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- Day 16
- Wednesday, September 25, 2024 at 8:33 PM
- 🌙 11 °C
- Altitude: 3,526 m
SpainPico de Teide28°16’12” N 16°38’20” W
Der höchste Punkt
September 25, 2024 in Spain ⋅ 🌙 11 °C
Fast hätte ich ja den heutigen Eintrag "Auf dem Höhepunkt" genannt... das würde La Palma aber Unrecht tun. Trotzdem ist es schon wirklich großartig, was wir heute gesehen haben! Und eigentlich schon auch, was wir wieder gelaufen sind...🙈
Der entspannte Tag gestern war mit recht langen Stadtrundgängen für unsere Beine eigentlich keine echte Pause. Ist aber auch doof, ohne Beine kommst halt nirgendwo hin. Sightseeing by Car finden wir beide unbefriedigend. Also war der heutige Tag halbwegs entspannt geplant: Mit der Seilbahn rauf auf den Teide, anschließend eine Wanderung in der Hochebene auf dem Weg aus dem Reiseführer, bis es uns reicht, und dann zurück.
Fast so haben wir es dann auch gemacht. Fast! 😜 Treue Leser kennen uns. 😇 Erstes Ziel war tatsächlich die Seilbahn. Dafür sind wir allerdings viel zu früh los, unsere gebuchte Fahrt geht erst um halb Elf. Das kleine Dörfchen Vilaflor liegt auf dem Weg, also schauen wir uns das mal eben an. Ein wirklich kleiner Stadtrundgang in einem noch recht ausgestorben wirkenden Ort. Die Touristen auf dem Weg zum Teide schlafen vermutlich noch in ihren Hotels.
Nach einer Runde ums Dorfzentrum fahren wir weiter, machen eine Stipvisite bei der "Fetten Pinie", die durch ihren Stammumfang besonders sein soll. Wenig spektakulär, zumindest, wenn man auf der Welt schon richtig große Bäume gesehen hat. 😉 Halb im Nationalpark warnt unser Auto vor leerem Tank (das Kanarienvögelchen auf La Palma war viel sparsamer! 😕), und weil wir immer noch Zeit haben, fahren wir in den Ort zurück zur Tankstelle. Aber dann geht's auf zum Teide, DEM Vulkan Teneriffas, und mit über 3.700 Metern höchsten Berg ganz Spaniens.
Wenn's locker und leicht mit der Seilbahn nach oben geht, lockt das freilich ganz viele Gäste an, das ist überall gleich, also auch hier. Immerhin konnten wir das gestern für heute buchen, ist also momentan nicht ganz so wild. Unsere Gondel ist mit 40 Leuten fast voll, aber die Fahrt dauert nicht einmal zehn Minuten, dann sind wir etwa 1.500 Meter höher in der Bergstation. Sofort zeigt sich ein spektakulärer Ausblick! Das ist echt faszinierend! Direkt gegenüber sieht man zunächst die Hochebene und die sie einrahmenden Felsen, dahinter ist der Blick bis in die Küstenebene Teneriffas möglich, und übers Meer und aus den Wolken ragend sehen wir sogar Gran Canaria!
Mit separater Erlaubnis kann man von hier aus zum Kraterrand, dem endgültigen Gipfel, aufsteigen. Die haben wir uns nicht geholt. Streng genommen sind wir also nicht ganz auf dem höchsten Punkt, erwischt. 😉 Von der Bergstation kann man in beide Richtungen auf derselben Höhe laufen. Richtung Osten gehen wir zuerst, den tollen Ausblicken folgend. Dann drehe ich noch vor Max um (die Bergziege hat Gas gegeben 😜), weil ich in der Gondel im Westen La Gomera und El Hierro aus den Wolken habe ragen sehen. Das möchte ich auch von hier oben aus in Ruhe anschauen. Und das schaffen wir auch (Max hat mich an der Bergstation wieder eingeholt.), und kommen dann rechtzeitig zurück für die Talfahrt - eine Stunde darf man oben sein.
Wieder unten fahren wir zum Besucherzentrum, und hier nimmt die Abweichung vom entspannten Plan ihren Anfang - durch eine Wanderkarte. Ein Stück in eine Richtung, dann umdrehen und denselben Weg zurück, das gefällt uns zugegebenermaßen beiden nicht. Max redet dann mit Blick auf die Karte davon, dass man ja an Stelle A auf Weg B wechseln und dadurch eine kleine Runde machen könnte. Ich höre nur halb hin, kann aus den Karten eh nicht so viel herauslesen, und wozu hat man denn seinen Sherpa?! 😇
Der Weg lässt sich sehr entspannt an. Ist sogar eine unbefestigte Straße, auf der wir ein ganzes Stück bequem dahingehen. An einer schattigen Stelle gibt es ein Frühstück aus Käse, Brot und Nektarine, alles sehr entspannt. Bis wir an einen Wegweiser kommen, wo Max dann meint, hier geht's bergauf weiter. Ich blicke so ein wenig den Berg an und denke mir, die gemütliche Zeit wäre wohl vorbei, aber wird schon passen. Brav trotte ich den Berg hinter Max hinauf, schnaufe möglichst gleichmäßig und versuche, auf dem losen Gestein nicht auszurutschen, was klappt. Steil und ein wenig hoch war's schon, aber mei, wenn's danach wieder bequemer wird, dann geht es schon.
Auf dem Kamm angekommen, erwartet uns eine Wanderkarte, die den weiteren Weg uneindeutig zeigt. Wie er sich läuft, kann ich daraus nicht abschätzen. Max zweifelt, rät zur Umkehr. Den soeben bewältigten Anstieg mag ich mir als Abstieg aber nicht ausmalen (meine Stöcke sind leider im Auto .... der Plan war eine Wanderung auf der Hochebene, erinnert sich jemand? 😁 Und Umkehren ist eh nicht schön, also bin ich für "Weiter voran", und das machen wir dann auch. Zunächst ist es auch wieder relativ eben, sind ja auf dem Kamm, das stimmt mich hoffnungsfroh. Die Abzweigung zum Gipfel wollen wir auslassen, dadurch verlaufen wir uns erst einmal auf den Weg Richtung Tal (und ich hatte mich schon gefreut, wie angenehm das hier ist! 🙈) Umdrehen haben wir hier schon gut gelernt, auch mit dem Auto, also umgedreht, wieder ein wenig bergan, und auf den richtigen Weg gewechselt.
Oh weh, der geht zwar nicht direkt zum Gipfel, aber doch stark und steil in die Richtung. Puh! Unerwartet große Herausforderung. Gut 500 Höhenmeter müssen wir bewältigen, bevor der erlösende Abstieg beginnt. Max mahnt bis dahin mehrmals noch zum Umkehren, aber das scheint mir ja längst nicht mehr effizent. 🤷🏼♂️ Und ich wusste ja, dass dann mindestens ein blöder Abstieg wartet, drum geht's immer weiter. Was soll ich sagen, eine Plackerei war's, aber mein Glücksspiel ist aufgegangen: Dieser Abstieg war relativ einfach, und wir haben ganz andere Ausblicke noch genießen können, über die Hochebene und ihren Rand, bis zu den anderen drei Inseln, einschließlich La Palma! 😍 Als Max auf den letzten Metern des Abstiegs meint: "Also morgen müssen wir dann halt wirklich mal einen halbwegs entspannten Tag planen," da bekomme ich einen (noch nicht hysterischen) Lachanfall. 😂
Zurück am Besucherzentrum sind wir dann ordentlich geschafft. Ein Snickers teilen wir uns als Belohnung und sofortige Energiespende. Und dann geht's mit dem Auto zurück ins Dorf Vilaflor, auf den Parkplatz und in die erste "Dulcería" mit ganz netter Verkäuferin. Dort gönnen wir uns jeder ein Stück Sahnetorte und eine heiße Schokolade. Das stärkt die Lebensgeister! Und passt heute gut, weil wir die Abendsessenzeit daheim ja selbst bestimmen können mit den Resten von gestern.Read more















