• Auf das Leben

La Palma y Tenerife

Pengembaraan 51hari oleh Auf das Leben Baca lagi
  • Permulaan perjalanan
    10 September 2024

    Auf in die neue Welt...

    10 September 2024, Sepanyol ⋅ ☀️ 24 °C

    ... oder zumindest fast. ;-) Immerhin war La Palma fast 100 Jahre lang die erste Anlaufstelle der spanischen Schiffe vor ihrer Reise in die neue Welt, oder bei ihrer Rückkehr nach Europa.

    Erst einmal heißt es für mich, die Tücken der "alten Welt" zu bewältigen. Auf einen guten Tipp meiner Chefin hin - danke, liebe Frau Sachs! - fahre ich mit dem Auto auf einen P+R-Parkplatz im Münchner Speckgürtel, wo man mehrere Wochen am Stück parken darf. Günstiger als in einem Flughafen-Parkhaus oder in Flughafen-Nähe, und mit der S-Bahn kommt man *theoretisch* in einer knappen halben Stunde direkt zum Flughafen-Terminal. Theoretisch, weil's praktisch heute leider nicht ganz so klappt. Und ich werde ja immer so nervös, wenn der Zeitpuffer dahinschmilzt bei unaufschiebbaren Folgeterminen wie einem Flug... Dabei bin ich sehr zeitig am S-Bahnhof, so dass der erste Hinweis mit zehn Minuten Verspätung mich noch nicht arg beunruhigt. Als dann zwanzig Minuten angesagt werden, bleibe ich immer noch ganz ruhig. Ab dreißig Minuten wird gar nichts mehr durchgesagt, da halte ich dann sicherheitshalber schon nach Taxi- und anderen Angeboten Ausschau. Nach fünfunddreißig Minuten kommt die S-Bahn dann doch. Puh! Nicht der Rede wert, dass sie auf der letzten Station vor dem Terminal dann nochmal fünf Minuten stehen bleibt - jemand hat den Notstop gedrückt...

    Max war schon lang bereit zum Einchecken, und das erledigen wir zügig. Auch hier ein Kuriosum: Für einen von uns war schon ein Koffer aufgegeben worden. Vielleicht ein Geschenk? :-) Wie das passieren kann, ist uns ein Rätsel, aber glücklicherweise nicht unser Problem. Dann Sicherheitskontrolle und ein kleines Mittagessen, schon können wir an Bord. Der Flug verläuft reibungslos, die Gepäckausgabe ebenfalls, und auch die Mietwagenübernahme ist blitzschnell auf Spanisch erledigt; Sind halt schon alte Hasen im Reisegeschäft. :-) Und ab geht es mit unserem gelben "Kanarienvögelchen" über gebirgige, gewundene Straßen zu unserer idyllischen Casa. Ein kurzer Zwischenstopp im Spar am Straßenrand versorgt uns mit allem, was für ein gemütliches Abendessen nötig ist. So können wir den ersten Abend entspannt im Garten bei Brot und Wein und Sonnenuntergang genießen. Urlaubsgefühl macht sich breit!
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  • Ein "entspannter" Tag

    11 September 2024, Sepanyol ⋅ ☀️ 22 °C

    Eine einigermaßen erholsame Nachtruhe geht zuende, als Max auf Zehenspitzen durch mein Schlafzimmer ins Bad geht. Zugegeben, er hat sich bemüht. ;-) Und als er wieder raus kommt, ist es auch schon sieben Uhr, so spät! Obwohl ich mich schon noch gern ein oder zwei Mal umgedreht hätte, wird nicht lange gefackelt; bis Max gefrühstückt hat, bin ich auch startklar.

    Wir sind uns einig, dass wir jetzt am ersten "richtigen" Urlaubstag nicht gleich mit einer großen Wanderung starten - stattdessen wollen wir entspannt ein wenig ins Blaue hinein Richtung Norden erkunden, wo uns unsere Nasen hin verschlagen. So viel zum Plan....

    Durch unseren "Heimatort" Tijarafe fahren wir erst einmal direkt durch bis Puntagorda, der nächsten Stadt nördlich. Wir laufen ein wenig durch den Ortskern, so klein er ist. Eigentlich, so stellen wir im Tagesverlauf fest, hat kaum ein Ort hier so richtig ein Zentrum, sondern ist eher zersiedelt. Es gibt einen netten Aussichtspunkt mit astronomischem Hinweis zum Polarstern, das finden wir später noch häufiger. Und eine nette kleine Tapas-Bar, die geöffnet hat - gerade rechtzeitig für mein Frühstück! Tapas von "carne con mojo" und Tortilla schmecken super, sättigen gut, dazu Kaffee für mich und Colakao für Max, das ganze für acht (!) Euro - perfekt! Da will ich noch öfter hin!

    Weiter nach Norden führt unser Weg. In Las Tricias sehen wir die erste alte Windmühle mit angeschlossenem Gofio-Museum. Wollen wir uns auf jeden Fall anschauen, auch wenn wir nicht wissen, was "Gofio" ist. Eigentlich hatte ich an einen Maler oder so gedacht; weil ich vergessen hatte, was ich im Reiseführer schon gelesen hatte: Gofio ist ein Mehl aus geröstetem Getreide oder Hülsenfrüchten oder auch einer Mischung, das eine Spezialität La Palmas ist. Muss ich unbedingt mal ausprobieren, hoffentlich wird es mal irgendwo angeboten. Das Museum ist klein und sehr liebevoll gemacht, empfehlenswert.

    Nächster Ort ist dann schon Santo Domingo de la Garafia an der Nordküste. Da treffen wir am Ortseingang auf die nächsten Überreste einer Windmühle, nicht sonderlich gepflegt, also nichts neues. Aber dahinter verläuft ein Fußweg hinunter zum Hafen, das klingt machbar, nur etwa 300 Höhenmeter. Ein wenig kürzen wir ab und fahren noch zum Friedhof, der etwas tiefer liegt. Abwärts läuft es sich echt entspannt mit meinen Zehenschuhen, bin sehr zufrieden. Wir steigen weiter hinunter als bis zum Aussichtspunkt, fast wirklich bis auf Meereshöhe. Etliche der abgelegenen Häuschen dort unten sind renoviert, teils bewohnt, teils zeitweise wohl sogar als Kioske in Betrieb. Hübsch!

    Ganz zum Wasser gehen wir nicht runter, schließlich muss jeder Meter auch wieder nach oben gegangen werden. Nun ja, wenig überraschenderweise komme ich da schon ins Schnaufen und Schwitzen, aber es ist machbar, braucht gar nicht sehr viele Pausen, vielversprechend. Aber auch schön in der Sonne, das zeigt sich dann später durch gesunde Rotfärbungen...

    Solche Bewegung macht hungrig, da es jetzt erst zwei Uhr ist, wollen wir noch kein großes Essen einlegen. Weiter geht's gen Norden, die nächste Ortschaft ist Santo Domingo de Garafía. Dort werden wir nicht enttäuscht, obwohl das erste Café geschlossen ist und der Spar uns die Tür vor der Nase zusperrt. Die freundliche Verkäuferin weist uns den Weg zu einem Café am Dorfplatz, das geöffnet hat. Es gibt kalten Colakao (löst sich eher schlecht) bei starkem Wind (der mir sogar den Kaba vom Löffel in die Hand pustet) und Wassereis mit Schokogeschmack, auch mal was Neues (aber nichts Besonderes ;-) ).

    Dergestalt gestärkt fahren wir noch ein Stückchen weiter nach Norden in den Weiler El Tablado, der malerisch auf einem Bergrücken liegen soll. Nun ja ... die Aussicht auf die Steilküste ist hübsch, das malerische hält sich in Grenzen. Aber jetzt kriegen wir langsam Hunger und beschließen die Rückfahrt und Einkehr in eines der empfohlenen Lokale auf dem Weg. Schließlich war es mittlerweile 17 Uhr. Trotzdem nichts - an Miercoles, wie der Mittwoch auf Spanisch heißt, haben die alle Ruhetag. Vielleicht bedeutet Miercoles deshalb auch "Mist!" ;-)

    Letztlich rettet uns in Tijarafe eine Pizzeria, die uns ihrer Öffnungszeiten wegen sogar auch dort noch zu einem kleinen Rundgang um die Kirche verhilft. Auch schön, obwohl die Hauptsehenswürdigkeit versteckt ist hinter einer Marienstatue in einem Blumenmeer - mutmaßich wegen des jüngst vergangenen "Teufelsfestes". Nach einer schmackhaften Pizza und mit frisch gekauftem Wein ausgestattet fahren wir dann gar nach Hause. Und ich hüpfe erst einmal in den Pool zur Erfrischung. Sehr schön, aber bei tief stehender Sonne auch fast schon ein wenig frisch. Ausklingen darf der Abend dann auf unserer Terrasse mit ein paar Gläschen Rotem. Also ganz am Ende des Tages war es tatsächlich entspannt .... ;-)
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  • Am Rande DER Caldera

    12 September 2024, Sepanyol ⋅ ☀️ 21 °C

    Am dritten Tag sollten wir aklimatisiert genug sein für eine "große" Wanderung. Aus dem Angebot unseres Reiseführers wählen wir eine Tour aus, die uns an den Rand der Caldera des Vulkans führt; des prominentesten Vulkans, sollte ich schreiben, denn im Grunde ist die Insel ja eine reine Ansammlung von Vulkanen.

    Nach der Anfahrt und einem ersten Fußmarsch zum Start wählen wir hinauf die rote Route, die uns vor dem eigentlichen Ziel über den "Rabenfelsen" führt. So 600 Höhenmeter weiter auf einem einigermaßen angenehmen Weg durch einen lockeren Pinienwald - es duftet herrlich! - erreichen wir das Zwischenziel mit prachtvoller Aussicht auf die gegenüberliegende Volkankette "Cumbra nueva und vieja" bis hinunter in die Stadt Los Llanos und an die Küste. Den ganzen Weg sind wir allein, niemand begegnet uns. Alles sehr entspannt. 😎

    Nun könnten wir auf der blauen Route schon wieder den Abstieg angehen. Wer uns kennt, weiß aber, dass wir uns das Sahnehäubchen, die schwarze Route an den Rand des Kraters, nicht entgehen lassen wollen. Nochmal dreihundert Höhenmeter, schon sind wir oben. Klingt schlimmer als es war, es geht zwischendurch auch mal runter oder zumindest waagrecht, der Weg ist breit genug, wir müssen nirgends klettern. Die Aussicht ist wirklich prächtig! Und die Zeit ist inzwischen fortgeschritten, mehr Wanderer sind unterwegs, daher treffen wir da oben bzw. auf dem Weg dorthin doch etliche Pärchen.

    Wieder auf dem Abstieg merke ich langsam, wie meine Füße müde werden. Ich bin mit den Zehen-Treckingschuhen unterwegs, und die fordern halt doch mehr Arbeit von Füßen und Waden. Zusätzlich liegt überall Geröll, das dank meiner neuen Stöcke (Danke, Norma! 😉) keine echte Rutschgefahr bedeutet, aber doch eine ordentliche Reflexzonenmassage für die Fußsohlen darstellt. Als wir zu guter Letzt über die blaue Route unser Auto erreichen, sind wir beide schon ziemlich froh. Und zufrieden über die Leistung. Das muss belohnt werden - also fahren wir zielstrebig in die Stadt zum Café "Frida", das unser Reiseführer für Eis und Kuchen empfiehlt. Sehr zu Recht, stellen wir fest, und freundlich ist der Mann hinter der Theke auch noch! Nicht nur bedient er uns noch, eine Viertelstunde vor Geschäftschluss (16 Uhr), er gibt uns sogar ein "Azteca"-Eis zum Probieren - bei uns: dunkle Schokolade. Die Belohnung ist gelungen. 😋

    Mehr von der schönen Altstadt anschauen wollen wir ein andermal, jetzt locken unsere Casa und der Pool! Eine schöne kleine Erfrischung, ein ganz kurzes Nickerchen, und dann ist auch schon wieder Zeit fürs Abendessen. Diesmal fahren wir in eine nahegelegene Cervezeria, wo ein Belgier sein eigenes Bier braut. Leider nichts weder für Max noch mich, Cola und Fanta tun es da. Das Essen ist aber auch köstlich, und die Nachspeisen ebenso. 😇
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  • Auf hoher See

    13 September 2024, Sepanyol ⋅ ☀️ 24 °C

    Das war ein Blitzstart in den Urlaub. Kaum angekommen, haben wir richtig losgelegt. Zumindest fühlt es sich für mich so an, und das heißt, es fehlt ein wenig das "Runterkommen" und auch ein wenig Schlaf, der schon zuhause zu kurz gekommen ist. Deshalb versuche ich heute, es zu einem landestypischem Mittagspäuschen, einer Siesta in unserer Casa, zu schaffen. 😇 Das würde voraussetzen, dass wir nicht zu weit fahren, um gegen Mittag oder frühen Nachmittag zurück sein zu können.

    Nach etwas Abwägung entscheiden wir uns für den Ort Tazacorte, der an sich nicht nur sehr malerisch sein soll, sondern auch ein interessantes Bananenmuseum bietet. Dazu gibt es einen Hafenort etwas tiefer gelegen. Dass von dort auch die Bootstouren zu Delfinen und Walen ablegen, das hatte ich nicht bedacht, und das war's dann mit der Siesta. 😎 Aber zunächst sind wir recht zügig mit dem Auto hingefahren, obwohl ich die kurvige Bergstraße schon jetzt nicht mehr sonderlich leiden kann. Fahre sie jetzt das vierte Mal...

    Tazacorte ist wirklich hübsch. Ein sehr geschlossener Ortskern etwas oberhalb von der Küste, oberhalb von Bananenplantagen. Vor Jahrhunderten hat sich hier ein deutscher Kaufmann eingekauft, ist irgendwann übergesiedelt und hat seinen Namen von "Groenenberg" in Monteverde übersetzt. Als eine von vier Familien besitzen die Monteverdes immer noch etliche Häuser, ein stilvolles Hotel voller alter Kunstwerke (viel Ambiente! 😉) und Bananenplantagen. Der Ort selbst hat einige sehr atmosphärische Plätze, viele hübsche renovierte oder verfallende Häuser und eine schöne Lage zu bieten. Ist angenehm, hier durch die Straßen zu spazieren oder auch auf einem der Plätze zu sitzen für ein spätes Frühstück.

    Am Bananenmuseum vorbei (leider geschlossen) führt ein Fußweg hinunter zum Hafenort "Puerta de Tazacorte". Aber so eifrig sind wir nicht, lieber gehen wir zu unserem Kanarienvögelchen zurück und fahren runter. Mit dem großen Vorteil, nach dem Besuch dort nicht wieder hoch laufen zu müssen. 😎 Puerta de Tazacorte ist zweigeteilt, einmal gibt es den neuen Yachthafen, gar nicht so klein und auch gar nicht so hübsch. Auf der anderen Seite der Bucht ist der alte Hafen mit einigen alten Häusern, in denen Touristenapartments und Restaurants und Cafés sind.

    Das bedeutet dann natürlich ein zweites Frühstückchen für mich, und ein Eis für uns beide anschließend. Immerhin war es nach Zwölf. Also langsam auch die Zeit für die Siesta ... wenn eben die Bootsfahrten nicht wären. Eine gefällt uns, und die startet um 14 Uhr, Plätze sind frei. Naja, wo wir schon mal hier sind ... wer möchte nicht Wale und Delfine sehen, von der Cueva bonita und der Schmugglerhöhle ganz zu schweigen!

    Die Bootsfahrt ist sehr angenehm. Neue Körperregionen kriegen einen Sonnenbrand. Die "schöne Höhle" ist überraschend groß - man vergleicht sie mit einer ähnlichen auf Capri, und das Wasser wunderbar blau. Bei Sonnenuntergang sollen die Strahlen in die Höhle fallen und das Blau des Waasers dann als Smaragdgrün an die Höhlendecke reflektieren. Klingt spektakulär, ist aber nicht leicht zu erleben, weil die meisten Touristen wegen der Rückfahrt zu ihren Unterkünften bei Sonnenuntergang nicht mehr da sind. Keine Nachfrage, kein Angebot. 🤷

    Die Schmugglerhöhle hat richtige Häuser an und in die Höhlenwand gebaut. Die werden teils noch bewohnt, als Sommerhäuschen ihrer Eigentümer. Das gibt es auch an anderen Stellen an der Steilküste. Vermietet dürfen die nicht werden, das ist verboten, zumindest nicht gegen Geld. Neben der anstrengenden Anreise sind deshalb eigentlich nur die Besitzer im Sommer dort. Nach einer Fischfütterung machen wir uns auf die Suche nach Delfinen und Walen, weiter hinaus aufs offene Meer. Der Skipper hat kein Problem, der besseren Sicht halber aufs Bootsdach zu steigen und mit dem Fuß das Ruder bei Bedarf zu steuern. Und sie schauen und wir fahren nach Norden, dann nach Süden, an unserem Startpunkt vorbei und dem jüngsten Lavafluss, und doch finden wir nirgends eine Spur der Meeressäuger. Statt zweieinhalb Stunden kehren wir nach dreieinhalb Stunden erfolglos in den Hafen zurück. Schade, aber kein Drama, die Fahrt war trotzdem eine schöne Abwechslung. Ganz lieb: Wenn wir wollen, dürfen wir morgen zur selben Zeit nochmal mit - kostenlos! Aber morgen soll's ja was mit meiner Siesta werden...😁
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  • ¡Viva la Siesta!

    14 September 2024, Sepanyol ⋅ ⛅ 24 °C

    Eine richtige Siesta zu haben, ein mir so vertrautes Mittagsschläfchen, das hat gestern ja nicht geklappt. Umso hartnäckiger poche ich heute drauf. Und entsprechend versuchen wir, den heutigen Tag zu planen: Eine nicht zu lange Wanderung am Morgen, dann Siesta, dann ein kleines Programm am verbliebenen Nachmittag. Klingt perfekt! 👍

    Im Reiseführer ist eine leichte Wanderung beschrieben, die mit zweieinhalb Stunden eine relativ kurze Gehzeit hat und kindertauglich ist. Sie beginnt bei uns "ums Eck" an einem Mirador, der diesmal kein Aussichtspunkt, sondern eine Sehenswürdigkeit ist; ein örtlicher Künstler hat ein kreisrundes Mosaik auf den Waldboden gelegt, das das mystische Universum abbildet, mit ein paar Göttern und ganz vielen Sternen. Recht hübsch gemacht, leider nicht fertiggestellt und abgesperrt (wir sind einfach rein 😇

    Danach laufen wir meist entspannt durch einen lockeren Pinienwald, mit ein paar schönen Felsen für Max, ein paar Anstiegen für meinen Kreislauf. Mit Fotostopps brauchen wir etwas länger als die Gehzeit, aber alles im Rahmen. Trotzdem ist es langsam Mittag geworden, und unser Hunger meldet sich. Obwohl nicht auf unserem Heimweg steuern wir dafür nochmal Puntagorda an, wo wir an unserem ersten Tag leckere und unglaublich günstige Tapas gefrühstückt hatten.

    Das Mittagessen ist nicht mehr ganz so günstig, aber es geht noch. Dafür gibt es einige typsiche Gerichte, die ich natürlich probieren muss, wie die Chimarrones, ausgelassene Stücke von der Schweineschwarte (Grieben) in Gofio gewälzt. Lecker! Das "geknetete" Gofio als Beilage zu meinem Hähnchenbrustfilet war arg trocken, geschmacklich auch nicht verkehrt. 😋

    Gegen Zwei Uhr sind wir dann wieder in unserer Casa, und ich kann mich wirklich für zwei Stunden hinlegen. Hurra! Das tut mir gut, auch wenn derweil nebenan die Vermieterfamilie ab und an tobt. Nach knapp zwei Stunden macht Max sich dann auch bemerkbar, und wir brechen nochmal auf.

    Machbar sollte ein Besuch der "heimlichen Inselhauptstadt" Los Llanos sein (weniger Einwohner als Schwabach, fühlt sich aber viel größer an). Wir steuern ein Parkhaus neben der Plaza de España an. Die finden wir blind - heute gibt es dort ein Percussion-Festival, ganz viele Trommlerinnen und Trommler! An der von der Bühne am weitesten entfernten Ecke setzen wir uns in ein Café und essen leckere Torten. Nebenher ziehen die bunt gekleideten Trommelgruppen ein. Mal ganz interessant zu sehen, mit dem Hören langt es uns aber, sobald wir mit unseren Kalorienbomben fertig sind.

    Los Llanos hat ein mehrjähriges Kunstprojekt gestartet unter dem Motto "Die Stadt ist das Museum". Teil davon sind zahlreiche große Streetart-Gemälde, die auf Gebäuden in der Innenstadt verteilt sind. Das ist ja insbesondere eines von Max' Steckenpferden, sind aber auch hübsche Bilder teilweise! Etwas außerhalb durchstreifen wir einen kleinen Park, der von Gaudis Stil inspiriert gestaltet wurde. Da sind wir seit unserer Katalonien-Reise ja Experten! Unser Urteil: Ganz hübsch. 😎 Der moderne Park nebenan mit Spielgeräten für Kinder hat allerdings mehr Besucher.

    Schon auf der Rückfahrt halten wir noch im ältesten Stadtteil, der mittlerweile ein kleiner Vorort ist. Naja. Ein paar alte Herrenhäuser in verschiedenem Restaurierungszustand, und die deutsch-italienische Glasmanufaktur hat leider geschlossen. Somit sind wir rechtzeitig zum Sonnenuntergang und einem Fläschchen Rotwein zuhause und freuen uns auf den nächsten Tag.
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  • Wolken, Nebelwald und Meerwassser

    15 September 2024, Sepanyol ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach dem Pinienwald gestern steht heute der Nebelwald im Norosten auf unserem Plan. Eine Wanderung durch urwaldhafte Lorbeerbäume, Riesenfarne und Baumheide (ja, unsere Erika!) im Naturschutzgebiet Los Tilos ist im Reiseführer beschrieben, die könnte uns gefallen. Bevor wir starten, findet Max bei der Zielsuche fürs Navi stattdessen leider den Hinweis, dass Los Tilos geschlossen ist, anscheinend ist die Straße kaputt. So ein Pech! Aber wartet, in der Nähe gibt es einen kleineren Krater, der zu einem kreisrunden Stausee mit Naherholungsgebiet "umfunktioniert" wurde. Da kann man bestimmt auch gut wandern.

    Auf geht's also zur Laguna de Barlovento im Nordosten. Alle Fahrten auf La Palma sind kurvenreich, und da wir hier von der Hauptstraße auf kleinere Nebenstraßen an die Laguna heranfahren, diese Fahrt noch etwas mehr. Die kleinen Straßen machen einfach mehr Spaß. 😎 Als wir ankommen, sehen wir rasch, dass sich irgendetwas geändert haben muss. In der Laguna ist kein Wasser! Und die Einrichtungen des Naherholungsgebietes sind geschlossen bzw. sehen auch schon etwas verwittert aus. Also kein Essen nach der Wanderung, zumindest nicht hier. Wandern können wir aber trotzdem, und so tun wir das auch!

    Ganz anders als im Inselwesten sind wir hier in kühler, feuchter Luft, eben im Nebelwald. Der Boden ist roter Lehm, bedekct mit einer dicken Laubschicht, teilweise schon kompostiert. Den Fuß gut setzen ist hier gefragt, sonst wird's eine Rutschpartie. Schwitzen kann ich auch prima ohne hohe Temperaturen und Sonne, hohe Luftfeuchtigkeit und steile Anstiege schaffen das locker... trotzdem ist es mal eine schöne Abwechslung zu den hellen, trockenen Pinienwäldern, durch grünen Dschungel zu laufen, in dem das Wasser vom Blätterdach heruntertropft.

    Im Wald versteckt finden wir eine Sammelstelle für Wasser, das mit einer neuen Plastikleitung ins Tal geleitet wird. Gleich daneben ist ein alter Bergwerksschacht, aus dem noch die Gleise herausführen, neben denen die Lore fast verwittert im Gebüsch liegt. Das Ziel unseres erwählten Wanderwegs erreichen wir nicht; es geht steil bergab, und wir wissen nicht einmal was wir am Mirador del Barandas vorfinden sollen. Schonung ist gefragt, morgen steht Max' Herzenswanderung auf dem Programm, mehr wird noch nicht verraten. Außer, dass es eine der ganz großen aus dem Reiseführer ist...

    Und so sind wir artig und vernünftig und drehen mittendrin um. Dadurch sind wir früh wieder am Auto, schon gegen Zwölf. Nun ja, dann nutzen wir den angebrochenen Tag doch, weiter Richtung Osten zu erkunden! Der zur Lagune gehörige Ort Barlovento hat nicht viel zu bieten, wir fahren direkt durch bis Las Sauces. Da herrscht buntes Treiben auf der Plaza, wir können nicht herausfinden, was der Anlass ist. Vielleicht nur Sonntagsvergnügen. Etwas weiter bleiben wir in einem unauffälligen Lokal hängen, das eine große Auswahl von Tapas auf der Karte hat. Wir bestellen frei nach Appetit und teilweise ins Blaue. Die Portionen sind riesig, von wegen Tapas! Max traut sich an "alte Kleider" (ropa vieja), eine kubanische Spezialität; für mich ist der galizische Tintenfisch eine neue Art der Zubereitung. Dazu haben wir noch gebratenen Ziegenkäse in sehr interessanter Knoblauch-Kräuter-Öl-Soße, und ich eine Portion Paella, das muss ja sein in Spanien.

    Gestärkt, um nicht zu sagen, vollgestopft, fahren wir weiter, denn der Nachmittag ist immer noch jung. Ein Leuchtturm an der Küste zieht mich an, auf gut Glück fahren wir in die kleinen, schmalen und steilen Küstenstraßen hinunter. Und wir kommen an, allen Skeptikern zum Trotz! 😜 Leider stellt sich dann heraus, dass man an den Leuchtturm gar nicht hin darf, weil ihn eine deutsche Firma gekauft hat, die darin Ferienwohnungen vermietet... ohne Worte.

    Immer noch ist Zeit, daher biegen wir bei der Weiterfahrt Richtung Südosten ab und landen in San Andrés, einem für seine Unberührtheit und Ursprünglichkeit gerühmtes Küstendorf. Es beeindruckt uns ehrlicherweise nicht so sehr. Nur der Küsten-Fußweg zwischen dem Dorf und einer Meerwasser-Badestelle ist sehr schön angelegt und gut zu laufen. Hinwärts schwanke ich noch, ob ich baden soll ... Badesachen sind eingepackt, aber die Umstände, das Umziehen, danach das Salzwasser, das Abtrocknen, und und und ... Rückwärts bin ich entschlossen und ab geht's ins erfrischende Nass! Und ich frage mich, warum ich gezögert habe. Wie schön, wie spaßig, wie großartig! Für danach gibt's Süßwasserduschen und Umkleidekabinen, wo ist das Problem?

    Nach dem Vergnügen leider wieder Arbeit für mich in Form des Autofahrens... Natürlich ist es jetzt schon ordentlich weit bis zu uns nach Hause, gute eineinhalb Stunden. Und hab' ich eigentlich schon erwähnt, dass bis auf gestern Nachmittag ständig ich fahre, wegen der Kosten für den Zweitfahrer? 😇 Die Abmachung ist, dass Max dann auf Teneriffa dran sein wird. Und das Nötige für den "Inselwechsel" buchen wir dann zuhause - Fähre, neuen Mietwagen, und neue Unterkunft.
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  • Wanderung auf den Vulkanen

    16 September 2024, Sepanyol ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute sitze ich schon vor Sonnenuntergang in unserer Casa, und wir haben kalt zu Abend gegessen mit einem Gläschen Rosé. So früh zuhause? Ja! Wir haben eine der Höhepunkt-Wanderungen der Insel gemacht, zumindest den nördlichen Teil. Und danach waren wir so geschafft, dass nur noch ein Umweg zu einer Eisdiele möglich war - mit Eisbecher und köstlichem Schoko-Milchshake. 😇 Danach sind wir schnurstracks nach Hause und haben uns mit einheimischem Käse und Chorizo mit Brot bestens versorgt.

    Doch der Reihe nach - wo waren wir heute? Wir sind zur üblichen Zeit gen Süden losgefahren, in das Erholungsgebiet El Pilar, nicht zu verwechseln mit El Pinar von neulich. Heute ist Max ausnahmsweise gefahren, mir hängt die immer selbe Bergstrecke mittlerweile zum Hals raus.

    Von El Pilar aus startet die "Ruta de los Volcanes", eine fast senkrecht von Nord nach Süd verlaufende Wanderstrecke entlang der "Cumbra Vieja" , einer Kette von alten und neueren Vulkanen, insgesamt sollen es mehr als hundert sein, die sich in der Inselmitte von südlich der Caldera de Taburiente bis an die Südspitze zieht. Die Gesamtlänge sind knapp 19 Kilometer, was einen Rundweg unmöglich macht. Es geht ja auch noch ein wenig rauf und runter. 🙃

    Der Start liegt in Pinienwäldern, die gepflegt wie in einem Stadtpark wirken. Wir vermuten, dass die unteren Zweige der Bäume abgeschnitten werden, um einem Waldbrand weniger Nahrung zu geben. Sieht sehr ordentlich aus. Und es geht bergauf, steil, und auch sehr stetig zunächst. Das bringt meinen Kreislauf in Wallung, und mich zum Schnaufen, keine Überraschung. Es wird aber auch flacher, teilweise geht es gemütlich waagrecht, das ist angenehm.

    Oberhalb der Baumgrenze herrscht vulkanisches Gelände vor, schwarz-rote Steine, schwarzer Sand bis zu Asche. Mehr oder weniger rutschig das ganze, und das ist rauf wie runter mühsam. An dieser Stelle herzichen Dank an Norma, dass ich dort noch am Tag vor unserer Reise schöne Wanderstöcke erwerben konnte! 😘 Die waren jetzt schon ein paar Mal Gold wert!

    Alle Anstrengungen verblassen aber angesichts der wunderbaren Ausblicke, die wir auf diesem Weg erlangen können! Im Norden liegt die große Caldera de Taburiente auf dem Präsentierteller, umgeben von einem herrlichen Wolkenmeer. Entlang unseres Wegs passieren wir einige tiefe Krater, alt und jung. Um die jungen ist die Landschaft in tiefes Schwarz gefärbt. Spannend! Und hinter den Wolken auf dem Meer ragt Teneriffas Teide in unser Sichtfeld. Einfach spektakulär!

    Bis zum Gipfel Deseada II steigen wir an, der ist der höchste der Kette mit knapp 2.000 Metern. Dann machen wir unseren eigenen Rundweg - indem wir unseren Spuren rückwärts folgen. 😎 Damit kommen wir dann auch auf immerhin 16 Kilometer mas o menos, Bewegung genug. Das ist die Geschichte dieses Tages und Vorgeschichte dieses Abends, und das war die letzte geplante Wanderung auf La Palma! Prost! 🍷
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  • Asche und Salz

    17 September 2024, Sepanyol ⋅ ⛅ 23 °C

    Den Norden der Insel haben wir mittlerweile ziemlich gut erkundet. Heute ist der Süden dran. Wir fahren über das jüngste Lavafeld auf einer nagelneuen Straße bis zur südlichsten Stadt Los Canarios (früher und immer noch üblich: Fuencaliente). Wie es bei fortschreitender Urlaubszeit so ist, kann uns die Steilküste und die Blicke darauf, die wir unterwegs erhaschen, nicht mehr so recht begeistern.

    Fuencaliente ist ein hübsches kleines Dorf mit spürbar touristischem Einschlag. In der Nähe liegt die größte und modernste Hotelanlage La Palmas mit über 1.200 Betten. Die meisten Gäste scheinen aber das Hotel nicht zu verlassen, im Ort und bei den Sehenswürdigkeiten begegnen wir nur wenigen.

    Als erstes führen unsere Schritte uns zufällig in die empfohlene Bar Parada, wo hinter dem Verkaufsraum gerade frische Mandelkekse gebacken werden, ganz, wie im Reiseführer beschrieben. Ein köstlicher Duft liegt in der Luft, hmmm! Aber es ist ja erst Zeit für mein erstes, Max' zweites Frühstück, also gibt es Bocadillos. Auch sehr lecker, reichlich belegt und sättigend. Mandelkekse kaufe ich zum Mitnehmen, und kandierte Mandeln auch. 😋

    Nach einem kleinen Schlenker zur Kirche und zum Dorfplatz (zum alljährlichen Weinfest fließt dort tatsächlich ein Brunnen mit Wein! 😍) führt unser Weg an den Dorfrand zum Besucherzentrum beim Vulkan San Antonio (Ausbruch 1949). Das erklärt Generelles zum Vulkanismus und beinhaltet schöne Darstellungen der Ausbrüche 1949 und 1971 (Vulkan Teneguía, gleich ums Eck). Vom jüngsten Ausbruch 2021 gibt es einen Film und zahlreiche Bilder, sehr beeindruckend. Trotz der langen Eruption (85 Tage) und großen betrroffenen Fläche gab es nur ein Todesopfer zu beklagen, und auch nur, weil der Mensch sein Haus nicht verlassen wollte.

    Der Vulkankrater des San Antonio ist vom Besucherzentrum bequem fast ebenerdig zu erreichen, und von dort kann man auf den Teneguía schauen, der ebenfalls zu ersteigen ist - das sparen wir uns. Stattdessen fahren wir an die Südspitze zum Leuchtturm, und gleich nebenan, zur Saline. Das ist die einzige, die auf den kanarischen Inseln (noch) in Betrieb ist. Die erste Saline, die ich besichtige. Sehr interessant wird auf einem kleinen Rundgang um die Wasserbecken der Gewinnungsprozess beschrieben. Am Ende wartet ein vornehmes Restaurant (immerhin das einzige der Insel, das im Guide Michelin erwähnt wird 😉), dessen Angebot wir nicht in Anspruch nehmen. Dafür besuchen wir den Laden ... beste Qualität direkt vom Erzeuger, wer kann da schon widerstehen? 😇

    Ohne konkretes nächstes Ziel fahren wir die Küstenstraße entlang Richtung Heimat. Weit kommen wir aber nicht, schließlich ist es langsam Mittag geworden, was unseren Mägen nicht entgangen ist. Direkt an der Straße landen wir mit einem Kiosco einen Glückstreffer - für Max gibt es einen Hamburger, für mich die typischen Salzkartoffeln La Palmas, einen Thunfisch-Paprika-Salat und Rührei mit Pilzen. Und für uns beide leckere Zitronenmousse als Nachspeise.

    So gestärkt kann es weitergehen. Die Bodegón Tamanca, die wir besuchen, bietet weniger als gedacht. Zwar wurden Trauben frisch gepresst, das ist zu riechen (Gell, Matthias, wir kennen das! 😉), und auf dem Laster sind die ganzen Sträubel zu sehen, aber außer einem schüchternen Blick in den Verarbeitungs- und Lagerkeller bliebe uns nur ein Essen im Restaurant, und wir sind ja frisch gesättigt.

    In San Nicolas, weiter nördlich, wurden 2021 beim Vulkanausbruch der Dorfplatz und die Kirche verschont. Dankbar haben die Bewohner eine Marienstatue aufgestellt. Das lockt uns aber nicht in den Ort, sondern das Besucherzentrum zu den "Feuerröhren". Ebenfalls sehr interessant gestaltet. Im Eintritt ist eine Führung in eine dieser vulkanischen Höhlen enthalten. Unser Führer spricht Englisch, ein wenig Deutsch, und Spanisch wie ein Maschinengewehr. Und lustig macht er das ganze auch, gepaart mit viel geologischem Fachwissen. Man vermutet, dass ein sehr großes Höhlensystem durch den Ausbruch 2021 im gesamten betroffenen Gebiet entstanden ist. Die Röhren bilden sich, wenn die flüssige Lava an der Luft abkühlt, sich verfestigt, während die Lava im Innreren weiter abfließt. Übrig bleiben Hohlräume, die mit der Zeit Heimat einzigartiger Lebewesen werden.

    Gut, sehr viel schon wieder gesehen und gelernt heute, da haben wir eine Belohnung verdient. Im Hafenort von Tazacorte hatten wir schon gestern und vor ein paar Tagen eine Eisdiele besucht ... die haben gutes Eis, und aus dem machen sie ganz köstliche Milchshakes! Drachenfrucht für Max, Schoko für mich - mmmmh, so darf ein Ausflug enden! Daheim bin ich so voll und zufrieden, dass ich ein Nickerchen einlege. Und beim abendlichen Sonnenuntergang gönnen wir uns wieder ein Gläschen Wein. Unserem vorbeischauenden kleinen Gecko prosten wir fröhlich zu.
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  • Getrennte Wege

    18 September 2024, Sepanyol ⋅ ☁️ 19 °C

    Am Vorabend hatten wir es schon beschlossen: Weil mir nach wie vor ein wenig Ruhe fehlt, und Max dann unruhig wird, trennen wir uns für heute, zumindest zunächst. Max geht wandern auf einem Weg in die Caldera, den ich nicht gehen mag; zu viel Fluss, Wasser, Matsch. Wenn ich da reinfalle ... danke, verzichte.

    Dafür bleibe ich entspannt liegen, ziehe irgendwann vom Pool auf die Terrasse, von der Terrasse aufs Sofa. Naja, langweilig ist es schon, bis auf mein Hörbuch. Aber ich ruhe mich aus. Gegen 14 Uhr kehrt Max zurück. Natürlich treibt mich dann das schlechte Gewissen, mich gar nicht groß bewegt zu haben heute, also schlage ich noch einen kurzen Ausflug vor.

    Der führt zum Park- und Aussichtsplatz "Cumbrecita" innerhalb der Caldera. Da gibt es einen entspannten Rundweg von einer guten Stunde. Aber vorher kommen wir beim Café "Frida" vorbei, das wir schon vor ein paar Tagen besucht hatten. Unsere Eisdiele in Tazacorte hat heute ja Ruhetag. Aber im Frida gibt es auch Eis und damit Milchshakes, und leckere Torten dazu - heute einen Käsekuchen mit Maracuja-Soße obendrauf, mmmmmh!

    Die Cumbrecita-Runde machen wir zügig und reibungslos. Verschiedene Gesteinsschichten sind hier echt gut zu sehen. Die Blicke von unten nach oben an den Rand der Caldera wären sicherlich beeindruckender, wenn es heute nicht so bewölkt wäre. Trotzdem ein netter Spaziergang. Wir treffen ein Stuttgarter Ehepaar, die uns vom gestrigen Mittagesen wiedererkennen. Nette kurze Unterhaltung - sie folgen uns per Fähre nach Teneriffa am Montag.

    Heimwärts beschließen wir, zufällig die Lokale anzusteuern, die an der Straße beworben werden. Das erste hat schon offen, die Karte liest sich nicht schlecht, die Einrichtung ist irgendwie rustikal gefällig, und die Bedienung sehr nett. Das Essen begeistert uns nur mittelmäßig, es ist allerdings sehr günstig. Soweit zufrieden fahren wir heim, kaufen noch in usnerem nächstgelegenen Supermarkt ein. Die großen Fragen der Menscheit lösen wir dann bei einem frischen Fläschchen Wein bei prachtvollen Himmelsbildern auf unserer Terrasse.
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  • Dem Universum ganz nah

    19 September 2024, Sepanyol ⋅ ☁️ 16 °C

    Den heutigen Besuch haben wir schon vor ein paar Tagen gebucht. La Palma ist ein internationales Obervationszentrum, auf dem höchsten Berg der Insel, dem Roque de Los Muchachos, herrschen nahezu perfekte Bedingungen für die astronomische Beobachtung. Deshalb ist dort bereits jetzt eine Ansammlung mehrerer Teleskope verschiedener Länder, und es wird fleißig an zahlreichen weiteren gebaut. Es gibt ein sehr empfehlenswertes Besucherzentrum, das mit vielen Informationen zu den vorhandenen Teleskopen und zur Astrophysik, bis zur Entstehung des Weltalls, aufwartet. Im Rahmen einer geführten Tour erfährt man darüber hinaus viel aus der praktischen Arbeit, und darf sogar das größte Infrarot-Teleskop im Inneren besuchen, das Gran Telescopio Canarias. Natürlich erfahre ich nochmal eine Extra-Portion Wissen, wenn ich schon einen Physiker dabei habe. 😎 Mächtig interessant, und so verbringen wir, mit An- und Abfahrt, fast den ganzen Tag dort. Einziger kleiner Wermutstropfen: bei 330 perfekten Tagen im Jahr haben wir einen erwischt, wo die Wolken leider oberhalb des Observatoriums sind.Baca lagi

  • ¡Adiós, La Palma! ¡Hola, Tenerife!

    20 September 2024, Sepanyol ⋅ ⛅ 23 °C

    Fast schon vergessen, wie das geht: Koffer packen. 😜 Aber im Urlaub ist es eh einfacher, weil ich ja alles einpacken muss, das da ist. Und schon sind die Koffer im Auto und wir schließen zum letzten Mal unsere Casa ab. Erstmals bewegen wir uns wieder ganz zurück auf den Anfang auf La Palma, zur Inselhauptstadt Santa Cruz.

    Bis unsere Fähre nach Teneriffa geht, haben wir fast den ganzen Tag Zeit. Also fahren wir erst einmal in eine Parkgarage im Stadtzentrum, um die vielgelobte Altstadt zu besuchen. Wie der Zufall es will, führen unsere ersten Schritte zur Markthalle mit ihren Cafés. Ach ja, inzwischen ist es durchaus Frühstückszeit! 😇 Einen Bocadillo und einen Milchkaffee später können wir wirklich mit dem Stadtrundgang starten. Derweil haben wir philosophiert, wieso so etwas Tolles wie diese Markthalle bei uns nicht funktioniert. Die Frage bleibt ungelöst. 😉

    Santa Cruz hat im Kern eine schöne Altstadt, viele Häuser sind liebevoll renoviert. Im typisch kanarischen Stil gibt es oft einen schmalen Balkon, der dann reichlich mit Blumen dekoriert ist. 😍 Die Strandpromenade führt an den bekanntesten dieser Häuser vorbei, entlang an einem recht einladend wirkenden Strand. Etwas weiter verbirgt sich unter einer Nachbildung von Columbus' Santa Maria der Eingang zum Schiffahrtsmuseum. Und dahinter eine Plaza mit Schatten unter alten Bäumen und einem Kiosco fürs leibliche Wohl.

    Ausgedehnt bei einem Kaffee oder ähnlichem zu sitzen, das ist in unserer Gruppe ja nicht so einfach... und es warten ja noch Termine. Nachdem wir die Altstadt zufriedenstellend abgelaufen sind, gehen wir zum Auto und fahren zum Flughafen, um unser Kanarienvögelchen zurückzugeben. Klappt reibungslos, genauso wie die Busfahrt zurück zum Hafen. Deshalb haben wir nun viel Zeit... was tut man da bloß? OK... Mittagessen! 😋 Damit schlagen wir locker mehr als eine Stunde tot. Dann noch eine Runde um den Block - mit Koffern 🙄und einem Batido de Chocolate - schon können wir langsam mal schauen, wie das mit der Fähre als Fußgänger funktioniert.

    Es funktioniert reibungslos. Gebucht hatten wir ja, nur noch unsere Ausweise werden benötigt. Das Gepäck können wir sogar in Schließfächer packen. Optimal. Die Abfahrt verspätet sich dann zwar um fast eine Stunde, aber da der Mietwagenverleiher lange genug offen hat, ist alles entspannt. Teneriffa, wir kommen!
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  • Eine ganz andere Welt

    21 September 2024, Sepanyol ⋅ ☁️ 24 °C

    Gestern sind wir erst nach Sonnenuntergang von der Fähre gegangen. Und bei der Fahrt zu unserer Unterkunft hat es sich schon im Lichtermeer von Los Cristianos gezeigt: Wir sind in einer ganz anderen Welt gelandet; der Welt des Massentourismus.

    Heute morgen besucht uns unser Gastgeber, ein beneidenswert gut Englisch und auch Deutsch sprechender Juan Ramón. Überhaupt spricht er gern, aber ich ja auch, wir hätten uns locker unterhalten können. 😇 Eigentlich wollte er uns nur begrüßen, ein paar Tricks in der Wohnung zeigen und uns Tipps geben für unseren Aufenthalt, so wir möchten. Sein erster Tipp, eine Bäckerei im Nachbarort, erweist sich bereits als sehr gut. Zum ersten Mal können wir die Frühstücks-Bocadillos sogar in Vollkornbrot genießen. 😋

    An diesem ersten Tag auf Teneriffa haben wir uns noch nichts Konkretes vorgenommen, wir wollen uns mit unserer Umgebung erst ein wenig vertraut machen. Schnell merken wir, dass es anders als auf La Palma zugeht. Obwohl unsere Unterkunft im Hinterland oberhalb der Touristenzentren liegt, ist hier alles größer, die Straßen, die Dörfer, die Autos, es sind viel mehr Menschen unterwegs, es gibt viel mehr Geschäfte, einfach viel belebter alles.

    Was hilft's, mit dem Vollkornbrötchen im Magen entschließen wir uns, heute dem Tourismus ganz direkt in den Rachen zu schauen. Wir starten südöstlich, wo es noch relativ ruhig zugehen soll... außer am Wochenende, und was ist heute? Samstag, richtig. 😎 Die Straßen waren in und um unseren ersten Zielort weitläufig vollgeparkt. Da fahren wir gleich weiter. Max hat Spaß mit einer Baustelle, die gefühlt immer auf die Autobahn führt, also müssen wir nach einer Kurzstrecke dort wieder ein Stückchen zurück fahren.

    Inmitten von Ferienanlagen zeigt sich der nächste Ort doch relativ wenig von Touristen besucht, die Restaurantmeile an der Küste ausgenommen. Hier gibt es keinen nennenswerten Strand, und im Wasser Felsen. Nur das angeblich gute Essen lockt. Fühlt sich gleich wieder etwas kleinstädtischer an, für uns erfreulich.

    Nach der Verschnaufpause geht es dann in die Kernregion des Massentourismus auf Teneriffa, Los Cristianos und die Playa Las Americas und drumherum. Hier ist der ganze Küstenlandstrich dicht bebaut mit mehr oder weniger großen Hotels und Apartmentanlagen. Auf den Stränden stehen die Liegen und Sonnenschirme in Reih und Glied, an der Strandpromenade die Sonnenbrillen- und Handtaschenverkäufer und die Werber für die Restaurants entlang des Wegs. Immerhin nicht zu aufdringlich, aber vermutlich, weil auch ohne Einsatz genug "Beute" zu machen ist.

    Ein ganzes Stück spazieren wir hier entlang, bevor wir uns wieder in unser Auto zurückziehen und weiter nach Norden fahren. La Galeta gilt als Ende des Tourismusgebietes, hier kamen die Hotels später an und sind daher eher stylisch, höherpreisig und zurückhaltend. An der Küste merkt man fast nichts von ihnen, auch die Menschenmassen gibt es hier nicht. Damit haben wir uns das auch angeschaut. Ein wenig hat es mich an Hurghada erinnert, halt ohne den ägyptischen Anhauch. Jedenfalls kennen wir unsere Umgebung nun und wissen, welche Ecken für uns nicht mehr von Interesse sind. Außer, es gäbe nirgends sonst mehr was zu essen, natürlich. 😉
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  • Einmal Hölle und zurück

    22 September 2024, Sepanyol ⋅ ☁️ 21 °C

    Eigentlich ist sie ein respektables Naturschutzgebiet - der im Spanischen maskuline "Barranco del Infierno" - die Höllenschlucht. In dieser Schlucht haben über 80 endemische Arten ihre Heimat, die es teils selbst auf Teneriffa sonst nirgends mehr gibt. Gleichzeitig ist sie eine der "Standard-Wanderungen" auf der Insel - nur wenige Minuten Autofahrt von den Hotelburgen im Süden entfernt, lädt sie einfach alle gelangweilten Insassen zu einem Tagesausflug ein. Und obwohl man mandatorisch einen Helm für die Wanderung erhält und tragen muss, ist sie wirklich nicht schwer.

    Der Zulass ist aus Schutzgründen für die Natur beschränkt, laut Reiseführer muss man am besten Wochen im Voraus seinen Platz buchen. Naja, das ist uns ja eigentlich noch nie wirklich passiert, und so konnten wir auch gestern Abend problemlos für heute um halb Neun morgens buchen. Es wird gewarnt ohne Ende, richtiges Schuhwerk, richtiger Sonnenschutz, der Helm, viel zu trinken und so weiter und so fort. Da lasse ich mich fast schon einschüchtern. Im Nachhinein würde ich sagen, entweder übertreiben die maßlos, oder die Wanderungen, die ich mit Max schon gemacht habe, waren viel gefährtlicher, als ich vermutete... ich tendiere zu ersterem. 😎

    Die Wanderung führt vom Eingang aus gemütlich mit wenigen An- und Abstiegen ins Innere einer Schlucht direkt am Ortsrand von Adeje(, der Gemeinde, zu der auch ein Großteil der Hotelanlagen an der Küste gehören. Man hat Geld, und das sieht man im alten Ortskern.) An den Hängen der Schlucht wächst auf beiden Seiten reichlich trockenheitsverträgliches Grün, insbesondere wieder die hübschen Kakteen. Nach dem Abstieg zum Schluchtgrund treffen wir tatsächlich auf ein kleines Rinnsal, und durch die Feuchtigkeit ist die Vegetation dichter und grüner. Wieso die Schlucht auf Deutsch "Höllenschlucht" heißt, erschließt sich erst ganz am Ende.

    Dann nämlich, nach der letzten Biegung, trifft man auf den kleinen Wasserfall, den Rest des Wassers, das die Schlucht dereinst geformt hat. Und dieser Einschnitt schaut schon aus, als könnte sich das Tor zur Hölle dahinter verbergen. Zumindest trostlos genug ist es. Und wer wacht davor? Nein, nicht Zerberus. Ein Nordfriese! 😂 Der Parkaufseher spricht uns nach unseren Grußworten an, ob unser Akzent nicht Deutsch sei, um nach unserer Bejahung fließend Deutsch mit erkennbarem Akzent weiterzuplaudern. Man könnte meinen, er hat schon lang nicht mehr deutsch sprechen dürfen, es entwickelt sich ein längeres Gespräch, bei dem wir manches Interessantes über die Schlucht und die Kanaren erfahren.

    Irgendwann seile ich mich für Fotos vom Wasserfall vom Gespräch ab, und als der Ausgewanderte und Max beim amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf angekommen sind, muss ich unterbrechen. Politik, und das noch im Urlaub - keine Chance! 🙄 Dafür kriegen wir noch einen Tipp für einen kleinen Hafen (El Puertito - das Häflein), der sich für eine Erfrischung im Meer anbietet. Den sollten wir nutzen, bevor das jüngst genehmigte 5-Sterne-Hotel dort gebaut wird. Tja, ist nicht aufzuhalten ... zumindest bis im Norden die Steilküste ein Ende bereitet. Ach, und eine Kröte zeigt er uns auch noch, die in der Schlucht ausgesetzt wurde nach der spanischen Eroberung - sehr unscheinbares Ding. 😉

    Nun gut, wenn wir diese Empfehlung schon bekommen haben, schauen wir doch auch mal, was sie wert ist, und fahren direkt nach El Puertito. Wenn's passt, wäre ein Eintauchen ins Meer schon recht, um den Schweiß und vor allem Staub der Wanderung abzuwaschen. Ist ein hübsches kleines Fleckchen, ein Lokal gibt es, und ein paar Party-Boote liegen im Wasser. Das schreckt a weng ab. Vielleicht gibt es sich, also erst einmal Frühstück. Das Lokal begeistert uns nicht, auch wenn Calamaris als Belag für ein Brötchen für mich eine neue Erfahrung sind, und eine sehr trockene.

    Gebadet wird nicht. Wir fahren weiter die Küste entlang nach Norden. Einige Orte werden im Reiseführer als wenig touristisch, teils noch urtümlich geschildert. Dem können wir nicht immer zustimmen, aber es ist wirklich unterschiedlich. Gut gefällt uns Alcalá, hat einen winzigen Strand aber Bademöglichkeiten im Meer, einen schönen Dorfplatz, keine Hotelanlage und eine ruhige Atmosphäre. Direkt vor der Steilküste liegt das namensgebende "Los Gigantes". Im dortigen Sporthaben, wir können es erst nicht recht fassen, ist ein Parkplatz rund ums Hafenbecken. Bei Begegnungsverkehr kann man auf der Wasserseite schon etwas nervös werden. Ansonsten eine arge Touristenfalle, und noch nicht einmal mit schönem Blick auf die Felsen. Da wir schon mal dort glücklich parken, gibt's einen Rundgang und ein Eis, dann gehts weiter.

    Jetzt müssen wir die Küste natürlich verlassen und uns dem Teno-Gebirge zuwenden. Und da der Nachmittag noch nicht weit fortgeschritten ist, visieren wir das Bergdorf Masca an, das im Reiseführer als schönstes Dorf Teneriffas genannt wird. Und wen wundert's, das haben auch ein paar andere Leute gelesen! 🙈 Die Zufahrt ist eine nicht sehr breite, aber neue, Serpentinenstraße. Mit viel Verkehr. Naja, Max fährt, aber schön ist es nicht. Das Dorf ist wie ein Freilandmuseum, Einheimische sieht man nicht, die meisten Häuser beherbergen Restaurants (überwiegend geschlossen), Touristen aller Herren Länder lassen sich vernehmen. Also, ja, die Lage ist spektakulär, die Häuser sind hübsch, authentisch ist kaum mehr etwas. Gut, wir haben's gesehen, und fürs Weiterfahren ist es mittlerweile zu spät, es geht zurück.

    Max muss nicht mehr die Strandorte ansteuern, die wir herwärts übersprungen haben, so gnädig kann ich sein... 😇 Und weil uns Alcalá so gefallen hat, halten wir dort und suchen uns ein Lokal aus. Dafür müssen wir ganz schön suchen, landen letztlich mehr aus Not als Überzeugung in einem Restaurant am Rande der Plaza. Und haben dort einen richtig netten Abend beim Essen. Die Bedienungen sind unheimlich freundlich, sprechen Deutsch und Englisch, und Spaß machen sie auch. Die Kellnerin stellt sich als Irene vor und meint, mein Barraquito sei mit viel Liebe gemacht. 😍 Schmeckt auch super, mit Likör als Draufgabe zu den zwei Gläsern Weißwein beim Essen. Naja, war auch viel Essen. 🤷🏼‍♂️

    Daheim planen wir dann morgen eine ordentliche Wanderung nördlich von Masca, da kann ich Essen und Weiß- und anschließenden Rotwein (wir hatten uns gestern schon eingedeckt 😎) wieder gut ausschwitzen.
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  • Sonne und Meer

    23 September 2024, Sepanyol ⋅ ☀️ 24 °C

    Wie prophetisch doch meine gestrigen Schlussworte waren! Die Wanderung, die wir uns für heute ausgesucht haben, führt uns zeitig ins Teno-Gebirge im Nordwesten der Insel. Die Landschaft ist zweigeteilt - die Bergflanken, die dem beständigen Nord-Ost-Passatwind zugewandt sind, erhalten durch Wolken viel Feuchtigkeit und sind relativ grün. Die abgewandten Seiten sind trocken und nur karg bewachsen.

    Wir starten nach einer guten Stunde Anfahrt in Teno Alto (Hoch-Teno - nomen est omen 🙈) auf einen Rundweg, den wir aus der Wanderapp Komoot ausgesucht haben. Ziemlich stetig geht unser Weg talwärts, vorbei an einsamen Gehöften, aus denen uns freundliche Bäuerinnen grüßen oder weniger freundliche Hunde anbellen. Nach jeder Wegebiegung kann es sein, dass der kräftige Passat uns ordentlich kühl anbläst (ist wie beim Radeln, der Wind kommt immer von vorne 😉). Wir steigen ab in eine kleine Schlucht und von dort weiter bis auf eine Küstenstraße zum Leuchtturm Punta del Teno.

    An einer kleinen Ermitage (sah nach kleiner Kirche aus) machen wir Mittagspause. Bis dahin waren wir fast drei Stunden abgestiegen, es war zwölf Uhr, da kann man Hunger haben. 😇 Laut Komoot geht es nach einem kurzen Stück auf der Straße wieder im Gelände auf den Rückweg. Der ist jedoch nicht leicht zu finden, bzw. verliert sich nach einem kurzen Stück im kratzigen Gebüsch. Max hat die größere Erfahrung, er rät von dem Weg ab, und ich folge. Wer weiß, wie der Zustand im weiteren Verlauf ist, selbst, wenn wir die ersten Dornen überwinden?

    Und nun? Wir könnten mit dem Bus in die nächste Stadt fahren - wollen wir nicht. Wir könnten die Straße entlang dorthin laufen - wollen wir auch nicht. Also bleibt zähneknirschend der Rückweg auf demselben Weg, den wir gekommen sind. Und was habe ich gleich von dem geschrieben? Es ging stetig bergab ... und nun rückwärts, hurra! Das ist die Stelle mit der Prophezeihung: Habe ich geschwitzt in der Sonne bei diesem pausenlosen steilen Anstieg! 😭 Aber es hilft ja nichts! Dass wir letztlich den Aufstieg schneller hinter uns bringen als den Abstieg, das lasse ich mal hinsichtlich unseres eingeschlagenen Tempos unkommentiert... 🙃

    Wieder in Teno Alto fackeln wir dann nicht lang, es geht auf halb Drei, wir haben uns ordentlich angestrengt, die verdiente Belohnung muss jetzt kommen. Mit dem Auto sind wir rasch in der "Großstadt" der Region, Buenavista del Norte. Dort finden wir am Rande der Plaza eine Cafetería, die zwar keine Milchshakes, aber gut aussehende Kuchen und Torten im Angebot hat. Ich gönne mir zwei Stückchen Torte 😇 und einen Kaffee, und damit bin ich relativ schnell mit den Strapazen versöhnt.

    So sehr, dass ich vorschlage, einen knapp einstündigen Spaziergang an den Gemeindestrand etwas außerhalb noch zu machen. Gesagt, getan. Der Weg führt an einem exklusiven Golfclub vorbei, wie so oft hat dieser wirklich eine hervorragende Lage - und einen tollen Pool! An das viele Wasser, das dort verbraucht wird (auf dem Platz, nicht im Pool 😜), darf man lieber nicht denken. Am Strand gibt es zwar weder Umkleiden noch Duschen, wir gehen trotzdem ins Wasser. Verschwitzt wie wir waren, macht das Salzwasser nicht viel Unterschied. Was für eine schöne Erfrischung! Wasser ist einfach was Tolles, und hier ist es so frisch und sauber, nicht zu warm und nicht zu kalt, einfach toll. Schwarzer Vulkansand ist auch ein wenig vorhanden, zwar nur unterhalb der Felsen, aber im Wasser macht es der leichter.

    Gleich ums Eck ist ein Restaurant in prachtvoller Lage. Versteht sich, dass wir da nicht vorbeigehen können. 😇 Noch ein bisschen mehr Versöhnung mit den Anstrengungen des Tages. 😋 Auch wenn danach noch der Rückweg zum Auto wartet, der das Gläschen Wein gleich wieder austreiben lässt.
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  • Großstadtgefühle

    24 September 2024, Sepanyol ⋅ ⛅ 25 °C

    Ja, gibt's denn sowas!? Auch Max ist heute später aufgewacht als üblich, die gestrige Wanderung scheint leichte Spuren nicht nur bei mir hinterlassen zu haben... 😉 Nach einem so anstrengenden Tag wie gestern soll heute freilich ein ruhigerer Tag rauskommen. Das heißt: nicht so lang und nicht so weit (laufen). Warum wir dann auf die Idee kommen, einen Städtetag zu machen, kann ich auch nicht richtig sagen. 🙈

    Vielleicht, weil wir uns mit der Inselhauptstadt Santa Cruz del Tenerife fast die längste Fahrtstrecke hinsichtlich Entfernung ausgesucht haben. Autofahren ist ja normalerweise nicht so anstrengend. Oder sagen wir, es geht so ... es gibt ja eine Inselautobahn entlang der Südseite, die uns direkt und mit immerhin 120 km/h nach Santa Cruz fahren lässt. Wir sind zum Glück antizykisch unterwegs. Hinwärts kommen wir flüssig ans Ziel, während in der Gegenrichtung ein kilometerlanger Stau steht. So viele Autos auf dieser Insel, wer hätt's gedacht!

    Santa Cruz vermittelt schon bei der Anfahrt Großstadtgefühle; die beidseitig dreispurige Autobahn ist gut gefüllt. In der Stadt ist auch ordentlich was los, Autos und Menschen füllen die Straßen. Wir machen einen Rundgang überwiegend durchs historische Zentrum. Einige schöne Häuser gibt es hier, die auch ein Stockwerk höher sind als in den Dörfern sonst. Natürlich gibt es, was eine Hauptstadt so braucht: das Regierungsgebäude der Inselregierung und der Region "Canarias", einen obersten Gerichtshof, ein Theater. Und einen architektonischen Anziehungspunkt, einen Konzertsaal - die Elphi Teneriffas, sozusagen. 😉 Sieht sehr interessant aus.

    Wir finden erst einmal zielstrebig den Weg in eine Markthalle fürs Frühstück. Nebenher schauen wir uns die Auslagen an, wie üblich farbenfroh und üppig. Durch etliche Parks und über zahlreiche Plätze geht es einmal im Kreis durch die Innenstadt. Am Hafen laufen wir die Küstenpromenade entlang, sehen zwei Bohrinseln, und nähern uns dabei dem Konzertsaal. Wirklich interessant gestaltet. Auf den Steinblöcken im Wasser rundherum sind Köpfe und Namen der Komponisten oder Künstler aufgemalt, die es zu hören gibt. Lustige Idee!

    Am frühen Nachmittag sind wir mit dem Rundgang und damit auch Santa Cruz durch. War da von wenig Laufen die Rede? 😜 Und trotzdem möchten wir den Tag noch sinnvoll nutzen. Deshalb fahren wir weiter in die Nachbarstadt La Laguna. Die war früher lange das kulturelle Zentrum der Insel und der ganzen Kanaren. Und das zeigt sich im Altstadtkern mit vielen Familienpalästen und Verwaltungsgebäuden, häufig jetzt genutzt als Marken-Boutique. Etliches ist aufwendig renoviert, manches im historischen Stil neu gebaut. So ein bißchen wie ein Freilandmuseum. Vielleicht liegt es daran, dass wir uns hier nirgends niederlassen, so richtig warm werde ich mit der Stadt nicht. Obwohl sie hübsch ist. 🤷🏼‍♂️

    Die Rückfahrt auf der Autobahn verläuft wieder reibungslos, direkt zu einem Lokal an der Straße, an dem wir jetzt schon etliche Male vorbeigefahren sind, und das wir heute ausprobieren wollen. Es entpuppt sich als, anscheinend hochklassiges, Steakrestaurant. Eine Auslage zeigt die verschiedenen Fleischarten, die zur Verfügung stehen. Nun sind weder Max noch ich große Steak-Liebhaber, und wollen's finanziell auch nicht zu arg krachen lassen. Wir bestellen uns eine gemischte Grillplatte für zwei Personen mit etwas Beilagen. Was wir bekommen, hätte mindestens vier Leuten zu Weihnachten gereicht! 😳 Uns gehen ernsthaft die Augen über. Und wir strengen uns an, doch mehr als die knappe Hälfte schaffen wir nicht. Gut, wir können's mitnehmen, doch wann essen? Mal sehen. Das Restaurant ist trotzdem eine Empfehlung, das Personal war unheimlich nett, das Essen gut, einen Chupito zur Verdauung hat man uns auch spendiert (Limoncello). Trotzdem sitzen wir beide nun im Freßkoma auf dem heimischen Sofa und hoffen auf die helfende Wirkung unseres Roten... 😇
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  • Der höchste Punkt

    25 September 2024, Sepanyol ⋅ 🌙 11 °C

    Fast hätte ich ja den heutigen Eintrag "Auf dem Höhepunkt" genannt... das würde La Palma aber Unrecht tun. Trotzdem ist es schon wirklich großartig, was wir heute gesehen haben! Und eigentlich schon auch, was wir wieder gelaufen sind...🙈

    Der entspannte Tag gestern war mit recht langen Stadtrundgängen für unsere Beine eigentlich keine echte Pause. Ist aber auch doof, ohne Beine kommst halt nirgendwo hin. Sightseeing by Car finden wir beide unbefriedigend. Also war der heutige Tag halbwegs entspannt geplant: Mit der Seilbahn rauf auf den Teide, anschließend eine Wanderung in der Hochebene auf dem Weg aus dem Reiseführer, bis es uns reicht, und dann zurück.

    Fast so haben wir es dann auch gemacht. Fast! 😜 Treue Leser kennen uns. 😇 Erstes Ziel war tatsächlich die Seilbahn. Dafür sind wir allerdings viel zu früh los, unsere gebuchte Fahrt geht erst um halb Elf. Das kleine Dörfchen Vilaflor liegt auf dem Weg, also schauen wir uns das mal eben an. Ein wirklich kleiner Stadtrundgang in einem noch recht ausgestorben wirkenden Ort. Die Touristen auf dem Weg zum Teide schlafen vermutlich noch in ihren Hotels.

    Nach einer Runde ums Dorfzentrum fahren wir weiter, machen eine Stipvisite bei der "Fetten Pinie", die durch ihren Stammumfang besonders sein soll. Wenig spektakulär, zumindest, wenn man auf der Welt schon richtig große Bäume gesehen hat. 😉 Halb im Nationalpark warnt unser Auto vor leerem Tank (das Kanarienvögelchen auf La Palma war viel sparsamer! 😕), und weil wir immer noch Zeit haben, fahren wir in den Ort zurück zur Tankstelle. Aber dann geht's auf zum Teide, DEM Vulkan Teneriffas, und mit über 3.700 Metern höchsten Berg ganz Spaniens.

    Wenn's locker und leicht mit der Seilbahn nach oben geht, lockt das freilich ganz viele Gäste an, das ist überall gleich, also auch hier. Immerhin konnten wir das gestern für heute buchen, ist also momentan nicht ganz so wild. Unsere Gondel ist mit 40 Leuten fast voll, aber die Fahrt dauert nicht einmal zehn Minuten, dann sind wir etwa 1.500 Meter höher in der Bergstation. Sofort zeigt sich ein spektakulärer Ausblick! Das ist echt faszinierend! Direkt gegenüber sieht man zunächst die Hochebene und die sie einrahmenden Felsen, dahinter ist der Blick bis in die Küstenebene Teneriffas möglich, und übers Meer und aus den Wolken ragend sehen wir sogar Gran Canaria!

    Mit separater Erlaubnis kann man von hier aus zum Kraterrand, dem endgültigen Gipfel, aufsteigen. Die haben wir uns nicht geholt. Streng genommen sind wir also nicht ganz auf dem höchsten Punkt, erwischt. 😉 Von der Bergstation kann man in beide Richtungen auf derselben Höhe laufen. Richtung Osten gehen wir zuerst, den tollen Ausblicken folgend. Dann drehe ich noch vor Max um (die Bergziege hat Gas gegeben 😜), weil ich in der Gondel im Westen La Gomera und El Hierro aus den Wolken habe ragen sehen. Das möchte ich auch von hier oben aus in Ruhe anschauen. Und das schaffen wir auch (Max hat mich an der Bergstation wieder eingeholt.), und kommen dann rechtzeitig zurück für die Talfahrt - eine Stunde darf man oben sein.

    Wieder unten fahren wir zum Besucherzentrum, und hier nimmt die Abweichung vom entspannten Plan ihren Anfang - durch eine Wanderkarte. Ein Stück in eine Richtung, dann umdrehen und denselben Weg zurück, das gefällt uns zugegebenermaßen beiden nicht. Max redet dann mit Blick auf die Karte davon, dass man ja an Stelle A auf Weg B wechseln und dadurch eine kleine Runde machen könnte. Ich höre nur halb hin, kann aus den Karten eh nicht so viel herauslesen, und wozu hat man denn seinen Sherpa?! 😇

    Der Weg lässt sich sehr entspannt an. Ist sogar eine unbefestigte Straße, auf der wir ein ganzes Stück bequem dahingehen. An einer schattigen Stelle gibt es ein Frühstück aus Käse, Brot und Nektarine, alles sehr entspannt. Bis wir an einen Wegweiser kommen, wo Max dann meint, hier geht's bergauf weiter. Ich blicke so ein wenig den Berg an und denke mir, die gemütliche Zeit wäre wohl vorbei, aber wird schon passen. Brav trotte ich den Berg hinter Max hinauf, schnaufe möglichst gleichmäßig und versuche, auf dem losen Gestein nicht auszurutschen, was klappt. Steil und ein wenig hoch war's schon, aber mei, wenn's danach wieder bequemer wird, dann geht es schon.

    Auf dem Kamm angekommen, erwartet uns eine Wanderkarte, die den weiteren Weg uneindeutig zeigt. Wie er sich läuft, kann ich daraus nicht abschätzen. Max zweifelt, rät zur Umkehr. Den soeben bewältigten Anstieg mag ich mir als Abstieg aber nicht ausmalen (meine Stöcke sind leider im Auto .... der Plan war eine Wanderung auf der Hochebene, erinnert sich jemand? 😁 Und Umkehren ist eh nicht schön, also bin ich für "Weiter voran", und das machen wir dann auch. Zunächst ist es auch wieder relativ eben, sind ja auf dem Kamm, das stimmt mich hoffnungsfroh. Die Abzweigung zum Gipfel wollen wir auslassen, dadurch verlaufen wir uns erst einmal auf den Weg Richtung Tal (und ich hatte mich schon gefreut, wie angenehm das hier ist! 🙈) Umdrehen haben wir hier schon gut gelernt, auch mit dem Auto, also umgedreht, wieder ein wenig bergan, und auf den richtigen Weg gewechselt.

    Oh weh, der geht zwar nicht direkt zum Gipfel, aber doch stark und steil in die Richtung. Puh! Unerwartet große Herausforderung. Gut 500 Höhenmeter müssen wir bewältigen, bevor der erlösende Abstieg beginnt. Max mahnt bis dahin mehrmals noch zum Umkehren, aber das scheint mir ja längst nicht mehr effizent. 🤷🏼‍♂️ Und ich wusste ja, dass dann mindestens ein blöder Abstieg wartet, drum geht's immer weiter. Was soll ich sagen, eine Plackerei war's, aber mein Glücksspiel ist aufgegangen: Dieser Abstieg war relativ einfach, und wir haben ganz andere Ausblicke noch genießen können, über die Hochebene und ihren Rand, bis zu den anderen drei Inseln, einschließlich La Palma! 😍 Als Max auf den letzten Metern des Abstiegs meint: "Also morgen müssen wir dann halt wirklich mal einen halbwegs entspannten Tag planen," da bekomme ich einen (noch nicht hysterischen) Lachanfall. 😂

    Zurück am Besucherzentrum sind wir dann ordentlich geschafft. Ein Snickers teilen wir uns als Belohnung und sofortige Energiespende. Und dann geht's mit dem Auto zurück ins Dorf Vilaflor, auf den Parkplatz und in die erste "Dulcería" mit ganz netter Verkäuferin. Dort gönnen wir uns jeder ein Stück Sahnetorte und eine heiße Schokolade. Das stärkt die Lebensgeister! Und passt heute gut, weil wir die Abendsessenzeit daheim ja selbst bestimmen können mit den Resten von gestern.
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  • Die halbe Nordküste

    26 September 2024, Sepanyol ⋅ ☁️ 25 °C

    Ein "halbwegs entspannter" Tag soll es heute ja sein. 😇 Deshalb starten wir etwas später als üblich (8 Uhr) und fahren in einen der weißen Flecken auf unserer persönlichen Landkarte, an den Westrand der Nordküste. Von dort wollen wir uns heute von Ort zu Ort bewegen, so weit wir kommen, eventuell bis Puerto de la Cruz, der größten Stadt an der Nordküste.

    Eine gute halbe Stunde Fahrt bis zu unserer ersten Stadt, Garachico. Nennt sich selbst schönstes Dorf Spaniens. Weil wir früh dran sind, merken wir erst nach einer Runde an der Küste, dass da ein großer Busparkplatz ist, auf den auch nach und nach Busse eintreffen. Zum Glück haben wir unser Frühstück in der Dorfbäckerei schon hinter uns. 😋 Bevor wir uns in Menschenmengen bewegen, bewegen wir uns lieber weiter.

    Der nächste Ort hat einiges zu bieten - Wein-Probierstuben, eines der größten vulkanischen Höhlensysteme (die "Höhle des Windes") und den angeblich ältesten Drachenbaum der Welt. Diesen schauen wir uns in einem kleinen Park an, der mit fünf Euro Eintritt ganz schön teuer wirkt, letztlich aber doch einige nette Sachen neben dem Baum bietet, die den Preis wieder rechtfertigen. Trotz zehn Meter Stammdurchmesser und zwanzig Meter Höhe gilt für den nämlich sonst ähnliches wie gestern für die "dicke Pinie". 😎 Nach dem Park schauen wir uns noch etwas die Stadt an, dann geht's schon wieder weiter...

    ... und zwar an einen Küstenort, der weniger Sehenswertes, dafür mehr Kulinarisches zu bieten hat. Der kleine Vorort direkt am Meer bietet bei gefühlt zehn Häusern vier Restaurants. Leider ist es erst früher Nachmittag, und damit für uns keine Essens-, sondern Café-Zeit - da haben die hier leider nichts zu bieten. Also direkt weiter, in unserer Not machen wir Halt in einem weniger schönen Ort und kaufen dort in einer Bäckerei ein. Dazu überteuerter Fertig-Kakao aus einem Supermarkt, leider die schwächste Café-Pause bisher. Trotzdem besser als nichts, und schon geht's weiter nach Puerto de la Cruz.

    Auf der Fahrt lesen wir im Reiseführer vom Botanischen Garten, der dort ursprünglich angelegt worden war, um die Gewächse aus aller Welt ans europäische Klima zu gewöhnen. Hat wohl nicht geklappt, kein Wunder, gibt ja selten Frost auf Teneriffa. 😇 Dafür gibt's den Botanischen Garten immer noch, und einige der Bäume oder ähnlichen Gewächse wohl schon ähnlich lange, so groß wie sie sind. Und im übrigen vieles, was man bei uns in derselben oder kleinerer Form als Zimmerpflanzen kennt. Sehr hübsch! Und obwohl es nicht die Haupt-Blütenzeit auf der Insel zu sein scheint, finden wir in diesem Garten zahlreiche wunderschöne Blüten. Die müssen natürlich festgehalten werden!

    Nach diesem abwechslungsreichen und interessanten Besuch trifft mich volle Kanne die Müdigkeit. Der gestrige Tag wirkt wohl nach. Wir fahren zum "Gartenstrand", einer Gartenanlage hinter dem Stadtstrand, die wirklich idyllisch gestaltet ist. Dort suche ich mir ein schattiges Plätzchen für ein Mittagsschläfchen. Max erkundet derweil ein wenig die Gegend und liest. Und nachdem ich ein halbes Stündchen geruht habe, bin ich nicht nur wieder fit, wir sind auch bereit fürs Abendessen. 😎 Dafür kehren wir Puerto de la Cruz schon wieder den Rücken. Sehr viel haben wir von der Stadt selbst nicht gesehen, außer, dass sie doch viele Ferienhaus-Anlagen und Apartments hat. Große Hotel-Ressorts wie im Süden sind nicht so präsent. Also keine "Massentourismus-Hölle", wie Max die Kategorie geprägt hat, aber schon was los.

    Das Abendessen gibt's in unserem kleinen Küstenort mit den vier Restaurants, von denen jetzt drei Pause haben und geschlossen sind. 🙈 Eines hält zum Glück die Stellung, und Max bemerkt es auch - mir war es nicht aufgefallen. Optimal, ein leckeres Essen mit Nachtisch, Heimfahrt, kurzer Einkauf im Supermarkt, daheim Bilder auf dem riesigen Fernseher mit Rotwein gucken, Feierabend.
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  • Das Anagagebirge

    27 September 2024, Sepanyol ⋅ ⛅ 18 °C

    Zwei Wanderungen haben wir für die verbleibenden Tage noch im Auge. Eine etwas größere und eine kleinere. Strategisch machen wir heute die kleinere, damit wir morgen nochmal "entspannen" können, und am Sonntag dann die große Wanderung angehen. Danach ist es ja dann Wurst, wie die Beine beinander sind, für den Heimflug wird's reichen. 😎

    Die heutige Wanderung führt uns ganz in den Nord-Ost-Zipfel Teneriffas, das Anaga-Gebirge. Zum Glück gibt es die Autobahn, die uns eine zügige - wenn auch nicht sonderlich anregende - Anfahrt erlaubt. Wie schon auf La Palma treffen wir in diesen Inselbereich auf üppiges Grün, das durch die hier auf die Insel treffenden Passatwinde und deren Wolken mit Luftfeuchtigkeit versorgt wird. Im Anaga-Gebirge gibt es zahlreiche Dörfer, die bis zum Anschluss an das Straßennetz nur über Maultierpfade mit dem Umland verbunden waren. Diese bieten sich heute als Wanderwege an.

    Unser Weg führt in ein kleines Bergdorf, in dem die Häuser teilweise noch traditionell sind, und das bedeutet hier, teilweise als Höhlen in den Felsen gehauen. Unterwegs ist es wirklich einsam, wir treffen einen Ziegenhirten mit seiner Herde, passieren ein paar Gehöfte. Das Dorf liest sich im Reiseführer als recht abgelegen, doch als wir auf der Zielgeraden sind, stehen wir schon auf einem relativ großen Parkplatz, der auch für Reisebusse geeignet ist. Vielleicht ist das nur für die Besucher des jährlichen Dorffestes gedacht ... vielleicht gibt es aber doch eine Saison hier, in der mehr Touristen als wir zwei Wanderer eintrudeln.

    Und Touristen sind auch wir, deshalb sind wir dankbar, dass das Restaurant am Ort schon geöffnet hat. Das hätte uns einen Hinweis geben sollen! Und tatsächich, während wir dort sitzen und unser reichliches Frühstück (also ich den reichlichen Teil 😇) verspeisen, füllt sich ganz unversehens der Außenbereich mit Menschen. Die Atmosphäre ist trotzdem nett, das Essen urtümlich und gut, und wir nehmen noch süße Kringel aus Kartoffelteig mit für den zweiten Imbiß am Nachmittag, die sich als sehr lecker herausstellen. 😋

    Der Rückweg führt uns an anderen Dörfern vorbei und bietet eine Sicht, die bis an die Südküste, ja bis Santa Cruz, reicht. Dabei ist zu merken, dass die Abgelegenheit wirklich nicht mehr groß ist. Ein Hafen ist zu sehen, in dem Tanker und auch Gastransportschiffe vor Anker liegen. So ist eben die Realität. Aber direkt vor uns liegt das fantastische Gebirge mit den Häusern der Dörfer auf seinen Rücken. Das sieht zumindest idyllisch aus! 😉 Auf der Rückfahrt merken wir, wie viele Besucher dieses Naturschutzgebiet anzieht. Nicht nur gibt es auffallend viel Gegenverkehr auf den schmalen, überall aber sehr gut unterhaltenen, Bergstraßen, an einem offenbar sehr bekannten Aussichtspunkt, dem Mirador de Ingles, müssen wir praktisch Schlange stehen für ein Foto. Er bietet auch wirklich einen spektakulären Blick - von der Südküste mit Santa Cruz über die Insel-Mitte zum Teide bis an die Nordküste. Toll!

    Im grünen Wald war die Luftfeuchtigkeit hoch, deshalb verlassen wir das Gebirge Richtung Nordküste. Dort sind verschiedene Badegelegenheiten im Reiseführer erwähnt, wir fahren nach Bajamar, wo es großzügige Meerwasserbecken mit Umkleiden, Toiletten und Duschen geben soll. Die finden wir so auch vor, doch leider sind wir bei weitem nicht die einzigen, die nach Bajamar wollen. Trotz bester Bemühungen finden wir nur einen Kurzzeitparkplatz für ein paar Fotos, können uns aber nicht in den Fluten erfrischen. Wegen Parkplatzmangels! Sehr betrüblich!

    Heimwärts haben wir Zeit, weil wir früh dran sind, und deshalb fahren wir nicht über die langweilige Autobahn zurück, sondern über eine Straße in der Inselmitte, die durch die Hochebene beim Teide führt, die wir ja schon durchwandert haben. Nun kommen wir aber von der anderen Seite, sehen also neue Blickwinkel. Wieder sehr faszinierend, drum gibt's auch wieder einige Bilder dazu. Am anderen Ende der Hochebene landen wir in der Nähe eines Ortes, der im Reiseführer für sein gutes Restaurant empfohlen wird... naja, es ist Essenszeit ... sogar perfekt, wir treffen um halb Acht Uhr ein, gerade, als das Lokal fürs Abendessen öffnet. Und es passt perfekt zum Tag, ist der hintere Bereich doch aus der Felswand als Höhle gehauen. 🙃
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  • Entdeckungen

    28 September 2024, Sepanyol ⋅ ⛅ 21 °C

    Was fehlt uns noch auf der Insel? Richtig! Ein großes Stück der Südost-Küste. Weil es da aber auch wenig gibt, das interessant klingt. Wenn wir wenig machen wollen, also an Tagen wie diesem, dann ist sowas aber nicht ganz verkehrt. 😉 Erst einmal fahren wir an den äußersten Punkt unserer Erkundungen, und dann Stück für Stück wieder zurück zu uns nach Hause.

    Noch ausstehend ist unser Besuch bei der Schutzpatronin Teneriffas, der "Virgen de la Candelaria" im gleichnamigen Ort. Dort ist sie in einer Basilika ausgestellt, bis zum alljährlichen Patronatsfest mit seiner Prozession. Man darf sie sogar kostenlos besuchen. Auf dem Platz vor der Kirche stehen die Küstenlinie entlang Statuen für die neun Häuptlinge der Inselbewohner vor der spanischen Eroberung als Respektsbezeugung. Machen im Licht der Sonne was her, haben aber letztlich alle verloren. 🤷🏼‍♂️

    Nach einem kleinen Frühstück geht's weiter, schon fast die halbe Strecke wieder zurück. Ist einfach nichts los hier. Wir nehmen jetzt schon nicht die Autobahn, sondern die Landstraße, um möglichst viel mitzubekommen. Nach einem Ausflug ins hochgelegene Hinterland fahren wir wieder ins Tal hinunter Richtung Autobahn. Dabei fällt uns ein Leuchtturm ins Auge, der an einer kleinen Landspitze ins Meer ragt und anscheinend von einem kleinen Dorf umgeben ist. Und davor ist ein kleiner Strand. Soweit wir sehen können, ist da wenig los. Also fahren wir einfach mal hin. 😇

    Was will ich schreiben? Es gibt alles, was man braucht. In einer kleinen Bar am Dorfplatz gibt's ein Fanta, und viel wichtiger: eine Toilette. 😉 Und nebenbei ein nettes Geplauder mit dem Barkeeper und Eigentümer, der, wie sich erweist, Mailänder ist, als Textilvertreter für die Firma seines Vaters auch öfter in Düsseldorf und anderen deutschen Textilstädten war, und nach dem Ende der Textilfabrik wegen der Konkurrenz aus China jetzt hier auf Teneriffa gelandet ist.

    Nach freundlichem Abschied mit einem Tipp, unbedingt die nahegelegene Geisterstadt zu besuchen (wir schauen von weitem hin, haben aber nicht das Interesse), steigen wir die Küste hinunter zum kleinen Strand. Hier können wir endlich mal wieder ein Bad im Meer nehmen. Erfrischend! Verhältnismäßig wenig andere Menschen sind da, und die stören nicht. Und, anschließend, wer hätt's gedacht, gibt es sogar eine funktionierende Dusche, die uns wieder vom Salzwasser befreit. Optimaler Platz!

    Dann gibt's ein kleines "Rodeo" (Umweg, Ihr erinnert Euch? 😉) nach El Médano, aber das ist genauo überfüllt wie beim ersten Besuch an einem Samstag (selbst schuld), hin zu einer Wanderung in eine "Mondlandschaft", die sich bei näherer Prüfung vor Ort als zu lang und anstrengend erweist, wieder zu uns nach Hause, wo ich ein spätes Mittagsschläfchen machen kann. Irgendwie bin ich müde die letzten Tage ... glaube, ich bin urlaubsreif. 😇

    Um nicht nochmal ins Auto steigen zu müssen, suchen wir auf Tripadvisor mit Googles Unterstützung ein Lokal in der Nähe. Und finden wirklich was, das auch geöffnet hat. Der äußere Eindruck ist ... interessant. Und täuscht, wie eben doch so oft! Schon eingelassen werden wir von einer fürsorglichen "Mama", die wohl auch die Köchin ist. Geduldig erklärt sie ihre Speisekarte, die wir trotz deutscher Übersetzung nicht verstehen. 😂 Ergebnis unserer gemeinsamen Anstrengungen ist ein für uns sehr leckeres, sehr reichliches Abendessen, und das zu einem Spottpreis! Da freut er sich, der Roland. ☺️
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  • Besinnlichkeit und Ausgelassenheit

    29 September 2024, Sepanyol ⋅ ☀️ 22 °C

    Die letzte große Wanderung steht an! Heute wollen wir's nochmal krachen lassen und über vier Stunden zu den "Orgelpfeifen" im Orotavatal wandern. Daher geht's mal wieder vor Sonnenaufgang (auf unserer Inselseite) los. Das Orotavatal ist das Hinterland von Puerto de la Cruz, also etwa Mitte Nordküste. Wir fahren wieder durch den Teide-Nationalpark, kommen aber nicht ganz bis zu den Aussichtspunkten, die von der Morgensonne so richtig profitieren sollten - leider. Aber ist ja nicht das eigentliche Ziel.

    Am Startpunkt der Wanderung angekommen, wundern wir uns gleich, weil die Hinweisschilder mit Hinweisen überklebt sind, dass der Pfad geschlossen sei. Hm, hm, das ist ja komisch. So richtig findet sich im Internet auch nichts. Aber die Absperrung an der Abzweigung ist eindeutig mit Gittern, Schildern und Hinweis auf Videoüberwachung. Seltsam, denken wir uns, aber da unser Rundweg sozusagen zwei Hälften hat, starten wir eben auf die andere, und dann werden wir schon sehen.

    Natürlich geht's wieder nach oben... steil nach oben ... lang und steil... 🙈 Doch was will ich klagen, wir hatten es ja extra nochmal als Kraftakt geplant, als würdigen Abschluss unseres Aktivurlaubs sozusagen. Wir kommen an eine Abzweigung mit einem gesperrten Weg, sind uns nicht sicher, ob es überhaupt die richtige ist und steigen so erst einmal weiter an. Und noch höher, und noch ein bißchen höher. Bis mein Sherpa dann doch Zweifel kriegt und beim Blick auf die Karte feststellt, dass wir längst über die Abzweigung hinaus nach oben geklettert sind. 🤷🏼‍♂️ Eine Alternative zur Umkehr gibt es nicht, also steigen wir zuerst noch ein wenig an bis zu einem schönen Platz fürs Frühstück. 😇 Einen schönen Blick auf La Palma über den Wolken bekommen wir dadurch auch noch. Und dann geht's wieder runter...

    Ihr ahnt es schon, die vermeintliche Abzweigung wäre doch die unsere gewesen. Dort ist von Haftungsausschluss und Gefahr von Erdrutschen die Rede, weshalb der Weg eben gesperrt ist. Wir klären erst einmal, wie brav und vorschriftsgetreu jeder von uns ist, und entscheiden uns letztlich dann, das Risiko nicht einzugehen. Also zurück auf Los. Waren insgesamt doch gute dreieinhalb Stunden und mindestens 500 Höhenmeter rauf und runter. Langt. 🙃 Langt auch meinen Wanderschuhen ... nach Jahren treuer, wenngleich recht gelegentlicher, Dienste haben sie ordentlich Federn gelassen. Also werden sie an Ort und Stelle "befördert" - in die kommunale Mülltonne. 😜 Dadurch machen sie auch gleich Platz frei im Koffer für die Souvenirs, perfekt!

    Nächster Stopp ist gleich ums Eck die namensgebende Stadt für das Tal - La Orotava eben. Die war in der Vergangenheit reich und mächtig, mit Zuckerrohr und Wein als Handelsgütern. Bis Reblaus und Mehltau kamen. Es folgte immerhin kein Absturz, eher ein langsamer Rückgang der Bedeutung. Dadurch sind die meisten der Handelshäuser, Paläste und öffentlicher Gebäude erhalten geblieben und überwiegend in gutem Zustand. Außerdem hat die Stadt Atmosphäre - empfinde ich zumindest so. Vielleicht, weil wir sie an einem Sonntag erleben, und weil da eben viel los ist. Einem kleinen Wochenmarkt gleicht die "Fiesta del Miel" - das Honigfest. Es gibt zahlreiche Pavillons mit Informationen und Verkauf, und Imbiß dazwischen, wie halt bei uns auch. 😉

    Beim Stadtrundgang unseres Reiseführers kommen wir natürlich an den Kirchen vorbei. Vor der Hauptkirche der Stadt stehen zahlreiche Menschengruppen herum. Wir lästern noch - bei uns würden die so auf den Faschingszug warten. Nachdem in der Kirche nichts los ist, schauen wir hinein. Komisch, hinter dem Altar, da fehlt doch was? Und tatsächlich! Als wir wieder aus der Kirche kommen, sehen wir schon die Prozession am Ende der nächsten Straße um die Ecke biegen. Wir müssen eine der regionalen Fiestas erwischt haben - wegen des Honigfestes haben die soviel Aufhebens sicher nicht gemacht! Bei so viel Zufall schauen wir uns das dann natürlich auch an. Man kann dazu stehen, wie man will, beeindruckend ist es schon. Erst einmal die vielen Leute, die da in dem Zug mitgehen, in den verschiedensten "Amtskleidern". Dann ist es choreografiert, die Glocken läuten an der rechten Stelle und wenn sie aufhören, setzt sofort die Musikkapelle ein mit sehr passender stimmungsvoller Musik. Auch das sind viele Leute, die ihrem Logo nach zur Pfarrei gehören. Schön, das mal erlebt zu haben.

    Ansonsten führt unser Stadtrundgang in eine sehr gute Konditorei (Milchshakes, hurra! und Kuchen 😋), einen kleinen botanischen Garten (Ableger vom großen in Puerto) und ganz viele sehr schöne Straßen mit historischen Häusern an der Seite. Und letztlich zurück zu unserem Auto. Jetzt wäre ich nochmal nach Osten gefahren in den Ort, wo wir wegen Parkplatzmangels nicht baden konnten, Ihr erinnert Euch? Max zuliebe verzichte ich. 😇 Dafür schlägt er vor, angesichts der Route des Heimwegs, nochmal in Buenavista am Strand zu baden, den wir ja schon kennen. Sehr guter Kompromiß, so machen wir das.

    Am Strand von Buenavista dann eine schöne Überraschung: Wellen! Ganz schöne Kaliber! Aber man kann trotzdem ins Wasser. Da lasse ich mich nicht zweimal bitten. Mit Wellen spielen hat mir ja schon immer Freude bereitet! Max ist auch ein wenig mit drin, hat aber nicht ansatzweise meine Leidenschaft. 😉 Ein wenig zögerlich bin ich nur angesichts des unbekannten Strandes. Und weil die Wellen manchmal echt groß reinkommen! Als mich einmal so ein Monster im Nachgang ordentlich ins Meer zieht, so dass ich ernsthaft zurück kraulen muss, habe ich dann auch genug. Wir machen uns wieder ausgehfein, und wo wir schon mal hier sind, setzen wir uns wieder ins Lokal direkt am Strand. Es gibt bei der Bestellung wohl ein kleines Mißverständnis, so kriege ich neben einem Teller fritierter Mini-Tintenfische auch noch ein halbes Kilo gegrillten Tintenfisch am Stück. Puh! Während ich schreibe, verdaue ich angestrengt. 😅 Und ansonsten trinken wir unseren letzten tinerfeno Rotwein und bereiten uns seelisch auf die morgige Heimreise (und das Kofferpacken) vor.
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  • Heimwärts geht's

    30 September 2024, Sepanyol ⋅ ☀️ 24 °C

    Ein bisschen später sind wir heute aufgestanden. Bis zum Flughafen haben wir nichts mehr vor. Außer einen kleinen Abstecher zur hervorragenden Konditorei im Nachbarort. Ich gönne mir gleich zwei Stückchen Torte - Himbeer und Karamell. 😋 Einfach köstlich!

    Dann heißt es schon Abschied nehmen von unserer schönen Urlaubswohnung. Unser Vermieter Juan kam sich nicht persönlich verabschieden, schreibt uns aber noch tausend Dank per WhatsApp. Er scheint ein wirklich freundlicher und ungemein hilfsbereiter Mensch zu sein. Meinte sogar, sich fast Sorgen gemacht zu haben, weil von uns so wenig zu hören war. 🤷🏼‍♂️ Wir kommen halt selbst zurecht, sind ja schon groß. 😇

    Fahrt zum Flughafen und Rückgabe des Mietwagens gehen Zack-Zack. Außer dem Stand des Tankes will man nichts wissen. Was kann auch noch kaputt gehen, unser Auto dürfte sich den Ende seiner Nutzungsdauer nähern. Uns hat es überall hingebracht, insofern sind wir zufrieden. Und so kommt es, dass wir fast vier Stunden vor dem Abflug schon am Flughafen sind. Noch nicht einmal die Gepäckschalter haben offen. Nun ja, so können wir entspannt über die Erlebnisse und Eindrücke der letzten Wochen meditieren. Bevor es heimwärts geht in die Kälte. 😱
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    Tamat perjalanan
    30 Oktober 2024