Bitte nicht zu nah kommen …
19 luglio 2025, Indonesia ⋅ ☁️ 28 °C
Nachdem wir heute schon einen kleinen Berg bestiegen haben, unsere Füße im rosafarbenen Sand steckten, mit Meeresschildkröten schwammen und ganz grundsätzlich viele wunderschöne Erinnerungen gesammelt haben, ging es nach Rinca Island.
Diese Insel wird von den berühmten Komodowaranen bewohnt. Sie werden übrigens auch als „Dragons“ (Drachen) bezeichnet. Der Name kommt daher, dass sie die größten lebenden Echsen der Welt sind und mit ihrem beeindruckenden Aussehen, der schuppigen Haut, der gespaltenen Zunge und ihrer Kraft an Fabelwesen wie Drachen erinnern.
Angekommen auf Rinca Island liefen wir ca. 15 Minuten bis zur Ranger-Station. Dort wurden uns zwei Ranger zugeteilt und sie berichteten Wissenswertes über die Natur und die hier lebenden Tiere. Die Komodowarane leben auf Rinca Island und auf Komodo Island in ihrem natürlichen Lebensraum und nur ein kleiner Bereich neben der Ranger Station ist überhaupt für die Öffentlichkeit zugänglich, damit die Tiere nicht bedrängt und gestört werden. Die Warane werden hier weder gefüttert, noch anderweitig angelockt – entweder man hat Glück und bekommt sie zu Gesicht oder eben nicht. Die Ranger begleiten uns vor allem zu unserem und dem Schutz der Tiere, denn die Komodowarane sind mit Vorsicht zu genießen. Der Biss dieser gewaltigen Tiere ist aufgrund ihrer Giftdrüsen meist tödlich. Das liegt daran, dass sie blutverdünnende und lähmende Substanzen über die Drüsen abgeben. Ganze Büffel erlegen sie mit nur einem Biss – gefundene Schädel kann man sich am Eingang des Parks ansehen.
Komodowarane gibt es nur in Indonesien (Komodo Island, Rinca Island, Flores und ein paar kleine Inseln). Diese Tiere sind laut Weltnaturschutzunion eine gefährdete Tierart, da ihr Lebensraum stark schrumpft und der Klimawandel den Meeresspiegel ansteigen lässt. Nur noch wenige dieser beeindruckenden Exemplare leben auf den Inseln, weshalb die Ranger vor allem auch zum Schutz der Tiere da sind. Sie bewachen die Inseln, halten Menschen von den Tieren fern und achten darauf, dass der Lebensraum der Tiere nicht gefährdet wird.
Nachdem wir nun allerhand über die Konodowarane erfahren hatten, ging es für uns nun in den geschützten Bereich, wo man mit etwas Glück auf kleine und große Warane trifft. Nach wenigen Minuten kam tatsächlich der erste Waran aus einem Gebüsch. Ein vergleichsweise kleines Tier mit ca. 1m Länge. Kurze Zeit später kommt ein deutlich größeres Tier aus dem Wald und begutachtet unsere Gruppe. Die Ranger ermahnen uns immer wieder Abstand zu halten – ein Vorgehen das wir sehr begrüßen – nicht die Tiere werden verdrängt, sondern die Besucher zurecht gewiesen, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Niemand darf den Tieren zu nahe kommen – ein gemeinsames Foto ist nur mit Zustimmung der Ranger möglich und auch das wird nur einmal zugelassen – danach gilt sofort wieder ein weitreichender Abstand. Beiden Waranen ist der Trubel schnell zu viel und sie laufen wieder in den Wald zurück – weg von unseren neugierigen Blicken – verständlich. 😉
Unsere Gruppe wurde nun langsam aufgefordert wieder zum Eingangsbereich zu kommen und genau in diesem Moment kam ein riesiger Komodowaran mit ca. 2,5 - 3m Länge um die Ecke. Nun gingen alle freiwillig einige Schritte zurück. 😳 Ungläubig beobachten wir wie er einmal von links nach rechts an unserer Gruppe vorbei lief – plötzlich blieb er stehen, legte sich hin, streckte seinen Kopf in die Höhe – beinahe als wollte er kurz still halten für ein paar Schnappschüsse. Nach wenigen Minuten drehte er sich um und ging zurück in den Wald, wo er vorhin herkam. Was für ein surreales Erlebnis. 🤩
Auf dem Rückweg zum Boot schnappte sich unser Chef-Guide Rutus meine Kamera und Xenias Rucksack, um Fotos von uns und den anderen Leuten der Crew zu machen. Unsere Sachen bekamen wir erstmal nicht zurück und Rutus machte fleißig Fotos von der Gruppe. 😅
Ein einmaliges Erlebnis und richtig schön zu sehen, wie man den Besucherstrom für Tiere regeln kann, um auch Aufklärung zu leisten und die Arbeit der Ranger zu refinanzieren ohne die Tiere hinter Zäunen einzusperren oder anzufüttern. 👍🏻🙏Leggi altro

























Viaggiatore
Wunderschöne Tiere 💖
Viaggiatore
🥰