• Fahrt nach Hamningberg

    June 11 in Norway ⋅ ☀️ 17 °C

    Bis Mittags an meinem ruhigen, aber historischen Platz herumgerumgelungert, das mache ich gerne mal bei schönem Wetter. Ich stand auf einem einsamen Schotterweg, der zu einem verfallenen Hüttchen führte. Um mich herum konnte ich ein paar zugewucherte Bombenkrater sehen. Kein Wunder, keine 100m entfernt sind noch die letzten Reste der Deutschen Radarstation aus dem letzten Weltkrieg zu sehen, die war bestimmt ein beliebtes Angriffsziel. Aber da da ja schon lange Gras drüber gewachsen ist, habe ich mich lieber auf die Goldregenpfeifer, Rotkehlpieper und andere Vögelchen konzentriert, die immer mal in meiner Nähe gelandet sind.
    Bis dann ein einheimischer Bauer kam und mich von meinem Ansitz vertrieb. Er sprach ja kein Englisch, meinte aber das sei hier privat. Ich glaube er wollte einfach nur nicht, das dieser Land-Zipfel schon wieder von den Deutschen besetzt ist. Auch wenn ich unter Garantie keine Radarstation gebaut hätte.
    Aber ich wollte ja sowieso noch nach Hamningberg - übrigens fast dem einzigen Ort an der norwegischen Ostküste, den die Deutschen nicht plattgemacht haben! So kam ich dann wenigstens los, und al ich dann am Außenhafen einen Einzelkampfläufer in der Wiese erspähte, bin ich da noch mal vorbei gefahren. IdR sehen Tiere Autos nicht als Gefahr an, und so ist es häufig einfacher, aus dem lauten Auto zu fotografieren, Al sich zu Fuß anzuschleichen. So kam ich dann auch noch zu einer wunderbaren Portrait Serie.
    Der Weg nach Hamningberg war wie immer abwechslungsreich, mit der nur 3m breiten Straße und den dramatischen Felslandschaften ist das Fahren immer wieder ein Genuss.
    Am Ende einen Spaziergang zur Inselspitze gemacht, hier reichen sich Kriegsbunker und Vogelbeobachtungshütte fast die Hand - und dann in der Nähe einen Schlafplatz gesucht.
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