In unserer Sammlung steuerparasitärer Zwergstaaten fehlte bislang San Marino, aber diese Lücke wird heute gefüllt. Die kleine Republik mit ihren 34.000 Einwohnern liegt quasi auf dem Weg und thront kühn auf einem länglichen Felsen. Für die Strecke von unserem Campingplatz zum historischen Kern nutzen wir den Pendelbus, dessen Fahrer in einem erstaunlichen Tempo die 400 Höhenmeter mit zahlreichen Kreisverkehren und einigen Spitzkehren meistert. Am Endpunkt ausgespuckt, beeindruckt uns aber eine Polizistin noch mehr: Kann man den Verkehr stilvoller und charmanter regeln als sie? Die Frau hat Haltung! +++ Zurück im Centro Vaccanze San Marino fällt uns eine lange Tischreihe auf. Wir lassen uns (von einer an der Veranstaltung teilnehmenden Amerikanerin) aufklären. Es handelt sich um eine lose und offene Verabredung von Campern zum gemeinsamen plaudern und feiern und man organisiert sich, wenn wir es richtig verstanden haben, über eine spezielle App. Wer kommen will, kommt. Ein Art Camper-Flashmob, könnte man sagen. Wir finden: Ein tolles Format. Und da sich unser Stellplatz in Hörweite befindet, ist es keine sehr gewagte Prognose, dass das heute Abend noch bunt und laut wird.Read more