Urlaub in Al Ashkharah
19.–21. jan., Oman ⋅ ☀️ 25 °C
Mit dem Verlassen der Stadt Sur beginnen wir die lange Reise gen Salalah, das ganz im Süden Omans, im Gouvernement Dhofar liegt. Bis dahin sind es etwas mehr als 1.100 km von Sur entfernt. Diese Strecke tun wir uns natürlich nicht in einem Ritt an. Wir teilen die Entfernung und legen drei Übernachtungsstopps mit verschieden langen Aufenthalten ein.
Los geht’s mit Teil eins: von Sur nach Al-Ashkharah. Die ausgesuchte Route ist mit etwa 120 Kilometern und einer prognostizierten Fahrtzeit von zwei Stunden sehr erträglich.
In Jalan Bani Abu Ali (cooler Ortsname - oder?) legen wir einen Stopp im LuLu Hypermarket ein.
Hypermarkets sind Supermarkets von enormer Größe. Genau so ist das Warenangebot. Da man in Oman eh vieles importieren muss, kann man in einem LuLu australische TimTams, kalifornische Majdoul Datteln oder auch japanische Produkte kaufen. Ich neige fast schon zu sagen: Was es hier nicht gibt - gibt es nicht. Fast wie im Singapore’s Mustafa Center. Nur hier werden fast ausschließlich Lebensmittel angeboten.
Übrigens werden Geschäfte namens „Supermarkt“ Läden in der Größe eines ausgewachsenen Rewe bis Mini-Lädchen genannt.
Nun gut.
Wir decken uns mit Snacks ein. Ich finde auch ein paar Gewürze zum Mitnehmen nach Hause und dann geht’s weiter.
Im Ort selbst gibt es nämlich eine Besonderheit, weshalb wir diesen und keinen anderen Weg überhaupt genommen haben. Am Rande der Stadt steht die Hamouda Al-Masjid. Eine der ältesten und historisch bedeutendsten Moscheen des Omans. Man schätzt die Entstehung auf das 17.Jh. und die besondere Bauweise (sie besitzt keine Minarette dafür 52 Kuppeln) zeugt von den Fähigkeiten der damaligen Zeit.
Allerdings haben wir etwas Pech. Denn die Moschee wird gerade und wieder einmal rekonstruiert. Wir können also nur die Aussenstruktur sehen, denn die Bauarbeiter haben so gar kein Problem, wenn wir uns umschauen. Leider liegt das weitläufige Gebiet und die Stadt in einer Flugverbotszone für Drohnen. So gibt es auch keine Von-Oben-Aufnahme. Solche habe ich aber im Netz gesehen. Das Dach sieht dann aus wie viele eng aneinander gepressten Tortenkuppeln.
Eine knappe Stunde später erreichen wir die Unterkunft für die nächsten zwei Tage. Das Dana Beach Resort. Das zählt zwar zum Ort Al-Ashkharah, allerdings steht das Resort mutterseelenallein in einer vollkommen unbebauten Gegend.
Am Empfang gibt man sich verwundert - was mich wiederum total verunsichert - dass wir einchecken wollen. Wir zeigen unseren Ausdruck und dann ist wohl doch alles klar.
Wir erfahren ganz nebenbei, dass das Frühstück inklusive ist - das stand nämlich bei der Buchung nicht zur Option - und dass es bis 10:30Uhr serviert wird. Genau unser Lebensrhythmus 😎
Unser Haus heißt Maskat und hat die Poolposition. Nämlich in der ersten Reihe in der Mitte.
Das Anwesen besteht aus sieben „Chalets“, dessen zwei riesige Räume sich auf zwei Etagen verteilen. Wir tun uns schwer, das Konzept, die Idee hinter so einer Einrichtungsweise zu verstehen. Im Erdgeschoss soll wahrscheinlich der Wohnraum sein. Es hat einen Pool. Leider ist das Wasser saukalt und man kann es auch nicht erwärmen. Es gibt eine Couche mit Tisch und einen Esstisch. Ein paar Küchenmöbel suggerieren, dass man hier etwas zubereiten könnte. Doch die Schränke sind leer.
Den oberen Bereich erreicht man über eine Außentreppe. Hier befindet sich das, was sonst ein Hotelzimmer bietet. Es gibt noch einen kleinen Balkon mit Blick auf die gepflegte Wiese mit vielen Palmen.
Ich sag mal so: Alle verwendeten Materialien (an der Wand über dem Bett pappt eine vier Quadratmeter, monströse Marmorplatte) scheinen sehr kostenintensiv zu sein. Zusammen strahlt es aber keine Gemütlichkeit aus.
Letztendlich richten wir uns in der oberen Etage ein.
Anschließend erkunden wir das Gelände Richtung Meer.
Am Ende der Wiese befindet sich so etwas wie eine Lounge-Area. Wirklich fantastisch gedacht. Nur fehlt es an Einsicht, dass alles ständig gepflegt werden muss. Am meisten enttäuscht der Strand. Es gibt ausgerechnet vor diesem Grundstück keinen Sand. Es guckt einfach eine riesige Steinplatte raus. Links und rechts ist zwar Sand aber auch viel Müll. Das Wasser sieht nicht so „cristal clear“ aus wie am Strand von Ra‘s Al Hadd. Wir erfahren dann später, dass der Strand öffentlich ist, der Müll vom Verklappen vorbeifahrender Schiffe stammt, aber man zwei mal die Woche den Strand säubert.
Als wir uns am ersten Abend aufmachen in den Ort zu fahren, um irgendein Restaurant aufzusuchen, erfahren wir nebenbei, dass es auch in der Anlage ein Restaurant gibt. Das ist zwar wunderbar. Aber wäre es nicht die Aufgabe des Rezi-Mannes gewesen, uns das alles mitzuteilen?
Das sonstige Personal ist sehr international. Der Koch kommt aus Sri Lanka, der Kellner aus Indien und der Barista aus Nigeria. Alle sind extrem aufmerksam. Das Menü ist überraschend umfangreich. Das verwundert uns, weil wir außer einer ausgewachsenen Großfamilie die einzigen Gäste sind. Doch je später der Abend um so mehr kommt hier Leben auf. Gutbetuchte kommen aus den Nachbarorten, um hier zu dinnieren. Wobei wir für uns beide gerade mal etwa 15€ zahlen. Essen ist in Oman sehr preiswert. Und tatsächlich ist das Essen einfach exzellent.
Apropos Gutbetuchte…. Ich meinte natürlich die mit viel Geld. Gut betucht sind auch die wenigen weiblichen Besucher. Erkennt man außerhalb der Räumlichkeiten kein Gesicht, liften sie es sobald sie drin sind. Später aber, als wir noch auf unser Essen warten, wünschen sie Stellwände. Damit wir Ungläubigen sie nicht sehen. Ich muss mich also fragen, was da passiert, wenn ein Mann und seine vier Frauen nicht gesehen werden wollen. Machen sie vielleicht ihr Kopftuch auf. Oder noch mehr? Wir mutieren also noch zu Unwissenden 😉 Jedenfalls schmunzelt der Barista, der ein Christ ist, auch über das Verhalten, das wir nicht verstehen.
So ganz ohne Strand und ohne Aussenpool in der Anlage wird es uns dennoch nicht langweilig. Es ist wieder etwas „Paperwork“ angefallen. Und ich komme endlich dazu, meine Fotos vom Handy auf dem Laptop zu sichern.
Nach zwei Nächten fahren wir weiter.
Weiter gen Süden. Nach Al Khalufa in die weiße Wüste.Læs mere






















RejsendeDiesen Teil des Omans kennen wir nicht.
RejsendeSalalaha 🤣 haben wir mal für einen all in Urlaub auf der Liste stehen.
SYLWIA B.Und plant Ihr dann zu fliegen oder so wie wir die Strecke zu fahren?
RejsendeWenn fliegen. Nur gibt es leider keine nonstop Flüge, nur über Dubai oder Muskat.
SYLWIA B.Ach so. Du willst nach Salalah? Ohne Rest-Oman. Alles klar.
RejsendeGenau. Den Rest „kennen „ wir ja , so mehr oder weniger 🤭