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- Day 18
- Friday, September 27, 2024 at 8:08 AM
- ⛅ 18 °C
- Altitude: 585 m
SpainEl Roquito28°33’44” N 16°17’27” W
Das Anagagebirge
September 27, 2024 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C
Zwei Wanderungen haben wir für die verbleibenden Tage noch im Auge. Eine etwas größere und eine kleinere. Strategisch machen wir heute die kleinere, damit wir morgen nochmal "entspannen" können, und am Sonntag dann die große Wanderung angehen. Danach ist es ja dann Wurst, wie die Beine beinander sind, für den Heimflug wird's reichen. 😎
Die heutige Wanderung führt uns ganz in den Nord-Ost-Zipfel Teneriffas, das Anaga-Gebirge. Zum Glück gibt es die Autobahn, die uns eine zügige - wenn auch nicht sonderlich anregende - Anfahrt erlaubt. Wie schon auf La Palma treffen wir in diesen Inselbereich auf üppiges Grün, das durch die hier auf die Insel treffenden Passatwinde und deren Wolken mit Luftfeuchtigkeit versorgt wird. Im Anaga-Gebirge gibt es zahlreiche Dörfer, die bis zum Anschluss an das Straßennetz nur über Maultierpfade mit dem Umland verbunden waren. Diese bieten sich heute als Wanderwege an.
Unser Weg führt in ein kleines Bergdorf, in dem die Häuser teilweise noch traditionell sind, und das bedeutet hier, teilweise als Höhlen in den Felsen gehauen. Unterwegs ist es wirklich einsam, wir treffen einen Ziegenhirten mit seiner Herde, passieren ein paar Gehöfte. Das Dorf liest sich im Reiseführer als recht abgelegen, doch als wir auf der Zielgeraden sind, stehen wir schon auf einem relativ großen Parkplatz, der auch für Reisebusse geeignet ist. Vielleicht ist das nur für die Besucher des jährlichen Dorffestes gedacht ... vielleicht gibt es aber doch eine Saison hier, in der mehr Touristen als wir zwei Wanderer eintrudeln.
Und Touristen sind auch wir, deshalb sind wir dankbar, dass das Restaurant am Ort schon geöffnet hat. Das hätte uns einen Hinweis geben sollen! Und tatsächich, während wir dort sitzen und unser reichliches Frühstück (also ich den reichlichen Teil 😇) verspeisen, füllt sich ganz unversehens der Außenbereich mit Menschen. Die Atmosphäre ist trotzdem nett, das Essen urtümlich und gut, und wir nehmen noch süße Kringel aus Kartoffelteig mit für den zweiten Imbiß am Nachmittag, die sich als sehr lecker herausstellen. 😋
Der Rückweg führt uns an anderen Dörfern vorbei und bietet eine Sicht, die bis an die Südküste, ja bis Santa Cruz, reicht. Dabei ist zu merken, dass die Abgelegenheit wirklich nicht mehr groß ist. Ein Hafen ist zu sehen, in dem Tanker und auch Gastransportschiffe vor Anker liegen. So ist eben die Realität. Aber direkt vor uns liegt das fantastische Gebirge mit den Häusern der Dörfer auf seinen Rücken. Das sieht zumindest idyllisch aus! 😉 Auf der Rückfahrt merken wir, wie viele Besucher dieses Naturschutzgebiet anzieht. Nicht nur gibt es auffallend viel Gegenverkehr auf den schmalen, überall aber sehr gut unterhaltenen, Bergstraßen, an einem offenbar sehr bekannten Aussichtspunkt, dem Mirador de Ingles, müssen wir praktisch Schlange stehen für ein Foto. Er bietet auch wirklich einen spektakulären Blick - von der Südküste mit Santa Cruz über die Insel-Mitte zum Teide bis an die Nordküste. Toll!
Im grünen Wald war die Luftfeuchtigkeit hoch, deshalb verlassen wir das Gebirge Richtung Nordküste. Dort sind verschiedene Badegelegenheiten im Reiseführer erwähnt, wir fahren nach Bajamar, wo es großzügige Meerwasserbecken mit Umkleiden, Toiletten und Duschen geben soll. Die finden wir so auch vor, doch leider sind wir bei weitem nicht die einzigen, die nach Bajamar wollen. Trotz bester Bemühungen finden wir nur einen Kurzzeitparkplatz für ein paar Fotos, können uns aber nicht in den Fluten erfrischen. Wegen Parkplatzmangels! Sehr betrüblich!
Heimwärts haben wir Zeit, weil wir früh dran sind, und deshalb fahren wir nicht über die langweilige Autobahn zurück, sondern über eine Straße in der Inselmitte, die durch die Hochebene beim Teide führt, die wir ja schon durchwandert haben. Nun kommen wir aber von der anderen Seite, sehen also neue Blickwinkel. Wieder sehr faszinierend, drum gibt's auch wieder einige Bilder dazu. Am anderen Ende der Hochebene landen wir in der Nähe eines Ortes, der im Reiseführer für sein gutes Restaurant empfohlen wird... naja, es ist Essenszeit ... sogar perfekt, wir treffen um halb Acht Uhr ein, gerade, als das Lokal fürs Abendessen öffnet. Und es passt perfekt zum Tag, ist der hintere Bereich doch aus der Felswand als Höhle gehauen. 🙃Read more














