aber herausgefunden, dass sie von den Guides Früchte kriegen kann. Sie ist somit meist sehr aggressiv wenn sie hunger hat und man ihr nichts geben kann. Im Gegenteil zu anderen Touristen bleiben wir und unsere Guides zurück. Auch in diesem Moment schämte man sich wieder teilweise für die anderen Touristen. Da läuft ein oft gefährlicher Affe den Leuten davon und sie rennen, mit dem Smartphone in der Hand, kopflos hinterher. Die beiden kleinen Affen liefen übrigens recht selbstständig umher.
    Nach einem weiteren sehr steilen Abstieg. Gab es Früchte direkt vor einem Wasserfall. Dann trennten wir uns von den anderen beiden Reisegefährten und einem Guide, sie machen noch eine Nacht mehr. Zusammen mit unserem Guide ging es weiter bis zum Raftingstart. Auf dem Weg dorthin sahen wir noch eine ca einen Meter grosse Echse.
    Damit wir nich alles nochmals zurück laufen müssen, raften wir den Fluss runter. Dazu werden die grossen Schläuche von LKW Reifen zusammen gebunden. Ein grosser für uns, ein kleiner vorne für den Steuermann und einen kleinen hinten für den Guide. Gesteuert wird mit langen Holzstöcken, mit denen wir von Felsen weggedrückt werden. So endet unser Jungelabenteuer mit einer lustigen Raftingfahrt bis vor die Haustüre.
    Total geplättet waschen wir zurück im Zimmer erst mal Kleider. Annatina wurde durch die Erlebnisse der letzten Tage etwas übermütig und versucht einen Affen von der Terrasse zu verscheuchen (die klauen sonst Kleider), der Affe liess sich das aber nicht bieten und schlug schlussendlich Annatina in die Flucht. (Mit einem entsetzten Angstschrei zurück ins Zimmer)
    Kurz nach unserer Rückkehr erfahren wir von unserem Host, dass er morgen früh mit dem Auto nach Medan fährt und wir mit können, wenn wir um 8 bereit sind. Begeistert von der Vorstellung nicht holppernd in einem engen Minibus zurück zu müssen, sagen wir zu.
    Nach einem kurzen Abendessen liegen wir nun um 20.30 KO im Bett und werden wohl bald schlafen und vielleicht von Orang-Utans träumen.
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  • Day43

    Welcome to the Jungle

    October 15 in Indonesia

    Heute beginnt unser kleines Abenteur im Jungel von Sumatra. Um 9.00 nehmen unsere zwei Guides uns in Empfang und nah einem letzten Foto mit dem Host (falls wir auf einmal vermisst werden 😉) gehts ab in den Nationalpark.
    Schon bevor wir dessen Grenze überschreitem treffem wir auf die erste Affenbande. Die Gruppe der Thomas-Leaf-Monkeys ist unterhaltsam zu betrachten. Die Tiere durchstreifen den Jungel in Gruppen bis zu 70 Tiere, welche von 3 Anführern beschützt werden. Wie uns etwa 30min später ein äusserts entspanntes Exemplar beweist, sind sich viele der Tiere an Menschen gewohnt und behandeln sie betont gleichgültig.

    Ein kurzes Stück in den Park hinein, erspähen wir den ersten Orang-Utan samt Baby. Sie ist gerade dabei ein Nest für eine der, mehrfach täglich stattfindenden, Pausen zu bauen. Die zwei Tiere sind selbst auf die Entfernung (ca 10-15m weg von uns) faszinieren anzusehn und echt gross 😁
    Etwas später finden wir sogar nochmals einen Orang-Utan, auch wenn es gemäss Giudes der Selbe sein könnte, auf grund des Babys und des Gesichtes können sie die Tiere problemlos auseinander halten.

    Etwas verspätet für schweizer Standarts gibt um 10.30 eine Pause in der uns eine riesen Früchteplatte auf frischen Laub kredänzt wird.

    Während der nächsten Passage sehen wir leider kaum Tiere, dafür erklären uns die Guides die Wirkung von diversen Pflanzen für Heilmittel (oder Haluzinogene 😏). Zum Beispiel riecht wilder Ingwer genau wie der kultivierte, soll als Tee aber ein High verursachen. Auch wilden Zimt finden wir (Das Rindenstück trägt Stephan noch 5 Minuten mit sich rum weil er den Duft so mag).

    Bis zum Camp erblicken wir noch eines der Rieseneichhörnchen (etwa so gross wie eine Katze) und einen Tukan, welche hier so selten ist, dass sogar unsere Guids ihn je erst einmal gesehen haben.
    Leider treffen wir aber auf keine Orang-Utans mehr. Hoffentlich morgen!

    Der Abend im Camp ist von Gemütlichkeit geprägt: Wir baden im Bach, trinken Kaffee und schauen dem einsetztenden Regen (vom leichten Nieseln bis zur fallenden Sturmflut ist alles dabei) zu wie sie den Bach in einen reisenden Strom verwandelt. Zum Abendessen wird uns eine riesen Auswahl an lokalen Köstlichkeiten (mit Reis 😉) aufgetischt und so schlagen wir uns die Bäuche voll.

    Als Dessert gibts Ingwertee und Erdnüsse. Wir spielen noch ein paar Runden Karten und legen uns dann auf die dünnen Kunstledermatratzen, in die Schlafsäcke. Könnte eine... interessante Nacht werden 🙃, aber dazu morgen mehr.
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  • Day42

    Ein traditioneller Sonntag

    October 14 in Indonesia

    Nachdem es gestern etwas später wurde, hielten wir uns an die traditionelle Sonntagsroutine und schliefen aus. Da gewisse Dinge auch im Ausland gleich bleiben sollen, gönnten wir uns ein grosses Frühstück. Für Stephan Spiegelei und Toast für Annatina einen Fruchtporrige. (Haferflocken wie habe ich euch vermisst) Obendrauf teilten wir uns einen Bananapancake. Vom Frühstück etwas schläfrig ging es nochmals zurück aufs Zimmer.
    Später am Nachmittag erkundeten wir Bukti Lawang, mit anschliessendem Bad im Fluss. Der Fluss ist nicht sehr tief, man kann fast überall stehen. Zieht aber etwa so stark wie die Aare. Da Sonntag war, waren auch die Einheimischen am Fluss, die ganz genau schauten ob dir zwei Touris mit dem Fluss klar kommen. 😅 Als klar war, dass wir im Fluss schwimmen können war das Interesse dann auch vorbei. Von dem kleinen Ort, den waghalsigen Brücken und dem Fluss können wie hoffentlich morgen noch Fotos machen, heute hatten wir die Handys nicht dabei. (Foto von der Brücke sind jetzt drauf)
    Affen sind hier übrigens auch überall. Auch auf dem Bananenbaum direkt vor unserer Haustür. Manchmal auch auf der Brücke, wo sie verunsicherte Touristen nicht drüber lassen. (Ein junger Typ in einem Restaurant findet es übrigens süss, dass wir nicht wissen ob die gefährlich sind oder nicht. Sie sind es meistens nicht 😉)
    Da wir heute nicht viel gemacht haben seht ihr in den Bildern wie unsere Zimmer meist aussehen. Es handelt sich dabei meistens um einen Raum mit einem Bett und vielleicht einem Stuhl. Mückennetze sind eher die Ausnahme. Meistens ist ein Ventilator im Zimmer, bei grossem Luxus eine Klimaanlage. (Bringt hier aber nicht so viel, da öfters mal der Strom aussfällt. Worauf die Einheimischen nur "Welcome to the Jungle" rufen 😂)
    Das Bad ist fast immer Toilette und WC in einem. Westliche Toiletten sind nur in Touristengegenden zu finden, dort oft ohne Spühlkasten. Papier darf übrigens nicht runtergespühlt werden. Die Dusche ist links direkt neben der Toilette. (Die Tür geht nicht ganz auf) Warmes Wasser ist nicht Standard. Ein Waschbecken existiert oft nicht. Die Hände werden dann in der Schöpfkelle (befindet sich im Wasserbottich) mit Seife (Danke an Alex und Jan für die Flüssigseife) gewaschen. Das Wasser kann dann gleich als Spühlung genutzt werden. Dieses "Badezimmer" gehört zu den saubereren die wir bisher erlebt haben. Während ich es schreibe fällt mir auf, es klingt schlimmer als es ist. Man gewöhnt sich daran. (Zumindest meistens😉)

    Im euch auf andere Gedanken zu bringen können wir euch ankünden, dass wir morgen in den Jungel gehen. Orang-Utans (Maurice, wie Annatina sie nach dem Affen in Planet der Affen nennt) wir kommen.
    Falls ihr morgen nichts von uns hört, haben wir hoffentlich nur kein Netz 😉
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  • Day41

    Ruhmreiche Niederlage

    October 13 in Indonesia

    Der Wecker klingelt und Annatina fühlt sich soweit regeneriert, dass wir beschliessen die Reise nach Bukit Lawang anzutreten. Zum Glück haben wir dies am Vorabend so ausgemacht, den Stephan ist noch für fast eine Stunde geistig im Tiefschlaf und kaum in der Lage zu sprechen, geschweige den etwas zu planen 😂
    Aber bis zur Abreise schafft auch er es irgendwie ganz wach zu werden (und das ohne Kaffee)

    Wir folgen den Anweisungen von Hans den wir vor 2 Tagen getroffen haben und erwischen tatsächlich den Mini-Citybus in die Richtung die wir wollen. Nach gerade mal 35min werden wir (nicht ganz am Bus-Terminal, aber doch in der Nähe) gebeten am Rotlicht einer Ampel auszusteigen: 1. Etape geschafft.

    Nach Bukit Lawang fahren ausschliesdlich Kleinbuse und offizielle Preise sucht man vergebens. Hans hat uns gesagt, dass wir vermutlich zwischen 25'000 und 30'000 pro Person bezahlen werden.
    Wir gehen also die restliche Strecke zum Terminal und besprechen unsere Strategie. Dort angekommen kommt es wie erwartet: gleich zu Beginn rudeln sich 3-4 Leute um uns, fragen wo wir hin wollen und schlagen uns sofort ihre Gefährte vor, zum Preis von 70'000 pro Person.
    Es ist für uns immer enorm schwierig zu wissen auf wen man nun hören soll und wem man vertrauen kann. Zu spät finden wir die offizielle Liste in der man sich eintragen lassen kann. Sobald die Vertretter um einen stehen ist es fast unmöglich ein Gespräch mit jemandem zu beginnen und ihn nach dem Preis zu fragen. Die Einheimischen verständigen sich schnell untereinander und fallen sich gegenseitig nicht in den Rücken und so bleiben wir bein Startgebot von 70'000 und beginnen zu handeln.
    Angebote werden ausgetauscht Pausen gemacht, wir entfernen uns, sie laufen hinterher umd schliesslich kommen wir bei 25'000 pro Person an. Sind allerdings über die Konditionen völlig verunsichert und wissen nicht wie ehrlich das Angebot ist. Als wir dem Fahrer mitteilen, dass wir erst nach Ankunft bezahlen wollen, platzt der Deal.
    Entnervt und am Ende unseres Lateins verlassen wir das Terminal und schauen uns um, ob nicht doch eine offizielle Busline verfügbar ist. Fehlanzeige, alle Personen die wir fragen, versichern uns, dass nur diese Bus dorthin fahren, nichts grössers. Allerdings bestätigt uns der Chauffeur einer anderen Verbindung, dass 25'000 tatsächlich der normale Preis sei.
    Also müssen wir wieder zurück und haben nun natürlich einen Grossteil unserer Verhandlungsstärke eingebüsst, denn offensichtlich brauch wir den Transport.
    Die Verhandlungen beginnen erneut und diesmal wird uns offen gestanden, dass die Fahrt eigentlich 30'000 kostet, aber für Locals, nicht für Touristen. Da uns die nerven ausgehen und wir langsam aber sicher nur noch weg wollen, schlagen wir bei 40'000 pro Person ein.
    Klar damit fahren wir beide zusamme immer noch billiger, als wir pro Person gezahlt hätten, wären wir mit dem Touristen-Shuttle gekommen (150'000 pro Person), aber wie ein Sieg fühlt es sich nicht an.

    Die Fahrt verstärkt das Gefühl noch. Der Bus muss schliesslich etwas abwerfen, daher wird er mit Personen und Material vollgestopft bis zum geht-nicht-mehr. Diese 3 Stunden werden eng und umgemütlich. Aber wir erreichen das Zeil: 2. Etape geschafft.

    Die dritte Etape ist dafür umso leichter: Ren, unser Host, wartet bereits am Busbahnhof auf uns (Auf Nachfrage meint er, er warte seit etwa 1-2 Stunden, im Ton in dem wir sagen "Keine Ahnung vielleicht 5-10 Minuten"). Es ist das erste Mal das Stephan seinen Namen auf Papier gedruckt sieht, nur für die Abholung, das heitert schon etwas auf 😁.

    Ren führt uns direkt zum Homestay und danach gleich weiter ins lokale Restaurnt wo wir was essen können, einchecken und die Jungeltour für Montag/Dienstag buchen.

    Buckit Lawang ist ein kleines Dörfechen mitten im Jungel. Es gibt Guesthouses, etwas an lokalen Geschäften, einen sauberen klaren Fluss mitten durch und innerhalb von 10km einen Bankomaten (Dank Annatinas Voraussicht haben wir in Medan noch Bargeld geholt).
    Mitten im Jungel muss hier noch etwas relativiert werden: Gleich nach Bukit Lawang beginnt das Naturschutzgebiet mit der Oran-Utan Auffang- und Eingliederungsstation, davor befindet sich ein Gebiet, das für uns zwar einem Urwald ähnlich sieht (viele Palmen und sehr grün) aber tatsächlich eine Palmölplantage ist. Bei näherem Hinsehen fällt auf, dass die Bäume in Reih und Glied wachsen und meistens alle die selbe grösse haben.
    Online haben wir bereits gelesen, dass Sumatra darum kämpft wirtschaftlich erfolgreich zu sein und gleichzeitig immer mehr Urwald an diese Plantagen verliert.

    Trotz dieses Betroffenheitsfaktors, geniessen wir den Samstagabend auf indonesische Touristen-Art, im Pub mit Liveband (endlich mal wieder schräge Coversongs) und reden mit anderen Touris, die ihre Jungelwanderung schon hinter sich haben.
    Später als erwartet, müde und wieder fröhlich gehen wir schlafen.
    (leider zu müde um noch den Footprint zu schrieben, deshalb die erneute Verspätung diesmal von Stephan - Sorry!)
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  • Day40

    Ungeplante Unterbrechung

    October 12 in Indonesia

    Da loben Daniel und Hene uns und wir verpassen einen Footprint 🙄
    Zur Erklährung: Heute sollte die Reise nach Bukit Lawang weiter gehen. Tatsächlich ging sie ein Zimmer weiter ins Doppelzimmer.
    Annatina wachte mitten in der Nacht mit starken Bauchschmerzen auf und wusste sofort, wieder was falsches gegessen. Trotz Kohletabletten und viel Wasser wurde es nicht mehr besser. So beschlossen wir den gemischten Schlafsaal zu verlassen und mindestens noch eine Nacht zu bleiben.
    Da es den ganzen Tag wie aus Eimern regnete blieb auch Stephan, bis auf einen kleinen Einkauf, auf dem Zimmer und verbesserte seine Pokemon skills. Annatina hörte Höhrbücher und rannte immer mal wieder auf die Toilette. Sie war drann mit Footprint schreiben und hat es vergessen.
    Ob wir morgen weiter ziehen können ist noch unklar. Die Busfahrt wird holpprig (ca 7h Reise) und die hygienischen Bedingungen in den Homestays im Jungle werden wohl keine westliche Toilette beinhalten. Auf der anderen Seite läuft uns aber die Zeit davon, unser Visum läuft am 2. November aus.
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  • Day39

    Der zweite Tag in Medan begann doch eher bescheiden. Da wir nicht bereit waren 80.000 IDR für das Frühstück zu bezahlen, ziehen wir auf eigene Faust los um Brötchen und Kaffee zu holen. Das mit dem Brötchen klappt wie geplant, schliesslich gibt es hier überall Bakery-Stores (bei uns währen es zwar eher Konditoreien, aber etwas Schokolade zum Frühstück passt schon). Der Kaffee ist schon eher ein Problem und so kehren wir nach 20min rumirren ins Hostel zurück und bestellen hier einen Kaffee, der dann nochmals 10min auf sich warten lässt, in denen es schliesslich noch zu regnen beginnt 🙈

    Normalerweise wäre der Tag damit eher zum Vergessen deklariert worden. Das sollte sich jedoch schon bald ändern.

    Nach dem wir unsere Weiterreise für morgen fertig geplant haben, ist uns nach Bewegung - Scheiss auf den Regen, den gibts bei uns auch.

    Also schnappten wir uns ein Tuk-Tuk (hier auf Sumatra ein Motorrad mit überdachtem Seitenwagen für zwei [wenn die sich lieb haben]) und fuhren zur Grand Mosque von Medan und dem Sultanspalast gleich daneben.

    Kaum angekommen, werden wir aus einer Schülergruppe heraus angerufen für ein Foto. Zuerst wussten wir gar nicht wer uns fragte, da alle sich nervös wegdrehten und nur verstohlen immer wieder zu uns zurück schauten. Beim zweiten Mal wurde es aber offensichtlich. Die Schülerin lief uns nach und begann direkt ein Gespräch auf englisch mit uns, sogar die Lehrerin wirkte erstaunt.
    Natürlich standen wir Rede und Antwort und auch zum Foto sagten wir nicht nein.

    Damit schien der Bann für den Rest des Tages gebrochen zu sein. Beim Palast wie auch bei der Mosche kamem immer neue Leute, sprachen uns (angepasst an ihre Englisch- und unsere Indonesischkenntnisse) an uns fragten nach einem Foto.
    Im Frauenteil der Mosche wurde Annatina von einer fast komplett verhüllten Frau ausgefragt, ob sie Muslimin sei und wie sie und die Schweiz zum Islam stünden. Allgemein wurde von unseren jüngeren Gesprächpartner viel Betonung auf die Friedfertigkeit und die Toleranz gelegt, welche die Kulturen in Indonesien einander entgegenbringen.

    Mal wieder positiv beeindruckt von der freundlichen Offenheit der meisten Indonesier suchten wir uns etwas zum Mittagessen.
    Im Warung unserer Wahl durften wir das Essen gleich selbst auf den Teller stappeln, da wir wegen der Sprachbarriere nicht wirklich bestellen konnten.

    Bis zum Abend verbrachten wir umsere Zeit mit Wäsche abholen, vorpacken, einkaufen und rumhängen.

    Nach dem Abendessen schauen wir versprochen bei Hans dem sprachbegabten Local von Gestern vorbei und meine Güte war das Gespräch cool:

    Hans ist in seinen 59 Jahren bereits ziemlich herumgekommen. Er spricht englisch, französisch, italienisch, etwas deutsch, spanisch und chinesisch und kennt die wichtigsten Vokabeln aller Länder unserer restlichen Südostasien Reise.
    Wegen seiner ehemaligen Arbeit als Reiseführer kann er uns aus dem Gedächtnis genau beschreiben, wie wir unsere provisorische Reiseroute auf Sumatra am besten und am günstigsten bewältigen können (inklusive Bus-Nr/Name, Preis, Abfahrtsort und Fahrdauer).
    Er arbeitet inzwischen nicht mehr irgendwo festangestellt. Stattdessen erteilt er Jugendlichen aus ärmeren Familien unterricht in den Sprachen die er beherrscht (So auch der Tochter des Parkguys von Gesternabend).
    Mit ihm sprechen wir über das politishe System in Indonesien und erfahren, dass es doch nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen ist zwischen den Kulturen (allen voran den Christen und Muslimen). Wir erfahren ebenfalls seine Meinung zur Schulbildung in Indonesien und erzählen ihm wie es bei uns abläuft.

    Der Abend verfliegt und am Ende schlendern wir gemütlich zu unseren Betten, Stephan mit einem etwas erschöpften Kopf, wegen all der Infos und der Unterhaltung in allen möglichen Fremdsprachen, Annatina völlig erwacht und glücklich, sich einmal mehr am Wissen von Locals bereichern zu können (eben doch eine gute Studentin 🎓).
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