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Ein Jahr in Norwegen lll

Es geht Heim mit Umwegen Leggi altro
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    🇩🇰 Hylke, Dänemark

    Abschied von Fjordnorwegen

    18 luglio, Norvegia ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute musste ich einfach mal ein bisschen Strecke machen, bis hinter Stavanger wollte ich kommen. Großstadt Querung am Wochenende ist immer am Stressfreisten. 11 Inseln habe ich heute gequert, und noch unzählige Fjordarme. Häufig auf Brücken, einige auch mit langen Tunneln und 2 längere Fährüberfahrten hatte ich. Ich liebe das Fähre fahren, es ist immer spannend, was am anderen Ende auf mich wartet, und herrlich, die Nase in den Wind zu halten, und das Land gemächlich an mir vorbei ziehen zu lassen. Aber damit ist jetzt für Norwegen Schluss. Bin jetzt so weit im Süden, hier gibt's ab morgen keine Inseln und Fjorde mehr. Wie werde ich das vermissen, dieses langsame, uneffektive Fahren entlang kleiner Kurven, mit neuen Aussichten und Entdeckungen hinter jeder Kurve...
    Noch 3 Tage, dann geht's nach Dänemark.
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  • Überrascht vom Geopark

    17 luglio, Norvegia ⋅ ☁️ 16 °C

    Selbst hier unten findet man sie noch, kleine, halbwilde Inseln mit toller Vegetation und kaum Touristen. War den ganzen Tag unterwegs und habe nur Norweger, und überhaupt keine WoMos gesehen!
    Durch Kartenstudium habe ich diese Region entdeckt, es hat sich wieder einmal ausgezahlt, ohne Reiseführer unterwegs zu sein. Wie ich bei einer Freundin kontrollieren konnte, wird diese Region dort glatt unterschlagen. Schlecht für den Umsatz, aber gut für mich.
    Es gibt hier einen UNESCO Geopark, denn auf kleinstem Raum sind hier so viele unterschiedliche Gesteine und Minerale versammelt, wie selten in Norwegen. Seit prähistorischer Zeit wurde hier Bergbau betrieben.
    Auf einer Nebeninsel gibt es einen weltweit bedeutenden Diabas Steinbruch der Steinzeit Menschen, die daraus Axtköpfe und Hämmer herstellten. Ihre Produkte wurden quer durch Norwegen und Schweden gehandelt. Auch Marmor, Kupferkies, Speckstein, Rhyolith, Granit und sogar Gold wurden hier abgebaut. Im 19.Jh. gab es einen regelrechten Goldrausch, bei dem bis zu 5000 Männer in den Steinbrüchen arbeiteten.
    Das Infozentrum dazu ist in einem ehemaligen Marmorsteinbruch geschickt integriert, mit einem Amphitheater vor der roh behauenen Marmorwand. Die Informationen zu den POIs sind etwas schwierig aufbereitet, aber mit nachfragen, bischen Detektivarbeit und der interaktiven Karte im Netz konnte ich doch einiges herausfiltern und habe mich auf Schnitzeljagd begeben.
    Leider war es den ganzen Tag bedeckt mit eisigem Wind und Temperaturen zwischen 13 und 16°. Nach der Hitzewelle war das natürlich wieder ein Schock.
    Auch die kleine Kirche ist besonders, sie ist aus Marmor gebaut und wohl eine der ältesten Steinkirchen Norwegens. Sie steht an dem Platz, an dem Olav 1 von England zurück kehrend anlandete, un das Christentum verkündete.
    Die lange Tour hat mich echt geschafft, aber ich bin trotzdem wieder zu meinem kleinen Schlafplatz am Meer zurück gefahren, denn den hatte ich so sehr genossen.
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  • Wie am Gardasee

    16 luglio, Norvegia ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute habe ich mich gefühlt wie am Gardasee, nachdem ich die kleine Gletscherstraße wieder runter gefahren bin.
    In leichten Bögen immer am Ufer entlang, alles sehr diesig und vor allem schwül und überall die Häuschen auf schönschön geputzt und verziert.
    Eine ganz andere Welt wie Norwegens Norden und schon die Mitte. Dazu Verkehr, kolonnenweise, und kaum Haltemöglichkeiten.
    Allerdings gibt es am Gardasee nicht so tiefe Tunnel und riesige Brücken...
    Spätestens bei der Fähre hat sich der Eindruck dann sowieso verflüchtigt.
    Von Ranavik bis Heiane konnte ich das Bootsfahren noch mal richtig zelebrieren. Eine 3/4h lang durch den Hardanger Fjord, vorbei an Städtchen und kleinen Inseln, gekreuzt von Luxusdampfern, Seglern und schnellen Motorbooten.
    Eine richtige Minikreuzfahrt, nur natürlich viel besser, denn der Caddy durfte natürlich mit. Die meisten Passagiere haben draußen gesessen, die Sonne, gemeinsam mit dem frischen Fahrtwind haben das zum Outdoor Genuß gemacht.
    Ich habe den 1/2 Tag überlegt, wo ich eigentlich hin soll, der Süden reizt mich eigentlich nicht so und dann mit diesen Temperaturen...
    Da stieß ich auf einen stillgelegten Hafen, leider gar nicht so weit weg.
    Aber noch mal eine Nacht ganz friedlich am Meer zu verbringen, das hat mich dann doch gereizt, und so bin ich hier hingefahren, mache einen ruhigen Abend und versuche das Tagebuch wieder auf Vordermann zu bringen.
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  • Von Fjell zu Fjell

    15 luglio, Norvegia ⋅ ⛅ 25 °C

    Morgens ein bisschen Moose und Wollgras fotografiert, die alte, super schmale Hauptstraße gefahren und schöne Plätze entdeckt.
    Dann ins Tal auf den Campingplatz am Fjord, und mich mit Thorsten und seiner Frau Susanne getroffen zum gemütlich Kaffee trinken. Die beiden starten gerade Richtung Norden. Reinhard meinte neulich, wenn man mir so zuhört, könnte man meinen, Norwegen sei nicht größer als ein Dorf, in dem man an jeder Ecke Bekannte trifft. So leicht ist es natürlich nicht, aber wenn man ein paar Tage im Voraus beginnt Standorte auszutauschen, dann lässt sich oft mit einem kleinen Zusatzschlenker ein Treffen organisieren.
    Ich wäre fast geblieben, aber es war sauheiss, bis 31°C. Drum zog es mich weiter, der Gletscher hinter Sundahl erschien als lohnendes Ziel, auch wenn ich weiß, das sich die Gletscherzunge schon so weit zurück gezogen hat, das ich sie nicht mehr erwandern kann.
    Und ich konnte noch mal schöne kleine Gebirgsstraßen fahren...
    Bei diesen Straßen bin selbst ich froh, wenn niemand entgegen kommt, denn sie sind nicht nur extrem eng, sondern es gibt auch nur wenige Haltemöglichkeiten zum ausweichen.
    Die Landschaft hier wieder komplett anders, sehr karg, aber malerisch, mit dem braunen, von Eismassen blank polierten Gestein, und mittendrin ein türkiser Gletschersee.

    Einen tollen Schlafplatz gefunden auf einer Klippe, 100% ruhig. Und angenehm kühl.
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  • Im Bergparadies

    14 luglio, Norvegia ⋅ ☀️ 24 °C

    Morgens bin ich dann erstmal ne kleine Runde gefahren, habe mir alles angeschaut und Fotos gemacht, Dann habe ich mir einen schönen Stellplatz gesichert, das Auto rundum schattiert und belüftet, und in der Hitze wieder nur rumgehangen. Abends mit netten Reutlingern zusammen gesessen, die sich da dazugestellt haben und bin danach noch auf eine kleine Fotopirsch. So kam es, das ich mir um Mitternacht noch was kochen musste. Aber diese Hitze verlagert meinen Rhythmus wieder in die Abendstunden...
    Hier oben war es so schön, da hätte ich glatt länger bleiben können...
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  • Häng in der Vidda

    13 luglio, Norvegia ⋅ ⛅ 21 °C

    Auf der Hochebene gibt's natürlich keine Wälder, aber trotzdem wieder Rekordtemperaturen. Ich war überhaupt nicht motiviert, durch die Hitze weiterzufahren,und habe erstmal den halben Tag nur faul im Auto rumgehangen. Sozusagen Häng in der Vidda in der Hardangervidda.
    Ich habe eine dicke Isolierung für die Frontscheibe, das bringt ne Menge, wenn ich richtig stehe. Habe dann alle 2h das Auto bisschen gedreht, so hatte ich dann immer einen belüfteten Schatten im Inneren.
    Immerhin habe ich es geschafft, für Kaitlin noch ein paar Selphifilme zu drehen...
    Gegen Abend wurde ich dann langsam wieder munter und bin weiter gefahren, sozusagen auf der anderen Seite wieder zurück, denn das soll eine schöne Strecke sein. Das war es auch, aber ich bin nur wenige male ausgestiegen für Fotos, dann war ich erledigt, denn der Asphalt war am Kochen, und nach 200 m auf der Straße laufen für ein schönes Foto war ich kurz vorm kollabieren.
    Und ich habe nicht damit gerechnet, das es wieder über 3 Pässe und durch 3 Täler geht, also zog sich diese Tour so lange, das ich erst nach 9 in meiner Wunschregion ankam. Und da waren alle schönen Plätze schon belegt, und von denen gab es eine Menge!
    Trotzdem noch einen Platz mit tollem Blick gefunden, leider dicht an der Straße, und die LKWs bretterten bis tief in die Nacht vorbei.
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  • Hardangervidda

    12 luglio, Norvegia ⋅ ☀️ 21 °C

    Vom Voringfossen aus weiter gefahren auf die Hardangervidda, dem größten Naturpark und Hochplateaus Norwegens. Es ist im Inneren völlig wild, nur außenrum führen Straßen. Die bieten aber auch sehr schöne Landschaftseindrücke, und an vielen Stellen kann man dann auch mehr oder weniger tief ins Landesinnere vordringen.
    Allerdings war die Hauptroute so überlaufen, da war ich froh, als ich auf eine Verbindungsstraße abbiegen konnte, die schon etwas leerer war, und dort noch eine schöne Parkbucht mit Seeblick gefunden habe.
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  • Vøringsfossen

    11 luglio, Norvegia ⋅ ☁️ 18 °C

    Nach einem gemütlichen Frühstück mit Martin und Rosi bin ich erstmal den Eidefjord bis in den oberen Zipfel gefahren und habe dort einen tollen Strand gefunden, wo ich endlich mal wieder im Meer schwimmen konnte. Hat das gut getan! Danach ging es zum Voringfossen, wo ich auf der Hinfahrt auch schon 2 Tage verbracht hatte, weil ich so begeistert war. Allerdings war es jetzt mindestens doppelt so voll, und permanent langweiliger blauer Himmel, das mir 1 Nacht völlig gereicht hat.Leggi altro

  • Treffen mit Freunden

    10 luglio, Norvegia ⋅ ☀️ 22 °C

    Es hat wirklich wieder zufällig gut gepasst, das ich die Wege kreuzte mit meinem 2. JugendFreund Martin und meiner Nachfolgerin Rosi, die er dann geheiratet hat. Wir haben beide einen kleinen Schlenker Umweg gefahren und konnten uns dann in der Mitte treffen, auf einem Stellplatz am Eidefjord, wo wir einen vergnüglichen Abend miteinander verbrachten, bevor sich unsere Wege wieder trennten.
    Auch diese Fahrt war schön, gestartet beim Aussichtspunkt, mit Fähre, toller Passstraße und einem der bekannten Tunnel, die einen Kreisverkehr haben.
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  • Tag der kleinen Wege

    8 luglio, Norvegia ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute ging es weiter die Küste entlang mit Inselhopping, Motto: der Weg ist das Ziel. Die Fahrtstrecke war wieder einmalig schön, über Bergrücken mit tollen Wäldern, Seen und Bächen und entlang der Küste. Höhepunkt und Tagesziel am Wegesrand war der Kannenstein, eine skurrile Felsformation, in 10tausenden von Jahren von den Gezeiten durch verschieben der Gesteine geformt. Leider war alles so glitschig vom Regen, das ich mich nicht runter getraut habe, weiß nicht, ob ich wieder hoch gekommen wäre...
    Dafür habe ich eine kleine Leuchtturm Wanderung gemacht, und bin dann noch ein Stück nach Süden weiter gefahren.
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  • Eine Runde durch Runde

    7 luglio, Norvegia ⋅ ☀️ 13 °C

    Von Godøya aus musste ich zurück durch Ålesund, und per Inselhopping bis Runde. Insgesamt 13 Inseln, Weglänge 101km, Fahrtzeit ca 3-4h. Mit einer Fähre und vielen Brücken und Tunneln auf dem Weg. In den alten Zeiten hätte man sicherlich mehrere Tage für diese Strecke gebraucht...
    Auf der Hinfahrt war ich 5 Tage auf Runde, so eine gemütliche kleine Insel, ich mag sie wirklich sehr. In der Saison machen die Vogelklippen die Insel zum Touristenmagnet für Vogelfreunde, und der einzige Campingplatz platzt gerade aus allen Nähten, ohne Voranmeldung bekommt man keinen Platz.
    Wegen des Dauerregens habe ich auf den Aufstieg verzichtet, hatte Angst nicht mehr runterzukommen mit meinen Fuß- und Knieproblemen. Aber ich bin in die Info, und habe einen Ranger gefragt, wie die Situation dieses Jahr ist.
    Nur in Stichpunkten für meine Erinnerung:
    Papageitaucher: besser. Es gibt zZt viel Fische rund um Runde, so dass sie den ganzen Tag füttern können und nicht immer nur Abends nach einem langen Flugtag. So hofft man auf einen höheren Bruterfolg.
    Dreizehenmöven: schlechter. Nur noch 500 von insgesamt 500 TS Brutpaaren übrig.
    Skuas: besser: finden reichlich Beute
    Troddellummen: schlechter. Es sind zuviel Seile und Fischernetze in den Nestern. Die weitere Meeres-Umgebung von Ålesund ist wohl verseucht mit Abfällen der Fischindustrie, und Plastik ist bei den Vögeln beliebt. Derzeit gibt es wieder zahlreiche Küken, die von den Schnüren erdrosselt wurden, und tot an den Nestern hängen.
    Und das traurige ist, es lässt sich nicht verhindern und man kann sie nicht retten ...
    Da man im Naturschutzgebiet auch nicht wild stehen darf, bin ich 2 Inseln wieder zurück gefahren und habe mir einen einfachen Schlafplatz mit einem grandiosen 250° Blick über das Meer und die Inseln gesucht. Kaum Autos kamen vorbei, dafür haben mir ein Dutzend Schafe Gesellschaft geleistet.
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  • Ålesund von oben

    6 luglio, Norvegia ⋅ 🌬 12 °C

    Da es diesmal nicht so heiß war wie auf dem Hinweg, habe ich beschlossen, wenigstens noch einen Blick auf Ålesund zu werfen. Am einfachsten geht das natürlich von oben, mit einem starken Tele. Zumindest die hübschen Lagerhäuser im Hafen konnte ich so bestimmt besser einfangen, wie direkt davor, und habe mir zudem noch die Lauferei gespart...
    Habe mir lieber noch ein paar ruhige Ecken angeschaut, ein paar historische Häuser, und dann die Nachbarinseln. Erst wollte ich in ein NSG auf Vigra, zum Orchideen fotografieren, aber erst als ich da war, wurde mir klar, das das bei Sturm nicht geht 🫣. Als es nach dem Kaffee trinken nicht wirklich besser war, bin ich dann 2 Inseln weiter gefahren und habe auf Godøya sogar einen hübschen Stellplatz mit Leuchtturm Blick gefunden.
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  • Zurück zur Küste

    5 luglio, Norvegia ⋅ 🌧 9 °C

    Den halben Tag habe ich noch bei den Trollstigen rumgehangen, immer wieder rissen die Wolken auf, und ich habe versucht ein paar schöne Fotos zu machen. Und immer, wenn ich an der Aussichtsplattform war, erwischte mich der nächste Regenguss, so das ich ziemlich durchweicht war. Alles halb so schlimm, aber es waren 4-6°C, und das war mir doch entschieden zu kalt auf Dauer. Also bin ich dann doch wieder Richtung Atlantik gefahren. Auf dem Weg konnte ich noch ein paar super Wolkenfotos machen, und auch die Stromschnellen im Fluss fotografieren.
    Habe mir dann einen einfachen Waldpark vor Ålesund ausgesucht, wo ich in Ruhe schlafen konnte.
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  • Auf ins Gebirge

    4 luglio, Norvegia ⋅ ☁️ 11 °C

    Auch am schönsten See wird es langweilig, wenn es ständig regnet und man im Caddy hocken muss.
    Ich hoffte darauf, das es im Inland trockener ist. Die Trollstigen waren mein Ziel. 2 Jahre waren sie wegen Steinschlag gesperrt, seit wenigen Wochen sind sie befahrbar.
    Es war ein langer Tagesritt, aber wie häufig habe ich eine ergiebige Mittagspause eingelegt und auch ein bisschen geschlafen.
    So kam ich erst um 23 Uhr an. Das liebe ich an der Mitternachtssonne, man kann sich die Zeit ganz frei einteilen, und in der Nacht habe ich dann auch einen Touristen Hotspot für mich alleine.
    Es hätte jetzt nur noch ein bisschen Himmelsrot gefehlt, dann wäre es perfekt gewesen. So habe ich einfach die Stille genossen, und bereits auf dem Hochweg den Wasserfall und die Serpentinen fotografiert, ohne, das hinter mir jmd quengelt.
    Habe mir dann kurz hinterm Pass einen Schlafplatz gesucht.
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  • Ein Tag am See

    3 luglio, Norvegia ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach dem schwülheißen Stadtbummel ist es heute wieder frisch und feucht. Aber diese kleine Ecke hier gefällt mir so gut, das ich beschließe, noch einen Tag zu bleiben. Der Süden Norwegens wird immer voller, wer weiß wann ich noch mal so viel Stille genießen kann, und der Blick über den See und auf der anderen Seite in einen tollen Kiefernwald sind einfach herrlich 🤗.
    Was habe ich heute gemacht?
    Ein langes Interview über Neurodivergenz gehört, meine Vorräte aufgefüllt, eine ausführliche Zahnreinigung gemacht, gelesen... Und einen kleinen Spaziergang in einem regenfreien Fenster, bei dem ich die ersten reifen Heidelbeeren gefunden habe 🤗
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  • Stadtbummel

    2 luglio, Norvegia ⋅ ☁️ 20 °C

    Wer mich kennt weiß, das ich keine Großstädte mag, trotzdem habe ich mich durchgerungen Trondheim zu besichtigen, denn da ist die Altstadt wirklich sehenswert, und viel interessantes auf kleinem Raum versammelt.
    Ich bin zu faul, hier Reiseführer-Wissen auszubreiten, drum nur mal in Kürze. Ich habe als erstes die Norwegische Technische Naturwissenschaftliche Universität besucht, - kein Besuchermagnet sondern eher ein Insider Tipp, denn ohne Ausweis kommt man nicht rein. Aber ich habe einen Studenten gefunden, der eine kleine Führung mit mir gemacht hat 😂. Vor allem die Aula hat es mir angetan, könnte glatt von Hogwarts sein.
    Dann ging es runter in die Stadt, hätte eigentlich das Parkhaus filmen müssen, wie eng es da ist, glaubt einem sonst keiner. Glaube das war einmal ein Kuhstall 😅.
    Aber es lag zentral und garantierte für kurze Wege. Denn es war ausnahmsweise mal tierisch heiß, habe in kurzen Hosen mit aufgesteckten Haaren geschwitzt. Habe mir ein paar Hauptsehenswürdigkeiten angeschaut, auf den super berühmten Dom, Norwegens Nationalheiligtum aber verzichtet, und mir stattdessen die Vår Frue kirke angeschaut, eine der ältesten Kirchen hier, in der es eine Armenspeisung und ein Gemeindezentrum gab. So was finde ich auch immer spannender, als Prunk und Pomp, oder den Kommerz in der Fußgänger Zone (wo bereits der Döner auf die Hand 24€ gekostet hätte).
    Das Altstadtviertel mit den schönen Speicherhäusern war natürlich das Highlight, v.a. noch mit den dramatischen Gewitterwolken darüber.
    Trotz allem war ich froh, am frühen Nachmittag der Stadt zu entrinnen. Habe erstmal in einem Bonprix mir einen Salat vom Buffet gegönnt (auch nicht billig, aber für 10€ bekomme ich da eine riesige Schüssel an Vitamin und Proteinreichen Zutaten, die mich den ganzen Tag satt machen.
    So gestärkt ging es dann auf die Straße, die mit dem vielen Verkehr wieder sehr anstrengend war, bis zur nächsten Inselgruppe. Habe hier einen einsamen Platz an einem kleinen See gefunden, der so idyllisch gelegen war, das ich beschloss, den nächsten Tag zu bleiben.
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  • Nostalgie Tour

    1 luglio, Norvegia ⋅ ☁️ 17 °C

    Die Entscheidung mit der Fähre hatte mich ja wieder in Richtung Grong geführt. Nachdem ich morgens dann den ersten Kulturschock auf der E6 hatte: geführte Kolonnenfahrt über eine lange Baustelle mit langsamer Fahrt auch danach, bin ich kurzerhand nach Grong abgebogen. Ein schnelles Gedenkfoto von der Werkstatt gemacht, hinter der ich letzten Juli mit Kupplungsschaden 4 Tage bei Extremtemperaturen"wohnen durfte", noch einen Wasserfall besucht und dann nach Snuså gefahren, um endlich den Orchideen Pfad zu laufen, den ich damals in der Hitze nicht machen wollte. Die kleine Straße, über die ich fuhr war gesäumt von Orchideen, überwiegend Fuchsknabenkraut. Wie schön! Bis hierher haben es die Lupinen noch nicht geschafft!
    Lupinen blühen jetzt überall in Norwegen, und so hübsch sie auch aussehen, sie verdrängen nicht nur die einheimischen Arten, sondern wandeln auch den Boden um. Dort wo einmal Lupinen wuchsen, sind die Magerrasen Wiesen für immer verschwunden, und mit ihnen die Orchideen! In Norwegen werden Lupinen als invasive Art der gefährlichsten Kategorie eingestuft!
    Leider habe ich nur mal kurz für ein Beweisfoto der vielen Orchideen angehalten, denn ich dachte ja, auf meiner Wanderung finde ich noch viele.. Leider war das ein Irrtum. Der Pfad war zwar schön und urtümlich, und er war gesäumt von frisch verblühten Maiglöckchen, aber ich fand auf dem 1. Kilometer nur Ständelwurz mit Knospen (blüht erst Ende Juli) und gar keine Knabenkräuter mehr. Weiter habe ich mich nicht getraut, denn es ging ständig bergauf und das immer felsiger. Hoch schaffe ich das ja unter schnaufen, aber ich muss mit dem kaputten Knie ja alles wieder runter laufen! Ich vermisse die federnden Moorböden des Nordens, die haben dem Knie richtig gut getan.
    Als ich unten war, zitterten mir die Knie, aber ich habe noch rechtzeitig die Kurve gekriegt.
    Bin dann noch ein paar schöne Schleichwege gefahren, hab eine lange Mittagspause gemacht und bin dann am Abend wieder zurück auf die verhasste E6, um weiter Richtung Trondheim zu fahren.
    Nach meinen Monaten auf stillen Wegen stressen mich diese Verkehrsadern ungemein.
    Ich war froh, endlich auf dem Skiparkplatz oberhalb von Trondheim einen Schlafplatz zu finden. Die Gegend hier ist total zersiedelt, da gibt es sonst kaum ruhiger Ecken.
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  • Freiheit der Entscheidung

    30 giugno, Norvegia ⋅ ☁️ 14 °C

    Das liebe ich am alleine reisen, ich kann mich täglich 5 mal umentschieden und niemand ist genervt 😅. Grad könnte ich mich auch noch 5teilen, was ich gerne noch anschauen würde, aber was nicht auf eine Route passt. So hatte ich mich dann letztendlich für Inselhopping und gegen die Inland Parks entschieden, als ich dann wieder auf neue Ideen kam. Und am Ende habe ich mich entschieden, einfach die frühere Fähre zu nehmen, statt noch 2h zu warten, und dadurch dann zwangsläufig Richtung Grong zu fahren.
    Und das war eine tolle Entscheidung, denn kein Tourist nimmt diesen Weg. Es begann, das wir nur 4 PKW auf der Fähre waren, alle anderen Fähren waren immer rappelvoll. Dann habe ich natürlich die anderen vor gelassen. Und dann hatte ich eine der bezaubernden und einsamsten Straßen ganz für mich, die ich hier in Norwegen gefahren bin. Ich konnte überall gemütlich anhalten und Fotos machen, und Motive gab es reichlich... Tolle Wälder, moosbewachsene Klippen, Berge mit Gletscherschliff, einsame Waldseen und Moore, riesige Wasserfälle... Zum Glück war das Wetter schlecht, sonst wäre ich da wohl nicht mehr rausgekommen...
    Um 23 Uhr habe ich mich dann entschieden einen Schlafplatz zu suchen und bin spontan auf einen Rastplatz am Fluss gestoßen. Mal schauen, wie ich mich morgen entscheide ...
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  • Ausflug nach Leka

    29 giugno, Norvegia ⋅ 🌧 13 °C

    Heute bin ich mit 2 Fähren gefahren, und bin nur ein paar Kilometer weiter in den Süden gekommen, zur Insel Leka, die geologisch interessant ist, da sie im hinteren Bereich ausschließlich aus Serpentin besteht, und die rotbraunen Berge, auf denen so gut wie nichts wächst erstaunlich an Afrika erinnern. Das schöne an den kleinen Inseln ist, man kann sie sich gemütlich in einem Tag anschauen. Der vordere Teil ist lauschig grün mit viel Landwirtschaft, und der hintere Teil dramatisch karg, das ist ein interessanter Kontrast.
    Und an allen Wanderwegen, und davon gibt's hier viele, sind vorne schöne Infotafeln mit historischen oder botanischen Informationen und Besonderheiten, davon habe ich einiges gelernt.
    Am schönsten war, das sogar die Sonne für 2h immer mal heraus kam, so daß ich auch die bunten Farben hier noch ein bisschen genießen konnte. Schlafen tu ich auf einem Wanderparkplatz ganz im Norden, der Sturm heult um den Caddy und wird mich in den Schlaf schaukeln. Die Hauptsache, er pustet für morgen den Regen weg!
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  • Ohne Berg kein Loch

    28 giugno, Norvegia ⋅ 🌧 15 °C

    Gestern bin ich überwiegend im Nieselregen oder Nebel einmal quer durch Norwegen gefahren, bis zur Insel Torget. Ich wollte das berühmte Loch im Torghatten sehen, ein Berg mit durchgehem Loch gibt es schließlich nicht so häufig. Aber als ich ankam, war alles in dichten Nebel gehüllt, nicht mal der Berg war sichtbar, und folglich auch kein Loch! Auch die Insel war nebeligtrüb. So habe ich mir einen Schlafplatz gesucht und erstmal was gekocht. Der Wetterbericht meldete eine Aufklarung für die Nacht, und morgens noch mehr Regen... Also bin ich um 23 Uhr losgefahren, noch ein paar Inseleindrücke mitnehmen, und den Berg dann wenigstens vom Festland aus fotografieren. Leider war es gegen Mitternacht schon zu trüb um das Loch zu finden.
    Dafür einen schönen Schlafplatz gefunden und gut geschlafen
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  • Endlich weiter

    26 giugno, Svezia ⋅ ☁️ 14 °C

    Ich habe ja nichts dagegen ein paar Tage irgendwo zu bleiben, aber dann nicht am Rande einer größeren Stadt, wo man nirgends seine Ruhe findet.
    Deshalb war ich heilfroh, das alles geklappt hat heute, morgens habe ich die Reifen raufgekriegt und Nachmittags in der Werkstatt haben sie sich das Fahrwerk angeschaut und gemeint jetzt wäre alles in Ordnung. Also konnte ich gegen 3 endlich weiter ziehen.
    In Arvidsjaur nochmal einen Schwedeneinkauf getätigt und die Salatbar geplündert, dann noch Lappstaden besucht, der Sommerwohnsitz der Waldsamen, deren traditionelle Häuser man hier sehen kann. Im August kommen sie zurück und füllen ihre Häuser wieder mit Leben.
    Wieder einen ruhigen Schlafplatz auf einer Brache im Wald gefunden.
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  • Nur ein Hauch von Nichts

    25 giugno, Svezia ⋅ ☁️ 18 °C

    Gestern habe ich es geschafft wirklich gar nichts zu tun, nicht mal was zu lesen... Obwohl ich ausgiebig geschlafen habe, war ich bald nach dem Frühstück schon wieder müde, und habe auf meinem Sitz ein bisschen geschlummert. Auch Nachmittags war ich zu nichts zu bewegen, nicht mal zu social Media.
    Aber ich wollte nicht noch eine Nacht auf diesem Parkplatz stehen, zu nah war der mir am der Zivilisation, und es kamen Tags immer wieder Anwohner vorbei, die blöd guckten. Dann bin ich abends noch mal losgezogen, nach ausgiebigen Google Earth Studien einen vielversprechenden Platz auf einer anderen der Inseln entdeckt, und der war dann auch sehr schön und weg von allem.
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  • Der frühe Vogel chilled im Wald

    24 giugno, Svezia ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute bin ich ganz früh aufgewacht und habe mich nach einem schmalen Frühstück nach Piteå begeben. Hatte mir gestern alle Werkstätten im Umkreis, die in Frage kommen auf der Karte markiert und dann abgeklappert, um vielleicht doch einen früheren Termin zu erhaschen. Und ich hatte Glück: Einer hatte Erbarmen, und mir Freitag Nachmittag einen Termin angeboten, ich schätze das ist dann schon nach Dienstschluss. Alle anderen waren bis Mitte/Ende August ausgebucht... Man muss also im Sommer ein kerngesundes Auto haben, hier in Schweden, sonst wird es blöd...
    Dann bin ich zu der Reifenwerkstatt, die ich gestern aufgetan habe, um neue Reifen zu erwerben. 3000SKr sollen sie kosten, ein Haufen Geld...
    Er wollte sie mir gleich drauf machen und hat gefragt, ob es ok ist, wenn er erst seine Kaffeepause beendet. (Was den Norwegern ihr Feierabend, sind den Schweden wohl ihre Pausen, an allen Werkstätten stehen in klein die Öffnungszeiten, und ganz groß die Mittagspause, da darf man also auf keinen Fall reinplatzen...)
    Ich habe die Pause noch mal zum Nachdenken genutzt und mir überlegt, das ich ja auch noch mal nach günstigeren Reifen suchen kann, es gab ja noch ein paar Reifenhändler im Ort. Fand dann auch noch einen für 2000SKr, und habe abgemacht, das ich die Reifen Freitag morgen bekomme, damit sie sich nicht in der Zwischenzeit schief einfahren...
    Kenne das Industriegebiet jetzt fast wie meine Westentasche, und würde ohne die Google-Führung doch nichts wiederfinden, so verwirrend ist es.
    So, Wochenplan geklärt, zur Belohnung bin ich beim Coop vorbei gefahren und habe mir einen leckeren Salat fürs Abendessen zusammen gestellt, sowie Räucherlachs und 2 frische Vollkornbrötchen fürs 2. Frühstück gegönnt.
    Das habe ich dann auf einem einsamen Waldparkplatz eingenommen, und mir dann einen Lesenachmittag gegönnt.
    Auch für den Rest des Tages habe ich bestenfalls noch einen Waldspaziergang vor, sonst nichts. Der fiehl dann natürlich mit dem einzigen Regenguss des Tages zusammen und ich hatte nichts zum drüberziehen dabei 😅. Habe dabei gelernt, das man die Standheizung auch gut als Fön nutzen kann.
    Mal schauen, was ich morgen mache...
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  • Eine Prise Bullerbü

    23 giugno, Svezia ⋅ ☁️ 17 °C

    Es hat morgens natürlich noch gedauert, bis wir uns ausgequatscht haben, dann haben sich unsere Wege wieder getrennt, und ich bin noch ein bisschen Küste abgefahren, südlich von unserem Campingplatz. Rings um die zerzauste Küste hier stehen Häuschen und Häuser. Wirklich alles ist besiedelt, wenn auch bunt, manierlich bis possierlich. Am stärksten in den kleinen Städtchen, wo man meinen könnte, der Rasen ist nach dem Lineal geschnitten...
    Oben an der Hauptstraße habe ich noch mal getankt, zum 1. Mal seit 1 Jahr unter 2€ (1,83), dann gings auf die "Autobahn". Der 2. Tag erst, das ich so schnell fahren kann, und wieder ist mir aufgefallen, wie stark mein rechter Seitenspiegel vibriert. Das hat mich irritiert, irgendwas am Rad ist wohl nicht in Ordnung. Räder sind wichtig, überlebenswichtig! Drum bin ich in Piteå rausgefahren und habe mir eine kleine Werkstatt gesucht und da nachgefragt ... Es stellte sich heraus, das das rechte Vorderrad seitlich total abgefahren ist, also irgendwas sehr unrund läuft. Vermutlich muss die Spur eingestellt werden, und so habe ich versucht einen Termin dafür zu bekommen. Bei 3 Werkstätten war ich, hier ist alles bis August dicht. VW hat sich dann erbarmt, mir einen Termin in 10 Tagen zu geben, was auch schon viel zu lang ist, hier herumzuhängen. Aber in Norwegen wird das ganze dann eher schlimmer, und ich will auch nix riskieren... Also habe ich erstmal zugesagt, und mir dann frustriert einen Schlafplatz gesucht.
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