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  • Day15

    Rundherum: Hochpyrenäen!

    4 hours ago in Spain ⋅ ⛅ 16 °C

    Ja, Ihr habt's gemerkt, gestern gab es mal keinen langen Text. Heute dafür wieder. 😇 Obwohl wir zeitiger als gestern starten, wegen der Fahrzeit von etwa eineinhalb Stunden bis zu unserem Startpunkt, ist unser Autodach heute nicht gefroren; es geht wieder aufwärts mit den Temperaturen!

    Unser Ziel liegt im Val d'Aran, dem nordwestlichsten Eck Kataloniens. Auf gut 2.200 Metern Höhe (die zumindest vom Parkplatz aus erst zu erklimmen sind), gibt es einen Rundweg, der über einige Hochmoorgebiete an etlichen Bergseen vorbei führt, das ganze eingerahmt von bis zu 3.000 Metern hohen Gipfeln. Buena vista ist garantiert. 🤩

    Erst einmal geht es relativ flach los, vom Parkplatz zum Startpunkt der Wanderung. Immer wieder misstrauisch beäugt von Kühen laufen wir durch Hochmoorgebiete, die hier am Anfang auch noch gut mit Wegen und Stegen versehen sind. Dann geht es aufwärts und in die wilderen Regionen.

    Das bedeutet zum Einen, dass die feuchten Sumpfzonen keine Stege mehr aufweisen, und wir mehr oder weniger geschickt und elegant 🤸 drum herum klettern dürfen. Zum Anderen ist auch die Wegebeschilderung nicht ganz so üppig, einmal gehen wir ein ganzes Stück den falschen Pfad, bis uns auffällt, dass wir doch nicht die Fernwanderung nach Frankreich machen wollen.😎

    Die Ausblicke sind phänomenal! Während Max sich an den Gipfeln und Felskanten im Hintergrund ergötzt, begeistern mich die Krokusblüten und die Farbe der Vogelbeeren im Herbst. Die Bergseen sind wirklich spektakulär gelegen, da sind wir uns einig. Und obwohl wir hier in einer der Haupt-Touristenregionen Kataloniens sind (zugegeben vor allem im Winter), sind wir auf den Pfaden doch einigermaßen allein unterwegs. Eigentlich sind es nur zwei Gruppen, die mal uns, oder die mal wir überholen.

    Ein ganz tolles Erlebnis, mit einem ganz tollen Gefühl, nicht zuletzt, als wir gegen halb Fünf wieder am Auto sind und das am Morgen vergessene Frühstück nachholen können. Dass ich nur mit Wasser und einer (!) Birne durch so einen Tag kommen könnte, hätte ich selbst nicht geglaubt. Hab' hier halt schon so manche Entbehrung gelernt. 🙄😏 Und daheim wird dann rasch die nächste Nudelgeschichte gekocht. So sind am Abend auch unsere Mägen glücklich.🍝
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  • Day14

    Die Schlucht Montrebei

    October 1 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Die Bilder sprechen für sich. 😛

    Wir haben Geier gesehen!

    Luise meint Schlehen? Und am Auto Staub? [Luise]

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    Die Kandidatin hat 50 Punkte. Nur die Schlehen sind richtig. 😉

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    warum? da fehlt ein Stück, oder? dann ist es doch richtig!

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    Ja, ich war auch nicht allzu traurig, andere jedoch... 😉

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  • Day13

    Am Fuße der Hochpyrenäen

    September 30 in Spain ⋅ ⛅ 5 °C

    Ruhig und friedlich war die Nacht. Toller Sternenhimmel. Der gestrige Regen hat sich verzogen, entsprechend zuversichtlich, fast schon übermütig, starten wir zu unserer heutigen Wanderung. Wir wollen einen Schritt hinein in die Hochpyrenäen gehen, beginnend bei einem Stausee auf gut 1.600 Metern bis auf über 2.200 Meter beim schwarzen Bergsee "Estany Negre".

    Leider ziehen von Norden dann doch wieder Wolken in unser Tal hinein. Der erste Schnee der Saison, wie wir beim späteren Mittagessen erfahren! Das ist unglücklich für uns. Wir marschieren unbeirrt los. Der Weg aber führt fast durchgehend über Stock und über Stein (eigentlich nur über Steine 😬), und war durch den Regen und Schneeniesel feucht und rutschig. Zu allem Überfluss muss mindestens eine ganze Kuhherde auch den Weg gegangen sein - mit gesunder Verdauung. 🫢

    Letztlich ist das zuviel für mich, und ich muss - zufälligerweise bei genau 2.000 Metern - die weiße Fahne schwenken. Max, die Bergziege, wäre freilich gut und gern noch weitergegangen. Hilft aber nichts, um auf ihn zu warten, ist es zu kalt. Also drehen wir gemeinsam um. Einiges Gekraxel und Gerutsche später sind wir wieder am Parkplatz, und nur mein Stolz und mein Steiß haben leichte Prellungen abbekommen.😞

    Zum Trost gibt es Mittagessen um Drei, und weil wir eh gerade im Vall de Boís sind, in dem die zahlreichen romanischen Dorfkirchen ein Weltkulturerbe sind, schauen wir uns bei denen noch ein wenig um. Mit dem Herzen bin ich nicht mehr dabei, also reichen drei. Durch das späte Mittagessen werden wir heute das Abendessen um Acht Uhr schaffen, und dazu, das habe ich schon beschlossen, gibt es ausreichend isotonischen Wein. 🍷🍷🍷
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    das sieht aber schon kalt aus

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    Drei Grad. 😱

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    Puh, so kalt... fahrt doch lieber ein bisschen Richtung Küste und tankt soviel Sonne wie ihr könnt.

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    Kommt noch, das Ende ist ja unweigerlich in Barcelona. 😉

     
  • Day12

    Idylle im Westen

    September 29 in Spain ⋅ 🌧 13 °C

    Zum dritten Mal geht es zum zeitigen Frühstück zu "Miriam". Nett und prompt werden wir bedient, obwohl ich nach dem reichlichen Abendessen mit einem Kaffee zufrieden bin. Immerhin Max sorgt für den gewohnten Umsatz. 🥐☕

    Die Koffer sind gepackt mit der vom Hotel freundlicherweise frisch gewaschenen Wäsche, und auf geht es zu unserer nächsten größeren Fahrt. Weiter gen Westen zieht es uns, an den Fuß der Hochpyrenäen, die wir in den nächsten Tagen erkunden wollen.

    Auf dem Weg geht es schon reichlich auf und ab, über eine weite Hochebene und nah an große Abgründe. Ein paar Geier fliegen uns fast vors Auto ... na gut, immerhin deutlich in Sicht auf unserer Höhe ... hoffentlich haben sie sich keine Hoffnungen gemacht; ich fahre in meiner besten Konzentration! 😇

    Als Unterkunft haben wir uns für ein Häuschen entschieden, das außerhalb des Ortes in einem winzigen Bergdörfchen liegt. Das Größte hier ist wohl die Kirche, die muss sein, ansonsten stehen neben unserem schön angestrichenen Häuschen noch vier oder fünf andere Häuser hier, und das war's. "Mucho tranquilidad" - viel Ruhe, meint unser Vermieter. 😉

    Natürlich gibt es hier keinerlei Einkaufs- oder Essensgelegenheit. Also fahren wir nach dem Mittagspäuschen wieder in den Ort hinunter. Einkaufen ist machbar, das Abendessen fällt zu der frühen Stunde wieder flach. Wie meinte ein Kellner? "Para cenar, no, para comer, si." Auf Deutsch: Essen können wir noch nicht, aber essen schon. 🧐😁 Also Pizza und belegte Brötchen gibt's, aber nichts Gescheites. Immer erst ab Acht. Das sollten wir für die nächsten Tage wirklich mal einplanen. Sicherheitshalber haben wir aber auch Nudeln und Pesto gekauft. 🍝👍
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  • Day11

    Gemütliches Erkunden

    September 28 in Spain ⋅ ☁️ 18 °C

    Nach einem Wandertag wie gestern ist am nächsten Tag etwas Ruhe angesagt. Schon beim Aufstehen wird gespürt, wie viel noch in den Knochen steckt. Der Muskelkater wird sich im Tagesverlauf entwickeln, wie ich am Abend merke.

    In jedem Fall planen wir ja regelmäßig einen Entspannungstag nach einem Anstrengungstag, und so haben wir heute einige kleinere Erkundigungen in der Umgebung, von Berga der sogenannten Berguedà, vor. Am frühen Morgen fahren wir in die Höhe direkt hinter dem Ort. Hier gibt es eines der vielen Santuaris (Klöster), die offenbar alle traumhafte Plätze innehaben, und damit eine fantastische Aussicht. Von hier aus kann man bis zum Küstengebirge sehen, genauer gesagt bis zum heiligen Berg Montserrat, direkt hinter (von uns aus: vor) Barcelona. Einige Trailrunner treffen wir schon um diese Uhrzeit, die tapfer die Anstiege rauf- und runterrennen.

    Weiter geht's, vorbei an einem erschreckend wenig gefüllten Stausee, bis zu einer weniger bekannten Arbeit Gaudís aus seiner Anfangszeit: den Jardins Artigas. Hier hat er für seinen bereits bekannten Mäzen Güell neben einem Zementwerk Wohnhaus und Gärten für die leitenden Angestellten vor Ort gestaltet. Das Haus gibt's leider nicht mehr (sieht auf Fotos auch sehr interessant aus), doch der Garten ist weiterhin zu besichtigen. Wirkt wie der kleine, verwunschene Garten eines Märchenschlosses. Sehr schön! Vielleicht kann ich mir da für daheim ein paar Anregungen mitnehmen. 😉

    In der Nähe finden sich die Quellen des Flusses Llobregat. "Die Quellen" trifft es hier genau. Es ist nicht etwa so, dass eine kleine Quelle irgendwo ein Rinnsal begründet, das immer mehr zu einem großen Fluß anschwillt. Hier strömt (sic!) an allen Ecken und Enden das Wasser direkt aus dem Fels, und vereinigt sich praktisch sofort zu einem Fluss beachtlicher Kraft.

    Zurück in unserem Hotelzimmer mache ich erst einmal ein schönes Mittagsschläfchen, bevor wir uns unserer Flasche Wein zuwenden (diesmal mit einem Pferd drauf. das in beide Richtungen rennt). Bis zum Abendessen ist etwas Zeit, also wird philosophiert. 😇 Immer schön! Und das Abendessen ist dann ein Traum! Mit jedem Wochentag hier haben mehr Lokale geöffnet. "Gretta" hat traumhaftes Essen - ich wollte hier in den Bergen unbedingt etwas mit Pilzen und kann nur sagen, so zartes Rindfleisch mit so köstlicher Pilzsoße und Kartoffelbrei habe ich noch nie gegessen! Da gehört natürlich auch eine Nachspeise dazu - ebenfalls köstlich! Dass das dann mit weitem Vorsprung das teuerste Abendessen dieses Urlaubs war, reut uns nicht. Morgen Standortwechsel - es geht in Richtung Hochpryrenäen!
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    ....ach ja, einfach nur da sitzen und die Aussicht genießen

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    Ja. das wäre locker eine Halbtagesbeschäftigung für unsereins... 😉

     
  • Day10

    Die Steingabel

    September 27 in Spain ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute ist es soweit! Wir gehen eine unserer großen Wanderungen an - den Anstieg auf den Berg "Pedraforca", die Steingabel, mit hoher Anerkennung und Beachtung hier in Katalonien.

    Als Flachland-Kletterer bereiten mir die Aussichten auf diesem Aufstieg durchaus Magengrummeln. "Leichte Kletterpartien" soll er enthalten, nun ja. Wir starten auf dem Parkplatz bei knapp unter 1.600 Metern über dem Meer. Über Wurzeln, Felsen und Geröll arbeiten wir uns Schritt für Schritt nach oben. Der Weg führt zum höheren der beiden Gipfel und von dort an als Rundweg auf der anderen Seite hinab.

    Bei etwas über 2.300 Höhenmetern kommen wir an die erste "leichte Kletterstelle". Hm, hm, also offiziell ... ich hätte da vorher schon ein paar andere Stellen damit betitelt. Es gibt kein langes Drumherum - hier kann ich nicht weiter. Ich setze mich an eine windgeschützte Ecke und stärke mich mit einer köstlichen katalanischen Birne, während Max hochklettert und noch ein wenig weiter erkundet.

    Und dann drehen wir um, vom Berg geschlagen, wie die Gemeinschaft des Rings vom Caradras. So sehr ich es bedaure, Angefangenes unvollendet zu lassen, muss hier doch die Vernunft die Oberhand behalten. Gut so! Der Rückweg ist gut machbar, doch auch da merke ich am Ende gewisse Schwächesignale in meinen Muskeln.

    Wir freuen uns trotzdem, so weit gekommen zu sein! An einem schönen Sonnenplatz gibt es das Mittagessen zur Stärkung. Wieder zurück in Berga kaufen wir uns ein Belohnungs-Eis und ein Fläschchen isotonischen Weins gegen den Muskelkater. Den genießen wir dann auf unserem Hotelzimmer mit freundlicherweise geliehenen Gläsern. Schaut die Ziege auf der Flasche nicht Klasse?😁
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    Du hättest den Ziegenwein davor trinken müssen, dann wärst du wie eine kleine Gänse auf die Steingabel gesprungen.😜

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    😁😁😁

     
  • Day9

    Rupit

    September 26 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Der Nebel liegt dicht über dem Tal, als wir unser Hotel verlassen. Wir setzen uns sogleich ins Auto, nach unseren Erfahrungen gestern Abend erwarten wir um acht Uhr morgens hier keine Gelegenheit für ein Frühstück. 🤪

    Der Weg soll uns über das malerisch gelegene, mittelalterliche Dorf Rupit nach Berga führen. Nicht geplant ist der im Reiseführer erwähnte Mirador El Far, doch als wir am Straßenrand den Wegweiser zum "Sanutario El Far" sehen, entscheiden wir uns spontan zu einem Umweg. Was für ein guter Entschluss! Seht selbst die prachtvollen Panoramabilder. Die Morgensonne wirft ein fast schon güldenes Licht auf die Abbruchkanten der Tafelberge, und darunter breitet sich eine dicht bewaldete Ebene aus. Die Sicht ist fantastisch - und weit: Wir sind nicht ganz sicher, glauben aber, weit im Westen sogar die Spiegelung der Sonne auf dem Meer entdecken zu können. Was für ein Start in den Tag!

    Danach geht es weiter nach Rupit. Teilweise sind die Straßen schon recht kurvig und auch nicht unbedingt komfortabel breit. Um die Uhrzeit sind freilich wenig andere Leute unterwegs - haha, wen wundert's 🙄! In Rupit ist der Parkplatz fast noch ganz leer, als wir ankommen, und so gehören auch die Straßen in dem kleinen Dort zunächst fast uns allein. Ein Mann lädt uns ein, mit ihm zu frühstücken. Interpretieren wir. 😉 Nicht nur seine Sprache ist unklar, auch seine Aussprache hat bereits deutlich unter dem vermutlichen Weißwein gelitten, der vor ihm auf dem Tisch steht. Da verzichten wir dankend und schauen uns lieber noch weiter um.

    Mit dem einen erkennbaren Lokal auf diese Weise blockiert, finden wir zum Glück ein Weilchen später ein zweites, in dem wir bestens versorgt werden. Und so gestärkt spazieren wir dann zum Wasserfall in der Nähe des Ortes. Wieder eine Glücksentscheidung, denn nicht nur der Wasserfall hat eine tolle Abbruchkante, rundherum sind weitere schöne Tafelberge. Wir können von hier sogar zu der Bergspitze sehen, bei der wir am Morgen in "El Far" selbst standen!

    Wir wandern den Rundweg nach Rupit zurück, gönnen uns zur Belohnung eine köstliche Kürbissuppe mit Ziegenkäse drin (war allerdings auch "kostbar" mit neun Euro pro Suppe). Danach fahren wir weiter zu unserem Tagesziel, dem Wintersportort Berga. Hier werden wir ein paar Tage verweilen und die Wanderungen in der Nähe angehen. Morgen gleich die größte davon - den Aufstieg auf die Doppelspitze "Pedraforca", über 800 Höhenmeter mit "leichten Kletterpartien". Hoffentlich kann ich heute Nacht beim Gedanken daran überhaupt schlafen. 😱 Immerhin sind nach Jahren endlich die Schnürsenkel meiner Wanderschuhe gewechselt .... 😇
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    🤩 oh ja, ein wunderbarer Ausblick mit toller Lichtstimmung

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    nettes Bergdörfchen...erinnert mich fast an Korsika

     
  • Day8

    Via Dalí ins Vorgebirge

    September 25 in Spain ⋅ ☁️ 21 °C

    Gut ausgeschlafen und motiviert sind flugs unsere sieben Sachen gepackt. Wir wenden uns heute von der Küste ab und fahren in Richtung Mittelgebirge, Vorpyrenäen, wie sie mein Reiseführer nennt. Als erstes geht es nach Figueres ins Dalí-Museum, wie gestern geplant.

    Ich kann schon einmal sagen: Eines der wenigen Museen meines Lebens, bei denen mir auch nach Stunden nicht langweilig wurde. Unglaublich abwechslungsreich und anregend. Wir haben ganz viel entdeckt, und doch bin ich sicher, mehr noch als bei Gaudí, ganz viel nicht erkannt zu haben. Beim nächsten Mal mit Führung! Die Bilder hier sind eine klitzekleine Auswahl. Viel Respekt hat Dalí bei mir für seine vereinzelten realistischen Gemälde bekommen - er war offenbar ein richtig guter Maler, nicht nur ein extravagantes kreatives Genie.

    Dass wir wieder mit dem ersten Schwung nach Öffnung rein sind, ist ein Vorsprung vor den holländischen, französischen und deutschen Schulklassen, die nach uns einfallen. Warum haben wir solche Ausflüge eigentlich seinerzeit nicht gemacht ? Das Museum wird als "Gesamtkunstwerk" bezeichnet, und das trifft es, überall sind gestalterische Merkmale, Skulpturen, viel mehr als nur Gemälde. Einfach fantastisch!

    Anschließend starten wir ins Land, unterwegs zu mehreren kurzen Zwischenstopps wie der mittelalterlichen Stadt Besalú (recht überlaufen von turistas), der romanischen Brücke von Llierca (total einsam), dem "Dorf am Rande des Abgrunds" - Castellfollit. Unser Hostal in Les Preses funktioniert mal wieder menschenleer, die Türe öffnet sich auf Knopfdruck, an der Rezeption liegt der Schlüssel mit einem Zettel mit meinem Namen. 🤷‍♂️

    In dem kleinen Vorort von Olot tun wir uns unerwartet schwer mit einem Abendessen um Sechs. Wir waren gewarnt; um die Zeit isst man in Katalonien noch nicht. Also fahren wir die paar Minuten nach Olot zurück und versuchen dort unser Glück. Obwohl ich explizit nach Abendessen frage ("para cenar" - denke ich zumindest, dass es das bedeutet 😇), gibt es doch nur Tapas, die der Bartender zubereitet; der Koch kommt erst um Acht. Die halbe Tapas-Karte rauf und runter erweist sich als unerwartet erfreulich - lecker und sättigend. Max' Highlight sind frittierte Ziegenkäsebällchen mit süßer Soße, meines Calamares in Soße aus der eigenen Tinte. Lecker!
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    also bei der Tinte, nehm ich lieber die Ziegenkäsebällchen

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    Hat wirklich lecker geschmeckt! 😋

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    ja echt!!!...mit der Schule hat man viel zu wenig Bildungsreisen unternommen 😁

     
  • Day7

    Cap de Creus

    September 24 in Spain ⋅ ☁️ 21 °C

    Rotwein sollte als isotonisches Getränk durchgehen. Zumindest hat die geteilte Flasche gestern Abend positive Ergebnisse: Überraschender- und erfreulicherweise ist der Muskelkater ausgeblieben! Juhu! 😃

    Für heute ist reichlich Regen angekündigt. Nachts hat es auch schon ordentlich geschüttet. Doch als wir zum Dalí-Museum in Figuéres aufbrechen wollen, schaut der Himmel prima aus. Da werfen wir kurzfristig alles über den Haufen und planen das Museum für den morgigen Reisetag ein, da geht es nämlich zu einem neuen Standort.

    Stattdessen wollen wir heute unsere Halbinsel Cap de Creus weiter erkunden. Erster Stopp ist das kleine Örtchen Cadaqués an der Ostküste, das trotz zahlreicher Besucher zumindest optisch noch recht nach idyllischem Fischerdorf aussieht. Dort nehmen wir ein prächtiges Frühstück in einem sehr entspannten kleinen Café ein. Da hätte ich es auch etwas länger aushalten können. 😇

    Ein wenig erkunden wir die Altstadt, bevor wir weiterfahren nach Portllegat, Dalś Wohnort, einem noch kleineren Hafendorf gleich ums Eck. Mehr als einen Fotostopp legen wir hier nicht ein. Danach darf Max mich dösend zu unserem nächsten Ziel, einem überraschenden Höhepunkt in verlassener Gegend:

    Das verlassene Kloster Sant Pere de Rodes hat heuer zufälligerweise Eintausend-Jahr-Feier seiner Weihe, und war im Mittelalter ein sehr bedeutender Ort. Unter anderem wurden hier Reliquien des heiligen Petrus aufbewahrt. Auf der Bergspitze oberhalb befindet sich heute die Ruine eines Kastells, ein Stückchen weiter eine verlassene Siedlung mit Kirche. Das ergibt eine schöne Dreiergruppe.

    Die Besichtigung des Klosters beeindruckt uns unerwartet. Die Lage ist natürlich einmalig, fantastische Blicke zur Küste und aufs Meer hinab. Von der Burg aus ist die Sicht noch besser, man kann die gesamte Ebene bis hin zu den Pyrenäen überblicken, und auch über das Kloster bis an die Küste. Toll!

    Gerade rechtzeitig reißen wir uns los und kommen zum Auto, bevor es für eine Weile ordentlich zu schütten anfängt. Abendessen zum dritten Mal in Folge in unserem Stammlokal, bevor es morgen zur nächsten Station geht - die wir jetzt noch festlegen werden.
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    Toller Ausblick🤩

     
  • Day6

    Auf Schusters Rappen

    September 23 in Spain ⋅ ⛅ 23 °C

    Die Nacht war suboptimal erholsam für mich, aus unvermutetem Grund: dem Geruch. In der ganzen Wohnung bilde ich mir leichten Rauchgeruch ein, die Vorhänge sind parfümiert und in den Steckdosen sind Duft-Verdunster. Ich vermute, da waren rauchende Gäste, und das soll übertüncht werden. Und unten an der Straße sind die öffentlichen Mülltonnen - irgendwann nachts kam da ein sehr unangenehmer Duftschwall durch mein offenes Fenster. 🫢 Naja ... man kann nicht alles haben ...

    Tagesprogramm hat Max ausgewählt: Eine Wanderung entlang einem Küstenweg, beginnend im Touristenort Roses. Erst einmal gibt es dort ein Frühstück in der Bäckerei, serviert von einer temperamentvollen und schnellen Verkäuferin (auch schnellsprechend). Wie oft interpretiere ich mehr als ich verstehe, doch wir kommen zurecht. 😉

    Küstenweg klingt toll, und das war es auch. Ganz viele herrliche Blicke auf das kristallklare Meer und die kleinen Buchten. Jede Bucht allerdings bedeutet einen Strand (oft Kies), und das bedeutet für den Weg: Es geht hinunter und dann wieder hinauf. Es ist eine gute Vorbereitung für das, was uns in den Pyrenäen bevorstehen dürfte, aber als wir nach etwa 20 Kilometern wieder an unserem Ausgangspunkt zurück sind, bin ich mehr als heilfroh! Und erwarte den Muskelkater als Gast für morgen, mal sehen. Es war trotzdem wunderschön, und ich möchte es nicht missen.
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