• Departure Dubai - Al Dhannah

    12.–15. feb., Forenede Arabiske Emirater ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute - exakt nach fünf Wochen - verlassen wir Oman. Hatte ich noch letzte Woche das Gefühl: Jetzt ist’s gut, jetzt habe ich alles gesehen, fällt der Abschied nun doch etwas schwer.

    Viertel nach Fünf klingelt der
    Wecker. Wir sind ein ultraeingespieltes Team - jeder Handgriff sitzt. In der Lobby schläft noch alles. Demzufolge gibt es keine Abschieds-Qahwa.

    Eine Viertelstunde brauchen wir zum Airport aber genau solange bis wir die richtige Einfahrt um das
    Car Return zu finden. Europcar hat zwar die Zufahrt schön bebildert. Aber am 20. Januar wurde der Slot zur Einfahrt geändert.
    Nun. Irgendwann haben auch wir es geschafft, das Auto samt der
    Campingstühle loszuwerden. Der nächste freut sich sicher.

    Die Tickets nach Dubai habe ich erst vor neun Tagen gekauft. Bei Trip.com. Meiner neuen Lieblings-Buchungsplattform.
    In der Lounge gibt es etwas kleines zu essen. Gern würden wir jetzt die schöne Zeit in Oman mit Prickelwasser krönen. Aber
    wir sind in Oman. Alkohol gibt es im öffentlichen Raum nicht.

    Das Boarding bei Oman Air beginnt pünktlich. Wir sitzen in Reihe 3. Der Flieger ist nämlich rammelvoll. Es dürften wohl 160 Passagiere sein, die an uns vorbeigehen müssen. Und eigentlich liebe ich die stets wohlparfümierten Menschen hier. Aber nachdem alle durch sind, brennen meine Naseninnenwände. So viel Duft ist dann auch wieder blöd 😉
    Für 8.45 Uhr ist der Flug avisiert.
    8.47Uhr heben wir ab.
    Wie machen die das nur? So etwas haben wir einmal in Australien erlebt. Sonst noch nie.
    Wir sitzen in bequemen breiten Sesseln. Auf der „richtigen“ Seite. Aber leider bringt das so gar nichts. Abgesehen davon, dass über dem Norden der Arabischen Halbinsel eine leichte Sand-geschwängerte Wolkendecke hängt, sind die Scheiben dann sogar mit Schlieren versandet. Wüsten-Airline eben 🤷‍♀️
    Und so schaffe ich es nicht, eine Aufnahme von der obersten Kantenlinie des Hajar Gebirges, die aus der Wolkendecke lugt, zu machen. Beim besten Willen nicht. Das geht nur mit den eigenen Augen.

    Mehr ist leider nicht zu sehen. Auch die Wolkenratzer Dubai‘s sind nur schemenhaft zu erkennen.

    Der Flug ist kurz.
    Vergleichbar mit BER-FRA. Eine Dreiviertelstunde später rollern wir auf dem gigantischen Airport und suchen unseren Slot.

    1989 sind wir zum ersten Mal in Dubai zwischengelandet. Das Flughafengebäude war eine „Blechhalle“. Es gab viele sehr lange Bankreihen. In der Mitte eine Art Booth. Das war der Verkaufsstand. Man hat hier Gold verkauft. Egal wie kunstvoll das Schmuckstück aussah. Man kaufte nach Gramm. Damals hätte man zuschlagen sollen. Da wäre man reich. Aber wer hat das geahnt?
    Beim Abheben für den Weiterflug sahen wir Höfe umrandet mit primitiven Lehmwänden. Im Inneren standen immer einige einfache Lehmhäuser. Ich weiß noch heute, dass ich damals dachte: Wass für ein unterentwickeltes Land. Müssen das doch alles arme Leute sein.

    Die Immigration ist so ähnlich organisiert wie in den USA. Es gibt eine Reihe und ein Officer weist einen zu. Wir werden erst falsch zugewiesen, weshalb wir uns wieder ganz hinten anstellen dürfen 😐 Dann wird aber vor uns eine Leine geöffnet und schwups sind wir die Ersten. Es könnte so schön weiter gehen. Aber die Kameras wollen Rainer nicht erkennen, worauf wieder Zeit vergeht.
    Genau wie am Hertz-Schalter, wo wir in einer - im Vergleich zu den anderen Vermietern - längeren Schlange anstehen.
    „Es gibt am frühen Vormittag eben keine Autos“ heißt es. Das macht natürlich richtig gute Laune 🙁
    Nach knapp einer Stunde kommt wohl doch ein FFAR rein. Ein Toyota Fortuner. Drin sieht es eng aus. Das soll ein FFAR sein? Nach Zigaretten stinkt er auch. Ein Mitarbeiter kommt mit einem Gutriecher an und sprüht alles aus.
    Normalerweise würden wir dieses Auto ablehnen. Aber wir bleiben nicht in Dubai. Wir haben noch eine längere Fahrt in den Süden der Emirate vor uns.

    Seit der Landung sind zweieinhalb Stunden vergangen. Es ist kurz vor Zwölf als wir endlich den Parkplatz verlassen und uns Richtung Al Dannah aufmachen.
    Die Straßen sind hier breit. Stärker frequentiert und nicht immer in so einem tadellosem Zustand wie in Oman. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h. Aber mit unserer Gurke, bei der die Stoßdämpfer praktisch nicht vorhanden sind, macht Reisen keinen Spaß.
    385 Kilometer sind es am Ende des Tages. Mit einem kurzen Burger-Stop brauchen wir knapp vier Stunden.

    Am frühen Abend checken wir im Danna Jebel ein. Es ist ein recht großes Resort. Ein typischer Klotz mit All-Inclusive- Gästen.
    Wir kommen allerdings etwas außerhalb vom lauten Geschehen unter.
    Ich habe für uns eine Strandvilla gebucht. Die ist schön großzügig, komfortabel und sauber. Tägliches Housekeeping ist inklusive. Genau wie das Frühstück.
    Mit der Strandvilla haben wir auch den Teil der Bucht für uns, auf dem jeden einzelnen Tag die Liegen um Besucher betteln.

    Wir sind hier, um nichts zu tun. Und wir halten uns peinlichst genau daran. Außer zum Dinner, wo wir im Ort Al Dannah bei „La Brioche“ essen, verlassen wir unsere Bucht nicht!
    Auch mein Handy hatte Urlaub. Es gibt kaum Fotos. Hab ich irgendwie vergessen.
    Nach drei Nächten ist das Nichtstun vorbei. Leider. Der Abschied fällt wieder einmal schwer. Wir dürfen aber bis Eins die Villa nutzen und hängen so lange im Wasser ab, wie es nur geht.
    Nun geht es nach Abu Dhabi. Der Hauptstadt der VAE.
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