Nostalgie Tour
July 1 in Norway ⋅ ☁️ 17 °C
Die Entscheidung mit der Fähre hatte mich ja wieder in Richtung Grong geführt. Nachdem ich morgens dann den ersten Kulturschock auf der E6 hatte: geführte Kolonnenfahrt über eine lange Baustelle mit langsamer Fahrt auch danach, bin ich kurzerhand nach Grong abgebogen. Ein schnelles Gedenkfoto von der Werkstatt gemacht, hinter der ich letzten Juli mit Kupplungsschaden 4 Tage bei Extremtemperaturen"wohnen durfte", noch einen Wasserfall besucht und dann nach Snuså gefahren, um endlich den Orchideen Pfad zu laufen, den ich damals in der Hitze nicht machen wollte. Die kleine Straße, über die ich fuhr war gesäumt von Orchideen, überwiegend Fuchsknabenkraut. Wie schön! Bis hierher haben es die Lupinen noch nicht geschafft!
Lupinen blühen jetzt überall in Norwegen, und so hübsch sie auch aussehen, sie verdrängen nicht nur die einheimischen Arten, sondern wandeln auch den Boden um. Dort wo einmal Lupinen wuchsen, sind die Magerrasen Wiesen für immer verschwunden, und mit ihnen die Orchideen! In Norwegen werden Lupinen als invasive Art der gefährlichsten Kategorie eingestuft!
Leider habe ich nur mal kurz für ein Beweisfoto der vielen Orchideen angehalten, denn ich dachte ja, auf meiner Wanderung finde ich noch viele.. Leider war das ein Irrtum. Der Pfad war zwar schön und urtümlich, und er war gesäumt von frisch verblühten Maiglöckchen, aber ich fand auf dem 1. Kilometer nur Ständelwurz mit Knospen (blüht erst Ende Juli) und gar keine Knabenkräuter mehr. Weiter habe ich mich nicht getraut, denn es ging ständig bergauf und das immer felsiger. Hoch schaffe ich das ja unter schnaufen, aber ich muss mit dem kaputten Knie ja alles wieder runter laufen! Ich vermisse die federnden Moorböden des Nordens, die haben dem Knie richtig gut getan.
Als ich unten war, zitterten mir die Knie, aber ich habe noch rechtzeitig die Kurve gekriegt.
Bin dann noch ein paar schöne Schleichwege gefahren, hab eine lange Mittagspause gemacht und bin dann am Abend wieder zurück auf die verhasste E6, um weiter Richtung Trondheim zu fahren.
Nach meinen Monaten auf stillen Wegen stressen mich diese Verkehrsadern ungemein.
Ich war froh, endlich auf dem Skiparkplatz oberhalb von Trondheim einen Schlafplatz zu finden. Die Gegend hier ist total zersiedelt, da gibt es sonst kaum ruhiger Ecken.Read more




















Traveler
Tolle Stimmung
TravelerJa. Dankeschön