• Birštonas

    24–26 de abr., Lituânia ⋅ ☁️ 12 °C

    Birštonas ist ein weiteres Heilbad auf unserem Weg, nur eine halbe Stunde weiter. Ich finde dazu den Satz: „Dieser Ort wurde geschaffen, um Ruhe zu finden.“ Zufällig entdecke ich ein Natur-Camp am Ortsrand. Wir beschließen, auf die 3. Nacht bei unserem Gehöft doch zu verzichten und dorthin zu fahren.

    Der Ort hat für uns nur Gutes. Nach vielen Mini-Läden in Bauernhöfen oder winzigen Holzhäuschen u.ä., die zwar alles Notwendige haben, aber nicht so gut bestückt sind mit frischem Obst oder Gemüse, finden wir hier einen ersten Supermarkt mit der Zusatzbezeichnung „XL“, der zudem mit seinen 1,5 km Entfernung vom CP gut zu Fuß zu erreichen ist. Und prompt gibt es ein großes Angebot an Obst und Gemüse und eine riesige Frische-Theke mit frischem Fleisch, Fisch und Käse. Nach 10 Tagen diesbezüglichem Entzug fühlen wir uns wie im Schlaraffenland, so sehr die kleinen Tante-Emma-Läden auch ihren Reiz haben.

    Unser CP-Wirt gibt uns zudem den Hinweis, dass es im Ort die sehr schöne Nemunas-Promenade entlang des gleichnamigen Flusses gibt, die weite Teile des Ortes umschließt, also machen wir die Räder fit. Diese Promenade dient dem Überflutungsschutz und ermöglicht, einen guten Überblick über den etwas tiefer liegenden Ort zu bekommen. Die Laubbäume der Parkanlagen zeigen auch hier ihr erstes Grün. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, auch wenn die Temperaturen noch eisig sind. Weil Samstag ist und der CP erst am Vortag Saison-Eröffnung hatte, gibt es auf dem CP abends eine „Gulaschkanone“ für die ersten Saisongäste. Wir nutzen dieses warme Abendessen dankbar und fallen nach viel frischer Luft todmüde ins Bett.

    Am Folgetag bin ich morgens um 5.30 wach und beschließe, die ab 6.00 geöffnete Aussichtsplattform des örtlichen Aussichtsturmes zu erklimmen, der aufgrund seiner etwas erhöhten Lage der höchste Aussichtsturm Litauens (45m für die Plattform und 55m Gesamt-Turmhöhe) sein soll. Peter hatte signalisiert, dass ich das gerne auch ohne ihn machen kann😉. Ich genieße die Morgensonne mit dem erneut strahlend blauen Himmel, aber es ist ausgesprochen stürmisch auf der Plattform. Der CP-Wirt hatte uns noch erzählt, dass die Idee des Turmes war, dass er so hoch werden sollte, wie Ballonflüge üblicherweise stattfinden, damit man von der Plattform die Ballon-Perspektive hat. Das ist gelungen. Ich mache dennoch nur schnell in jede Richtung ein Foto und spute mich, wieder runter zu kommen, weil ich mich in dem eisigen und kräftigen Wind kaum halten kann. Müßig zu erwähnen, dass ich um die Zeit alleine dort oben war… .
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