• Toronto - das New York Kanadas?

    Feb 21–Mar 2, 2025 in Canada ⋅ ☁️ -5 °C

    Start in Deutschland an einem sonnigen, immer wärmer werdenden Freitag. Ziel: Kanadas größte Stadt Toronto in Ontario (T.O.). Hier herrscht trotz Sonne eine Temperatur von bis zu minus 13°C. Damit über 20 Grad Unterschied. Einige Torontanians haben nach dem Verlassen des Flugzeugs - nach meinem Verständnis - keinen Wetterbericht gelesen. Oder kennen es nicht anders; sie tragen Shorts und T-Shirt! Kein Anzeichen von kälteblockierenden Jacken oder warmen Schuhen, Mützen oder Handschuhen. Maximal ein Hoody.

    Beim Landeanflug sah man schon die freien Pisten sowie rechts und links die Schneehaufen. Diese begleiten mich vom Flughafen bis in die Stadt. Der Transfer mit dem Schnellzug endete nach 31 Minuten an der Union Station. Hier entscheide ich, zu Fuß bis zum Hotel zu laufen. Ihr wißt schon, erster Eindruck.

    Gehwege sind zwar geräumt, aber manchmal sind sie so schmal vom Schnee, das Entgegenkommende nicht passieren können.

    Dafür erlebe ich auf dem Weg zur Herberge eine langsam ins Dunkel tauchende Stadt, die mich sofort mit der beginnenden Beleuchtung in ihren Bann zieht. Hier mischen sich im Kern der Old Town alte und neue Architekturen. Manchmal um Wettbewerb und doch immer harmonisch.

    Der Reiseführer, welchen ich zur Einstimmung gelesen habe, vergleicht Toronto immer als das New York Kanadas. Trotz einiger Parallelen ist es eine eigene , andere Stadt. Hier ist die Heimstätte des Eishockeys, es gibt eine ethnische Vielfalt: über 52% der Bevölkerung zählen sich zu den "visible minority" - sind also laut offizieller Definition der kanadischen Regierung "weder Ureinwohner noch kaukasischer Herkunft". Auch die bunten Neighborhoods mit ihren entspannt-freundlichen Menschen wirken sehr positiv auf ihre Besucher. Ein Torontonian wird nicht sagen, in welcher Straße er wohnt, sondern schwärmt von seinem Neighborhood.
    Damit ist Toronto eine der multikulturellsten Städte der Welt, findet die UNO und zeichnete Toronto aus.

    Mit den Gedanken und der Freude auf den nächsten Tag sink ich, nach einem langen Tag, müde in die Kissen.
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