Constance

Joined June 2016
  • Day15

    Und zurück in den Okzident

    October 12 in Germany ⋅ ☀️ 17 °C

    Schlaftrunken sitzen alle gegen 7.00 Uhr am Frühstückstisch. Ein langer Tag liegt vor uns, und eine kleine Wüste;-) Die Agafay Wüste liegt nur ca. 30 min vor Marrakech. In den letzten Tagen, nach unserer Planänderung, recherchiere ich im Internet die Ausflugsmöglichkeiten in und um Marrakech. Plötzlich taucht diese Wüste auf, unmittelbar vor unserer Haustür!
    Ohne große Nörgelleien sitzen wir um 7:30 Uhr im Auto Richtung Wüste. Leider ist die Agafay Wüste eine Steinwüste, also irgendwie nur halbes Wüstenfeeling, aber dennoch, ein bisschen haben wir unsere Wüste doch noch besucht, am letzten Tag, in den letzten Stunden hier in Marokko - Challenge accepted and completed! ;-)

    Ach, und Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub ;-)
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  • Day14

    Ein letzter Abend in Marrakech

    October 11 in Morocco ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach 13 Tagen durch 2 Länder wagen wir uns trotz einiger Anstrengungen heute Abend doch noch in den Trubel der Großstadt Marrakech, in das Herz der Stadt, in die Medina. Souverän und erfahren, fast gechillt, lenkt Uli unser Auto im Trubel der marokkanischen Straßen. Wir finden schnell einen Parkplatz und spazieren durch die verwirrenden Gassen der Souks. Der bunteste Orient vor uns, über uns, hinter uns. Düfte, Gerüche, Gestänke, nette Verkäufer, aufdringliche Typen, eine farbige, morgenländische Mischung aus wunderschönen Dingen. Leider ohne Handyhüllen, Supremeshirts, Taschen, und Mützen, ohne Nike oder Adidas - für Noah und Vincent eine sehr unbefriedigende Shoppingtour, wenigstens H&M könnte hier irgendwo sein;-)
    Die letzten Stunden des Abends sind reserviert für unsere Heimreise, wir packen. Wir packen Kleidung und Erinnerungen in unsere Taschen, sortieren, packen wieder aus und wieder ein, bis das Handgepäck reisebereit ist. Könnten wir ja auch noch morgen machen. Unser Flieger geht erst 15.10 Uhr, wäre da nicht diese letzte kleine Überraschung ;-)
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  • Day13

    Nur nicht bewegen!

    October 10 in Morocco ⋅ ⛅ 29 °C

    Gaaanz viel nichts tun, noch mehr nichts, und dann wieder nichts. Entspannen, abhängen, schlafen, baden, schlafen, abhängen, entspannen!
    Und am Ende des Tages werden wir für einen kurzen Moment wach, und setzen Carlottas Spielfilmidee in die Tat um. Wir drehen "The Scorpion King" nach einer wahren Begebenheit ;-)Read more

  • Day12

    Über den hohen Atlas nach Marrakesh

    October 9 in Morocco ⋅ ☀️ 26 °C

    Schnell weg am nächsten morgen aus diesem gruseligen Palast, Lost Place in Marokko. Vor uns liegt der große Atlas. Vincent feiert den Atlas zu Beginn unserer Fahrt. Wie er das macht, ist mir ein Rätsel, mit geschlossenen Augen und Kopfhörern in den Ohren. Wie auch in den anderen Urlauben gestaltet die Kommunikation mit den Kindern oftmals sehr schwer. In deren Ohren steckt ständig ein anderes Lied, oder immer das gleiche? Vor jedem Gesprächsversuch muss ich erst nach hinten winken, das erhöht deutlich die Chance, bemerkt zu werden. Dann, sichtlich genervt, wird der Stöpsel entfernt. "Mum, sprich schnell, damit ich die Ohren wieder verstopfen kann."
    Zu Beginn unserer Marokko-Tour war die Vorfreude auf die Atlasüberquerung groß. Jetzt, nach Anti-Atlas und langer Strecke quer durchs Land, ist der Weg nicht mehr das Ziel, sondern das Ziel das Ziel. Marrakech! Ich bin noch immer fasziniert von dieser Natur, von glänzenden Steinen, roten Felswänden, unterschiedlicher Vegetation, von unendlicher Weite und Stille. Ich hab ja auch nichts im Ohr. Außer hin und wieder die Nörgelleien der Kinder in bekannter Manier "Wie lange noch? Ich will vorne sitzen! Wer hat einen fahren lassen?"
    Unzählige Kurven später, fast schon in Marrakech, die Kinder wähnen sich jubelnd am Ziel, besuchen wir doch noch schnell den Garten "Anima" von André Heller. Das war mein Wunsch. Den früher zu äußern, hätte womöglich eine Meuterei zur Folge gehabt, jetzt müssen sie durch - den Garten;-) Trotzdem ist die Pause eine gelungene Pause. Wir spazieren durch duftende Gräser und Blüten, wunderschöne exotische Pflanzen und tollen Kunstwerken, eine gelungene, sinnliche, magische Oase. Kurz vor Sonnenuntergang, nach einem langen und kurvigen Tag, beziehen wir unser letztes Zuhause, ein modernes, schickes, großzügiges Haus mit Pool vor den Toren Marrakechs.
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  • Day11

    Außen pfui, innen hui - und umgekehrt!

    October 8 in Morocco ⋅ ☀️ 32 °C

    Ich verabschiede mich nur ungern von dieser marokkanischen Burg. Trotz kleiner Räume, engen Fluren und wenig Licht wirkte unserer Zuhause für 2 Tage sehr kuschelig. Wir sind reisebereit, verabschieden uns von den netten Gastgebern und schon sind wir auf dem Weg in Richtung Taroudannt. Eine kleine erträgliche Tour durch den Anti-Atlas und schon fahren wir im Tal weiter in unsere nächste Kasbah. Von außen wirklich hässlich öffnet sich die Sesamtür und es erwartet uns eine wunderschöne Kasbah, traditionell aus Lehmwänden erbaut, wunderschöne Zimmer und sogar einen Pool. Nach anstrengenden Reisetagen genau das Richtige. Leider sieht das der Hausherr nicht so. Ein Problem über Booking.com , und es wurden nur 2 Zimmer a 2 Doppelbetten reserviert. 6 Menschen in 2 Betten? Wir treffen auf völliges Unverständnis und keine Chance auf ein weiteres Zimmer ohne dies nachträglich zu zahlen. Ein ewiges hin und her führt zur Abreise. Uli erinnert sich an einen herrlichen
    Stadtpalast auf seiner Reise vor 8 Jahren. Wir versuchen unserer Glück dort. In Vorfreude auf einen Palast fahren wir Richtung Taroudannt. In mitten der langen Stadtmauer öffnen sich die Türen in den "Palast". Dieses Mal in umgekehrter Version, von außen sehr schön anzusehen, und innen für mich ein Grauen. Ungepflegt, lieblos, zerbrochene Scheiben,verrostete Stühle, schmutziger Pool, Treppen und Gänge. Wie kann hier überhaupt jemand nächtigen. Wir können! Uli scheint diesen Schmutz gar nicht wahrzunehmen. In seiner Betrachtung dieses schäbigen Etwases scheint ein 15 Jahre alter Filter zu liegen. Ich empfinde Ekel, möchte nichts berühren, werde nichts berühren und hoffe, dieser Tag möge schnell vorüber gehen. Seit dem Tod des alten Hotel-Patron vor ein paar Jahren ging es hier bergab.
    Hungrig schleichen wir am späten Nachmittag durch die Stadt. Hier herrscht reges orientalisches Treiben. Von anderen Touristen keine Spur. Hungrig bestellen wir am ersten Platz des Ortes Köfte und Fleischspieße. Die Unterhaltung inklusive, Geschichtenerzähler, Trommler, Schlangenbeschwörer ziehen das Publikum auf den Platz.
    Ich verweigere schon nach 2 Bissen mein Köfte, diese Eigenartigkeit ist für mich unverdaulich. Vincent isst tapfer weiter, aber auch für ihn "schon sehr fleischig" und Uli hält sich auch dezent zurück. Vincent probiert Noahs Fleischspieße und ist fest davon überzeugt, es wäre Katze und kein Rind! Uli bezweifelt und probiert ebenso. Mit dem gleichen Urteil: abgehangene Katze! Carlotta verneint entsetzt und kopfschüttelnd! Die Herren jedoch sind sich einig, eindeutig Katze! Ich bin satt!
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  • Day10

    Eine "kleine" Tour durch den Anti-Atlas

    October 7 in Morocco ⋅ ☀️ 29 °C

    Uli liegt noch immer fiebernd im Bett. Die Kinder chillen im "Gemeindezentrum" der Burg, und ich überlege, was tun hier mit einem großen "Nichts" um uns herum. Nicht "Nichts", beeindruckende Felsenlandschaft, kleine Dörfer, marrokanische Tradition. Nur leider viel "Nichts" für Kinder. Ich bereite mich mental auf eine Wanderung im die Burg bei 37 Grad vor, um sie alle von ihren Bildschirmen zu holen. Da schlägt Uli, aus dem Koma erwacht, eine kleine Tour durch den Anti-Atlas vor. Schnell sitzen wir im Auto und suchen den Weg in die Berge. Faszinierend, beeindruckend, farbig, einsam, trocken, heiß, und vor allem , ohne Ende! Die kleine Tour nimmt ungeahnte Ausmaße an. 80 km schlängeln wir uns durch Berge. Die Kinder liegen von Hitze geplättet im Auto, Hunger, Durst, kein Restaurant in Sicht. Und vor allem kein Weg hier raus! Irgendwann dann doch, genervte und stöhnende Kinder im Auto, und immer eine wichtige Frage auf der Zunge "Geht das morgen genau so weiter?" Ich wage nicht zu antworten.Read more

  • Day10

    360 km durchs Land

    October 7 in Morocco ⋅ ☀️ 30 °C

    Alle bedauern die Abreise aus dieser wunderschönen marrokanischen Villa. Der Schreck über den abendlichen Besucher hat sich gelegt. Carlotta überlebt die Nacht und wird nun mit vielen Worten und Internetrecherchen zur Skorpionspezialistin. Vincent schüttelt noch immer ungläubig und sprachlos seinen Kopf. Er wurde schließlich fast angegriffen von diesem schwarzen Monster, aufgefressen, totgestochen - also an ihm spazierte dieser freche Skorpion einfach und selbstverständlich vorbei, bis sein letztes Sekündchen schlägt in Ulis heldenhaftem Einsatz für unser Leib und Leben.
    Vor uns liegen jetzt 360 km auf marrokanischer Landstraße!
    Kaum kommt unser Auto in Schwung, springt der nächste Polizist aus der Hecke, mit Fotoapparat! Wenn sich das fortsetzt, kommen wir nie durch dieses Land! Es gab eine Preissteigerung, 6 kmh zu viel kosten heute unglaubliche 40 Euro! Uli verhandelt, aber dieser Polizist ist heute nicht gar so grosszügig. 20 Euro Nachlass, schimpfend und 15 min später treten wir die Weiterfahrt an. Was, wenn seine Kollegen im ganzen Land verteilt sind? Unsere Reisegeschwindigkeit verlangsamt sich bedenklich. Die Fahrt wird anstrengend und scheinbar unendlich. Anstrengend für uns Beifahrer, weil die Klimaanlage wenig grosszügig ihre kühlende Luft verteilt, unsere Hintern doch weniger Sitzfleisch als vermutet bieten, und Uli fiebrig erkältet mit tropfender Nase das Auto auf nicht endend wollenden Serpentinen durch den Anti-Atlas fährt. Die Fahrt gleicht einem Kaugummi, km um km stöhnend und der "Bärenhunger" naht. Gegen 17 Uhr betreten wir unsere Burg, eine echte marrokanische mittelalterliche Burg. Wir beziehen unsere kuscheligen Zimmer und nach einem traditionellen Dinner auf der Burg fallen wir müde in unsere Betten. Vorher teilt Uli den Kindern noch einen Entschluss bezüglich der weiteren Reiseplanung mit. Erkältet und fiebrig, Polizeikameras an jeder Ecke zwingen uns dazu, die nächsten Tage neu zu planen. Die Sahara liegt nun leider nicht mehr auf unserer Reise. Ich bedauere das sehr, Carlotta jammert lautstark, der Rest verständnisvoll leise.
    Ein Grund mehr, Marokko noch einmal zu besuchen;-)
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  • Day8

    Alles läuft schief!

    October 5 in Morocco ⋅ ⛅ 25 °C

    Die nette Dame von gestern bereitet uns um 9 Uhr ein üppiges Frühstück. Vincent hofft auf "Diener" auch in unserer nächsten Unterkunft und der damit verbundenen Befreiung vom Küchendienst. Ich genieße noch immer etwas zähneknirschend den Start in den Tag. Ich schleppe für schönste Wüstenbilder diese dicke Spiegelreflexkamera durch 2 Länder, und nun steht deren Tasche gefüllt mit unseren gesamten Waschutensilien und dem Kameraladegerät wahrscheinlich noch immer unter dem Sitz des Ryanairfliegers. Für die nächsten ungewaschenen Gäste! Jetzt stinken wir, daran sind wir schon fast gewöhnt, aber die Kamera hat genau nur eine Ladung und bleibt jetzt außer Funktion bis in die Wüste, ärgerlich! Aber kein Beinbruch. Ich entlasse den armen Amon, den Taschenträger, aus seiner Verantwortung. Der sitzt bis dahin auch noch mit gesenktem Kopf am Frühstückstisch. Am späten Vormittag besuchen wir die alte portugiesische Stadt Essaouira, die Stadt der Winde. Am Hafen mit seinen blauen Fischerbooten erwarten uns prächtige Farben, frischer Fisch unterschiedlichster Art und Form präsentiert auf alten Karren von orientalisch gekleideten meist Männern. Ein Fest der Sinne! Carlottas Geruchssinn ist allerdings kurz vorm kollabieren. Sie hofft jede Minute, diesen Ort des aromatischem Grauens zu verlassen.
    Ich bin begeistert! Wir schlendern durch die Stadt vorbei an Kräutern, Taschen, Gewändern, Kleidern, Gewürzen, Hunden, Hühnern, Katzen auf der Suche nach? Einem Gewand für Carlotta und mich;-) Wir sind fast fündig, als Uli in einem Kleiderladen versehentlich die orientalische Kleiderpuppe zu Boden schlägt, und während der selbstlosen Rettung eben genau dieser, seine linke Hand als Balancestab kraftvoll zur Seite schwingt. Um ihn genau mir an meine Arme zu donnern. Jetzt suche ich völlig überrascht meine eigene Balance, und im selben Moment fliegt mein Heiligtum aller Heiligtümer, mein heiliger Smartphonesakral, in hohem Bogen gen Boden. Tausend kleine Splitter schmücken augenblicklich das Display des Telefons, krallen sich fest in dessen Oberfläche, lassen sich nicht einfach weg wischen und verhindern die komplette Sicht auch auf nur den klitzekleinsten Buchstaben! Schweigen! Frust! Zorn! Der Verlust meiner Identität, Verlust meiner - oft unnötigen - Kontakte in die Welt da draußen, Verlust meiner Noten, Bücher, Daten, Fotos, Rezepte, meiner Vergangenheit, Gegenwart und meiner Zukunft! Ich verbiete mir jeden guten Ratschlag während der nächsten Meter zu Fuß, schließlich bin ICH der Smartphoneguru in dieser Familie, kenne dieses technische Etwas nahezu im Detail, die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Datenrettung. Jaja, ein neues Display muss her! Am besten sofort! Aber eigentlich ist so ein tragischer Verlust auch die beste gerechtfertigte Gelegenheit für den "notwendigen" Kauf des noch besseren Smartphones. Die meisten und wichtigsten Daten sind in der Googlecloud gespeichert, jedoch viele andere Noten und Unterlagen auf der Festplatte meines Telefons. So komme ich nicht umher, es in Deutschland reparieren zu lassen. (Daten retten und trotzdem ein neues, falls so etwas noch einmal passiert;-) ) All diese Gedanken begleiten mich auf unserem sofortigen Weg nach Hause, schmollend, schimpfend und grübelnd. Keiner wagt weitere gute Tips und Ratschläge! Zuhause bin ich in den nächsten Stunden bis ca 3 Uhr nachts damit beschäftigt, mein altes, von Carlotta als Entertainment genutztes Gerät, neu zu installieren und Daten zu retten. Bei 120 vorerst verlorenen GB kann ich leider noch nicht genau sagen, was mir den größten Verlust bereitet. Der Kontakt zur Außenwelt ist jedoch wieder hergestellt. Und ein Hoch auf die von vielen beschimpfte Googlecloud, meine Retterin!
    Den restlichen Nachmittag nach dem technischen Supergau verbringen die Kinder am Pool, Uli kuriert seine Erkältung im Bett und ich installiere unentwegt.
    Am Abend bereitet uns die nette Dame ein nächstes marokkanisches Dinner und wir wagen einen zweiten Versuch, in das orientalische Essaouira abzutauchen. Mein Zorn über das zerstörte Handy ist schon fast verflogen, und Carlotta erinnert nun wieder unentwegt an den Plan, ein hübsches marrokanisches Gewand zu kaufen. Am Ende des Abends sind wir erfolgreich neu gekleidet, Carlotta in Glutrot und ich in Himmelblau;-)
    Und Vincents Finger silberglänzend ;-)
    So könnte unsere Zeit hier in diesem schönen Haus in der Steinwüste unweit vor Essaouira mit einigen Missgeschicken nach 2 Tagen zu Ende gehen, wäre da nicht noch eine letzte, große, fast "tödliche" Aufregung in den späten Abendstunden. Alle verteilen sich im Haus, Vincent und ich sitzen am großen Tisch im Wohnzimmer. Die Stille des Abend wird dramatisch unterbrochen durch Vincents fast zurückhaltende Worte" Was macht dieser fucking Skorpion hier vor meinen Füßen?" Im Bruchteil einer Sekunde später stehe ich in Schockstarre auf dem Tisch. Uli, vom meinem Schrei aus dem Schlaf gerissen, eilt ins Wohnzimmer, greift zu meinen Latschen und klatscht diesen wahrhaftigen schwarzen Skorpion platt! Vincent hat Wortfindungsstörungen. Blass um die Nase begreift er erst Momente später diese unmittelbare Bedrohung. Carlotta, Noah und Amon springen nach meinem Schrei augenblicklich in ihr Zimmer, verriegeln die Tür und stehen auf ihren Betten. Die Angst vor einem noch größeren Skorpionangriff macht sich breit. "Vielleicht kommen seine Freunde noch!" "Wie gefährlich war der?" "Könnte ich sterben?" "Springen die auch in Betten?" Carlotta möchte augenblicklich abreisen, Vincent sucht noch immer nach Worten, und ich bedauere, als Beweis dieses tödlichen Angriffs nicht schnell genug ein Foto geschossen zu haben;-) . Dieser Tag endet in höchster Aufregung und einer unruhigen Nacht in großer Sorge um weitere Skorpione in Wohnzimmer, Küche und Bad.
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  • Day7

    Vom Abendland ins Morgenland

    October 4 in Morocco ⋅ ⛅ 30 °C

    Um 11.15 startet unserer Flieger nach Nordafrika, nach Marokko. Unser letzter Besuch hier war 2016 und hat viele tolle Eindrücke hinterlassen. Wir freuen uns alle sehr auf ein buntes, orientalisches, magisches Marokko. Ohne das befürchtete Autovermietungschaos starten wir unsere Reise durch Marokko in Marrakech um 14.30 Uhr gen Essaouira. Uli lässt die Reifen glühen auf der Autobahn kurz nach Verlassen der unendlich erscheinenden Landstraße um Marrakesch. Das bringt uns schnell voran und Uli hoffentlich schnell ins Bett. Der hat sich eine fette Erkältung in Italien eingefangen, und kränkelt vor sich hin. Als Fahrer einer erwartungsvollen 6-köpfigen Horde wenig lustig ;-( Wir hoffen auf schnelle Besserung. Und die marokkanische Polizei hofft auf Läuterung eines Rasers auf marokkanischer Landstraße. 44 kmh zu schnell! In Deutschland hätten wir jetzt mit der Bahn weiter fahren müssen. Hier in Marokko verwickelt Uli den freundlichen Polizisten mit der Blitzmaschine in den Händen in ein Gespräch, und verhandelt seine Strafe, erfolgreich! Von anfänglichen 400 DH gab es nach 10 Minuten einen Strafrabatt von 200 DH. Macht ca 20 Euro für 44 kmh zu viel. Trotz der ärgerlichen Tatsache, dass die überhaupt hier stehen, ist das wirklich ein guter Preis für unser Geschwindigkeitsverbrechen.
    Schimpfend fährt Uli weiter, den furchtvollen Blick immer an den Straßenrand geheftet. Und tatsächlich stehen noch 4 weitere Kamerapolizisten an verborgenen Ecken dieser Autobahn bis nach Essaouira. Unglaubliche marokkanische Raubritter! Nach einem langen Reisetag erreichen wir gegen 17.30 Uhr unsere Wüstenvilla. Den Hintern platt gesessen und ein Loch in den Bäuchen der immer hungrigen Kinder, erwartet uns eine nette Dame mit einem köstlichen und mehr als reichlichen marokkanischen Abendessen. Wir bewundern die großzügige, traditionelle Villa, feiern das Essen und fallen totmüde am Ende des Tages in unsere neuen Betten.
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