Salmah Plateau
14. januar, Oman ⋅ ☀️ 15 °C
Etwa 50 Kilometer und eine knappe Fahrstunde trennen uns vom nächsten Ziel, dem Wadi Tiwi.
Deshalb füllen wir den Tag mit einem „kleinen“ Umweg. Zugegeben war ich mir bei der Planung über die Dimension nicht ganz bewusst. Ich habe - wie so oft - im Netz gefundene, interessante Fotos/Orte bei GoogleMaps gemarkert und daraus eine Route gebastelt.
Kurz nach Elf verlassen wir das Al Arbeieen Resort und haben eine weitere halbe Stunde um uns vom gleichnamigen Wadi zu verabschieden.
Weiter geht’s auf der 17 - eine Autobahn im Traumzustand - bevor wir eine halbe Stunde, hinter Bimmah diese wieder verlassen.
Nun fahren wir auf einer super präparierten aber unbefestigten Piste weiter. Natürlich ohne Wegweiser. Besser gesagt, die Ziele, die da drauf stehen, sagen uns Nix. Aber im Großen und Ganzen ist eh keine Entscheidung nötig. Es gibt nur eine Straße.
Wir gewinnen sehr schnell an Höhe. Und was wir lernen ist: Betoniert sind die Streckenabschnitte mit einer außergewöhnlichen Steigung bzw. Gefälle.
Wir befinden uns auf der Salah Hochebene, die im östlichen Hajar-Gebirge liegt.
Die Piste windet sich über zahlreiche Kurven immer höher.
Es gibt nicht viel zu beschreiben. Außer: wir sind fasziniert von der wahnsinnig beeindruckenden Landschaft. Teils schauen wir hinab in tiefe Canyons - teils fahren wir auf Hochebenen. Ab und zu tangieren wir zwei oder drei einzeln stehende Häuser. Ob hier wohl jemand wohnt? Vermutlich. Später sehen wir nämlich viele Ziegen. Die sind nicht doof und schützen sich unter Steinen oder in den Auskarvungen der Steilwand vor der Sonne.
Knapp anderthalb Stunden später fahren wir auf die erste Siedlung zu. Hier gibt es eine recht markante Moschee. Und einen großen Spielplatz mit allerlei Klettergeräten. Menschen sehen wir nicht.
Wir fahren mitten durch und hoffen vielleicht ein Café zu finden. Angeblich gibt es so viele - und vor allem überall. Aber hier gibt es definitiv nichts. Die Straße ist furchtbar schlecht. Kaum dass wir das Dörfchen wieder verlassen, befinden wir uns auf dieser gut präparierten Piste.
Eine knappe halbe Stunde später erreichen wir das Areal der Jaylar Beehive Tombs und der Bronze Age Tombs. 90 Stück sind hier von Archäologen ausgemacht worden. Viele befinden sich auf unzugänglichen Areal. Viel weiß man nicht. Es stellt sich wohl die Frage warum ausgerechnet hier. In den letzten Tausend Jahren gab es hier auf dem Gebiet keinerlei Siedlungen. Das lässt auf einen aufwändigeren Grab- und Totenkult schließen.
Erst schauen wir uns nur die an, die beidseits der Straße stehen.
Zu den Grabtürmen aus der Bronzezeit müssen wir doch zu einer Miniwanderung starten. Die stehen an einer Abbruchkante mit exzellenter Aussicht. Verwunderlich für uns ist, dass es an dieser Stelle kaum Windbewegungen gibt.
Der weitere Weg führt uns durch zwei andere Dörfchen.
Und die Regel besteht: Im Ort ist der Straßenzustand grottenschlecht. Alle Steigungen und Gefälle sind betoniert. Und die haben es manchmal ziemlich in sich.
Mein letztes Fähnchen bei GoogleMaps ist ein Viewpoint. Und was für einer. Wir stehen an einer extrem steilen Abbruchkante. Geeignet nur für schwindelfreie Menschen. Dennoch steht es sich gruselig hier. Natürlich gibt es hier weder Geländer noch irgendeinen Stein wo man sich anlehnen und über die Kante hängen könnte.
Und dann entdecken wir die Straße , die wir runterfahren müssen 🙈
Es sind bis zur Küste, wo wir wieder auf die 17 kommen, knapp fünf Kilometer Luftlinie. Die zu überwindende Höhendifferenz beträgt 1.100 Meter!
Die Fahrt nach unten ist so steil - so eine Straße sind wir noch nie gefahren. Als Skifahrer würde ich sie als schwarze Piste benennen. Eigentlich so schwarz, wie sie beim Superslalom gefahren wird. Natürlich ist diese super betoniert. Und natürlich ist aus meiner Sicht, nur Platz für für anderthalb Autos. Und wie soll es anders sein… uns kommt tatsächlich ein LKW entgegen. Aber die Omanis sind coole Socken. Die kommen mit dem Teil aus, den Rainer ihnen übrig lässt. Getreu dem Motto: Platz ist in der kleinsten Hütte.
Es ist schon später Nachmittag als wir im Wadi Tiwi einreiten. Vor Dunkelheit die nächste Unterkunft zu erreichen war ja unser Ziel. Haben wir geschafft. Alles andere wird ein neuer Footprint.Læs mere

























Rejsende
🤣👍
Rejsende
Schaut klasse aus
SYLWIA B.Die gesamte Runde war klasse