• Szenenwechsel

    July 19 in Norway ⋅ ☁️ 18 °C

    Vorbei ist die rauhe Landschaft mit der dramatischen Felsenküste und den tief eingeschnittenen Fjorden. Seid der Querung des Stavanger Fjord es erlebe ich Nordseefeeling pur. Es könnte hier auch Dänemark oder Norddeutschland sein.
    Große Bauernhöfe, weite Wiesen und Ackerlandschaften, viele Dörfer und kleine Städte. Dazwischen eingesprenkelt kleine Seen und Wälder, Naherholungsgebiete für die örtliche Bevölkerung, die am Wochenende mit Familie und Picknickkorb loszieht, oder hier die tägliche Fitness oder Gassirunde dreht.
    Nach einer ruhigen Nacht am Schotterparkplatz bin ich zur Nordsee gefahren. Ein netter Parkplatz vor den Dünen, mal wieder mit Designer Toilette. Hier habe ich vor dem Frühstück erstmal einen langen Strandspaziergang gemacht.
    Doch als ich dann weiter fahre, gibt's doch noch ne Überraschung, denn es wird wieder felsiger. Und es gibt schroffe, zackige Steil-Küsten, die es wieder auf kleinen Wegen auszufahren gilt...
    Ich bin entzückt, auch wenn es mich den Rest vom Tag kostet, das alles abzufahren.
    Mein 1. Stopp war noch ein netter Leuchtturm mit einer Naturschutzausstellung, dann ging es ein bisschen ins Inland. Die Felsen hier sind alle vom Gletscher der letzten Eiszeit glatt geschliffen, und oben drauf liegen Findlinge, da denkt man manchmal, die müssen jeden Moment runterkullern. Aber ich schätze mal, wenn es sie 11000 Jahre da oben gehalten hat, werden sie nicht gerade auf mein Haupt fallen...
    Mein Ziel war auch ein ganz Besonderer Findling, den ich dir h Zufall gefunden habe, denn der ist nicht einfach nur auf dem Berg gelandet, sondern auf 3 kleinen Steinfüßen, auf denen er jetzt seit Jahrtausenden ruht, ein Ruhesessel für Dinosaurier.
    Um dorthin zu gelangen, musste ich gut 1,5km über die ehemalige Straße wandern, eine kleine Zumutung für mein kaputtes Knie, auch wenn ich versucht habe auf dem weicheren Rand zu laufen. Und als ich ihn schließlich entdeckte, musste ich noch diesen glatten Eiszeithügel hochkraxeln, um in richtig ins Bild zu kriegen. Bin vorsichtig ein bisschen außenrum gelaufen, denn es ging (zumindest für mein Gefühl) überall steil runter.
    Das schlimmste war natürlich der Abstieg, hoch komme ich ja eigentlich immer, und mir haben richtig die Beine geschlottert, als ich wieder unten war. Aber ich war total stolz auf mich, das ich es trotz meiner Defizite geschafft habe.
    Der Rückweg durch die sengende Hitze war dann hart, da ich plötzlich unerträgliche Rückenschmerzen bekam, die immer schlimmer wurden.
    Im Caddy erstmal 2 Tilidin genommen und mich eine Stunde hingelegt, dann ging es etwas besser.
    Es ging weiter zum nächsten Ziel, den Helleren. Hier haben 2 Häuschen, die ursprünglich zu einer Farm gehörten die letzten 200 Jahre der Witterung getrotzt, weil sie wunderbar geschützt unter einem Felsüberhang stehen.
    Eigentlich wollte ich noch mehr besichtigen, aber der Tag war schon rum und ich ordentlich müde, so habe ich mir einen Schlafplatz gesucht.
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