October 2017
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  • Day16

    Nur noch schnell ein kleines Schloss;-)

    October 22, 2017 in Italy ⋅ ⛅ 18 °C

    Es heißt Abschied nehmen von unserer wunderschönen Villa - für mich mit großem Bedauern. Nach 14 Tagen schönstem Wetter hat der Wetterprophet Uli unsere Abreise mit ausreichend Zeit gut geplant. Es regnet und das schmälert das Fahrvergnügen ungemein. Unser Zeitpuffer ist sogar so groß, dass wir vor unserem Abflug noch "schnell" die Villa D`Este in Tivoli besuchen können - sehr zur Unfreude von Vincent, der nun endlich trotz vieler schöner Tage nach Hause möchte - dem Ruf des Herzens folgend ;-) "Noch ein Schloss, och ne, nicht wirklich oder ? - Ich hab gerade so gar keinen Bock auf altes Zeug !"
    Im Regen über Tivolis Parkplatz im Eiltempo ins Schloss - auch ich habe eher das Gefühl, einen Wetterunterschlupf zu suchen, als ein Schloss zu bewundern. Das Bewundern kommt auf den zweiten Blick. Nach meinem Bedauern über das Nichtvorhandensein von Inventar wird man aber sehr schnell aufmerksam auf die unglaublichen Gemälde in diesem Schloss. Jedes kleinste Fleckchen Wand ist mit bunten Geschichten bemalt - unbeschreiblich und einen Besuch auf jeden Fall wert. Der Garten des Schlosses birgt noch mehr Unglaublichkeit - Wasserkunst in jeder Ecke - zahlreichste Fontänen, Springbrunnen und wasserspuckende Figuren wohin das Auge reicht. Vincent hat es auch überlebt, seine Bewunderung hielt sich jedoch in Grenzen ;-)
    Ein letztes Eis - großzügige 3 Kugeln für jedes Kind von Uli - der seine Großzügigkeit mit der darauf folgenden Rechnung aber schnell wieder bereut - wir haben wohl Italiens teuerstes und natürlich bestes Eis an unserem letzten Tag gefunden ;-) - und schon sitzen wir in unserem Flieger nach Deutschland.
    Nach zwei spannenden, aufregenden, ganz oft lustigen, schön warmen, hin und wieder gechillten, manchmal ein kleines bisschen anstrengenden Wochen liegen wir um 1 Uhr wieder in unseren heimischen Betten - Es war großartig! Gute Nacht!
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  • Day14

    So viele Schritte in Haus und Garten

    October 20, 2017 in Italy ⋅ ⛅ 23 °C

    Santa Maria di Castellabate

    Schon sehr früh bin ich auf leisen Sohlen im Haus unterwegs. Wobei leise fast gar nicht nötig ist, so viele Schritte liegen zwischen den Zimmern aller Kinder. Unser Schlafzimmer ist mindestens 50 qm groß, 2 Balkone mit herrlichen grüßen Flügeltüren. Die Fliesen am Boden erinnern an alte romantische Filme über die Villa am Meer. Der Weg in die lichtgeflutete Küche führt über die 3 mal gewendelte Innentreppe oder die herrschaftliche Aussentreppe. Italienischer Espresso aus der Aluminiumkanne ist hier Pflicht. Aber wo den Kaffee trinken? Das Haus sieht in jeder Ecke anders aus. Ein paar Minuten sitze ich in der Küche, dann ein paar Schluck in der Eingangshalle, im Wohnzimmer, auf der kleinen Terrasse vor der Eingangshalle, wieder ein paar Schluck im Hof, wo die Sonne gegen 8 Uhr wärmend um die Ecke blitzt. Mein Buch trage ich bin Ort zu Ort mit, finde aber keine Zeit, auch nur ein Wort zu lesen. Viel zu schön ist es, einfach nur zu schauen und vollkommene unvollkommene Schönheit aufzusaugen. Und dann ist da ja noch der Garten - Zitronen, Orangen, Paprika, Chili, Rosmarin, Salbei ...... In wildem Charme wächst hier alles scheinbar durcheinander und selbst von hier ein wunderbarer friedlicher Blick auf unser wunderschönes Zuhause für - leider nur 2 Tage, noch immer viel zu wenig Zeit. Und dann noch der Rest des Gartens, die restlichen 20.000 qm. Carlotta ist die nächste, dir durch das Haus schleicht. Fast verloren wirkt so ein kleiner Mensch in so viel Raum. Ich möchte keinen Schritt in diesem Haus vermissen und schon laufen wir beide den ganzen Garten ab. Olivenbäume soweit das Auge reicht, ein großes Stoppelfeld, Orangenbäume und Bienenstöcke. Und die schnelle Welt ganz weit draußen ;-)
    Nachdem alle irgendwann gefrühstückt haben - nur Vincent nicht, der möchte endlich richtig ausschlafen und ohne Publikum mit Lara telefonieren ;-) - verbringen wir den Nachmittag am Strand. Vincents Murren über nicht vorhandene Menschen wird auch langsam weniger. Die letzten Stunden sind gezählt und gedanklich ist er schon fast zu Hause. Ich denke, meinen Wunsch nach Verlängerung würde er vehement torpedieren ;-) .
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  • Day13

    Eine kurvige Küstentour

    October 19, 2017 in Italy ⋅ ⛅ 20 °C

    Entlang der Amalfiküste - Zitat Uli "der schönsten Küstenstraße der Welt" - schlängeln wir uns Kurve zu Kurve und Dorf zu Dorf. Und Uli hält, was er verspricht. Wir bestaunen fortwährend die Felsenlandschaft und die wunderschönen Dörfer. Jedoch liegen uns immer wieder Fragen auf der Zunge " Wie um alles in der Welt haben die hier Häuser in die Felsen gebaut? Was treibt man hier den ganzen Tag? Was machen junge Menschen hier oder werden die schon als Rentner geboren? Oder vielleicht direkt mit dem Moped unterm Arm? " Schnell mal eben Maria im Nachbarort besuchen, die 500 m über oder unter dir lebt und nur über 20 km Serpentinen mit nicht wenig Verkehr in beide Richtungen zu erreichen ist? Das dauert ja Stunden ?! Oje ! In typisch deutscher Gründlichkeit und Pünktlichkeit ist das für und fast unvorstellbar. Wir besuchen Entspannungskurse oder reden ständig von Entschleunigung! Fahr mal an die Amalfiküste, etwas zu stressig und das falsche Tempo, und die nächste Klippe ist deine. Ich unterstelle den Leuten hier einfach eine wunderbare, bunte, blumige, farbige, hin und wieder herbe italienische Gelassenheit, eben wie die ganze wunderschöne Küste. Im Örtchen Amalfi, Uli hat sich einen Parkplatz erkämpft, unterbrechen wir kurz unsere Fahrt und spazieren, mit vielen anderen Menschen, durch wuseligen Gassen. Vincent, immer am Rande des Verhungerns, wird mit einem großen Sandwich versorgt. Der wäre erst mal still ;-)
    Der Rest unserer Reisegruppe picknickt an unserem Auto, aber erst nachdem wir die ganze große Kiste mit unseren Reiselebensmitteln einmal aus dem Kofferraum geschmissen haben. Der Parkplatz wäre damit dekoriert!
    Gegen späten Nachmittag erreichen wir Castellabate, unser letztes Zuhause auf dieser Reise - und einfach unbeschreiblich schön - für mich ganz sicher. Wir finden das Tor. Zu unserem Haus? Tatsächlich, das Schloss lässt sich öffnen. Dann noch ein Weg ca 300 m durch eine Willkomensallee alter knorriger Bäume, die von beiden Seiten ihre Kronen über uns schließen. Und da steht es vor uns, glänzend und leuchtend in der Abendsonne, und einfach riesig - unser italienisches Schlösschen. Wir werden herzlich Italienisch begrüßt und bestaunen jeden Raum in jedem Flügel dieses Hauses. Alles großartig! Ich liebe die Küche mit ihren bunten Fliesen und dem riesigen Tisch. Ich bin zwar kein Koch, aber sie ist wunderschön. Wir haben noch 2 Tage hier und Zeit, das Haus zu genießen. Viiiiel zu wenig, das weiß ich schon jetzt!
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  • Day12

    Zu Fuß über den Wolken

    October 18, 2017 in Italy ⋅ ☀️ 15 °C

    Schon früh sind wir wach für einen der Höhepunkte unserer Reise - der Vesu....... Nein! Die Jelly Bean Challenge : “Empfehlenswert für alle, die mal ein bisschen Spaß haben wollen, solange man nicht selber betroffen ist :-D
    Die Bohnen schmecken wirklich so, wie auf der Verpackung angegeben X). Da fragt man sich doch, wie haben die das gemacht bei der Herstellung bzw. wer hat sie vorher probiert??? Ein echter Partyspaß und Lacher garantiert. Mehr gibts dazu eigentlich nicht zu sagen.“ Zitat Amazon

    Am Vorabend kauft Vincent die Zutaten zur ultimativen Ekelchallenge. Alle Kinder fiebern diesem großen Event entgegen, und nun - kurz vor unserem Aufstieg auf unseren Vulkan steht alles bereit. Noah darf als erster eine der begehrten Beans wählen - frisch gemähter Rasen - lecker - bäh. Das ist noch die harmlose Variante. In zweiter Runde liegt eindeutig Vincent vorne - Erbrochenes!!!! Um nichts in der Welt nehme ich an diesem Spiel teil. Als Zuschauer jedoch ist es ein außerordentlicher Spaß ;-) Die Geräusche, Verrenkungen und Gesichtsentgleisungen sind einzigartig ;-)

    Nachdem alle ihre Übelkeit überwunden haben, recherchiert Noah die zu erwartende Temperatur auf dem Berg, aktuell 9 Grad.
    Nach unserer Voraussicht wird es dann sicher nicht mehr als 15 Grad! Also: lange Hose, Pullover, Jacke, festes Schuhwerk.
    Der Berg ist noch in Dunst gehüllt. Wir fahren durch den bewaldeten Teil am Hang des Berges. Die Bäume haben aber durch den Brand vor ca einem Monat ihre Gestalt verändert - groß, schwarzbraun, nadellos. Irgendwie macht dieser Anblick den Vulkan aber viel mehr zum Vulkan in unserer Vorstellung - viel dunkler und bedrohlicher, echter. Und wir können durch das fehlende Grün sehr viel besser ins Tal schauen. Kommerziell ist der Berg auch ein voller Erfolg, nicht für uns. Die letzten Meter bis zum Parkplatz und schon sind wir Parkgebühren und Bußgeld los geworden. Mit einem kleinen Bus fahren wir die nächsten Meter bis zum tatsächlichen Ticketshop. Und wieder ein paar Euros weniger. Wir sehen einige verwunderte Gesichter vor uns. Aber wider allen Unkenrufen - wir wollen auf unseren ersten, echten Vulkan! (Tatsächlich waren wir ja Tags zuvor schon auf dem Kraterrand eines Supervulkans, das wurde uns erst an diesem Abend wirklich bewusst.) Nach ca 40 min Fussmarsch öffnet sich vor uns das Tor zum Erdinneren. Wir schauen direkt in den Krater und sind sprachlos beeindruckt. Riesig und schlafend, aber doch wissentlich noch immer einer Bedrohung für die Menschen am Fuß dieses Berges - und genau in diesen Minuten auch für uns, starren wir unaufhörlich in dieses Loch. Carlotta hat sich das ganze Schauspiel aber anders vorgestellt, natürlich mit Lava und viel Feuer wie ein Blick in den feuerspeienden Schlund eines Drachen. Die bleibt uns aber verborgen, nur die Rauchfahnen am Kraterrand beweisen - Er lebt!!!
    Unser Blick ins Tal wird gelegentlich unterbrochen von Wolken, die uns zu Füßen liegen. Von oben sehen Wolken natürlich immer wunderschön wattig luftig aus. Carlotta ist begeistert. Zu Fuß haben wir es bis über die Wolken geschafft. Bedauerlicherweise hat sie im Unterricht nächste Woche nur 5 min Redenszeit, wie sollen diese ganzen Abenteuer denn in diesen Zeitkrümel passen?
    Nach einer ehrfürchtigen Stunde auf dem Gipfel treten wir unseren Heimweg an. Natürlich nicht ohne Lavasteine als Zeugnis unserer Tour im Gepäck. Alle Kinder suchen sich 2-3 kleine Steine, auch ich habe einen in meiner Tasche. Und Vincent? Am Fuß des Berges hatte ich Sorge, dass er den ganzen Berg abtragen wollte. Ich glaube, der kann seine ganze Schulklasse mit Steinen versorgen;-)

    Ach und die Temperatur auf dem Vulkan? Wider unserer Erwartung und der vorsorglichen langen Hosen waren es ca 24 Grad und mit jedem Schritt bergauf wurde es uns immer wärmer! Gottseidank hatte ich keine noch dickere Jacke im Gepäck;-) Nur Amon, der unsere Warnungen am morgen ignoriert - ist locker flockig in kurzer Hose auf dem Berg unterwegs, kluger Amon;-)
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  • Day11

    Tanz auf dem Supervulkan und Pompeji

    October 17, 2017 in Italy ⋅ ☀️ 19 °C

    Nach einer ca.1 stündigen Fahrt stehen wir enttäuscht vor den verschlossenen Türen der phlegräischen Feldern. Wegen eines Unfalls vor nicht allzu langer Zeit sind die Felder für Besucher geschlossen. Mit dem Ziel, sie wenigstens von außen zu betrachten, ignoriert Uli jedes Verbotsschild und wir fahren engste Gässchen immer weiter fürchterlich den Berg hinauf. Keine zwei Autos passen nebeneinander und wir erreichen den höchsten und schmalsten Punkt des Weges. Ein freundlicher Anwohner weist uns mit intensiven Gesten darauf hin, dass es hier doch sehr gefährlich sei und wir unbedingt den Weg zurück antreten sollten. Trotzdem bleibt genug Zeit, um die seltsame Stimmung und den entsetzlichen fürchterlichen faule Eier Geruch wahrzunehmen, der sich in Rauchschwaden von Rand des Berges in unsere Nase drängt. Vulkan in Miniatur! Von wegen! Am gleichen Abend noch recherchieren wir. Wir befinden uns am gefährlichen Rand des einzigen Supervulkans in Europa. Diese harmlos erscheinende weiße Fläche ist in Wirklichkeit der Krater des bedrohlichsten Vulkans in Europa, mehr noch als Vesuv und Ätna. Wir balancieren also mit unserem Auto direkt auf dem Kraterrand. Den Gedanken, dass dieses schlummernde Monster jederzeit erwachen könnte, verdrängen wir. Der soll warten, bis wir wieder zu Hause sind.
    Nach unserem schwefeligem Abenteuer besuchen wir die vor 2000 Jahren unter Vulkanasche begrabene Stadt Pompeji. Ich hatte sie mir viel kleiner vorgestellt, die Kinder vermuteten unendlich viele zu Stein erstarrte Tote hier zu sehen . Im Gegenteil, die Stadt Pompeji ist sehr groß. All die zu Stein erstarrten Menschen liegen friedlich unter Glas. Unendliche Häuser reihen sich aneinander - oder das, was von ihnen übrig ist. Wunderschöne Gemälde zieren die Wände, akribisch wieder von Asche befreit. Manche Häuser erwecken den Eindruck, schon morgen könne man hier einziehen. Und hoch oben über all den Gebäuden ragt ruhig und friedlich der Monte Vesuvio. Die Lehrbücher heben aber noch immer den Zeigefinger - "Der Ruhezustand kann mehrere hundert Jahre andauern und endet mit einem erneuten großen Ausbruch!"
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  • Day10

    Carlotta in der Kiste

    October 16, 2017 in Italy ⋅ ☀️ 23 °C

    Gegen frühen Nachmittag landen wir in Rom Ciampino. Die zypriotische Sonne in unserem Gepäck packen wir nach der Landung sofort aus und so sind es auch hier wunderbare 25 Grad. Schnell in unseren Mietwagen, den fürchterlichen Durst aller Reisenden gelöscht, sind wir jetzt auf dem Weg entlang der italienischen Westküste zu unserer ersten Unterkunft. Strand so weit unser Auge reicht. Am Strand von Latina vertreten wir uns die Füße - schon wieder einsam ;-) Vincent hegt jetzt die unbedingte Vermutung, wir umfahren alle Ansammlungen von Menschen. Ganz würde ich Ullis Intention dies zu tun auch nicht abstreiten, jedoch ist die Sommerzeit zu Ende und nur wenige Urlauber verirren sich im Oktober nach Italien. Noch einen Stop am Capo circeo Lighthouse und wir sind auf dem Weg in unsere Unterkunft nach San Felice. Hier bleiben wir nur eine Nacht, für mich auch wirklich ausreichend und etwas zu viel shabby chic. Carlottas Ansage in jeder Unterkunft läuft auf repeat " ich schlafe nie und niemals mehr neben Amon!!!" Das wird meist großzügig ignoriert. So stampft sie jeden Abend zornig und lautstark schimpfende in ein Bett neben ihren Bruder. Heute findet sie voller Entzücken eine mit Decken und Handtüchern gefüllte Kiste neben Vincents Bett - und schläft in genau dieser!!! Entsetzen macht sich in mir breit. Sie möchte tatsächlich mit angewinkelten Beinen hier die Nacht verbringen???!!!!! Ich versuche noch ein paar mal, sie sanftmütig davon abzubringen, keine Chance. Tatsächlich, mit breitem Grinsen in Embryostellung verbringt sie ( ich vermeide das Wort schlafen, das kann es einfach nicht sein!) die ganze Nacht in der Kiste neben Vincents Bett - Carlotta in der Kiste!

    Unser Abendessen ( italienische merkwürdige Burger und eine Pilzgericht für Vincent, der noch immer kein Fleisch auch nur riechen kann) essen wir - gaaaanz einsam ;-) in der Altstadt von San Felice. Kein Mensch hier, nur eine Katze mitten auf dem Marktplatz. Vincent gibt seine Suche nach Zivilisation auf;-)
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