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Süditalien mit Kowalski

Et 46-dags eventyr af Bert & Rike Læs mere
  • I øjeblikket i
    🇮🇹 Pompei, Italien

    Aus der Sicht des Aquarius

    I går, Italien ⋅ ☁️ 23 °C

    Robert Harris hat den Untergang Pompejis in einen historischen Thriller verwandelt und erzählt die Geschichte aus Sicht von Attilius, dem „Aquarius“, also dem für die Wasserversorgung Pompejis Zuständigen. Und über das Wassersystem, die Aqua Augusta, kündigt sich das Unheil an, denn die Leitungen werden bereits vor dem Ausbruch durch kleinere Eruptionen beschädigt; so mischt sich beispielsweise schon früh Schwefel in das Wasser, so dass die Zierfische eines reichen Römers verenden. Die Problemlösung, den für die Fische zuständigen Sklaven zu töten, trifft den Kern des Problems nicht wirklich, findet man heute aber im Wirtschaftsleben oder politischen Leben in ähnlicher Form. Später dann heißt es bei Harris: “Was im gleichen Verhältnis wie die Bewegungen der Erde zunahm, als wären Mensch und Natur durch ein unsichtbares Glied miteinander verbunden, waren Berichte über Unruhen in der Stadt: Schlägereien an den öffentlichen Brunnen, wo die erste Stunde der Wasserfreigabe geendet hatte, ohne dass es jedem gelungen war, seinen Krug zu füllen; ein Aufruhr vor den öffentlichen Bädern, als sie nicht wie üblich in der siebenten Stunde geöffnet wurden; eine Frau, die wegen zwei Amphoren Wasser - Wasser! - von einem Betrunkenen vor dem Augustus-Tempel erstochen worden war …”. +++ Wir tauchen heute in die Geschichte Pompejis nochmals ein, schauen uns das Forum an, den Wasserspeicher (Titelbild), das Haus des Chirurgen, viele Mittagsküchen („Thermopolium“) und aufwendig verzierte Räume in Villen reicher Verwaltungsbeamter. Dabei sind wir in der ersten Stunde weitgehend allein. Dann füllt es sich zusehends, und wir beenden den Besuch der riesigen Anlage. +++ Erwähnenswert ist noch das Gespräch mit unseren englischen Stellplatznachbarn heute morgen. Sie erzählen, sie würden nun zu einer Hochzeit der Kinder von Freunden fahren, weiter in den Süden, irgendwo hübsch an der Küste. Als ich frage, ob es sich um eine britisch-italienische Verbindung handelt, kommt die Antwort schnell und trocken: “No, they are only rich!”Læs mere

  • Brot und Spiele

    6. maj, Italien ⋅ ☁️ 23 °C

    … dafür waren in der römischen Republik die Ädilen verantwortlich. Sie standen zwar unter den Prätoren (Rechtsprechung) und den Konsuln (sozusagen den beiden Kanzlern), aber noch über den Quästoren (Finanzen). Und wenn man sich die diversen Theater im Pompeji ansieht, dann ahnt man, dass die Organisation des Entertainments von zentraler Bedeutung war. Denn irgendwie musste die städtebauende und kriegsdienende Bevölkerung bei Laune gehalten werden. +++ Ihr ahnt es: Wir sind in Pompeji angekommen. Einen ersten Streifzug haben wir heute am Nachmittag unternommen, aber die Anlage ist so groß und faszinierend, dass wir morgen noch tiefer eintauchen wollen in diese römische Stadtkultur, die durch den Vesuvausbruch zugleich ausgelöscht und für immer erhalten wurde. Die Anlage ist gut besucht, aber noch nicht übervoll (im Sommer werden nicht mehr als 20.000 Besucher eingelassen). Aber spätestens am Freitag wir es vermutlich rund um unseren spartanisch Campingplatz mit dem passenden Namen Spartacus voll bis chaotisch, denn nur wenige Meter weiter wird Papst Leo auf der Piazza Bartolo Longo eine Messe halten. Wir haben genau auf diesem Platz dort heute zwei herrlich weltliche Pizzen verspeist.Læs mere

  • Holy Moly

    5. maj, Italien ⋅ ☁️ 17 °C

    Hätte Hermes dem ansonsten so widerstandsfähigen Odysseus nicht das Zauberkraut “Moly” gereicht, dann wäre auch er von Zirze in ein Schwein verwandelt worden. So aber verliebt sich die Magierin in den Helden, bewirtet seine Männer ein Jahr in ihrem Palast und hilft Odysseus bei der Heimreise. Warum ich Euch das in Erinnerung rufe? Weil wir - auf dem Weg nach Pompeji - im Nationalpark Circeo gelandet sind, der seinen Namen dem Monte Circeo verdankt (Ihr seht ihn auf dem Titelbild in der Ferne). Und der Sage nach lebte hier die Zauberin Zirze (oder Kirke), die Odysseus auf ihre ganz eigene Weise auf die Probe stellte. +++ Der Campingplatz Rio Martino, den wir heute ausgewählt haben, ist nicht ganz so magisch. Vielleicht überdeckt das italienische Temperament im Sommer hier vieles, im Moment ist er fast unbewohnt und produziert eine vorwiegend melancholische Stimmung. Dazu trägt erheblich das trübe Wetter bei, denn es regnet von morgens bis nachmittags. Es bleibt uns gar nichts anderes übrig, aus alledem einen fast reinen Fahrtag zu machen und Italien schnurstracks von Norden nach Süden zu durchqueren. Die 600 Kilometer haben uns allerdings ermüdet, der gestern erworbene Nerone sorgt zusätzlich für Bettschwere und draußen ist es nordseekühl, weshalb wir nun den Abend lesend und planend in Kowalskis Bauch verbringen.Læs mere

  • Nun ist es kaputt

    4. maj, Italien ⋅ ⛅ 19 °C

    Es schien unsterblich zu sein, mein IPhone Mini, das schon so viel ausgehalten hat. Aber auf unserer kurzen Radtour heute fiel es aus der Halterung und nun ist die Fotofunktion weitgehend weg, Selfies gehen noch (manchmal), aber die normale Kamera streikt. Das macht es etwas mühselig, Rike muss nun Bilder machen und abends dann irgendwie an mich übertragen. Lästig. +++ Aber kommen wir zum Thema, nämlich unserer heutigen Station “Vojon Bio Agriturismo” in Ponti Sul Mincio, unweit des auch schon zu dieser Jahreszeit unschön touristischen Peschiera del Garda. Dort radelten wir nur kurz einmal hin, um uns davon zu überzeugen, dass Strandbuden mit “Frikandel Speziaal” nicht gut an den Gardasee passen. Zurückgekehrt auf das kleine Weingut, freundet sich Rike erst mit dem Hofhund an, einem Chow Chow, dessen Fell in dieser Region keine Hilfe ist. Dann freunden wir uns mit unseren Nachbarn an, Heike und Uwe aus Heidelberg, die ihre Versicherungsagentur gegen ein sehr schönes Wohnmobil und einen gesunden Lebenswandel getauscht haben, und außerdem noch mit einem jungen Pärchen aus Bad Aibling, die mit dem 10 monatigen Gustav in Elternzeit unterwegs sind und dabei auf das Hymer-Wohnmobil der Eltern zurckgreifen dürfen. Schlielich freunden wir uns mit dem Winzer an, Emanuele. Das Ganze mündet in einer heiteren Weinprobe und dem Erwerb verschiedener regionaler Weine, die uns durch den vorhergesagten Regen der nächsten Tage bringen werden.Læs mere

  • Morelo Empire statt Kräuterschlössl

    3. maj, Italien ⋅ ☁️ 17 °C

    Es beginnt alles wie immer. Kurz vor Imst passieren wir in Tarrenz das Hotel Lamm, dessen besonders einfallsreicher Slogan “Ei, Ei, warum vorbei” übergroß und seit mindestens 30 Jahren an der Hauswand prangt. Es liegt aber so ungünstig an der Fernpassstrasse, dass man schon einen Motorschaden haben müsste, um dort zu nächtigen. Auch am Grenzübergang kurz vor dem Reschenpass ist alles stabil, weiterhin gilt dort die Südtiroler Lautverschiebung und macht in großen Lettern aus Würstchen “Wurstel”, was irgendwie immer lustig klingt. Am Reschenpass selbst ist ebenfalls alles beim alten, ein unangenehmer Wind pfeift über die Hochebene und motiviert zur sofortigen Weiterfahrt ins Etschtal. Dort steuern wir unser vermeintliches erstes Übernachtrungsziel an, das Kräuterschlössl, dessen (Show-)Kräutergarten sich allerdings im Umbau befindet und das nur eine enge und eher karge Hoffläche bietet, die nicht gerade wohnlich wirkt. Wir kaufen gleichwohl der bioambitionierten Gärtnerin Biscoti und Honig ab, lesen uns ihre durchaus liebevollen Schrifttafeln mit allerlei Lebensweisheiten und guten Ratschlägen durch, küssen uns weisungsgemäß und hören uns geduldig ihr Klagelied über die Pestizid-Obstbauern in ihrer Nachbarschaft an. Dann allerdings möchte ich doch gerne auf einen richtigen Campingplatz, und siehe da, der neu gestaltete Wohnmobilpark Sonnenberg in Partschings bzw. Rabland verheißt einen Logenplatz und nimmt uns tatsächlich auf. Es handelt sich - wie sich herausstellt - um einen terrassierten High-End-Platz mit einem riesigen Infinity-Pool, der während des Nachmittags im wesentlichen uns gehört. Kowalski steht auch sehr schön, mit herrlichem Blick in die Ferne. Nur die Bäume sind noch etwas dürftig, dafür machen die hier zu besichtigenden Fahrzeuge ausreichend Schatten. Der Morelo Empire, der es heute auf das Titelfoto schafft, ist so groß, dass er aus dem Heck mühelos einen Mini Cooper ausspucken kann. Er kostet allerdings 500.000 Euro. In der Basisvariante. Wir reihen uns ein und werden im Gasthof Happichl mit Bärlauchknödl und Lasagne wieder geerdet.Læs mere

  • Madonnas sanftmütiger Blick täuscht …

    2. maj, Tyskland ⋅ ☀️ 17 °C

    … denn wir sind noch gar nicht in irgendeiner italienischen Kirche, sondern weiterhin im Allgäu. Wir dürfen Babysitten, da die Kinder zu Helge Schneider wollen, und jetzt sitzen wir etwas aufgeregt auf dem Sofa und hoffen, dass unsere Enkelin süße Träume hat. +++ Morgen starten wir dann in Richtung Meran, über den Fern- und den Reschenpass. Unser Ziel ist ein biologischer Kräuterhof zwischen Schlanders und Latsch mit dem hübschen Namen Kräuterschlössl bzw. Castellino delle Erbe. Standplatz gegen großzügiger Einkauf im Hofladen, das ist der Deal bei “Agricamper” … +++ Die gnädige Madonna, um das noch aufzuklären, finden wir heute am Wegesrand, während wir zum Bärenkopf und weiter zum Mittag aufsteigen. Dort angekommen sind wir nicht allein, denn von Immenstadt aus kann man den Gipfel bequem mit der Sesselbahn erreichen. Dennoch bleibt der Mittag ein lohnenswertes Ziel, weil er iein schöner Aussichtsberg ist, der den Blick ins Alpenvorland, auf den Grünten, die Sonnenköpfe, den Hochvogel, die Hörnergruppe und überhaupt auf alle herrlichen Berge der Region freigibt. Außerdem ist heute ein großer Blumentag, mit der Folge, dass Menschen flach auf dem Boden liegen und die Portraitfunktion ihres Iphones erproben. Wir tun es ihnen gleich.Læs mere

  • Der KI-Plan

    21. april, Tyskland ⋅ ☁️ 10 °C

    Erstmals also eine Reiseplanung mit KI. Der Prompt heißt: In den Süden Italiens, mit dem Wohnmobil, mindestens drei Wanderungen, 5 Wochen Zeit, "must sees“, aber auch "off the beaten tracks", Start in Sonthofen. Das sekundenschnelle Ergebnis wird uns leiten. Allerdings haben wir uns abgesichert durch das Camper-Roadbook "Süditalien mit dem Wohnmobil. Die schönsten Entdeckertouren". Ganz ohne Papier geht es für uns noch nicht. Und zusätzlich sind wir bewaffnet mit der "Agricamper" App, also der italienischen Version des deutschen "Landvergnügens", denn gelegentlich müssen Ziegen gekrault und die Kochkünste italienischer Nonnas studiert werden. Die regionalen Schwerpunkte werden sein: Kalabrien, Apulien und Basilikata (Ihr findet das auf der Karte ganz unten am Stiefel). Zudem lockt die Amalfiküste und wir sind neugierig auf Pompeji. Auf dem Rückweg geht es in die "Marken", denn dort sind wir verabredet. Mit wem und wo verraten wir noch nicht (Cliffhanger!). Und auch nicht, warum wir ganz zum Schluss in die Schweiz wollen, Stichwort "Pax Montana" (noch ein Cliffhanger!). Reist Ihr mit uns mit? Los geht es am 01. Mai!Læs mere

    Start på rejsen
    1. maj 2026