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Ein Jahr in Norwegen lll

Ein Abenteuer von Christina mit offenem Ende Weiterlesen
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    🇳🇴 Vardø, Norwegen

    Hitzestau

    6. Juni in Norwegen ⋅ ☁️ 17 °C

    Hab ganz gut geschlafen im Hochland, nachdem meine Füße endlich wieder warm geworden sind, damit muss ich mich immer quälen, wenn ich keine aktive Wärmequelle habe... Zum Frühstück kam noch ein Schneehuhn vorbei, auch noch völlig in weiss. Bin dann gemütlich Richtung Varanger gefahren. Es war morgens schon warm und wurde dann immer wärmer. Ich fand es schon regelrecht bedrohlich, im Hochland auf den Schneefeldern 22°. Und das Anfang Juni, normal wäre hier jetzt noch Winter. Man sieht es ja schon daran, das die Hühner noch nicht mit Wechsel begonnen haben. Weiter unten an der Küste ging das Thermometer bis auf 24°. So ein krasser Wechsel vom Frost, es hat mich richtig fertig gemacht. Zumal 24° im Schatten, was weiß ich wieviel in der Sonne sind, denn Schatten gibt's hier natürlich nirgends...
    Ich bin im T-Shirt mit offenem Fenster gefahren und mir ging's richtig schlecht. Habe schon Angst vor der Hitze, wenn ich heimkomme... Ich vertrage das immer weniger...
    Zum Glück ist die Varangerhalbinsel in einer anderen Klimazone, hier sind wieder normale 8-12°. Natürlich habe ich nach dem Hitzestau erstmal gefroren, aber dagegen kann man ja warme Klamotten anziehen.
    War an meinem ersten Vogelbeobachtungspunkt und habe mit einem netten Finnen gequatscht, der mich durch sein Spektiv hat gucken lassen. Der Adler und die meisten Vögel waren zum Fotografieren einfach zu weit weg.
    Unweit davon habe ich an einer kleinen Bucht einen schönen Schlafplatz gefunden, von dem aus ich Möven und Austernfischer beobachten kann.
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  • Nebeltag mit Küsten - Wanderung

    5. Juni in Norwegen ⋅ ☀️ 17 °C

    Im Nebel aufgewacht. Herrlich, ohne gleißende Sonne mitten in der Nacht konnte ich gleich besser schlafen. Der Nebel dämpft das Geräusch der fernen Brandung, ab und zu höre ich mal eine Möwe rufen, ansonsten ist es total still und ich bin in dieser unendlichen Wildnis allein. Wie genieße ich das, ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, in der "Zivilisation" zu leben... Nach dem Frühstück mache ich eine (für meine Verhältnisse) große Wanderung . Mit den Barfußschuhen über die federnde Tundra mit Moospolstern und Heidelbeeren... es ist einfach ein Traum. Ich habe viel besseren Halt als in den normalen Schuhen, und mein Knie tut überhaupt nicht weh, das ist sensationell!
    Die bizarren Steine, blühenden Moospolster und Pflänzchen und Blüten in jeder Felsspalte begeistern mich, das entschädigt für den mangelnden Fernblick. Ich laufe den Weg bis zur Vogelbeobachtungshütte, und zurück über den Autopfad, bzw an dem weichen Rand. Querfeldein hätte ich mich im dicken Nebel nicht getraut, wer weiß ob ich zurück gefunden hätte. Den Nachmittag vertrödel ich wie meistens, und erst Abends fahre ich los. Auf Dauer geht mir dieses Einheitsgrau doch auf die Nerven.
    Fotografieren wollte ich aber noch die "Standhaftig Folks" - eine Kunstinstallation zu Ehren der widerstandsfähigen Menschen, die hier oben unter diesen Wetterextremen leben. Dafür kam mir das Wetter gerade Recht, um sie entsprechend in Szene zu setzen. Letzten August habe ich sie schon einmal fotografiert, da war es zu sonnig für atmosphärische Fotos und ich konnte mich nicht so richtig reinfühlen. Auch deshalb Reise ich gerne mehrfach an die gleichen Plätze, ich habe dann einen besseren Blick und kann auch Details erkennen, die ich davor nicht gesehen habe.
    Kurz vor Mehamn konnte ich dem Nebel entkommen und habe noch ein paar schöne Fotos und Filme von der Nebelgrenze machen können.
    Um 22 Uhr habe ich dann auf der Hochebene mitten zwischen den Schneefeldern angehalten, ich hatte so einen Hunger und habe die letzte Dose Linsensuppe vom Aldi verspeist, die schon in Österreich war und den Winter zT tiefgefroren im Caddy verbracht hat. Ganz schön widerstandsfähig, das Zeug!
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  • Der höchste Norden

    4. Juni in Norwegen ⋅ 🌧 12 °C

    Heute bin ich zum Slettnes Fyr gefahren, auf die nördlichste Ecke Norwegens. Denn, Funfact: das Nordkapp liegt auf einer Insel, ist demnach nicht der nördlichste Punkt Norwegens. Wenn man Inseln dazu zählen dürfte, dann wäre dieser Punkt natürlich auf Spitzbergen (und da war ich auch schon 🙃). Das Nordkinn besticht durch seine tollen Hochebenen. Hier liegt noch dicker Schnee, aber die Schmelzwasser Bäche sind schon gut am rauschen... Es war absolut Klasse, da rüber zu fahren, ich hätte an jeder Ecke anhalten können (an jeder 2. hab ich es getan). Gegen 9 Abends war ich endlich in Mehamn, merkte aber, das ich riesigen Hunger hatte, und habe kurz danach an den Klippen angehalten, um mir endlich das Mittag - oder Abendessen zu machen (Tortellini 😋). Dann wollte ich den Leuchtturm noch in der Mitternachtssonne erleben und bin weiter gefahren. 10min später steckte ich im dichtesten Nebel fest. Die Fahrt war zwar schön mystisch, aber vom Leuchtturm war nichts zu sehen. Bin dann gleich zu meinem Schlaf-Stammplatz da oben, und siehe da, ich konnte sogar alleine hier stehen 🤗.Weiterlesen

  • 3 Jahreszeiten am Tag

    3. Juni in Norwegen ⋅ ☀️ 16 °C

    Heute morgen habe ich erstmal wieder an der Kaimauer geparkt, und beim Frühstück die Eiderenten und Austernfischer weiterfotografiert. Als ich mich danach auf die Toilette setzte kam ein Otter durch das klare Wasser geschwommen. Und ich hatte natürlich statt Kamera nur das Klopapier in der Hand 😂.
    Dann bin ich gemütlich weitergezuckelt, hatte keinen Plan wohin, sondern immer mal angehalten, rumgelaufen, geguckt, ausgeruht... So ist mir das am liebsten.
    Abend gegessen an einem super schönen Stellplatz am Meer. Da wäre ich gerne geblieben, aber die Sonne knallte so gnadenlos aufs Dach, da bin ich lieber Landeinwärts gefahren. Hier ist bewölkt, da kann ich hoffentlich besser schlafen.
    Was spannend war, wie schnell sich die Klimazonen und die Landschaft änderte... Vom kahlen Birkenwald über Schneefelder, ausgedehnter Tundra und kahlen Bergrücken bis zu grünen Wäldern, türkisen Küsten und Blumenwiesen war heute alles dabei...
    Ich sitze jetzt in der Tundra, in einem Birkenwald von knapp 2 m Höhe und bin mal gespannt, ob die Nacht bedeckt bleibt.
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  • Grönland Feeling

    2. Juni in Norwegen ⋅ ☀️ 12 °C

    Endlich ist es mir eingefallen, warum ich Hammerfest so mag, die Stadt mit ihrer Umgebung erinnert mich an Grönland. Es ist nicht nur die Luft und das Klima, auch diese uralten Gneise, die überall zwischen der spärlichen Vegetation heraus schauen , die weite Tundra und sogar die kasernenartigen Zweckbauten, die hier an den Hängen herauf gebaut sind wecken dieses Grönland Feeling. Nur das Inland Eis fehlt.
    Ich hatte heute morgen ja nur noch 60km, da konnte ich mir nicht nur Zeit lassen, sondern auch ein paar kleine Umwege fahren.. Heute sind 22h Sonne angesagt, das ist richtig abartig ! Nachdem ich eine kleine Rentier Herde mit Jungen fotografiert habe, habe ich nur noch Handyfotos gemacht, das Licht ist mir einfach zu kitschig...
    Bin in Hammerfest auch gleich auf den schönen Aussichtspunkt hoch, habe einen Spaziergang gemacht und den Mittag vertrödelt. Hier ist auch der See, an dem Heinz letzten Sommer die Sterntaucher fotografiert hat. Leider schwimmt nur einer hier traurig im Teich. Entweder sitzt die Partnerin irgendwo auf den Eiern, oder sie ist nicht mit zurück gekommen...
    Die Sehenswürdigkeiten habe ich ja letzten Sommer schon abgeklappert, drum war ich nur noch ein bisschen am Hafen und bin dann hinter die Stadt in den nächsten Fjord gefahren. Dort gibt's einen idyllischen Spaziergang zum Strand und einen hübschen Stellplatz am Meer, den ich für mich alleine hatte.
    In der Nacht bin ich aber hinter die Fischerhütten geflüchtet. So hatte ich Schatten bis 7 Uhr und konnte besser schlafen.
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  • Musikliebende Rentiere und hüpfende Wale

    1. Juni in Norwegen ⋅ ☁️ 12 °C

    Habe als allererstes ein neues Paket gepackt. Mein dicker Daunenschlafsack geht jetzt doch direkt nach Deutschland. Er versperrt mir den ganzen Caddy und es wird ja jetzt doch immer wärmer, so das ich auch mit dem dünnen gut zurecht komme. Bin nach einem gemütlichen Frühstück mit Silke erstmal Richtung Alta gefahren. Die letzte "Großstadt" für längere Zeit, da wollte ich mich noch ein bisschen verpflegen, mein Paket aufgeben und ich brauchte neue Schlappen, die alten sind so verformt, das ich da nicht mehr reinpasse.
    Nach einer ausgiebigen Mittagspause am Hafen bin ich dann weiter gefahren. So sehr mich die Mitternachtssonne beim Schlafen stört, zum Reisen ist sie optimal, denn ich kann auch in der Nacht fahren und am Tag schlafen, wie mir das beliebt... Und so bin ich noch reichlich weit gekommen gestern.
    Und der Landschaftswechsel war wieder frappierend. Nach Alta hören die hohen Berge auf und es geht ins Hochland. Unendliche Weiten, aktuell noch mit Schnee bedeckt, die Haselnüsse blühen schon und an den Birken zeigen sich die Knospen, richtiges März Feeling. Ich liebe diese Art von Landschaft, vielen wäre das aber sicher zu langweilig. Dieses Gewaltige, Grandiose lässt sich auch sehr schwer auf dem Foto wiedergegeben, man muss es sehen...
    Manchmal macht mich so eine Landschaft unglaublich emotional... Ich fühlte mich so privilegiert, hier einfach reisen zu dürfen, das trotz gesundheitlicher Einschränkungen und wenig Geld alles noch erleben zu dürfen, dem Universum einfach so unendlich dankbar, das ich existiere ...
    Gerade fing ich an, diese Straße zu filmen, als eine Rentier Herde vor einem entgegen kommenden LKW über den Weg sprang. Ich konnte direkt neben ihnen anhalten und wollte sie schnell im Schnee fotografieren, bevor sie weiter zogen. In meiner Hektik hatte ich noch Musik laufen, die laut aus dem Fenster schallte. Und was war das? Statt wegzulaufen haben sie sich alle hingelegt. Ich hatte wirklich das Gefühl sie hören zu. Und als ich weiter fuhr (ruhende Rentiere zu fotografieren ist auf Dauer auch nicht so der Brüller), standen sie alle auf und liefen weiter...
    Als nächstes sah ich eine Möwe am Wegesrand, die einen Frosch gefangen hat, der verzweifelt versuchte zu entkommen, und dann sah ich meine Benzinanzeige, und realisierte, das ich besser schon in Alta getankt hätte...
    Nach meinen Hochgefühlen über die Landschaft und die Tierwelt schlug die Stimmung etwas um. Denn so schön es hier ist, kein guter Ort um liegen zu bleiben...
    Google Maps zeigte, ich könnte es gerade so nach Hammerfest schaffen, aber ich wollte ja gar nicht unbedingt den schnellsten Weg nehmen...
    Zum Glück gab es dann doch noch eine ungelistete Tankstelle und ich konnte entspannt weiterfahren...
    Ich fuhr dann in einem kleinen Fjord und sehe aus dem Augenwinkel ständig was aus dem Wasser springen. Was ist das? Schnell angehalten und das Tele rausgezerrt. Gar nicht so leicht auf der glitzernden Wasseroberfläche die Tiere zu finden. Ich dachte erst es wären Orcas, die sich da aus dem Wasser katapultieren, aber es waren vermutlich Weißschnauzendelphine, wie die Fotoanalyse später ergab. Es waren 4 Tiere, und sie zogen nach ihrer Show am Ufer entlang, und ich mit dem Caddy hinterher. 3km konnte ich ihnen mit dem Auto folgen und dabei immer wieder Fotos machen, das war ein tolles Abenderlebnis. Ich suchte mir dann gleich einen Schlafplatz an diesem Sträßchen und ließ den Tag mit Blick über's Meer ausklingen.
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  • Ein Tag am Fluss

    31. Mai in Norwegen ⋅ ☀️ 8 °C

    Heute habe ich mir endlich die Zeit genommen meinen Caddy ein bisschen zu sortieren, Wäsche gewaschen und ein bisschen rumgegammelt. Silke und Geir waren dabei eine der Hütten auf dem Campingplatz zu renovieren. Der Campingplatz ist wirklich toll und ein echter Geheimtipp. Nicht nur der Preisgünstigste im ganzen Norden sondern auch in einer tollen Gegend mit super Wasserfällen und Buchten . Und seit die Brücke über den Fjord ihn von der Hauptstraße abgehängt hat auch extrem ruhig.
    Zum Glück haben die Beiden ja noch ein festes Einkommen, Silke arbeitet als Altenpflegerin und Geir fährt den Schulbus.
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  • Freundin besuchen...

    30. Mai in Norwegen ⋅ ☁️ 7 °C

    Vom Lyngenfjord bin ich gestern gemütlich zu Silke gefahren, vorbei an ein paar altbekannten Locations, die ich immer wieder gerne aufnehme.
    Da Geir, ihr Mann zum Fußball verabredet war, haben wir uns einen gemütlichen Grillabend gemachtWeiterlesen

  • Vom Märchenwald zum Fjord

    29. Mai in Norwegen ⋅ ☁️ 4 °C

    Morgens hellste es ein bisschen auf, als ich meinen Kaffee trank. Da sah ich auf einmal direkt neben mir einen großen Schneehasen vorbei hoppeln. Als ich die Kamera erwischte, war er leider schon weg. Und dann fand ich frische Elchlosung neben dem Caddy, nächtlichen Besuch hatte ich also auch gehabt. Solange ich im Auto saß, flatterten auch viele kleine Singvögel umher. Kaum stieg ich aus, waren sie natürlich verschwunden.
    Habe den Vormittag damit verbracht, mir ein bisschen die Gegend anzuschauen und diese herrlichen Farne mit verschiedenen Linsen zu fotografieren. Und die Hummeln an den Heidelbeerblüten.
    Hat riesig Spaß gemacht, endlich mal wieder Macro!
    Die Fahrt zum Lyngenfjord zog sich etwas, und jetzt habe ich mir einen ruhigen Platz in den Heidelbeeren gesucht, in der Nähe eines alten Kriegsschauplatzes mit Bunkern und Gefängnis etc
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  • Senja im Regen

    28. Mai in Norwegen ⋅ ☁️ 9 °C

    Um 7 hat der Wecker geklingelt, hatte das Gefühl ich hatte kaum geschlafen in der Nacht. Egal, mich in die Klamotten geworfen und zum Fährhafen gefahren. Da es nur 2 Fähren gibt am Tag, muss man zeitig anstehen, damit man mitkommt. Also habe ich erst da den Kaffee gekocht und es mir nochmal gutgehen lassen.
    Auf der Fähre kamen uns auch noch ein paar Grindwale entgegen, da war die Aufregung natürlich groß.
    Auf Senja fast den ganzen Tag Dauerregen, da bin ich dann Abends noch weiter gefahren. Dann habe ich mehr Zeit zum fahren und komme noch rechtzeitig zu Silke. Schönen Platz im Wald gefunden.
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  • Keine Eulen, das ist zum heulen

    27. Mai in Norwegen ⋅ ☁️ 7 °C

    Nach der langen Elchnacht habe ich entsprechend lange geschlafen. Gut, das das trotz Mitternachtssonne wieder klappt. Zumindest bei bewölktem Himmel, sonst wache ich schon von der Hitze zu früh auf...
    Bin zurück gefahren auf den stillen Platz an der Küste und habe da den Tag vertrödelt. Kein Verkehr, himmlische Ruhe, doch dann kamen die Schafe wieder, und bimmelten um mich herum, die neugierigen Dinger ...
    Abends zog es immer weiter zu, und als ich dann losfuhr hatte ich immer wieder Regenschauer. Sah einen Elch, hilt aber nicht an, denn ich wollte in den Norden, Eulen suchen...
    Das machte ich dann auch mehrere Stunden mit Hingabe, hat leider nichts genutzt... Ein paar andere Vögel habe ich dann auf die schnelle erledigt und bin schon "früh" um 1 ins Bett, denn ich wollte morgens zeitig an der Fähre sein, noch eine Nacht hätte bei dem Regen nichts gebracht.
    Geschlafen an einem See vor Bleik
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  • Packen Putzen Pirschen

    26. Mai in Norwegen ⋅ ☁️ 7 °C

    Wie immer vor Veränderungen schlafe ich schlecht und war dann doch recht früh auf.Den ganzen Vormittag geräumt, eigentlich sind ja schon 90% im Auto, aber die Kleinigkeiten machen es... Und dann muss ich ja noch saubermachen und Kühlschrank abtauen etc... Und ich habe das Gefühl es wird immer chaotischer.
    Im Caddy werde ich dann bestimmt ne Woche brauchen, alles richtig zu verstauen. Hab jetzt natürlich noch nen Berg Lebensmittel dabei die ich nicht da lassen wollte, da wirds im Caddy gemütlich...
    Noch mal bei Lila Kaffee trinken, da musste ich schon wieder heulen... Dann aber los, bei der Gimsøy Brücke noch den letzten Müll entsorgen, dann gesehen, das die nächste Fähre auf die Vesteralen in 50 min geht und ich richtig Gas geben muss...
    Die Landschaft fliegt vorüber, ich sage innerlich Tschüss Lieblingsbrücke, Tschüss Fischerhütte, Tschüss ihr Berge... Gut das ich so im Druck bin, das macht es leichter...
    Dann auf den Vesteralen langsam die Küste hochgezuckelt, und mir einen ruhigen Platz für ein Abendschläfchen gesucht, denn nachts war Elchjagd angesagt...
    Um 22 Uhr bin ich gestartet, die Küste hochgezuckelt und tatsächlich auch 3 Stück gesehen, von einem konnte ich Fotos machen. Dann rüber nach Andoya, gefühlt 3 Stunden gefahren, mir klappten schon die Augen zu, und plötzlich: Ein Elch auf der Wiese, Zack war ich wieder wach ... 300m später trabten 6-7 über die Straße, kurz darauf 2, die hinter der Kirche an den Büschen knabberten... Mein Elchadrenalin schlug voll zu, mit jedem Elch wurde ich wacher, und es wurde eine Menge! So ca 20 Stück, aber da das alles kleine Gruppen waren habe ich den Überblick verloren... Es war leider sehr trüb, da sind viele Bilder nichts geworden, trotzdem habe ich eine ganz schöne Sammlung hingekriegt. Sogar mein Wunschbild ist dabei, Elchsiluhette vor Himmel. Bei der Weiterfahrt auf der kleinen Straße kam ich durch eine Schafherde mitten in der Mitternachtssonne. Nur unter Protest ließen sie mich durch. So kurz vor 2 bin ich dann umgekehrt und die Straße nochmal gefahren. Dabei habe ich welche ruhend gefunden, das war auch ne schöne Variante, die ich so noch nicht hatte. Irgendwann so gegen 2.30 habe ich mir dann irgendeinen Stellplatz am Straßenrand gesucht, mein Adrenalin war noch oben, aber der Körper totmüde und wieder erwarten konnte ich dann sogar gut einschlafen und zwar (abgesehen von den lästigen Pinkelpausen) bis zum nächsten Morgen um 9.30 Uhr
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    Beginn der Reise
    25. Mai 2026