Tag 10: Yak Kharka - Thorong Pedi
Sep 29–30, 2024 in Nepal ⋅ ☁️ -2 °C
Hurra, es geht weiter!
Die Nacht war wieder sehr erfrischend. An eines denken wir hier nicht, an eine frische Morgendusche. Hier geschieht nur das nötigste und fein, wenn das alles vor dem Start klappt 😎. Wir starten zwischen 8:00 und 9:00 Uhr, die heutige Etappe dauert laut Beschreibung ca. 4-5 Stunden mit ca. 450 hm. Erst später stellen wir fest, dass dies für den unteren leichten Weg zutrifft, welcher jedoch aufgrund der Regenfälle und Erdrutsche gesperrt ist. Wir nehmen also den oberen Weg mit 4.800 m am höchsten Punkt und steigen dann wieder auf 4.450 m hinab zur Zielunterkunft, Thorong Pedi, top Training 👍🙋♂️, zieht sich merklich länger. Was ich heute kaum merke ist das Gewicht des Rucksacks. Der erzwungene Restday in Yak Kharka hat zur Akklimatisierung gut getan, wir sind gut drauf. Das Wetter ist am Morgen noch bewölkt, später setzt sich die Sonne durch, und wie. Am Abend stelle ich fest, ich könnte am Red Nose Day teilnehmen, ebenso ist mein Nacken knallrot. Hätten wir wissen können, selbst meine Handrücken leuchten rot.
Die Tour selbst ist ein angenehm allmählich ansteigender Weg mit herrlichen Aussichten zurück ins Tal und in Richtung Ziel. Auf dem Weg treffen wir auf einige Yaks mit Jungtieren, teilweise mitten auf dem Weg - ignorieren zwecklos. Und natürlich treffen wir wieder auf neue und bereits bekannte Menschen aus unserer Trekkinggemeinde. Heute ganz crazy, eine Hand voll Australier mit viel Gepäck und umso mehr guter Laune. Wir machen viele Fotos und lachen am meisten über uns selbst. Unsere Oakley-Brillen haben es den Australierinnen angetan. Eine nach der anderen probiert und ist beglückt vom nice view 🤩😎 🏔️. Eine ultralange Hängebrücke am Ende des Treks führt uns dann schließlich ins Unterkunftsdorf Thorong Pedi bestehend aus 3 oder 4 Hotels, eines laut Beschreibung gut, die anderen eher nicht so. Erstmal freuen wir uns auf ein wiederholtes Zusammentreffen mit dem skurrilen Franzosentrio und Zak & Tilly. Wir freuen uns einfach, alle, die nächste Etappe erreicht zu haben und blödeln frei herum. Baguette Jeanette, Merci Cherie, Chardonnay s'il vous plaît und und und, einfach nur ausgelassen glücklich.
Später bekommen wir mit, dass das bessere Hotel ausgebucht ist (war eigentlich klar nachdem sich die Masse an Abenteurern mindestens 3 Tage aufgrund der schlechten Witterung aufgestaut hat). Wir laufen also gefühlt weitere 100 hm hoch und landen im letzten mit dem Glück 🍀, immerhin noch eine Schlafkoje erhascht zu haben. Klo rechts und links davon, jeweils am Ende der „Zimmerreihe“ als Bodenlochvariante, Wasserhähne oder überhaupt frische Trinkwassermöglichkeiten habe ich keine entdeckt. Komisch ist in der Regel meist, diese Art Toiletten lassen sich von innen verriegeln, doch dann ist es auch stockdunkel. Es bleibt der Trost, die Schlaf- und Sanitärmöglichkeiten im untersten Hotel sahen nicht besser aus. Und wir haben wieder „Glück“, unsere israelische Großgemeinde landet auch hier, für eine heitere Geräuschkulisse ist gesorgt. Irgendwie sind diese stetig am Wachsen, was die Anzahl betrifft. Egal, wir entschließen uns noch zu einen nachmittäglichen „Spaziergang“ in Richtung High Camp zum Akklimatisieren und tun dies immerhin bis über die Hälfte des Weges, also nochmal 250 hm. Es geht leichter als gedacht, also sind wir für morgen frohen Mutes. Im Camp zurück gibt’s dann bereits gegen 18:00 Uhr Abendessen. Der Raum ist um den Ofen herum einmal mehr israelisch dominiert. Wir freuen uns mit einem australisch/britischen Trio zusammenzukommen und finden viele Themen zum Quatschen. Und natürlich kennen die Australier von Deutschland mal wieder ausschließlich das Oktoberfest 🍻.
Wir gehen gegen 20:00 Uhr früh zu Bett und mummeln uns in die Schlafsäcke. Schön, dass es die gibt, wir wären erfroren.
Am Abend diskutiert Micky noch herzlich zur Aufsteh- bzw. Losgehzeit. Puru wollte bereits 3 Uhr starten, Micky am liebsten 8:00 Uhr. Wir einigen uns schliesslich auf 4:00 Uhr, woraus am Ende 4:30 Uhr wird. Ohne den Tag vorwegzunehmen, keine Sekunde zu früh.
Nachti 🙋♂️❄️Read more






















