Colombia
Isla Tierra Bomba

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Travelers at this place
    • Day84

      Privatstrand: Paula und Leo mittendrin!

      January 2 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

      Die Nacht war ein wenig härter - im Wahrsten Sinne des Wortes.. Wir haben kein richtiges Kopfkissen und die Matratze ist auch nicht super premium Also bestimmt paar mal aufgewacht aber egal. Paula und ich haben uns ein Müsli mit Früchten gezaubert und es wieder draußen am Deck gegönnt. Nach einer kurzer Beleidigkeitsphase meinerseits gegenüber Odin, hat sich dann wieder vieles geklärt und wir haben uns fertig gemacht. Nicolas hat uns nämlich spontan gesagt dass wir heute nicht zu dem Strand fahren, wo wir eigentlich ganz in der Füh hin wollten, sondern zu dem Privatstrand von der Family von Nicolas fahren!

      10 Minuten spärer wurden wir von einem Motorboot und dem Bruder von Nicolas abgeholt. Davor wurde noch das Segelboot abgesperrt und ich hab, keine Ahnung nach meinen Einbruchdiebstahl immer ein mulmiges Gefühl. Aber los geht's und so sind wir, nur mit Badesachen und Cappy ausgerüstet, los. Handys haben wir beim Boot gelassen und der Plan war einfach mal vollkommen zu relaxen.

      Die Sonne hat runtergeknallt auf dem offenen Wasser und die Kulisse war natürlich wie im Traum: ihr werdet es ja warscheinlich an den Bildern erkennen. Müsst ihr euch so vorstellen: eine karibische Bucht, überall haben anderen Yachten ihre Anker geworfen und Junge und Alte Menschen machen Party und am Ufer befinden sich malerisch teure und eindrucksvolle Villen. Hier kommst du nur hin wenn du ein eigenes Boot oder jemanden kennst, der eins hat, hin.

      Dann sind wir an der Insel angekommen und zu dem Strandabschnitt, der nur für uns war. Die Wellen klatschen ans Ufer, grüne Palmen und weißer Sand überall und vom Boot aus waren schon die Hängematten und der Rest von Nicolas Familie winkend zu erkennen. Mit dem Boot sind wir dann bis an den Strand gefahren und rausgesprungen und ich habe alle bekannten Gesichter von Weihnachten wieder erkannt. Diesmal kann ich aber Paula vorstellen:) Alle sind super drauf und es waren noch paar Freunde von der Familie dabei - und Gorgio, der unserer Meinung in dem ganzen Getümmel so aussah wie der vergessene Onkel ohne Kinder^^ sah witzig aus.

      Der Privatstrand hat eine Länge von so 200m und befindet sich auf einer komplett eigenen Insel, wo du mim Auto nicht selber hinkommst. Es gibt paar große Zelte, wo die "Köche" oder "Angestellten" bei unserer Ankunft schon fleißig am kochen und braten waren. Daneben stehen noch, von der Sonne geschützte Zelte und es laufen einige Inselhunde rum. Gefundeses Fressen für Paula aber natürlich auch für Odin^^ Odin hat den Tag über Spaß mit seinen Spielkameraden gehabt und Paula und ich haben uns, nachdem der Großteil der Männer noch vor dem Mittagessen mit dem Boot zum Angeln rausgefahren ist, in die Wellen gestürzt.

      Das Wasser ist - sorry für die Ausdrucksweise- pisswarm aber trotzdem eine Erfrischung bei den heißen Temperaturen. Der Boden ist größtenteils mit Seegras bedeckt aber man gewöhnt sich schnell daran und an manchen Stellen ist dann auch mal nur Sand. Ist immer abhängig vom Wetter und Wind der Vortage. Und Paula und ich sind ein wenig weiter raus und wenn wir unseren Blick auf den Strand richten, leben wir hier grad wirklich wie im Traum.

      Mit Mar und Carolina haben wir dann wieder ein paar Spielchen gespielt. Mar ist nämlich inzwischen ein wenig aufgetaut und möchte die ganze Zeit etwas mit uns machen. Sehr süß die Kleine. Paula und ich haben uns dann irgendwann in die große Hängematte gelegt. Wenn man die Beine aus der Matte hängt, kommen die Wellen bis zu den Füßen und so genießen wir es dort mit sehr guten Gesprächsthemen:)

      Irgendwann wurden wir zum Mittagessen gerufen und des kann man sich nicht geben, diesen Luxus den wir an dem Tag hatten. In der Zeltküche war offenes Buffet und es gab ganz traditionell kolombianisches Essen: ein umwerfend leckerer Kokusnussreis, frittierte Platanos (Kochbananen), Zwiebelsalat, und dazu frisch gefangener über dem offenen Feuer gebratener Fisch. Wir haben uns beide eine gute Portion aufgeladen und dann unter den Palmen mit der Family gegessen. Dazu kaltes Bier oder Cola und als dann kurz danach die anderen vom Fischen gekommen sind, hat Gorgio wieder seinen italienischen Prosecco ausgepackt. Kannst eigentlich nicht toppen.

      Mit vollen Bäuchen haben wir den frühen Nachmittag dann in der Hängematte oder im Meer verbracht. Aus dem Wasser sind wir dann irgendwann raus, weil obwohl wir uns mit Sonnencreme eingeschmiert haben, sind wir beide an paar Stellen verdächtig rot. Genauso rot wie warscheinlich der Krebs, die mich irgendwann in den großen Zeh gezwickt hat^^ ja paula es war doch nen Krebs btw;)

      Gegen 15 Uhr haben wir uns dann von allen verabschiedet und wurden zurück zum Segelboot gebracht. Ich bin im Boot ganz vorne gesessen mit Nicolas und jetzt am Nachmittag sind noch viel mehr Menschen hier in der Bucht und haben Spaß - mit viel zu lauter Musik auf ihren Yachten. Als wir an Bord waren, musste das Schiff wieder fahrtauglich gemacht werden und Paula und ich haben uns unter Deck nützlich gemacht und angefangen sauber zu machen und unsere Sachen zu packen. Und nicht zu vergessen eine Dusche zu nehmen.

      Das Segelboot hat allerdings bei der Ausfahrt aus der Bucht und dann auf hoher See ordentlich geschaukelt und so sind wir beide recht schnell auf Deck geflohen, weil uns beiden verdächtig schlecht geworden ist. Es hat schon ordentlich geschaukelt und als ich endlich fertig war, meine Sachen auch fertig gepackt zu haben, bin ich nach oben und hab mich an die Paula angelehnt. Kreuzchen sind gesetzt wenn wir ohne zu kotzen im Hafen ankommen. Aber so schlimm war es dann doch nicht und nach paar Minuten gings schon wieder besser. Und so saßen wir mit allen im Kreis auf den Bänken und der Trip hat uns an die Familie von Carolina und auch an Gorgio viel näher gebracht und wir verstehen uns alle prächtig!

      So gut dass Nicolas gesagt hat, dass Paula und ich ein Bild am Steuer vom Selboot machen sollen und so ist das Coverbilf von heute entstanden! Nur dass ich das Steuer ab diesem Zeitpunkt nicht mehr los gelassen habe und von Carolina erklärt bekommen hat, wie man navigiert und das große Steuerrad bewegen muss, um auf Kurs zu bleiben. Und es hat mega viel Spaß gemacht und ich wurde von de beiden gleich von Anfang an gelobt, dass ich den Kurs trotz den hohen Wellengang so präzise gehalten habe^^ Die Abendsonne hat von hinten in den Nacken gescheint, Paula saß neben mir und ich am Steuer durch die Karibik von nem 18 Meter Selboot. Ganz besonderer Moment.

      Nach 1-2 Stunden waren wir dann bei Boca Chica, der schmalen Einfahrt in die Bucht von Cartagena. Kurz davor hat man noch den atemberaubenden Übergang vom dunkelblauen Meerwasser und dem grünlichen Wasser von der Bucht von Cartagena erkennen können. In die Bucht fließt nämlich ein großer Fluss und deswegen ist das Wasser bei Cartagena ein weniger trüber, aber diese strikte Trennungslinie der beiden verschiedenfarbigen Wasserfarben ist der Wahnsinn.

      Und ja als wir die erste rote Boje gesehen haben, hat mir Carolina Anweisungen gegeben was ich machen soll, weil ich durfte nämlich das Segelboot in die Bucht navigieren! Man munkelt dass ichs drauf habe und in Deutschland jetzt vielleicht einen Segelschein machen muss ^^ ne aber Carolina und Nicolas habe echt gemeint, dass ich das überraschend gut mache und sie mir das Steuer jetzt zutrauen. Paula hingegen, die die ganze Zeit rechts von mir gesessen ist, war ein bisschen skeptisch... meiner Segelkünste gegenüber und ich meine sie hatte sogar Angst^^

      Auf jeden Falls bin ich mit einem großen Bogen an der ersten Boje vorbei und habe mich dann gleich rechts der grünen Bojen gehalten. Es funktioniert nämlich wie ein Korridor: wenn die Bojen rechts rot und die Bojen links grün sind, dann ist das die Einfahrt in der Bucht. Jedes Schiff teilt sich diese 150m breiten Korridor und da Cartagena ja auch zwei Häfen hat, müssen natürlich auch die richtig großen Verkehrsschiffe durch den gleichen Korridor. Und im Gegensatz zu so einem 300m langen Schiff, vollbeladen mit Containern usw., ist das Segelboot von uns natürlich eine Nusschale. Deswegen stets an den grünen Bojen halten und mit ausreichend Abstand zu den großen Brummern.

      Und so hab ich dann das Segelboot von Boje zu Boje in den Hafen von Cartagena manövriert! Die Stimmung an Bord war fenomenal gut und wir haben viel gelacht. Vorallem wurde sich über mein rotes Gesicht lustig gemacht und Carolina nennt mich jetzt Lobster oder Tomato.. wahnsinnig witzig. Und Paula hingegen hat in den letzten 8 Tagen so einen Tan, dass ich einpacken kann. Aber heute sind wir beide sogar ein bisschen rot. Wird hoffentlich nicht schlimmer, weil wir ab morgen schon im Dschungel mit Rucksäcken unterwegs sein wollen.

      Ich hab dann das Steuer abgegeben, als wir die Segel eingeholt haben. Danach haben Paula und ich uns aufs Deck gelegt und die Einfahrt bei Sonnenuntergang nach Cartagena genossen. Die warme und gelbe Sonnenstralen blitzen immer wieder zwischen den Hochhäusern hindurch und es war wirklich traumhaft. Beim Anlegen haben wir dann wieder geholfen und mussten uns dann zügig von allen verabschieden.. wir hatten heute noch eine 4 Stunden Busfahrt nach Santa Marta vor uns. Wir hatten schon alles für den Lost City Track gepackt gehabt und mussten nicht mehr heim davor. Also auf Wiedersehen Gorgio und auf Wiedersehen Carolina und Nicolas, obwohl wir sie in paar Tagen wieder sehen werden. War auch im Nachhinein ein sehr schönes Neujahr und alle sind auf dem Trip noch ein bisschen mehr aufgetaut.

      So und jetzt geht das Abendteuer für Paula und mich weiter: ab nach Santa Marta. Hostel war gebucht, Bus noch nicht und auch wie wir zum Busbahnhof kommen stand offen. Erstmal Geld abheben und dann mit einem Taxi zum Busbahnhof. Dann dort eine gute Agency finden, Ticket kaufen und warten bis der Bus um 20 Uhr abfährt. In der Wartezeit haben wir uns was zum Essen gesucht und im Terminal was leckeres Vegetarisches gefunden. Die Frijoles (Bohnen) waren so gut, dass wir uns sogar welche nachbestellt haben^^

      Und als wir dann endlich im Bus gessesen sind, konnte ich endlich entspannen und bisschen runterkommen. Es ist anders mit Paula zu reisen, weil ich die "Verantwortung" eben habe, aber auf gar keinen Fall anstrengender aber einfach anders und sehr schön.

      Im Bus wurden erstmal eingerissene Nägel und noch eine Verletzung am Finger verarztet und dann gingen die Lichter aus und Paula ist eingeschlafen. Keine Ahnung wie und auch keine Schlafposition passt, weil die Straßengegebenheiten wirlich besonders beschissen waren. Der Busfahrer hat anscheind das erste mal ein Schaltgetriebe bedient und die Schlaglöcher in der Straße lassen dich keine Minute ruhig schlafen. Ich hab Footprints der letzten Tage nachgeschrieben und nach 5,5 h Fahrt sind wir endlich in Santa Marta angekommen. Dann standen wir um 1:30 Uhr da und haben ein Taxi zum Hostel genommen. Im Hostel wurden wir dann freundlich aufgenommen und uns wurde gleiche unser Dorm gezeigt. Ich wollte nämlich Paula einmal die Erfahrung in einem Schlafssaal ermöglichen.

      Und das Hostel war echt klasse und sehr nobel würd ich mal sagen. Es gab große Betten und wir haben Handtücher bekommen. Paula hat noch eine Nachtdusche gehabt und zusammen sind wir dann eingeschlafen, gespannt auf den Tag morgen.
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    • Day90

      Abschied noch trauriger als der Erste.😥

      January 8 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

      Mit Vogelgezwitscher sind wir heute im gemütlichsten Hotelbett jemals aufgewacht. Richtige schwere Decken und zwei Kopfkissen für jeden. Also ein Traum!

      Gegen Mittag sind wir dann ausgecheckt und wir hatten nur noch paar Stunden zusammen, bis Paula gegen 18 Uhr zurück nach Deutschland fliegt..:/ Also sind wir mit einem Taxi nochmal in die Altstadt und haben uns Pizza zum mitnehmen geholt und uns an die alte Stadtmauer von Cartagena in eine Zinne gesetzt und die letzten Stunden zusammen verbracht. Werden jetzt wieder eine lange Zeit getrennt sein:/

      War aber ein wunderschöner Abschluss und wir werden eines Tages nach Cartagena zurückkommen! Die Stadt ist wirklich was besonderes und wir verbinden es mit vielen schönen Erinnerungen.

      Ein Uber hat uns dann zum Flughafen gebracht, wo wir dann Paulas Gepäck aufgegeben haben und ja dann gings irgendwie ziemlich schnell.. Wir haben Paula noch ein Ausreiseformular ausgefüllt und dann hatten wir nur noch paar Minuten bis das Bording begonnen hat. Und ja was soll ich sagen: dann sind die Tränen geflossen und der Abschied für uns beide war glaube ich nochmal schwieriger als der Erste... jetzt werd ich zurück gelassen und Paula ist wieder alleine zuhause und ich freue mich soo sehr auf den Tag, an dem ich zurück in Deutschland bin und wir uns wieder sehen!

      Mit verweinten Augen stand ich dann draußen vor dem Flughafen und war wieder alleine. Mit einem Uber gings dann zu Carolina, wo ich meine wichtigsten Sachen geholt habe und dann wieder zurück in die Stadt zu einem Hostel gefahren bin. Ich wollte mit der Family von Carolina und Nicolas erstmal auf Nummer sicher gehen und mit Paulas Magendarmvirus ein zwei Tage weg sein. Und ich hatte mich mich mit nem Kontakt, den ich Costa Rica kennengelernt hatte, auf ein Bier treffen wollen, was sich an dem Abend dann aber nicht mehr ausgegangen ist.

      Aber das Hostel ist megaaa nice und wirklich das Beste in dem ich bisher war. Es ist mitten in der Altstadt und es hat ein ganz besonderes Feeling hier. Morgen gibt es paar Bilder! In der tollen Küche habe ich mir dann Spaghetti mit dem restlichen Pizzaöl von heute Mittag gemacht. Ja keine Ahnung ich war natürlich ziemlich angeknackst an diesem Abend. Ich hab vom Hostel einen Biergutschein für die hosteleigene Bar, paar Straßen weiter bekommen und so saß ich dann alleine mit meinem Bier an der Bar.. Und ja eine Szene wie aus nem Film: ^^ von der Freundin verlassen in Kolumbien hehe ne ich komm schon zurecht aber an diesem Abend ging bei mir nichts mehr.

      Ich hab mich dann in mein gemütliches Bett geworfen und Paula war ja schon seit 3 Stunden in der Luft, aber hatte kein Internet natürlich und so bin ich irgendwann eingeschlafen. Ahja und ich hab noch mit der Mama telefoniert, kurz nachdem ich zu Paula beim Flughafen auf Wiedersehen gesagt hab. Generelle Einladung an alle: falls wer mit mir mal wieder quatschen möchte, ich hab die nächsten Tage Zeit und freu mich auf paar Anrufe:)

      P.S. Das Datum für meinen Rückflug steht übrigens schon fest.🤫
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    • Day75

      Das vermutlich beste Weihnachts🎁jemals!

      December 24, 2021 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

      Hier meldet sich mal wieder der Leo und ich darf jetzt drei Footprints nachholen. Es ist richtig viel passiert die letzten Tage und seitdem Paula hier in Cartagena angekommen ist, haben wir schon viel unternommen und gesehen wie Segeln usw. Aber das erzählen wir in den nächsten Tagen. Paula schaut mir nämlich jetzt beim Schreiben ein wenig über die Schultern:)

      Erstmal ging der Tag ja ohne Paula los und es war ja auch der 24. Dezember und man kanns kaum glauben, aber ich war immer noch nicht in Weihnachtsstimmung. Wir haben in der Wohnung eine kleine Plastiktanne und schöne Sachen zum Anziehen fürs Weihnachtsfest hab ich auch noch nicht. Und so sind wir gegen 12 Uhr zum Weihnachtsessen von der Family von Nicolas Großeltern gefahren - ich mit einem billigen weißen T-Shirt und den zerstruppelten Haaren.

      In Kolumbien wird Weihnachten natürlich anders gefeiert als in Deutschland. Man feiert hier nicht abends, sondern trifft sich mittags mit der Familie und isst zusammen. Carolina, Mar und ich sind dort angekommen und vor einem großen Hochhaus gestanden. Nicolas war nämlich erkältet und ist deswegen lieber Zuhause geblieben.

      Die Großeltern von Nicolas wohnen in einem Hochhaus in einer der besten Stadtviertel von Cartagena. Wir sind aus dem Fahrstuhl raus und ich hab mich erstmal gewundert wo die anderen Wohnungstüren sind, aber nein da war nur die Eine. Die Familie vom Nicolas hat ein bisschen viel Geld und deswegen gehört ihnen das komplette Stockwerk! Eine wahnsinnig tolle und große Wohnung! Auf allen Seiten kann man den Ausblick genießen und es gib einen riesigen Balkon. Und die Familie hat ganz nebenbei übrigens noch eine eigene Insel usw. Also Geld ist vorhanden und das ganze Weihnachtsfest war auch schon upperclass.

      Ich wurde herzlichst willkommen geheißen und habe erstmal alle kennengelernt. Die zwei Brüder von Nicolas haben auch alle in den letzten Jahren Kinder bekommen und so war das heute auch ein dementsprechend lebenslustiges und lautes Ambiente zu Weihnachten. Der Opa ist schon 84 Jahre alt und es waren noch Mutter und Tante da und die Frauen von den Brüdern usw. Also insgesamt eine Gruppe von so 12 Leuten. Ich bin mit meinem weißen T-Shirt ein wenig herausgestochen weil alle anderen rote Weihnachtskleidung anhatten, um vermutlich die Stimmung bei strahlenden Sonnenschein und 36°C, wenigestens ein bisschen in Richtung Weihnachten deuten zu lassen.

      An der großen Tafel hatte man dann Ausblick auf die Bucht von Cartagena und dazu gabs zim Essen Arroz Coco (Reis mit Kokusnuss), einen tollen Salat und Fleischfilets. Gekocht wurde von zwei Farbigen Hausmädchen, die sich während des Essens um wirklich alles gekümmert haben wie aufdecken, Essen nachbringen usw.

      Beim Weihnachtsessen hab ich dann versucht in die Gespräche reinzuhorchen, aber (Zitat Schuh des Manitu) "die sprechen hier nen ganz fiesen Dialekt!" Des ist wie in Deutschland mit den verschiedenen regionalen Unterschieden bei der Sprache und so ist es in Cartagena so, dass man sehr schnell spricht und anders stark betont. Paar umgangssprachliche Ausdrücke hat mir dann der eine Bruder beigebracht: Que coolo es und que hobo es^^

      Danach stand die Bescherung an und es gab wirklich viele Geschenke für die ganzen kleinen Kindern. Mit lautem Geschrei wird jedes Kind angefeuert und sobald die letzte Hülle vom Geschenkpapier gefallen ist, schreiht jeder WOOOW! Also wirklich sehr sehr laut aber amüsant! Ich hab mich zu der Zeit kurz verzogen und kurz mit daheim telefoniert und Frohe Weihnachten gewünscht. Ich bin selber noch in Stimmung und das werde ich vermutlich erst sein, sobald ich Paula heute Abend in den Armen habe. Ich hab auf sie gewartet:)

      Überraschend haben Paula und ich dann auch ein Geschenk zum Auspacken bekommen:) Zwar nur Pralinen aber die Geste war sehr schön und Paula darf ihre Schachtel dann heut Abend aufmachen.

      Gegen 16 Uhr gings dann heim und langsam war ich aufgeregt. In zwei Stunden landet Paula in Cartagena! Wir haben zwischendrin kurz geschrieben gehabt weil ihr Flug anscheinend Verspätung hatte aber es sollte alles klappen. Da war sie grad in Bogota zum Zwischendlanden. Ich hab mich echt auf alles vorbereitet weil bei meinem 11h Flug nach Cancun war ich schon fertig und Paula ist insgesamt 17h unterwegs, mit zwei Backpacks und einem Handgepäck.

      Carolina und ich sind dann ausgerückt und ich bin dann in der Stadt früher aus dem Auto rausgesprungen weil so viel Verkehr war. Und dann steh ich da vor dem Ausgang beim Flughafen und warte darauf dass Paula auftaucht. Und es kam immer wieder eine Scharr an Menschen raus, vollbeladen mit Koffern aber Paula war nicht dabei. Nach sehr sehr langen 30 Minuten hatte ich langsam echt ein komisches Gefühl und hab mir schon gedacht was den schief gelaufen sein kann... falscher Flughafen, Gepäckstück verloren oder was weiß ich.. Ich hatte auch kein Internet um mich zu melden und die einzige Sicherheit die ich hatte war, dass noch andere Leite auf Jemanden aus Bogota gewartet haben und ich sie gefragt habe.

      Nach 45 min Warten, hab ich mir dann wirklich gedacht wo sie steckt und mir einen Hotspot organisiert und genau in dem Moment wo er aktiv war, erscheint ein Anruf von Paula!

      Ein Stück weiter vorne hab ich sie dann plötzlich gesehen und kurz ist der wieder dieser Moment der Surrealität durch den Kopf geschossen aber alles bestens gelaufen und so sind wir dann an diesem Abend des 24. mit Carolina sehr glücklich nach Hause gefahren. Wir haben dann Gastgeschenke übergeben und Plätzchen gegessen. Zicke zacke Hühnerkacke ist bei der Mar und auch bei Carolina und Nicolas sehr gut angekommen und so haben wir gleich eine erste Partie gespielt. Todmüde ging der Abend dann zu Ende. Frohe Weihnachten an alle!
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      Traveler

      Also, wie ich lese, ist alles sowas v super, wie man es nicht besser haben könnte .... tja, wenn’s Geld keine Rolle spielt, ist so Manches Unmögliche machbar....Du bist offensichtlich i d ‚besseren Kreise‘ geraten - und da wird einem der krasse Gegensatz zwischen arm u reich i diesen Ländern mehr als deutlich vor Augen geführt! Genieße diese Zeit!

      12/28/21Reply
      Traveler

      Weinachten mal so ganz anders- aber vom Feinsten u mit Paula kam sicher keine Heimweh auf!? .... Du schreibst, dass ein ganz großer Teil Deines Schadens abgedeckt ist ..... da hast Du unglaubliches Glück gehabt u Du kannst unbekümmert weiterreisen....

      12/28/21Reply
      Traveler

      Jetzt wünsche ich Dir noch nen guten Start ins neue Jahr, Grüße an Paula u Deine Gastfamilie, bleib gesund u weiter vorsichtig!!!

      12/28/21Reply
      2 more comments
       
    • Day177

      Here we are, Colombia!

      March 2, 2020 in Colombia ⋅ ☀️ 31 °C

      A long boat trip came to an end this morning when we arrived in Cartagena. After another 4 hours from the anchoring spot, we passed the fort of Bocachica, saw the highrises and the marina of the city. We had a final breakfast on the boat (hamburgers), before inspecting our luggage for any damages due to the water. Our panniers were dry as well as one of the big bags. The second one got completely soaked - but luckily there were no electronics in it. Michl's iPhone did not survive a swim in the salt water though. The captain took him to his favourite technician later to replace it with a new one.
      However, we left the boat and went to immigration. This was pretty easy. We handed all our passports to a lady at the marina, she had them stamped somewhere and came back later to return them to us.
      We then went to our AirBnB, took a desperately needed shower, dried some wet stuff and gave a package of dirty cloths to the laundry service. Then we headed off to find a bike for Michl, so he can join us during the next few days. We checked some bikeshop just to see what's on the market, but didn't buy anything yet.
      Afterwards, we walked along the beach towards the historical center. It's interesting how quickly the environment can change here - from a slum-like road to pricey highrise apartments within one block. There's lots of streetart around all parts of the city. And the historical center is quite beautiful. Surrounded by a stone wall, many colonial style buildings, very colourful and lively, bars, restaurants... We really liked it.
      At 7pm, we met the boat crew at a pizza place to have dinner together. Nice to see everyone again after a shower and in clean cloths. But as we were all pretty exhausted from the cruise, we called it an early night and said goodbye to everyone.
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      Traveler

      Yay!!!! South America!

      3/3/20Reply
      Traveler

      Yep, the final "America" of the "3 Americas" of our trip...

      3/3/20Reply
       
    • Day279

      Cartagena

      February 29, 2020 in Colombia ⋅ ☀️ 30 °C

      Cartagena ist die letzte Station unserer Südamerika Tour. Da es keine Landverbindung nach Centralamerika gibt, verschiffen wir unsere Fahrzeuge hier nach Panama, fliegen dann rüber und holen dort die Autos wieder im Hafen ab.Read more

      Traveler

      Lieber Ruedi, wie hast du diese Foto gemacht? LG Erwina

      3/24/20Reply
      Traveler

      Screenshot vom Traveltracker im Findpenguis

      3/24/20Reply
       
    • Day79

      Tierra Bomba - Strand von Cartagena

      December 28, 2021 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

      Der Wecker ging früh heute Morgen - ein bisschen zu früh für einen eigentlichen freien Tag. Wir sind mit Nicolas und Carolina mit in die Arbeit gefahren und die Beiden haben uns in Boca Grande rausgelassen. Von hier aus gehen die Boote raus zu Tierra Bomba - der großen Insel direkt in der Bucht von Cartagena. Dort soll es wunderschöne Strände geben, die man allerdings nur mit einem Boot erreichen kann.

      Wir sind angekommen und wurden gleich von einigen Bootsführern angesprochen. Jeder wollte uns das beste Angebot machen und mit ein bisschen verhandeln gings dann mit einem guten Preis auf ein Boot - wir beide ganz allein. Normalerweise haben hier mehr Leute Platz aber wir waren so früh da, dass wir das Boot und auch den Strand die ersten Stunden fast für uns allein hatten!

      Wir haben uns richtig tourimäßig eine schöne Liege mit Sonnenschutz geschnappt und den Tag zwischen Strand und Wasser gewechselt. Sehr schön! Gegen Mittag haben wir dann ein Mittagessen serviert bekommen und nach viel Sonne tanken gings dann am Nachmittag wieder zurück nach Cartagena.

      Die Bootsfahrt auf dem Rückweg war zugegebenermaßen ein wenig wilder vom Wellengang her und Paula hat bei ein zwei Wellen schon eher panisch gekuckt aber nachvollziehbar weil die zeitweise locker über 2-3 Meter waren. Da wurden wir durchgeschaukelt.

      In Boca Grande haben wir dann zufällig eine Nürnbergerin kennengelernt, die unserem Gespräch gelauscht und gehört hat, dass wir Deutsche sind. Sie ist jedes Jahr zu Weihnachten hier, weil ihr Freund aus Cartagena kommt und war ganz cool und interessant, was sie so zu erzählen hatte.

      Wir durften dann nochmal in die Wohnung in dem Hochhaus, wo ich Weihnachten mit der Family von Nicolas verbracht habe. Wir waren komplett klebrig und salzig vom Strandtag und durften uns dort duschen. Und Paula konnte noch die Wohnung anschauen und die ist wie gesagt der Hammer! Das gesamte Stockwerk ist ein Apartment und du hast einen wundervollen Blick auf die Bucht und alles umdichherum, weil auf jeder Seite Fenster raus gehen.

      Wir wurden gerne aufgenommen und mit Gatränken versorgt und durften auf dem Balkon noch bleiben und haben uns dann zwei Stunden den Sonnenuntergang angeschaut:)

      Irgendwann kam dann Nicolas und Carolina nach, um Mar abzuholen und wir sind dann in die Stadt gecheckt - zu Fuß wohlgemerkt. War sehr warm aber die Strecke am Wasser durch das beste Stadtviertel und die ganzen Hochhäusern war schon schön und gegen 20 Uhr waren wir dann wieder in der Altstadt. Sie gefällt uns so gut, dass man immer wieder durch die gleichen Gassen schlendern kann und tatsächlich haben wir dann im genau gleichen Restaurant wie vorgestern nochmal gegessen ^^ auch genau das gleiche bestellt, nur diesmal sogar noch mit einer kleinen Vorspeise. Am Platz geht es lebhaft zu und es tanzen immer wieder kolumbianische Locals die traditionellen Tänze vor mit Fakeln usw.

      In einer Zinne an der Mauer haben wir den Abend dann wieder ausklingen lassen und sind mit einem Uber nach Hause.
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    • Day382

      Stadtteil Bocagrande

      December 21, 2021 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

      Heute geht's in den modernen Stadtteil Bocagrande, der hauptsächlich von Hochhäusern, Hotels und Wohnkomplexen geprägt ist. Dies steht natürlich im krassen Kontrast zum historischen Teil Getsemani und ist deshalb umso spannender. Bisher gefällt uns Cartagena wirklich sehr gut. Es ist total abwechslungsreich und doch nicht so extrem touristisch, wie wir befürchtet hatten. Wir lieben es durch die Gassen der Altstadt oder über die Stadtmauer zu schlendern, erkunden gerne die Hochhausgegend und entdecken ständig neue interessante Ecken. Hier wird es uns wirklich nicht langweilig.Read more

    • Day50

      Cartagena Tag 1

      October 12, 2021 in Colombia ⋅ ⛅ 29 °C

      Üses Hostel Casa del Puerto in Cartagena isch mega schön. Gueti Better, AC im Zimmer, grossi Duschene, Pool, Zmorge inbegriffe (Toast, Pancakes, Omlette, etc...)🎉 Leider sind do nur Familie i dem Hostel und isch usserhalb vom Zentrum.💁🏼‍♂️

      Am erste Morge hemer denkt mer wönd go surfe, wels eifachi Wälle do sött ha. Es het aber gar kei Welle gha und drum hemer beschlosse mer gönd an Strand eifoh go chille. Chille isch aber s falsche Wort, wel andauernd vo Strandverkäufer belästigt wirsch. Würkli die gönd nöd, verstönd kei Nei. Ehrlich gseit hend die mer de ganz Tag versaut gha, weli mich so ufgregt han. Und mer kennts, wenns mol ned lauft, den laufts nöd. Aschlüssend hani es Uber bstellt is Hostel...Leider hani s falsche Hostel usgwählt und den simmer dopplet so lang gfahre mit 2 Ubers...🤐

      Uf e Empfehlig simmer ine Rooftopbar go Znachtesse. Leider isch au de Tipp en Müll gsi. S Resti isch zwar super schön gsi, guets Ambiente, aber leider völlig übertürt und nur als Coctailbar geignet. Zuedem het de Rooftop nedemol offe gha. Mer hend pro Coctail 28'000 Pesos zahlt. (Zum Verglich: mer hend scho für 11'000 gesse). Mi Salot für 20'000 Pesos het us 5 Salotblätter mit chli Füllig bestande. 🤐Schlussendli simer den z Fuess heigloffe und hend üs en Mitternachtssnack imene Supermarkt gönnt.

      De Tag het für mi nur di schlechti Site zeigt vo Cartagena für mich...Ich hoffe das änderet sich no🙃
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    • Day30

      Esmeralda is back!

      August 22, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

      After a long day at the Puerto Bahia yesterday, I was permitted to drive our truck out of the harbor. It was already dark and Susanne was still roaming the streets of Cartagena ,while waiting for my return (only one person can enter the port) . So we decided to check out the overlander tip " behind the Hilton" .
      It usually feels better to camp together with others , and we spent a decent night right at the ocean in the middle of the fancy Cartagena peninula,called Boccagrande. Glad to have our home back!
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    • Day4

      Dia 3 disfrutando la playa

      September 13, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

      Hoy disfrutamos de la playa casi todo el día. Nos quemamos bastante a pesar que estaba nublado. Nos metimos varias veces en el mar , jugamos a las cartas y lo pasamos muy bien. En las fotos se ve a los pescadores trayendo la red.Read more

      Traveler

      Me robaste fotos del facebook!

      9/13/19Reply
       

    You might also know this place by the following names:

    Isla Tierra Bomba

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