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  • Day9

    Ab auf den Peak

    June 3, 2017 in Hong Kong ⋅ ☀️ 28 °C

    Ich finde ja am letzten Tag darf man nicht müde werden. So verlassen wir das Drachenbootfestival wieder, um uns auf den Weg zum Peak zu machen. Ganz optimal scheint uns das Wetter zwar nicht, aber nutzt ja nichts - einmal im Leben muss man wohl am Hongkonger Peak gewesen sein.

    Die Talstation der Peak-Tram begrüßt uns dann schon auf der gegenüberliegenden Straßenseite mit einer schier endlosen Schlange an Besuchern. Geduldig stellen wir uns an und warten weit über eine Stunde um endlich unseren Platz in der Standseilbahn zu ergattern. Am Peak angekommen, folgen wir, wie von all unseren Bekannten empfohlen, zunächst der kleinen Straße zum Gipfel. Bald jedoch wird der Nebel rund um uns derart dicht, dass wir das Unterfangen abbrechen. Stattdessen gehen wir zurück zur Bergstation und erklimmen deren Aussichtsterrasse. Und die ist jeden Eintrittscent wert – nicht ob des Ausblicks, sondern wegen der Skurrilität.

    Hier stehen wir nun umgeben von hunderten Leuten und bewundern die zwischenzeitlich beinahe blickdichte Nebelwand. Von Zeit zu Zeit reißt der Wind zwar eine kurze Schneise und wir erhaschen einen verschleierten Blick auf die Skyline, die meiste Zeit aber sehen wir so gut wie nichts. Neben uns ein professioneller Fotograf, der die anwesenden Ausflügler gegen entsprechenden Lohn nach allen Regeln der Kunst vor der grauen Nebelwand ablichtet. Sehn tut man auf den Fotos wohl nichts, das tut der Schlange jener, die eine entsprechende Ablichtung wünschen, jedoch keinen Abbruch. Dies motiviert uns nun selbst zu ein paar blöden Bildern und so fotografieren wir uns beispielsweise beim Betrachten der Nebelwand durch das allerorts bereitstehenden Fernrohr.e Und flugs wird genau dieses Foto auch schon von ein paar asiatischen Leidensgenossen "Foto-kopiert". Spaßig.

    Nachdem wir nun ausreichend in das Geschehen eingetaucht sind, fahren wir mit dem Stockbus zurück in die Stadt. Detail am Rande: kaum sind wir ein paar Höhenmeter unter dem Gipfel, durchstoßen wir auch schon die Nebelgrenze und haben einen kleinen Vorgeschmack, wie hübsch der Ausblick vom Peak wohl tatsächlich bei schönem Wetter sein muss.

    Zum Abendessen tramwayen wir dann zurück nach Causway Bay und landen nach ein paar Minuten Suchen im recht stylischen Restaurant Minh & Kok. Dort genießen wir ein wahrlich ausgezeichnetes vietnamesisches Nachtmahl und stimmen uns so schon mal auf unsere für den Herbst geplante Reise nach Indochina ein. Welch geschmackvoller Ausklang unseres kleinen Hongkong Ausfluges.

    Heutige Wanderstrecke: 17,62 sau-heiße Kilometer.
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